Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Landgraf Heinrich ohne erben abgieng, wegen der siicceßionMischen den Grafen von Oettingen, den Marggrafen vonHvchberg und den Grafen von Habsburg ein streit entstan-^n, fo ist doch folches von dem Unter-Elfaß zu verstehen ,welches ein lehn von dem Bißthum Straßburg war, daheroAch die Bischöffe sich solches angemasset, und den titul alsGrafen von Elfaß angenommen. Die Graffchafft Kvburg,«ntzbnrg, Baden und andere, sind durch des Rudolphiwutrer Heilwig an selbiges Haus gebracht worden. Nichtweniger werden sie schon in alten documenten gefürstete Gra-ten genennet. Guillimannus ist in dieser genealogie am rich-tigsten , von welchem andere in vielen stücken abweichen. Eswllen die Habsburgische Grafen die besondere gaabe gehabt ha-ven, daß, wann sie einen kropf-hals angerührt, oder einennannnler geküßt haben , selbiger geheilt worden,

hiüor. in ligno vitse. /»/?. srk.

^Nicignz. Zenesl. öuiiriscs. , stemm.

Astrisc. (?«M«,«^»rkjLb8burg.Fuggers spiege! der ehren,Ich. l.

geneslog. L , oris. ösbsburg.

tlustr. Hottingers Help. kirchcn-gesch. *

Aabsen, Habichsheim, ist ein flecken in dem Suntgow^'weilen unter Basel gelegen. In dem kriege, welchen dieseUM an. 1409. wider die Oesterreichische Herrschafft in dieserMend geführet hat, wurde auch dieser ort geplündert undAbrannt; an. 1463. als die Eydgenossen der stadt Müllhausenhulffe zogen, und an. »499. als sie wider Kayser Maximi-uanum l. zu feldc waren, muste dieser ort abermals ein har-tes ausstehen. *

. Dacachan, ist ein Königreich des grossen Mogols in In-wen, welches gegen die westliche gegend von Multan zu lie«Die vornehmsten Plätze darinnen sind Chutzan und Uche.

^ Sacha oder Is Hacks, ist eine provintz, stadt und fluß in^gstilla cle Oro (sonst lerm kirms genannt) im südlichen Amer«ca. Gleichwie die stadt ihren nahmen von dem flusse be-kommen , also ist die gantze provintz nach der stadt genennetvordem Sie ist völlig den Spaniern untcrworffen, und auffeiten mit der offenbaren see, auf der dritten aber ost-wärts mit einein grossen arme von der see, Golfs äs Vene-r wla, umgeben. Diese stadt ist gar klein, liegt auf einemAmen berge, und ist ohngefehr 1. weile von der see entfernet.Aer erdboden daselbst herum ist sehr reich und fruchtbar anMen orten, desgleichen auch mit saltz-quellen, gold-adern undEwigen sehr köstlichen und kräfftigen edelgesteinen wohl ver-ün Der Hafen aber ist nicht von den besten, weil dieorv-winde darein wehen können. Es ist dieser ort ohnge-Ur z. meilen von Neu-Salamanca und 18. von Cabo äs I3Afw entfernet. An. l?95- wurde er von Francisco Drackeverfallen und geplündert, /ob. ^ Laoe, ömeriLs.

