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Ehrlich scheinen wollte, so ließ man selbige nicht mehr vorVon Wien begab er sich ;u dem Grafen Sig-Hardcck, als zu dem er war geschickt worden / auf dasS^^rg, an den Mährischen grentzen gelegen, unddaselbst 8 . Wochen auf. Von bannen aieng er mitdesagteli Grafen nach Sinzendorff. Unter wahrender zeit,^ ''A Heilbrunner hier aufhielte , starb der dasige Pfar-' vaunenhero ihm auf bitte des Baron Rogendorsss, Land--^carichalls in Nieder-Oesterreich, diefelbige ktrche anvertrauet, welche er auch fast zwey iahr ohne bedungenen soldai,^ - ' Indem aber bishero die Flacianer ihren irrthumdixsm gegenden ausgebreitet hatten, und Heilbrunnero?n ^dMn widersetzte, auch nicht wußte, ob er von denjeni-L..Y ' die mit solchem irrthum eingenommen waren, würde ge-werden , berief ihn an. 157?- der Pfaltzgraf Johannes-s'Astrnen eigenen bruder, Philippum Heilbrunner, zumH>vs-Prediger nach Zweybrück, dahin er auch mit Polycarpo""d andern gefehrten seine reist zu ende des aprils be-te,« ^drs angetreten hat. Doch konnte er auch in diesem!«>>^amte keine ruhe haben , bis er an. 1580. in dem nov.g d^e Chur-Pfaltz nach Bensheim auf Unkosten des ChurfürstenfMlen. Unterdessen nahm er an. 1577. in Tübingen dieß?"or-würde an. Als er aber mit Pantaleone Candido, derk>er Reformirlen fette gelencket hatte, viel ausstehen«hen, bekam er unterschiedliche vosationes, unter welchen. uen er doch , auf begehren des Hertzogs von Würtemberg,I- vvcation des Churfürsten in der Pfaltz annahm. Zwar-.^.^ttan ihm erstlich eine krokellionem TkLolngiLsm nebst derPrediger - stelle angeboten, schlug er selbige aus, woll-^rgegen lieber die Pfarre in Bensheim mit der Star-ka?„, giften Superintendur haben. Er konnte aber hiermonate verbleiben, als er von dem Churfürsten zum«..'"rrafSuperintendenten in der Ober - Pfaltz an statt des ab-^i'chten Martin Schallings erwehlet, und, ohnerachtet seinerhj°f entfchuldigungen, bestätiget worden. Er muste auchiabv "" "ach abgang des Churfürsten Ludovici, nemlich imsa^/^84. im nov. wieder weichen , und wurde von den Ge,des Pfaltzgrafen Johann Castmirs abgesetzt. Nach-bild kund worden , so ließ ihm der Pfaltzgraf von Neu-Aecl' ^klilipp Ludwig, dienste anbieten. Damit aber dielixfi !mirte rcligion sich daselbst nicht ausbreiten möchte, soHeilbrunner durch bitten des Raths und der Lands-l>ait,. in Amberg bis in den stpt. des rasten jahrszurück' ""d wurde ihm tag und nacht ein halbes jähr einean c,jstrn Haus gehalten. So oft Lupichius mit gewaltoft statt in die Pfarr-kirche eingeführt werden sollte, soWe,, «u^e ein ausiauf des pöbels, der sich diesem unterneh-tviu°?" gewalt widersetzte. Doch musten sie ihn endlich widerKor« >c furcht vor der macht des Churfürsten, entlassen ;ge>, fJr dann in Neuburg seine HossPrediger-stclle bezo-hetc -.^bdem er aber hier ;o. jähr sich aufhielte, so bemu->n währender solcher zeit eine Unterredung mit densvu>-g uchen zuwege zu bringen, welche endlich auch zu Regen-iahren^01. angieng. Und ob er gleich unter diesen zo.bur«,f?rel voL3tions8 bekommen, so wollte ihn doch der Neu,loh« W Pfaltzgraf niemals weglassen. Nachdem aber dessen8iv» Abgang Wilhelm in Düsseldorf die Catholische reli-vergjsPigenommen, so gieng er an. 1615. in das Würtem-und wurde erstiich Prälat zu Anhäufen, nachge-^„vOer bekam er nebst der Abley zu Bobenhausen zugleichdas - Superintendur. Als er den 6. nov. an. 1618.Sleich ""bgelium auf das fest aller Heiligen erklären , und zu-io.!v^?>r dem zustande der steten nach dem tobe reden wollte,krihret ^ ^' als man schon geläutet hatte, von dem schlage ge-<r doch "ud ob es sich wol etwas wieder gebessert, so wurdekillen nochmals also getroffen, daß er wenig stunden darnachirehlnstxn a aufgegeben. Unter seinen schuften sind die vor-
