Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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bis 1740. nebst den wapen - briefen ist dermaligek besitze«Johann Siegmund Stubert in Memmingen , ein enckelvon vbgedachtem Herrn Tobias Habtsreuthinger.

. Aabran, eine kleine stadt in dem glückseligen Arabien, inklnem that gelegen, deren einwohner von unterschiedlichen or-ten aus Arabien sich dahin versammelt haben. Sie liegt 48.Meilen westwärts von Saada.

Habsal, eine stadt in Lieffand , in dem gebiethe Wycke,dem Finnischen meer-bufen, welche ehemals die residentzver Bischöffe von Oesel gewesen. An. 156;. machten sich dieSchweden davon meister, und legten eine Teutsche befatznngMnein, welche diesen ort sowol als Lobe und Lcal an. 1575.vor 80000. gülden den Dänen einhändigten, weil sie lan-ste zeit keinen sold bekommen. In dem folgenden jähre aberward sie von den Dänen ohne dringende noth den Russenübergeben, worauf sie die Schweden an. i;8i. wiederumMit gemalt unter ihre botmäßigkeit brachten. ,

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Habsburg, ist der nähme eines schlosses, welches denGrafen von Habsburg zu Hnem stamm-hause gedienet. ManMet aber verschiedene diefts nahmens. Das erste soll Ot-vertus I. Graf zu Habsburg, an. 660. in dem Brißgau^bnuet haben, so llvenäi Lsstrum, Habentumsburg, Ha-vensdurg , und hernach Habsburg genennet worden. EsM aber nur zu gewiß , daß was von diesem ältern Habs-^urg schon aus dem VII. ttoLulo gemeldet wird, den gering-en gründ nicht Hat , und ohne einigen beweis von solchenMbenten zuerst vorgebracht worden , welche in der Habs-vurgischen Historie und genealogie schon längst allen glau-ven verlohren. Das einige und wahre Habsburg im Aer-Mv, oberhalb Bruck oder Windisch, hat Graf Ratbot im7"- llecuio auf einem Hügel erbauet, und solches, als ei-e vestung, da er seine haabe zu sichern und zu verwahrenMraute, also genennet; wiewol andere diesen nahmen oh-gründ von einem Habicht, oder von dem berge Aven-7"v zu Rom, oder weil der Graf alle seine haabe auf den^au verwendet, herführen wollen. Es ist selbiges aber an.

als Hertzog Fridericus von Oesterreich Tyrolischer li-an ?^n Kayser Sigismundo in die acht erkläret worden,W,den Eaton Bern gekommen, welcher selbiges zerstörteWoß annoch besitzet. Unterhalb diesem schlösse liegt das be-"lynite Schintznacher-bad, davon siehe den artickul Schintz-nach. Es mird noch ein ander zerstörtes schloß dieses nah-mens, nahe bey Lncern angeführet, so vielleicht nach dererbauet worden. Mon. Lsrm. Fuggers ehrett-'plegel, ich. I. L. z. 6c

^ .Sabsburg, eine alte Teutsche Grafschafft, woraus dasFMlge Haus Oesterreich Herstammei. Es soll selbige, nach»uggcrs, Lazii, und anderer erzehlung, ihren nahmen undSprung von einem, nahmens Romulpho, haben, welcherGouverneur in Alemannien gewesen, aber von den«rauckischxn Königen ein thal-gelände in dem Breißgau amXKnvartzwalde, von dem Ursprünge des flusses Nnmäg anch dessen einffusse in den Rhein, eigenthümlich erhal-sx,!ssMben, welches er sein Abenthum genennet, und erhak dMro Lomes Lvencli benennet worden; Otbertus abergen dem bemeldten thale zwey berg-schlösser ge-ben gebauet, und das eine, weil seine vorfah-

