Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Philipp!/ von dem hernach. Er war ein Mitglied der Französi-schen Academie, und hat verschiedene wercke hinterlassen,als dasleben des Cardinais Berulle, und einige koemsrg. Isaac, Lano-niLris zu Paris, und nachmals an. 1645. Bischoffvon Vabres,wurde von dem Cardinal Richelieu ersehen, Iansenium zu wi-derlegen , da er denn insonderheit in drey Sermonen vorstellete,Laß Jansenius Augustinum nicht recht verstünde. AntoniusArnaud, voötor von der «Sorbonne, antwortete ihm zwar an.1640. Isaac aber blieb einer der vornehmsten feinde der Janse-rristen. Endlich starb er den n. jul. an. 1668. Unter seinenschritten sind die vornehmsten: äs 6rMiÄ ex I^tribus OrLLis,Paris 1646. in 4. äs Lonlsnlu Hierarcbia! L UonklicblL ,ibiä. 1641. in 4. cle Latbecira lsu krimatu 8. ketri, ibiä.164;. in 4. kxpolitio in kpiüolas k-mli sä kimotbeum,liwni kkileinonem, ibiä. l6;6. M 4. rc. Er hat auchLas ccremoniel der Orientalischen kirche oder dasins Lateinische übersetzet, ibicl. 164;. j» folio. HeinrichLudwig, Herr von Montmor, Königlicher Rath und Re-quetenmeister, war ein mitglied der Französischen Academie,und starb den 21. jan. an. 1679. Er hat sich durch seine auf-richtigkeit, wie auch durch die liebe, so er zu gelehrten leuthengetragen, sehr bekannt gemacht. Seiner wird in dem lebenGassendi gedacht. «i« KckaE , bibl. kräng.

hiü. äs l'ÜLLctsrnis kräng, klrstoire Ner ^>roxs/irra«r ste

-Hadert , (Philippus) ein mitglied der Französischen Acade-mie , zeigte von seiner jugend an grosse lust zu den studien , alser aber selbige zu ende gebracht, wurde er allgemach in den krieggezogen, und zuletzt Lommiliünus von der artillerie. Er warbey den vornehmsten Speditionen selbiger zeit , als in derWacht bey Avein, und in den belagerungen äs Is Mothe, Nan-cy und Landrecy. Als aber an. ro;?. einige trouppen ordreerhielten, das schloß Emeri zwischen Mons und Valencienneszu belagern, wobey er auch die aufsieht über die Munition hatte,ließ ein soldat seinen lernten in eine pulver-tonne fallen, welcheein stück mauer über den Haussen schmiß, worunter er getödtetwurde. Er hat verschiedene koömaw geschrieben, und unterandern ls kemxle äs In Klart, so für eines der besten geachtetwird. , bist. äs I'Lcaä. kräng.

-Hadert, (Susanne) war Petri Haberts , Henrici II.Cammer-dieners tochter, und heurathete Charles äu Iardin,Königs Henrici III. bedienten; als sie aber selbigen in ihremL4. jähre verlohren, brachte sie ihr übriges leben im wittwen-siande zu, lernte die Hebräische, Griechische, Lateinische,Spanische und Italiänische spräche, und ftudirte darnebenin der Weltweisheit und Theologie. Sie lag den gantzen tagüber den büchern, sonderlich über der Bibel und den karribus,so, daß sie unter den Gelehrten sehr berühmt, auch vonfrommen leuthen wegen ihrer gottseligkeit und liebe gegendie armen sehr hoch geachtet wurde. Vorbemeldter Bischoffvon Vabres war ihres bruders söhn, dem sie, wie man davorhält, ihre gelehrte m-mulcrixt» hinterlassen , welche in einererklärung des 87MK0U ärbLnalikmi , einem buch von demgebät, von Sacramenten , einem Catechismo, und andermbestehen. Sie starb an. 16;;. O»K 4 Nr»e, bibl. kräng. Oe< 7 s/le, eloge äes Haines.

