Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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ort in kurktk zeit zu einem ansehnlichen dorfe angewachsen styn, In den Französischen kriegen ist diele stadt nicht allein forcksi-weil Adelheit Fridenci II. uhr - groß - Mutter schon an. 10,7. cirt worden , sondern es wurde auch auf ordre Ihro Durchs,etliche Edelleuthe von Heilbronn bey aufrichtung des Stifts Printz Louis von Baden bey Heilbronn ein solch vortheilhaffti«zu Oehringen als zeugen erfordert , und deren vom der stif- aes retranchement gemacht, baß die Franzostn 70000. manntung selbiger kirche hat einverleiben lassen. Nachmals hat starck sich nicht unterstunden, die Wirken, welche nicht woldieses dorf Henricus IV. Lelsicoll,« zu einer stadt zu machen 20000. mann ausmachten , darum a nzugreiffen, von welcherangefangen, Fridericus II. ziemlich vermehret, und mit hös fortification aber ebenfalls wenig mehr übrig. An. i;88. istHern mauren und thürnen limfangen; dessen fchwester - söhn die stadt in dem unglückseligen städle - bunde tzwar belagert,aber Wolfram , ein Graf im Graichgau , mit vieler mühe aber nicht erobert worden, wiewol sie grossen schaden erlitten,bevestiget. Conradus lll. hat hernach diese stadt zu einer An. 1408. den 24. jan. ist von Bayerischem, Schwäbischem,Neichs-stadt gemacht, und Fridmcus L-rrh^rosss ihro die drey Fränckischem und Rheinischem Adel ein turnier gehalten rvorsfärben, blau, roth und weiß, auch zum wapen einen schwär, den,auf welchem neben Ludwig,Pfaltzgrafen bey Rhein und Ja-tzen adler im gelben felde gegeben. Eberhard lll. Graf zu cob Marggrafen zu Baden auch Johann Burggrafen zu Nürn«Würtzburg , bekam das schutz-recht , es wurde aber solches berg noch ry. Grafen, 16. Freyherren, Ritter, 16;. voMwegen verübter aewaltlhatigkeit an. 1^64. von Würtzburg wie- Adel erschienen. An. 1497. ist in dem Bockinger-see ein hecht,der abgenommen , und der Chur-Pfaltz übergeben , so jedoch welchen Kayser Fridericus II. den 5. ott. an. irzo. (laut dernunmehro auch aufgehört. Die regierungs-form ist Aristocra- unter den ohren gefundenen Griechischen schrift an einem meßin-tisch, und wohl eingerichtet; sie hat unter sich vier schöne dör- gen ring) da hineingesetzet, gefangen worden, welcher unter demfer, Frein , Böckingen , Neckergartach und Franckenbach. brücken-thore auf einer tafel gemahlt zu sehen. An. 1,2c- habe»»Von den Kaysern erhielte sie unter andern herrlichen xrivilegüs die rebellische bauren das ausser der stadt gelegene Carmesiter-klo-auch diese: Kein Kayser solle diese stadt zu versetzen oder zu ver- ster übel mißhandelt, und sind, grossen schaden in den Weinbergenkauffen macht haben; wer einen Rath schädiget, den mögen zulverhüten, in gewisser anzahl auch in die stadt gelassen worden,sie auch schädigen, nach ihm greiffen und widersetzige bürger An. i;?;. gieng das alte Rathhaus, welches , wo jetzo das badstrafen; kein bürger kan an fremde Gerichte geladen werden ; bey dem Kirch-bronnen ist, gestanden, und damit das Archiv,ein Rath kan ihre bürger, die an fremde, geistliche und weit- nebst vielen fchriften im rauch auf. An. 1547. wurde derliche Gerichte geladen worden, abfordern und versprechen; Rath von Carolo V. geändert, auch ein Bürgermeister, derender Kayser soll keinen bürger der steuer und bürgerlichen be- zuvor vier waren , abgethan. An. 1552. wurde von Carolo V.schwerden von seinen güthern freyen , sie sind vom Land-Gerich- der Rath , welcher mit dem Gerichte ein Kollegium von cr.te und allen andern fremden Gerichten, auch vom Kayserlichen Personen formtrte, geändert, und in drey Losiegis getheilet, alsHof-Gerichte befreyet; kein Jud solle keinem von Heilbronn 1;. in innern Rath , i;. im Stadt-Gerichte, und i;. im auj-

leihen, und da es geschähe, ist man ihm nichts dafür schuldig, fern Rath, welchem neuen Rath die bürgerschafft den jan.