stvrjg« "I ^clnvsiiclrkeläio - Lalviailmus ; OLmoncimaniaki-ftnriäowm in DTmoncunnnism kiüoria-cvf>ch chli-sssnnervs; Larnisisina LkLuitica; äs klsgellscionsLreckerum; Lpologia Lonwilioni« Principsdesto i 8vnapl>8 llocUinL LalvinisnD rskuww ; GegrÜN-
^chriu «^ auf alle fragen und vilpm-uiones der heiligentun« Kirchen Wider v. Joh. Pistorium; Verantwor-Seysp^f ^oh. Pjstorii ausgesprengte Schrift, sowol das Re-Nsrn banale Lollogumm , als auch v-smoaomLMLM kistoria-Uchl v 'ssliend; Uncatholisches Papstthum; Ausführlicher Be-klier «L"" Gespräche zwischen v. Jacob Heilbrunner undZvtzerch .Aalten zu Neuburg; Ablehnung der Kellerischen Oel-^apsttbüm/"^ Gründliche Offenbarung des Uncatholischenverschiedene andere. vim üeil-
- memor.
dvrf^E?^"ner, (Philipp) war gebohren zu Lausten, einemDarein brudeo^/^Gbergischen , den ;o. jun. an. 1546. undAurde dastlkll An. 1562. kam er nach Tübingen, und
Aischlinus in einem^aE'- khilosoKiL , worzu ihm
^ Nach diesem fch^nen carmme gratulrrte. NachdemPriester zu st-'dlret, wurde er in.kur-
,^n gelten ' einem dorfe, nicht weit von Tübin-ger vichches hierauf wurde er nach Bernhaufen,
^-tzgrafenL an. 1574. aber von dem
äistor. OMna.
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stum als Professor ssstevlogio- und Prediger beruffen; wor-auf er sich nebst seinem bruder Jacobs und Johanne Westn-becio an. 1577. zu Tübingen von Jacobo Heerbranden zumvockore creiren ließ ; c>«ssr annsles Susvici , tom. III. Ich.XII. c. 2;. x>. z;6. und endlich an. 1602. zu Lauingen als^LkolarclrL und InspeÄor der kirchm dasiger pryvintz instaüiretwurde. Seine erste frau war Agnes, Heinrich Weickersreu-ters, Abts des klosterS zu Hirschau tochter, mir welcher er 4.söhne gezeuget. Die andere, mit welcher er sich an. r^i. ver-Hcurathete, war Barbara, Malthäi Zedelins, eines dürgerszu Lauingen tochter, mit welcher er 6. söhne und 4. töchterbekommen. An. rüoi. wurde er mit auf das zu Regenfpurgangestellte Lolloguium gefchicket, und starb endlich an. 1616.den 17. april im 70. jähre seines alters. Seine schriften sind :
^ Varchinia LsLjse, ßeremixe, streckielis L Oanislis In I.voo?!Lommunes Tkeologicos cligelta , Lauingen r;86. in 8- Luo-ÜLLim minorum Lrophewrum ViitiLinl-i llmili moclo illullrg-ts, ibich i;86. in 4. Lzmoplis vsriorum Lrrorum kujus tem-xoris , ibist. 159;. in 4. Oilpuwtio äe 8orlxtur-i 8acra , ibiä.i>;79. in 4. Oispurmio äs Viribus Iiumanst, ibiä. iz7y. in 4.kropositiones äs 8->crgm. Lcsnse, ibiä. i;86. in 4. äs kec-s-iw Originis, ibiä. 1^88- äs prseäsIIchLtiane, Wittenberg1597. bosi Lommuns8 in Lpilloi. ?auli aä Oslatss, LaMN-gen Iss9!. in 8. I.osi Lomm. in Lxitiochx sä ssimork. Tirum,ibiä. 1588. in 8. Theses äs hege vivina lssorgli, ibiä. 1600.in 4. Lxilioln sä I»sn. Iloeslermn 8en. welche in den unschul-digen Nachrichten an. 1707. p. 282. befindlich; widerwärtigeCensur und Urtheil der Päpstlichen Scribenten von der Aug-spurgischen Confeßion , Lauingen 1598. in 4. Widerlegung desHuberisthen L>end-briefs, Wittenberg 1599. in 4. Send-briefan Samuel Hubern; Jesus Syrach in unterschiedlichen Lehr-und Vermahnungs - Puncten verfaßt, Lauingen 1605. in 12.nebst noch verschiedenen streit-schriften. Sein leben hat be-schrieben Georg Aeminius, ssecstor des Ovmnasti zu Lauingen,welches beym Melchior Adami p. 40;. fegg. stehet.memor. Tbsol. ^ürtsmberZ. k. I. p. 211.