-Habichhorft, (AndreasDaniel) zu Bouchow in demHertzogthum Schwerin gebohren von Daniel, einem Com-wendanten in verschiedenen Mecklenburgischen vestungen, be-suchte anfangs zu Güstrow und hernach zu Grobow die schu-le , und kam an. i6->z. auf die Universität Rostock, allworr die besten kbiloWbos und kbeologos hörte. Als er nach-aehends in den Pfinqst-tagen seine eitern besuchte, (welchedamals auf dem schlösse Fürstenberg waren) und eine pre-digt ablegte, geschahe wider alles vermuthen, daß ein Raths-herr aus dem benachbarten Ucker-Märckifchen städtlein Lychen,der die predigt anhörete, sich selbige so Wohlgefallen ließ,daß er diesen jungen Or-worem bey seiner zuruckkunft seinenMit-Räthen so nachdrücklich recommendirte , daß sie ihn zndem Rectvrat ihrer stadt-schule admittirten ; weil er abernoch länger auf der Academie ftudiren wollte, bediente ersolchen posten mit ziemlicher unlust, so daß seine eitern gros-se mühe hatten, ihm denselben beliebig zu machen; er wur-de aber bald weiters vocirt, und sollte an. 16;;. das schul-Rectorat und den Kirchen - Diaconat zu Strelitz annehmen,welches er auch that, jedoch für eine sehr kurtze zeit, sinte-mal er zwey jähr darauf beyde bedienungen aufgab , undsich wieder nach Rostock wendete, da er in kbilotoxbicis lasUnd disputirte , auch an. 1658. sich zu einem Klsgiüround gecrönten Poeten crecren ließ ; bald darauf legte er sichfürnemlich auf die Theologie, und wurde darinnen nach kur-zer zeit krofellor in gemeldtem Rostock ; ehe er aber selbigeantrat, nahm er eine reise vor, und meng das jähr daraufan. 1664. nach Greyphswalde, da er mner acht Wochen viertheologische vilxutstiones äs IV. Concil. Oecuinen. gehalten;man wollte ihm auch daselbst den gmäum kicemmws erthei-len , er wollte ihn aber nicht annehmen , sondern giengweiters nach Helmstädt, Ninleln , Marpurg und Giessen,sn welchem letzter» orte er unter dem kr-estälv des gelehrten

Haberkornii äs ksrenMriamüno disputirte. Hierauf durchsreisete er einen schönen strich Teutschlandes, die gantze Schwel?'und kam endlich durch das Schwaben-Bayer-und SachWland zu ansang des 166;. jahrs wiederum auf Rostock. Da ernun seine krokelkonem Ideolog, antreten wollte, und deswe^gen seine zu Greyphswalde und Giessen abgelegte Lpecimm»vorwiese, verlangte man von ihm, er sollte eben vergleiche»auch zu Rostock ablegen, hielte derohalben eine dlspulation aus1. Corinther IX. 2;. 26. Dessen aber ungeachtet wurde die-ses mal nichts aus seiner beförderung, sondern er kam an. r6oc"zu vr. Suanten, damals Lrcbiäi-rcono zu St.Jacob, als lVLLL^xtor äomslt. seines sohns , nachmaligen kecloris deszu Lübeck. An. 1669. bekam er vo» der theologischen Facuna»die freyheit LollegiLkdsolog. zu halten ; an. 167,. hielt er zuGreyphswalde eine disputatton über alle 21. arttckul der Augspurgifchen Confeßion, und nahm darauf den gmäum kicenus'tos an. Er hat auch eine zeitlang das fus getrieben. An.bekam er endlich zu Rostock die krolslsionem Orseorire, HUaber anbey Lollegia kkeol. und Ilebr. Und odwvl ihn n/lchmals der Hertzog von Mecklenburg-Schwerin zu der krolestw"kkeologigz voclrte , erlangte er doch wegen vielen ihm in 0"weg gelegten Hindernissen solches glücke nicht. An. i679-de er zu Greyphswalde voüor, und hielte darauf fünftiones Lnti-ksxiüiLLs , welche er Hertzog Christians Ludovn( so Catholisch worden) dedicirle; dieser Fürst aber nahm e»solches so ungnädig auf, daß er ihn von der krokelüon für elM8zeit suspendirte. An. 1686. präsentirte er Kayser Leopolds -.Wien seine 8emi-LemuriÄM ünugrgmmLtum , darinn auch y „den Kayser selbst angieng , worauf er ihm in eigener peE-,in Lateinischer spräche das gegen-compliment machte. Bey >ner zurückkunft wurde er kroksllor kkeologise und Lllessor 00-klkorii, und an. 169;. 8eniok der theologischen Facultät.