es mag auch keilt Proceß krafft haben. Sie haben auch die frey- das erste mal gehuldiget. An. 84. war der neue wein so wol-

heil den Necker hinzuwenden, wohin eS dem Rath gefällig, auch feil, daß man viel fäffer von geringen alten weinen um ein ke-

in den Necker zu bauen und brücken zu machen ; sie dörfen res vertauschte, auch wol auslaussen ließ, oder zum maurennach der freyheit der stadt Franckfurt messe halten. Das licht brauchte, um den neuen aufheben zu können. An. 16,4. istdes Evangelii ist durch die Reformation zeitlich allhier aufgegan- der Unions - lag hier gehalten worden von Chur-Pfaltz , Land-gen , wie dann schon an. l?2v. O. Johann Kroner, von Scher- gras Moritzen zu Hessen, Christian Fürsten zu Anhalt, Johanndingen gebürtig, der messe öffentlich widersprochen, auch nach Pfaltzgrafen zu Zweybrücken, Johann Friedrich Marggrafenihm an. 152;. v. Johannes Lachmann mit zwey andern Ca, zu Baden , Joachim Ernst Marggrafen zu Brandenburg und

planen die Lutherische lehre, mit heftigem Widerspruch des Bi- den ausschreibenden städten. An. 16; 1. wurde sie von den

schoffs zu Würtzburg , predigten. Sonsten ist auch die stadt Schweden erobert, an. 16)4. aber von den Kayserl. mit accordwohl gebaut; und ist unter den kirchen wohl zu sehen die eingenommen. An. r 688. bemeisterten sich dieser stadt die Fran-Pfarr-kirche zu St. Kilian, so von treflicher structur ausgear- Zofen , musten aber auf der Wirten anzug sie wieder verlassen,decket ist, und ziemliche antiquitäten hat; an dem krantz der und steckten die oben bemeldte kirche in den brand. Nicht weit

qrösten glvcke dieser kirche ist mit Longobardischen buchst«- von der stadt an der straffe gegen Neckarsulm stehen bey ;o. ster-

ben geschrieben : Marrbseus. Mrcus. kucas. Mann<-8. * Äia- nerne creutze, Zn welchen man,hauen, äxte, Messer rc. eiuge-rjg. * lum. V3S. ex. ere. tria. inmcio. ktmers. tiere. kssta. eels- hauen siehet; was solche bedeuten , ist wol den allerwenigstendrare. tempus. nocnmmgne. leäsrs. An einer andern glocke allhier selbst bekannt,und geben zu verschiedenen ungleichen reiasstehet an vier orten ein klein bildnis eines sitzenden Bifchoffs, mit tionen anlas. Die wahre geschichte aber habe man in einem wa-der Umschrift: Osonna heiß ich: unser Frauen und St. nulLrixw also beschrieben gefunden: Vor 200. jähren habenRilians ehr leit ich: Bernhard Lachmann goß mich 1419. auswandernde handwercks-bursche spielleuthe und burgers-töch-Äuf der spitze des höchsten thurns steht ein grosser steinerner rie- ter mit sich dahin genommen, und allda getantzt; als aberse, auf dessen Haupt die schifer-decker, maurer rc. zuweilen sich verschiedene wein-gartner und knechte aus dem felde auf demhinauf wagten , eine sahne zu schwingen und sich sehen zu weg nach Hause dazu gekommen, und die freude stören wollten,lassen. In einer andern ehemals den Minoriten zugehörigen ist es von den Worte» zu einem solchen Hand-gemenge gekommen,

kirche, die an. 1688. von den Franzosen verbrannt wurde, daß ein jeder seinen bey sich habenden handwercks-zeug zum

stund ob dem eingange in einem gewölbe um eine besondere st- schlagen gebraucht, und also über einander so verbittert wor§gur herum geschrieben : den, daß, ehe die wacht dazu gekommen, von 47. Personen

Ich leb, und weiß nicht, wie lang, nur noch 9. beym leben geblieben, aber also zugerichtet gewesen,

Ich fterb, und weiß nicht, wann , daß noch 4. davon gestorben , die übrigeaber kümmerlich cu-

"irk, fabr , und weiß nicht - wohin , rirt worden. Bey der St. Kilians-kirche über den bandwerckss

wann ich bedenck den tod und die ewig petn,

So möcht ich nicht so frölich seyn.

