Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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Vorrede.

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kus und Thelesphorus ; der Spanische ssheologus und gros-se Widersacher Lrasmi, Diego Lopez Gtunica, in Gtu-nica, und in Zuniga.

Der vatter des grossen Pompeji, Cn. Pompejus Sttabo,hat in diesem stück ein gar besonderes schickst»! erfahren müssen.Denn da er seinen zunähmen Strado mit vielen andern , son-derlich Griechen, gemein gehabt , und also dieser gar nicht be-quem ist , den mann klar anzuzeigen , so erscheinet er doch aneinem orte unterm titul Strabo , ohne daß durch den gantzenartickul nur gedacht wird / er hätte noch dabey Cn. Pompejusgeheißen. Denn daß ihm noch endlich der grosse Pompejuszum söhn gegeben wird , zeiget darum bey weitem nicht allenLesern mit genügsamer deutlichkeit an, daß auch der vatter dennahmen Pompeji getragen ; masse» ja selbst die gelehrte Verfas-ser der Römischen artickul, so bisher in gegenwärtigem Werckebefindlich gewesen, sich eben in dergleichen Römischen nahmen,weiß nicht wie oft, verflossen haben. Übrigens ist auch an die-sem orte der bericht selbst gar klein und mager. Hingegen, dawan den besagten Römer gleichwol auch noch an seinem rechtenorte, eben in Pompejus hat einrücken wollen, muste dessenwahrer zunähme Strabo zurück bleiben, und in einen andern,jwer gantz falschen zunahmen verändert werden ; so daß uns all-bort der mann Cn. Pompejus Siptus heisset.

Was sagt denn unser Herr Gegner zu allen diesen Verdop-plungen der Personen und örter, ja so gar noch der abgöt-wr? ist er nun in diesem stück mit dem, wenigst noch mittel-mäßigen fleiß der Vaselischen zufrieden? Doch wird von die-nn noch am ende der gantzen arbeit, indem man die arti-wul, woran etwas ausgebessert worden, um die druck - fehlerzu bemcrcken, durch alle vier bände mit gröster eil durchlausset,bw gantz neues exempel gefunden , welches man bey der erstem,vbwol genauern, üdcrlefung nicht in acht genommen , und da-M auch in gegenwärtiger ausgäbe doppelt stehen gelassen. EsL'der Französische Poet Theophile Viaud, als welcher sowol inqcheophtie, als in viaud stehet. Weil der mann unter bey-^u nahmen gleicher mästen bekannt, ja noch viel öfter alleinwst dem vornahmen, als dem nahmen des gefchlechts benennet?wd; hat man das erste mal um so weniger gemercket, baßy? eine artickul unnöthig wäre. Auch ist bey gleichem anlasMgefthr anderer wegen verschreidung des nahmens an denlochten M gefetzter artickul unter die äugen gefallen, welcherzu einer noch fehlhafftern Verdopplung anlas geben könnte.dÄ beutet allhier auf den artickul GaUinicus, als worinnX vaupt - Wort gantz falsch ist, weil der Ravcnnische LxarLbs,hxiMurch soll angedeutet werden, eigentlich Caltinicus ge-^"len hat.

eiiDonsten könnte dieser arl von Verstößen anjetzo gleich noche» Andere beygefüget werden, wodurch man nemlich auf dasglWen gefetzte extremum verfallen, und oftmals wegenein? - ^ ber nahmen zwey oder auch wol mehrere Personen inzusammen gcschmoltzen hat. Allein um die gattungen oderdriss" der fehler nicht allzu sehr zu vermehren; will man solcheeher Gegner noch für dißmal geschencket haben. Wel-vjx> "Per belieben trägt, nur einige Muster davon aus einerck», Visen, anzahl zu sehen , mag indessen den Leipziger arti-HyLbitomarus, mit den Vaselischen Britomarus undL?,ssboniarus, sonderlich aber Lloydius (Wilhelm) ausheins.^pziger Lupplemsnw mit den zwey artickuln von wil-w lmd nicolao den lloz-clü8, so in der gegenwärtigenhabest befindlich / ein wenig vergleichen. In L-ritomarusdene aiswitomarus und pirtdomarus zwey gantz unterschie-lich Gallische Fürsten, in Lloyd gar drey Personen, nem-Ntaila Ä^Vilhelmi und ein Nicolaus Lloyd einen einzelnien ajs„ ,qcben müssen. Der allerletzte hätte um so weniger sol-Hbrists,»lediglich confundirt werden; weil er gleichfalls ein Hi-alfo di? Geographisches Lexicon ans licht gegeben, und sichdoch T.,Mziger Herren Verfasser, wo nicht unmittelbar, je-LlvMVMch vermittelst Hosmanns und Moreri, als welche

