Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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sprungen wären, um ihren Herrn beym leben zu erhalten.Der Verlust dieser tapfern gemüther schmertzte ihn dermassen,daß, nachdem er dem steuer-mann eine gold-crone für die er-Haltung feines lebens gegeben, er demselben soll befohlen ha-ben , ihn selbst hinzurichten, als einen solchen, der seiner ge-treuen diener tod verursacht hätte; wiewol es in der that seinernst nicht war. Im übrigen ist dieser ort auch deswegen be-rühmt , daß er Sestos von Abydos absondert, welche anjetzodie Dardanellen heissen, und der berühmten Personen, He-ro und Leandri, geburls-örter waren. /«-

Fr». , äs öospk. Tkra-

cic. Grelots reise nach Jerusalem, Le»«, voxaZe <lu I-e-vant. To«^«i°/ser, V07LM Lrc.*

-Aelletrudis, Kaysers Lotharii tochter von der Ermengar-de, verheurathete sich an den Grafen Berengarium, als sieaber wittwe worden war, nahm ihr Lotharius, König vonLothringen, ihr bruder, alle ihre güther. Um dieser Ursa-che willen schrieb Papst Adrianus ll. an Lndovicum eine epistel,so bey dem äu Chene zu lesen, vvl. 111. äs fcrixr. bitt. Dali.

* MTTLVIOKL8, ein altes volck in Scandinavien; ei-nige deogmpki seyen es hin, wo heutiges tags Halland ist, an-dere aber in Dalecarlien ; diese letzter» gründen ihre meynungauf die etymologie des Wortes , bann DsIIevon bedeutete inder alten Cimbrischen spräche einen, der in bergen wohnet,und die Dalecarlter sind auch solche lenthe, und ihr nähmebringet auch in der neuen spräche eben dieses mit sich. Sa«.

-Aelwacken, ist ein gefährlicher strudel in dem Rhein, zwi-schen Bücken und Nheinfelden, allwo der Rhein über viel sei-fen herab stürtzet, so daß die schiffe darbey nicht wenig nothleiden, wiewol es nicht so hart hergehet, als bey Lauffen undLauffenburg, welcher gefahr dennoch durch der schiffer sorg-fältigkeit, denen dergleichen gefährliche passe sehr wohl bekanntsind, durch gute anstalten noch wohl vorgebogen wird. *

-Zell-Rettles, sind z. unglaublich tiefe brünnen zu Oxen-hall, ohnweit Darlington, in dem Bißthum Durham, de-ren Wasser etwas warm ist. Diese brunnen sollen an. 1179.durch ein erdbeben entstanden seyn. , Man sagt, daß Culh-berth Tunstal, der Bischoffvon der Dieses«, eine bezeichnetegans in einen von diesen brünnen geschmissen, welche hernachauf dem flusse Tees wieder zum Vorschein gekommen. ,tkealr. stritann.

IILI.s.OH/1, ein fest, welches man in der insul Creta derEuropa zu ehren hielt, an welchem man die gebeine der Enropämit einem Myrten - krantz umwunden, der wol 20. ellen imumfang hatte, genannt, in einer proceßion herumführte. Ein ander fest gleiches nahmens wurde zu Corinthoder Minervä Dellotiäi gehalten, von eXei?, sukerre, cape-re, weil der Bellerophon mit der Minervä beyhülsse den Pe«gasum aufgefangen und gezäumet hat; oder weil die Miner-va selbst diesen nahmen von einem pfuhl bey Marathon, deralso hieß, und wo dieser göttin zu ehren ein bild aufgerich-tet war, empfangen hatte, oder endlich von einer Cortnthi-schen jungfrau , nahmens Hellotis, welche von den Derscli-üi« nach der eroberung und einäscherung von Corinthus, ne-ben andern ihren gespielinnen < in der Minervä tempel soll ge-flohen , und allda nach ansteckung desselben verbrannt wordenseyn; worauf man will, daß die göttin , diese ihr angethaneschwach zu rächen, eine pestilentz unter die Heracliden gesandthabe, welche nicht änderst als durch begütignng der seclen die-ser jungfrauen, aufbammg des tempels unter dem nahmenDianä Üellotistis, und anstellung des fests habe können ver-trieben werden. TleAsk. in ^5. lib.