Das hart anstehende gedäu war ein Minoriten-kloster, wv,,..,, ---.......— .^ ..^

jetzo das aus vier ei-cksibus bestehende ist, und eine naymhaffte synagoge hier gehabt, deren erbammg noch unlängst

ansehnliche stadt-bibliotheck auf einem sehr schönen saale stehet, an einer nun eingerissenen Mauer mit Hebräischer schrift bemer-Es ist auch allhier ein kostbar erbautes Teutsches Haus, ein W war, die auf Teutsch heißt: Siehe Moses EliakicklSFrauen-kloster von St. Clara orden, und cm Schönthaler-hof. lohn hat diesen bau aufzuführen angefangen im monatAusser der stadt stund ein kloster und kirche der Carmeliten, Adar des H7ten jahrs (wordurch aber die niedere zahl zuwelches an. erbaut, an. i6;2. aber aufdes Schwedischen verstehen ) und steht noch dabey eine andere Hebräische schrift,Feld-Marschalls Horn ordre durch Herrn Obersten Ludwig von auf Teutsch : Gut ftern und glück kommet oft undSchmiedberg geschleift worden. An der thür stunden die Worte: viel. Diese Nachricht miteinander ist aus m-mulcripüs L 60-

An. 1442. am tag Marci des Evangelisten haben an die- cumencis extrahier, und von guter Hand , um in das Lexiconsem ort wunderwerck anfangen zu leuchten. Es hat auch eingebracht zu werden, übersandt worden. Sonsten sind auchein wohl erbautes schönes Rathhalls, auf welchem ein künst- von dieser stadt wohl zu lesen snn-ckez 8uev. Zeillers be-sieh uhrwerck zu sehen. Sehenswurdig ist ebenfalls ver söge, sthreibung Schwabenlands. äs civir. Imxer.

nannte Kirchbronn, eine sehr schone und gesunde quelle, wel- topn§,-. 8uev. *

che von Carolo N. soll bemeldter Massen gefunden worden seyn, -Heildrunner , ( Jacob) wurde in dem WürtembergifcSenund durch sieben meßingene röhrearms-dkck in solcher menge her- borst Ebertingen an.i 548. gebohren. Sein vatter war Hin-aus springt, daß in einem tage 1630. hiesige fuder heraus lauf- ronymus Heildrunner, ehemals Pfarrer zu Lauffen, nach-fen.. Ferner ist auch hier em dem Hertzoge von Wurtemberg maliger Superintendent des Capituls zu Vaihingen. An. rgehöriger Zehend-hvf, und secularssrter Llchtenstemer-Hvf, auch wurde er von dem Herlwqe zu Würtembera unter die lllumnosein Kmsersheimer - hos. Der grosse marckt - platz präsentiret zu Stultgard aufgenommen, bis er auf die Tübinqisthe Aca-stch gar schon , und liegt auf demselben cm langer stein mit demi? g,« Lvsero

dieser schrift:

Bin auch zur zierlicher geleit,Und den Wächtern zum sitz bereit.

An breit und dick zwey schuh ich thu,

An lange z. zou und 24. schuh,

Zu Hellt», das wabr-,eicken aenannt,

Der längste stein bin ich bekannt,

vv»> Wurikilivkig ,n umer-^eiierreim

und zu Wien von den Lands-Ständen und andern empfangen,auch gleich nach seiner ankunft um eine predigt anaewrchen, welche er noch denselbigen tag aus dem no.MA..von dem leyden und der auferstehung JEfu Christi hielt. Auy'sprachen die Jesuiten häufig bey ihm ein, und befragten N Hmit ihm wegen dex resigion. Weil aber diese befuchung