Lsa ^rauf gewöhnet, Altenburg, das andere aber llvencllgeheissen , und sey dahero nachmals Graf vonssuvsvurg genennet worden; wie wenm aber dieses gründden ' M schon bey dem vorigen artickul zu sehen. Wasdch Ursprung dieser Grafen anlanget, sind darvon verschie-vbn° "ichnungen. Gebweiler und andere wollen sie, jedochgründ, von den alten Trojanern herziehen. Albertusdern ^Eenlis und Lambecius führen sie hechvon zweyen brü-der L^u Rom, kerleomi genennet, so aus dem geschlechtecb- M^orum zu Rom an. 1144. vertrieben gewesen, wel-Hasssk ln selbige geaend gemacht, und daselbst das schloßMg, von Habichten also genennet, erbauet. Man^solches desto mehr behaupten, weil Carolus V. als erseni ? gewesen , nachgefraget, ob noch jemand von die-Flw übrig sey. Welche meynung aber von dem

fen k U"d Guillimanno widerleget wird, zumal die Gra-Habsburg schon lange zuvor sind bekannt gewesen.fsikMus, Gundelfing, Piespordius, Stabius und andere,her ".sie von dem alten Könige Sigeberto von Austrasienüber von Guillimanno, weil es mit den wahrensieng uven der Historie nicht überein kommt, (oder wenig-st« keinen satten Urkunden gegründet ist) weitläuf-

U,,M^ bgt wird. Am wahrscheinlichsten scheinet, wasMj^Wnnus behauptet, daß sie von den alten Grafen vonkaum « - lerstammen , die schon zu der Römer zelten be-ivgre» gewesen, und als Lomttes bey der Römischen armeeober, ' aber die Burgundter nachmals dieses land er-üdech^daben sie die würde behalten , bis sie selbige erblichGrc,sss,umen. Ob nun gleich anfänglich die grentzen dieser^then ltt mcht gar groß waren , so sind doch durch heu-^ ervschafften, und dergleichen, viel andere in der

Schweitz gelegene güther darzu gekommen / darneben dieLand-Grafschafft Elsaß und Brisach, welches sie ehemalsnur verwaltet, aber um das XI. oder XII. s-soulum zu ih-ren erblanden gemacht. Dahero sich ihr gebiethe über demRhein gegen abend, durch das Elfaß und Sundgau bisan Burgund und Lothringen, .gegen mittag aber an Läber-und Bötzderg hinauf ins Aergöw und in die Schweitz hin-ein erstrecket, worzu auch endlich Thurgvw, Zürichgöw,Hxgöw, und andere lande , oder vielmehr in einem jedenderselben gewisse stücke und Herrschafften gekommen sind.Sonst werden sie auch von ihrer ersten und ältern residentzdie Grafen von Altenburg genennet. Der erste Graf vonAltenburg soll Otbertus gewesen seyn, welcher um das jähr660. Habsburg erbauet /und an. 667. das kloster St. Trut-brecht gestiftet. Seine gemahlin soll, nach Lazii meynung,Luitgardis, Hertzog Gunzonis von Schwaben tochter gewe-sen seyn, die ihm die Grafschafft Numagcn , und andereyrter an dem Schwartzwalde zugebracht. Lazius giebt ihmauch einen einzigen söhn , nahmens Babonem. Andere abergeben ihm vier söhne, Babonem, Ottobertum II. Reinber-tum und Ethobertum. Manlius eignet ihm deren nur zweyzu, Amprinctum und Rothardum. Jener soll Amprings-berg, dieser Rotherderg, wovon die ruäcra noch übrig, er-hallet haben. Amprincro folgte sein söhn Hettobertus, wel-cher in dem kriege umkam, und drey söhne hinterließ, Geb-bonem, der Elsaß bekam; Hettonem, welcher ein Bene-dictiner wurde; und den ältesten , Rambertum, welcher demdatier folgte. Dieser hat das kloster zu St. Trutbrecht,welches in den bisherigen kriegen viel erleiden müssen, er-neuert, und ist an. 771. verstorben, hinter sich lassend sei-nen söhn Guntranum. Selbiger, als er um das jähr 824.verstorben , hinterließ Luitfridum, der die Grafschafft Al-tenburg , Elsaß und das übrige erhielte; und Luithardum,der Brisach bekam; der dritte soll Lancelinus, Ertz-Bischoffvon Trier gewesen seyn. Luitfriduö starb an. 8;;. und hin-terließ zwey söhne, Luitfridum II. Grafen von Altenburg;Hugonem , der Elsaß und Brisach überkam , nebst einertochter Ermentruda, so an Conradum, Grafen von Bur-gund , vermählt wurde. Luitfridus II. starb an. 902. undhinterließ Luitfridum, Grafen in Sundgau; Hugonem,Grafen zu Egesheim; und den ältesten Hundfridum, Gra-fen zu Altenburg, der ihm folgte, welcher St. Trutbrechtmit mauren umgeben. Er starb an. 918. und hinterließnur einen einigen söhn, Guntramum II. den reichen zuge-nannt, von welchem diese stamm-rechnung gewisser wird,oder, so man die fache recht sagen soll, weicher der ersteist von allen bisher erzehlten, von dem man sichern und ge-wissen bericht hat, daß er würcklich in der well gelebet,und ein ftamm-vatter des Durchläuchtigsten Ertz-Hauses ge-wesen ; Massen dann bekannt, daß in den letzt-verflossenenloo. jähren zwey gantz andere S^liemam von genealogien überdie vorfahren dieses Guntrami aufkommen sind Das ersteist Hieronymi Vignier, welcher den Ursprung dieses Hervirvon den ältesten Grafen und Hertzogen Elsasses, und sodann weiter von Leudesio, oder Leutherio, Archinoaido undEga , so alle drey Majores vomus bey dreyen unterschiedli-chen Französischen Königen aus der Merovinger stamme ge-wesen , auch endlich von dem llacricio Ricimer , des Egavatter, hergeleitet hat. Das andere erst noch vor kurtzemhierüber aus licht gegebene ist des Herrn Eckhardt,