Don,«>v treflich gebraucht, ziemlicher Massen verpflichtet hat.der w?n° ch diesem allem, und da unserm gelehrten Herrn Geg-aus des einigen zweyfachen artickuls, den die Baselischevielleicht >eipziger edition noch zur ungebühr behalten haben,^ill n,a««b^ dessen begehren, ist genug gethan worden; soE"t zu!?j"°ch anjetzo, um demselben die dißortige unparteylich-wiewol c>V/ auch drey gantz gleiche fehler bemercken , welche,Verdruß dNibh ohne die schuld, oder vielmehr zum gröstenvermehren ,.^9en , welche sonsten die gegenwärtige ausgäbe zuworden auszubessern, auf sich genommen, darein gebracht

und Cs betrift diß die artickul von Dick; Fabrt;

derlhs^,,-"'b0nuer. Unterm ersten kommt der berühmte Nie-'wh>ne n, ^^shler, Antonius von Dyck, vor, dessenauch ach that besser auf die letztere art geschrieben wird,art befunn?« vorigen ausgaben nach seiner rechtenschreib-

Vuiehr-iinb denselben auch der Verfasser der meistenbeluw art,?kn> n,i.^"ngen der allbereit in dem Lexiac» befind-bessn tfis neuen zugäbe vermehret hatte. Jn-

de>n nemlin,?n zu gleicher zeit ein neuer artickul von

L'v ist Zwfett titul von Dick, in die dru-

u V Muss vcraess?^^"' da freylich der Herr autkor bestd^°bte mahl!? Mbereit?«"' zuvor nachzusehen, ob nicht derMe von diesen artickn m 1a ^nem andern orte stunde. Der an-^trest, , .Tl ^ ^abrr (Nicolaus Claudius) Herr zu

' unter welchem nahmen der so berühmte Peirescins

ist verstanden, aber gleichwol weder an den bequemsten ort ge-setzet, noch auch des manns Verdienste ausgeführet worden ; dahingegen der bericht von demselbigen schon unterm Haupt - Wortpeirescins stunde, auch allda, wie der vorhergehende desvan Dyck, von dem , so die vermehr-und Verbesserung der al-ten artickul hauptsächlich auf sich genommen, die erläuterung,welche nöthig schiene, empfangen hatte. Der dritte durch ver-sehen zur ungebühr in Vasel verdoppelte artickul, ist der vondem berühmten Evangelischen TKeologo, Jacob Heilbrun-nern. Denn auch von diesem fände sich «Übereil ein gar weit-läuftiger artickul, eben in Heilbrunner; allwo man «dermalgerne gestehet, daß der Herr Verfasser des neuen, und alsouberflußigen, berichts sich hätte umsehen sollen, ehe er seine zu-gäbe eingebracht.

Man zeiget also dem Herrn Gegner diese drey Verdopplungenselbsteü zuerst an. Wann er darüber diejenige Baselischedruckerey anklagen will , deren der andere band des Lexici,eben wie nachmals der dritte zu theil worden ist, und welchewegen entfernung des orts eben nicht jedes mal über die von ver-schiedenen orten eingelieferte neue artickul die virectores zu rathgezogen; so begehret man ihn nicht daran zu hindern. Die soim übrigen das meiste bey dem Wercke gethan, und welchen ervornemlich gerne beykommen möchte, sind an diesem orte um somehr vor ihm gesichert: als sie nicht nur die darinn begangenefehler demselbigen zuerst anzeigen; sondern auch theils gar kei-ne neue artickul gegeben, und sich lediglich mit ausbesserungund nöthiger Vermehrung der alten artickul begnüget haben ;theils aber, da sie die Verfertigung neuer artickuln von gelehrte»leuthen ihr haupt-werck seyn lassen, lauter solche Muster darge-legt, nach deren lesung auch der paßionirteste wird gestehen mussftn : wo sie von peirescio einen neuen aufsatz hatten mache»wollen, sollte derselbige gewißlich anders beschaffen gewesenseyn, als der nun in drey zeilen emgcschränckte artickul Fabri.So viel von den gedoppelten artickuln.