1694. that er eine reise nach Dantzig; zu feiner letzten am"'aber wurde er von dem tode genöthiget im aug. an. r 7 °^Seine schriften sind: allerhand Knagr-tminstZ und

w; Lrsvi^rium kormulcs Lonooräise ; kollocbiurn liccerstvl»»Lc. memor. kksolog. x. l;;8- *

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-Habisreuthinger, genannt Costantzer, wareine sehr berühmte familie, davon florirte an. 1hann Habisreuthinger, genannt Costantzer. Er hat" '.schloß und adeliche behausung im Algöw, im Costantzer tyawelches thal auch von den Hadisreuthingern genannt Costa»? §den nahmen hat. Ertz-Hertzog Ferdinandus zu Oesterreich w „ihm mit hohen gnaden zugethan, Habisreuthinger ga»' xauch solchen unterschiedliche mal mit seinem gantzen cvn»auf seinem schlösse sehr herrlich. Es hat auch dieser m ^marckt-flecken Weiler im Algöw auf seine Unkosten eine. gr'capelle bauen lassen , woran dato noch ein künstlicher,wapen und schrift zu sehen. An. 1558. wurde semJohann Habisreuthmger Ertz-Hertzogs Ferdinandi Cam",.^Rath, oberster Saltz-Factor des Montfortischen vorbeya'^Jnnhaber und Landes-Richter der Grafschafft Rothe,seinen zwey brüdern Lucas und Albrecht HabisreuthML^mit besonderer saltz-freyheit begäbet. An. 1594- hstü, ket-Hertzog Leopold vorgedachte drey brüder mit güldenen ^ten und daran Hangenden gnaden-pfenningen allergnadM ^galirt. An. 1644. ist die kostbare bewohnung und >mu xHaus der Habisreuthinger im Costantzer thal , sie

Nesselwang bis gegen Reithin im Tyrol, mit jeyrUnkosten eine landstrasse durch berg und stein - stllenhauen und machen lassen, damit das saltz ins thal de» fri-sten weg geführet werden könne; zu dessen steten aw>. Ze-cken hat ihro Ertz - Hertzogliche Durchleucht in lMW'haisttheiltem Adeis-brieft einen berg-knappen mit einer jgihnen ins wapen gegeben. Diese familie hatSchwaben und Algöw sehr ausgebreitet, und m> ,besten Häusern in Augspurg, Memmingen, Ulm, ^ he-

Jfny, Kempten, Wangen, rc. befreundet, wovon U^ti»sondere dignitäten bekleidet. An. 16;;. warHabisreuthinger Hauptmann in löblicher Reichs-staUmingen, und Gerichts - Kll'sllor, dieser hat ein ^e-tspkium von stein erbauet, und mit feinem und n« fjiis,Mghlin frau Philippina Wachterin, kritricia L ^,

schönen wapen zieren lassen. Der letzte Hablsremomit welchem an. 17;«. diese familie männlicher n« öe!d-gestvrben, war Tobias Habisreuthinger von Lindau, . wKleäicus bey seiner Gräflichen Excellentz von vie nochWeickersheim in Francken. Seine einige frau tocMr'im leben, hat sich verheurathet mit Herrn Ha"s ÄManUStubert, des grossen Raths, Saltz-Factorn und hanve»in Memmingen. Ohne diese lebet noch jungferHabtsreuthingerin, eine bruders tochter von obgeoawbias, nahmens Johann Andreas Habisreuthinger' unsKayserlicher Xocarius und Richter in Lindau geW, haste-ein schön guth, auf Senfftenau genannt, destivVon dem schon und raren stamm-bäum von ^