und steiget zwar auch von diesem Guntramo erstlich durchdie Elsaßische Grafen und Hertzoge hinauf, gehet aber her-nach von den letzter» weiter zu den Alemannischen Hertzo-qen Leuthario und Bucelino , die schon in der mitte dessechsten jahrhunderts gestanden haben. Wiewol es im übri-gen auch denen für den rühm ihres vatterlandes eifernden,und diesen edelsten und heut zu tage allervornehmsten undangesehensten stamm in der gantzen wett, bis auf die äl-teste zeiten bey sich zu erhalten begierigen Schweißern, woes nöthig, an beweisthummern nicht mangeln sollte, zu be-haupten , daß eben Guntramus keines fremden stamme,auch gar nicht ausser seiner reichen Grafschafft von Win-disch und Altenburg gebohren gewesen, sondern vielmehrer Graf Guntram ansehnliche Grafen und Landes - Herrenderjenigen gegend, darinnen er selbst gelebet und geherrschet,zu vor-eltern gehabt habe. Allem, da diese gedancken undbeweisthümmer bisher me vorgebracht sind, so ist es hierder ort nicht, es leidets auch der enge jewedem artickul desgegenwärtigen Lexici vorgeschriebene räum keineswegs,daß man sich damit aufhalte. Von Graf Guntramo nun,zugenannt dem reichen, gehet dieser ur-alte und höchst-ed-le stamme gantz richtig fort, Massen man darin« die be-rühmte Lbartam Murionlem aus den alten stiftungs-briefendes klosters Muri schon vor mehr als ;oo. jähren zusam-men gelesen, zur leiterin hat. Guntram soll also KayserHeinrichen I. wider die Ungarn bcygestanden, auch dessen er-stem turnier zu Magdeburg beygewohnet haben. Nach La-zio und den übrigen hätte er seines vettern Luitfridi tau-ber geerbt, welches zwar eben nicht unmöglich ist, aberdennoch keinen genügsamen beweis hat. Er starb an. 946.und soll von seiner gemahlin Itha, Graf Albrechts znKalbe tochter- vier söhne hinterlassen haben: Betzonem,

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