Die nächstfolgende zweyte und dritte anklagen werden unSnicht so lange aufhalten. Selbige sollen «dermal fehler betref-fen , welche, wo sie für fehler zu achten, schlechterdings i»Leipzig wären begangen worden, den Vaselischen hingegen de-sto weniger zur last gereichen könnten, als solche keinen derselbi-gen mit einem Worte berühret haben. Man könnte sich also be-gnügen , die fache mit dreyen Worten anzuzeigen, als einenneuen beweis dessen, was man zum gründe der Vaselischen ar-beit gesetzt hatte: daß nemlich die vorige Teutsche ausgaben garfehlerhafft wären. Allein die fehler, welche der Herr Gegner,eben indem er den Vaselischen schuld giebt, daß sie einige fehlerder vorigen ausgaben nicht in acht genommen, unglücklicherweise selbst begehet, verursachen; daß wir uns noch ein wenigdabey aufhalten müssen. Die fache wird dem geneigten Leser,wo der nur eine kleine aufmercksamkeit daraufwenden will, ver-hoffenllich nicht gar unangenehm fallen.

2 .) Unser gelehrte Herr Gegner sagt uns in seinem zweyte»vorwurs, Bayle, oder vielmehr die Lateinische Übersetzung desPhilostrati, welche Bayle als gut anführet, hatte geirret,wann sie das Griechische Wort für das volck der

Acarnanier in Griechenland genommen haben: und in so weithat er gantz recht. Aberwann er uns hernach von diesen Achar-nensern genauer zu berichten unterstehet, und spricht: daSwäre ein nahmhaffter theil der etnwohner zu Athengewesen; redet er gar unförmlich, und zeiget, daß er nichtso glücklich gewesen, die Herren Acharnenser recht zu ken.nen, als dieselbige bey Philostrato zu finden. Es ist eine inden Griechischen anliquiläten gantz klare fache, daß die Achar-nenser einwohner des städtlems ober fleckens Acharnä gewesensind, so wohl fünfzig stadien von Athen entfernt läge; Weil aberalle einwohner des Attischen gebieths an dem Athenicnsische»bürger - recht theil hatten ; so gedeyete dieses freylich ebenfallsdenen zu Acharnä. Und wie noch ferner selbiges gantze land,je nach dessen unterschiedenen gegenden, in die bekannte zeshen cpl,>«c, oder zünfte, schon von Thesei zeiten an, wargetheilet worden ; also stunde der ort Acharnä unter der tn>bu Oeneiäe. Man siehet leicht, was hier unsern gelehrte»mann betrogen. Er hat sich durch die beschaffenheit der heu-tigen meisten Republicken, und sonderlich der Teutschen Reichs-städte bekriegen lassen; da freylich die einwohner des umlie,genden lanbes an dem Reqimente oder vollständigen bürger-recht der städte selten theil haben , sondern schlechterdingsUnterthanen sind. Aber stehet es gar wohl, wo man sich i»erklärung des alterthums hinein wagen, und darüber gar ei-nen Lenlorem abgeben will; die alte Griechische, eben wieauch die Römische und andere Republicken also schlechtlichkennen und inne haben , daß man selbige nach dem fuß derheutigen, so man am meisten vor sich siehet, unterstehen darfabzumessen? .

;.) Bey dem folgenden orte kan man sich noch besser umdenselbigen verdient machen. Solcher findet sich im artickulAdonis, und betrift eine Übersetzung der Worte Bayle, darin-nen von dem fluß Adonis in Phonrcien gemeldet wird: weil sichderselbige zu einer gewissen jahrs-zeit aus besondern Ursachen rothfärbete, so glaubten die abergläubische einwohner, diß wäreeben die rechte zeit, den tod des Adonis zu beweinen, als wel-cher alsdenn gleichsam neuerdings auf dem berge Libano,von welchem der fluß herab rinnet, verwundet werde; so daß

dessen