.hachberg, ein uraltes schloß in dem Brißgau, dermFürstl.^Afc Baden-Durlach zuständig, soll von einem Herrn, Hacho»mannt, der zu zeiten Caroli öl. gelebt , erbauet worden^chn; darzu gehörige Marggrafschafft hat den FürstlichenMarter, und diese Marggrafen deshalben noch ein beson-bnk vtzlHl. vowm. Verschiedene von den alten lMoricisdie Marggrafen von Hachberg wunderlich vermischet,gantz verschiedene Häuser sind; wie oben unterWort Baden gemeldet, so hat Marggraf Heinrich, Marg-Hermanns des dritten zu Baden söhn,Hachberg zu feinem,,, theil bekommen; er schrieb sich auch davon Marggrafai?i, chderg mit auslaffung dch Badischen tituls, wird aber«x"chwol von andern noch zuweilen Marggraf zu Baden ge-er starb an. irzo. oder i-zi. Sein groß-svhn Hen-stund bey Kayser Rndolpho in besonderm ansehen,auch auf anhalten des Marggrafen das gesttz ge-ein° daß niemand befugt seyn sollte, in einiger Graffchafft>H 5 ,^stung, ohne erlaudnis des Grafen, zu erbauen, alsCr k die Graffchafft laut briefs von ««.-1279. zugehörte.sein- ^ den frieden zwischen Grafen Egon von Freyburg undüb-- audt vermitteln, inmassen der Kayser selbst in dem dar-rb-s ^theilten äiplomats äe sn. 1289- bekennet , daß sol-dx,, geschehen mit hülffe des Edlen Herrn von GOttes gna-ist j,. ^^'laraf Heinrichs von Hachberg, der ein Land-RichterBrißgau. Er schenckle dem Iohanniter-orden die hoheTemcatchn über Heitersheim, und begab sich selbst in den»,-."pMn orden, worinn er an. i;2i. gestorben. Von sei-söhnen Henrico und Nudolpho, hat jener die Hach-linie fortgepflantzet, dieser aber die Sausenbergifcheljff/.w"gen. Henricus III. der Urheber der Hachbergischenrj-,. ' starb an. i;i;. und verließ neben andern söhnen Hen-Und s-' Welcher an. i,?2. die niedere Herrschafft KentzingenvermÄ^verg von Friedrich, Freyherr« zu Usenberg, samtihn! Svenen dörfern und güthern an sich gebracht, wiewolreim . auf die klage Hertzog Rudolphs von Oestcr-

be„gArmem mann-gericht, weil diehalbeHerrfchafftUsen-den '^-^"^hn gehalten wurde, beyde abgesprochen wor-star'b statte zur gemahlin eine Freym von Usenberg, undiz»6 j "* das jähr 1)69. Unter feinen söhnen blieb Otto an.Istschi-w- der Wacht bey Sempach , Heß aber pflantzte daS^lend^',E'und bekam von Anna, einer gebohrnen vonstlld Eriche sich erstlich an einen Herrn von Hornberg,wonach an Hertzog Reinhold von Urßlingen vermählet)

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sowol ihren antheil an der vestung Hechingen, als auch dieHerrschafft Triepern und übrige Usendergische erbschafft, theilskaufs-weife, theils durch Vermächtnis, wodurch er also denrest der Ustnbergifchen güther erworben , als wovon er be-reits einen theil von seiner mutier ererbet. Er starb an.1410. und verließ neben andern Ottonem, den letzten derHachbergischen linie, welcher diese Marggrafschafft an. 141?.an seinen vetter, Marggraf Bernhard zu Baden, mit be-willigung der nähern agnaten Saufenbergischer linie ver,kauft, jedoch mit dieser von ihm erhaltenen Versicherung,daß er ihm, wann er sich stands-gemäß verheurathen wur-de , um den kauf-schilling solche Herrschafft wieder abtretenwollte; er starb aber an. 1418. ohnverheuräthet, und alsoblieb selbige bey dem Badifchen Haufe. Der Sausenbergi-sehen linie Urheber war, wie obgedacht, Rudolph, wel-cher vermuthlich eine tochter von Röteln zur gemahlin ge-habt, und an. i;i4. gestorben. Er hatte;. söhne, Heinrich,Rudolph und Ottonem, welche die Herrschafft Röteln ansich gebracht,, und schon bey lebzciten Lulholds des letz-ter« von Rötelen, Dom-Probsts zu Hasel, daran theil ge-habt , wie dann verschiedene briefe vdrhanden , worinnMarggraf Rudolph sich gedachter Herrschafft neben Lütholdgemeinsamlich angenommen, und ein und anders darin«disponirt, bis endlich an. i;i;. mehrgemeldter Lüthold seinenantheil Marggraf Heinrich vor dem Official zu Bafel vollendsverschrieben. Heinrich und Otto starben ohne leibs-erben,nachdem dieser letztere die Herrschafft Röteln mit vielen dör-fern und güthern vermehret; Rudolph aber pflantzte die Sau-senbcrgische, oder nunmehr» Römische linie fort, und starb an.