XV. aä 0I7MP. XIII. , Or-ecia ssriata.

L ka/o/ck»,, cls ssstis OrXL. *

* Hellwig, (Christoph von) war an. 166;. den 15. jul.zu Cöln an der Losse, einer stadt in Thüringen, gebohren, wo-selbst sein vatter, Caspar Hellwig, dazumal Diaconus, hernachaber ksttor zu Leibnigen war. Nachdem er seine schul - studienzu Naumburg absolviret hatte, schickte ihn sein vatter an.1681. auf die Universität nach Jena, woselbst er anfänglichfleißig oollegis kkiloloxkics hörete, und nach diesem sich aufdie Medicin applicirte. Nach verfliessung dreyer jähre gienger zu seinem bruder, Joh. Otto von Hellwig, welcher dazumalChur-Pfaltzischer Rath und Leib-tstsäisu« war, und weil der-selbe meistens ausreisen seyn muste, so hatte er bey demselbendie schönste gelegenheit, nicht nur von ihm nn 8mäio Neäioozu profitiren, sondern auch unterschiedene Hofe und städte zubesehen. Als aber sein bruder vom Hertzoge Friedrich zu Go-tha zum geheimen Rath bernffen wurde, so gieng zwar unserHellwig wieder nach Jena, begab sich aber kurtze zeit hernachan. 168-;. nach Erfurt, und setzte daselbst sein studiren ?. jähremsig fort, disputirte auch an. 168;. zu unterschiedenen ma-len. An. 1688. ließ er sich als jsteäicinX Lanäiäsw« daselbstexaminiren, gieng hierauf nach Weissensee, und an. 169;.nach Franckenhausen , an welchen beyden orten er mit gutemsuccesse practicirte. Selbiges jähr disputirte er auch noch proläcentia äs LKIorost leu Lekre slka Virginum , unter Pelrovon Hartenfelsen, welcher ihn auch kurtz vorher zum Kayserli-chen gekrönten Poeten gemacht hatte. An. 1696. erlangte er

hel

das Phyficat zu Tenstädt, welches er bis an. 1712. verwalte-te , da er sich nach Erfurt wendete, und daselbst seine meistezeit mit bücher-schrciben zubrachte. An. 1716. den ?. aug.ward er von Maximilians Josephs von Mintzenried, Lomirekslsrino Lselsreo kontikoio, geadelt, nachdem er selbigemzuvor sein buch dlolce re iplum dediciret hatte. Das wapen .bestehet in einem in 4. theile getheilten schilde. Das erstequadrat hat die sonne im blauen selbe, im 2. und ;. quadratsind drey meiste rostn im grünen selbe, und im 4. quadratfindet sich ein göldener mond im blauen selbe. Auf diesemschilde ist noch ein Mittelschild, in welchem eine schwartze euleim.gvldenen selbe. Er heurathete an. 1688. Christinam Regi-nam, Heinrich Kratzensteins, y süvris bey der St. Michaels-kir-che zu Erfurt, tochter, mit weicher er 4. Ander gezeuget,darunter Theodorus Andreas, von welchem ein besonderer ar-tickul, uns) Gottlob, welcher noch viele Manuskripten seinesvatters hat wollen drucken lassen. Endlich starb er den 27.may an. 1721. Seine schriften sind folgende: Der auf hun- -dert jähr gestellte curiöse Calender, nemlich von an. 1701. bis

an. i 8 or. Franckfurt und Leipzig 1701. 1714. cle LKIorost , von

der Jungfer-kranckheit, Liebes-fieber, bleiche sucht und miß-far- i

be, wie solche zu erkennen und zu curiren, nebst einer kurtzen -

vorrede vom lobe des frauenzimmers, Leipzig 1702. in 12. §

Unmuthige Berg-Historien, ik.1702. in 12. Neu-angelegter und sszur Medicin kurtz-verfaßter Thier-garten, oder beschreibung der tthiere, eigenschafften, artzneyen rc. Franckfurt und Leipzig !170;. in 8. Curiose Beschreibung unterschiedlicher rarer und ischöner physikalischer, medicinischer, chymischer und öcono- ,Mischer dinge, ik. 1704. lleguli« 6e Lormulis Istecstosmeiiro-

rum LonsLribenäis, d. i. vom Recept-schreiben, ib. 1707. in8.1712. Curiösts und nützliches Frauenzimmer - Apotheckgen, ÄKinder - Apotheckgen, des galanten Frauenzimmers Nasch- jSchränckgen vor die lecker-mäuler, Leipzig 1702. in 12. 1720.Lkirurgia in Xuce, Mühlhaustn 1709. krsxi's Istscstcs, ib-