* Heiler, ( Günther) war zu Halle in Sachsen an. 1645.den iz. jan. gebohren, studirte zu Leipzig, und wurde daselbstan. 1664. Kggiller. Zwey jähr hernach ward er Hof-Predi-ger bey dem Pfaltzgrafen zu Birckenfeld Georgio Wilhelms,worauf er an. 1668. zu Jena den groäum eines Ooäton's an-nahm, und an. 1669. Inlpeälor des Fürstenthums Birckenfeldwurde. An. 1670. kam er als Superintendent und Consisto-rial-Rath nach Bußweiler in Nieder-Elfaß, und an. 1679. alsSuperintendent und Hof - Prediger nach Hanau. An. 1682.berief man ihn zum Pastor an die Haupt-kirche nach Limbnrq ,und an. 1688. zum General-Superintendenten in Hinter-Pom-mern, allwo er an. 1707. den 25. oct. verstorben. Man hatvon ihm Geistlichen Blumen-Garten, Straßburg 1672. Geist-lichen Baum-Garten, ibiä. eoäsm ; Paßions - Betrachtun-gen, ibiä. 1676. Süsse JEsus-GOttes-und Sterbe-Gedancken ,Lüneburg 1684. Seelen-Apotheck ; den frommen Edelmann;Listert. äs Loncurlu Lauste primre cum stecunäis , Leipzigrsüss. in 4. u. a. m. Seine Pommerische chrvnick liegt noch immanuscript.
Heilig-Creutz, ist ein städtlein in dem obern Elsaß, an derland-straffe zwischen Ensisheim und Colmar gelegen. *
Heilig,Lreutz-thal, Valüs 8. Lrucis , ein Cistercienser-kloster, eine stunde von der Vordcr-Oesterreichischen stadt Ried-lingen an dem Schwäbischen Alp-gedürge gelegen, war an-fänglich ein Beguinen-Haus in dem nächst-gelegenen dorfe Alt-heim , dessen ansang und stifter unbekannt, welches hernachan den ort, Wasserfchuppen genannt, endlich aber an. 1204.von Egone Grafen von Landau auf den jetzigen platz übersetzt,und ihm der nähme Heilig-Creutz-thal gegeben worden, we-gen einem stücklein des heiligen creutzes, welches allda bey gra-bung des sundaments soll gefunden worden seyn; oder, wieandere schreiben, von besagtem Grafen auf dem heiligenberge Andechs heimlich entfremdet worden, worauf er auch zurstrafe blind worden sey ; so bald er, aber das entwendetewieder gegeben, mit angehengtem gelübde, ein Jungfrauen-kloster zu stiften , habe er fowol sein gesteht, als auch einentheil vom gestohlenen wieder erlanget.. Diesem sey nun wiees wolle, so ist gewiß, daß dieser Graf Ego der stifter, undseine schwester Heilwig die erste Aebtißin gewesen sey. Erhat auch für stch und sein gefchlecht ein erb-begrälmis dar-innen angestellt, /äea < 7 ^/?.
p. IZ. *
Heiltgenbeil, eine mittelmäßige stadt in dem Brandenbur-gischen Preussen, und zwar in der provintz Natangen, gele-gen. Sie war vor diesem sehr berühmt, und hieß Swenkomest,das ist, heilige stadt, weil Curcho, einer der vornehmstenPreußischen gotter, daselbst unter emer eiche verehret worden.Nachdem sich aber die Teutschen Ritter da herum niedergelassen,hat der Bsschvff Anshelmus den letztgedachten bäum umge-hauen. Weil sich aber vorher einer, dem diese arbeit aufge-tragen , mit dem beil verletzte, so nahmen die Preussen dadurchanlas, solches für eine strafe Gottes , und das beil für ein hei-liqthum zu halten, woraus der anfangs erwehnte nahmen ent-standen. Hartknochs Preußische Historie.
Heiltgenberg, siehe Andechs.
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