Dessen söhn gleiches nahmens wurde an. 1)9;. vonseinem schwager, Graf Eonrad zu Freyburg, die Landgraf»schafft im Breißgau, welche schon seit an. i;i8. bey denGrafen von Freyburg gewesen, wiederum aufgegeben, jedochhat an. 1417. GrafConradffolche Landgraffchafft von Marg-graf Rudolph wiederum zu lehn empfangen, und ihm da-gegen zu recognition der lehnbarkeit jährlich einen blauen Ha-bicht zu liefern versprochen. Rudolphus starb an. 1424. undhinterließ Wilhelm I. Dieser wurde an. 14)2. von HertzogWilhelm aus Bayern zum fchirmer und Verweser des Bafe-lis»en Loncilli bestellet. Er fand das land mit vielen schul-den beladen, begab sich derowegen in Oesterreichifche dienste,und trat an. 1441. die regierung seinen noch unmündigensöhnen ab, welchen er Graf Hans von Freyburg zum Vor-mund gegeben, damit sich nicht nur die erarmte lande beygeringer Hof-Haltung besser erholen, sondern auch um derkriege willen, so er in gedachten Oesterreichjschen dienste»mit Zürich, Basel und andern benachbarten führen muste,keinen schaden nehmen möchte; er lebte-hernach noch lange,und starb erst an. 1468. Seine söhne waren Rudolph undHugo, von welchen aber der letztere frühzeitig gestorben ;jener bekam Badenweiler und Welsch-Neuenburg von seinemvetter, Graf Hans von Freyburg, wie schon oben unter demWort Badenweiler gemeldet worden. Er zog mit KayserFriderico III. nach Rom, und bekam von ihm wichtigeprivilsgis. In den Burgundifchen kriegen hielt er sich soklüglich, daß er von keinem theil angefochten worden, pflantzteauch allezeit mit den Eydgenossen eine gute nachbarschafft. Erstarb an. 1487. Sein söhn Philippus, der letzte der Hachber-gischen linie, starb an. i;o;. ohne männlichekibs- erden, undhinterließ von seiner gemahlin Maria von «savoyen eine ein-zige tochter Iohannam, welche sich an Hertzog Ludwig vonLongueville vermahlet, und ihm die Graffchafft Welsch-Neu-enburg zugebracht. Von seinem erb-vergleich mit MarggrafChristoph von Baden und denen daraus entstandenen streitig-keiten ist oben unter dem Wort Badenweiler, wie auch un-ter Marggraf Christoph zu lesen. lxlloZ. genealog. hi.

Kor. p. 612. logg. /»rbof. not. kroc. x. r8;. ley.

cks reb. Kastens. Lucä Fürsten-saal, p. 179. <L legg. *

Hacha, siehe Axt.

Aachenberg, (Paulus) war an. 1652. gebohren, undbrachte sich durch seinen verstand dergestalt empor, daß ervoäkor ßuris zu Heidelberg, und hierauf krolellor liistorigrumund Lloquenti-e daselbst wurde. An. r68o. that er eine reisein Engelland ; bey seiner ruckkunft aber machte ihn der Chur-fürst Carl Ludwig zu seinem geheimen Rath. Er starb balddarauf im dec. an. i68r. Seine schriften sind: Oermsni»Aellm, und verschiedene villermtiones; worunter seine Ori-

Aine8 Oermsnorum A 8ueäorum. in prLek. sck

Ikgebenbergü orig. 6ermsn.

* Aachenburg, eine stadt, schloß, Herrschafft und Amt inder Graffchafft Sayn, nicht weit von Coblentz gegen norden,allwo eine Cantzley, welche nebst diesem orte den erben desBurggrafen von Kirchberg gehörig. Zeillero Reichs-Geogr.IX. x. r;c> 7 - An.-1709. ergieng deswegen ein Reichs-gutach-ten von allen drey hohen Raths-versammlungen zu Negenspurgan den Reichs-Hof-Nath, daß bieder Sayn-Hachenburgischensucccßions-sache wegen angeordnete execution in üilpenlo gelas-sen , und wieder bey dem Cammer-Gerichte anhängig gemachtwerden möchte. sä ). k.Iib.III. eir. Il.x>.)29.

Aachette, (Ieanne) ein großmüthiges frauenzimmer vonVeauvais aus der Picardie gebürtig. Als die Burqundieran. 147s. Beauvaiö hart belagerten und bestürmeten, trieb