1710. in 8. Theismus I'ksrrnscsuticu« oder Apothecker-Schatz/

ib. 1710. in 8. Neu-eingerichtetes Dexicon kksrinsceutioum,oder Apothecker-Dexicon , Franckfurt und Leipzig 1719. in 8- ^

Neu-eingerichtetes Dexionn Unstomico-Lhiruigicum. Leipzig H

1711. in 8. Curiösts Reist-und Haus-Apotheckgen , ik. 17"-

in 8> 1712. Lxorics curioss oder kürtzliche und nützliche be- tschreibung der ausländischen dinge, ik. 1711. in 8. Lskus -iObseivstiones lVIeäicsIes, stnstvmicss. Lk^micse, Lkirurg> . 7c°e, LhzcklLX kLc. rsriores seleck-e curiose, ib. 1711- in 8» !

Neu-eingerichtetes I-exicvir Neäico.Lk7micum, oder Chvntt- chsches Lexioon, ik. 1711. in 8. Vollkommenes Teutsch-und La- siteinisches Physikalisches und Medicinischeö Dexicon, Hanno-ver 171z. in 4. Neu-entdeckte Heimlichkeiten des Frauenzim-mers , Franckfurt und Leipzig 1714. r?r;. 1719.172;. Drey-facher , als Thüringisch - Meißnischer und Nieder-SächsischerTeutsch und Lateinischer Apvthecker-tax, Franckfurt und Lew- lzig 1714. in 4. Das bey jetzigen zeiten neu-eingerichtete Pest- FApotheckgen, ik. 1714. in 8. Grund-und Lehr-satze der gantzenMedicin, Leipzig 171;. in 8. Auserlesenes Teutsch-Medicinl- !sches Recept-buch, Franckfurt und Leipzig 1715. in 8- Xostete iplum, vei stnstomioum vivum, oder kurtz gefaßtes, doch ...,richtig gestelltes Anatomisches werck, worinnen die gantze Ana- Htomie nebst ihrer eintheilung deutlich zu finden, ik. 171;-' <in fol. Nellicus Llinicus, oder der wohl erfahrne Haus-unoLand-Artzt, ik. 1715. in 8. Lompenäium ssleäicinL rcnurl- HcistoriW, oder kuriöstr und nützlicher begriff von den tobtli- 2chen wunden, Leipzig 171 ?. in 8. Wohl practicirter FeldscherenFranckfurt und Leipzig 1715. in 8. Diese drey vorherstehenvebücher sind mit einigen zusatzen zusammen unter dem tituU

Neüicus Llimous, oder wohl erfahrner Haus-und Land-Artzk/ -

Leipzig 1722. in 8. heraus gekommen. Geheimer Neäicus»Franckfurt und Leipzig 171;. in 8. Armer leuthe sicherer mw <geschwinder Haus-Neäicus, ib. 1719. in 8. Curiöser KindA-Jungfer-und Weiber-spiegel, Leipzig 1720. in 8. Monatlich^Krauter-Lust, Zittau 1721. in 8. Kurtzes Sendschreiben we-gen des sogenannten Honig-Thaues, welcher sich am heurlge» -körn sthen lassen, Langensaltze 1699. in 4. Sendschreiben vonder wahren 8olut>0iie suri kne igne corrolivo , Jena 17?^:in 8. Sendschreiben vom Dspicle kkiiosopkorum, Tcnstavr ^

1701. Sendschreiben vom kalten fieder und Hum Mercurisil, 4

1702. Sendschreiben vom Opio , 170;. Sendschreiben vvm

lob, nutz und gebrauch des Theriacs und Mithridats, i

hausen 1704. in 8. Er hat auch unterschiedene schriften u»^dem nahmen Schröders und Krautermanns heraus gegebcw ;

als Casp. Schröders Ist. k. allezeit fertiger und vermehrt-» ^

Haus-Verwalter, Franckfurt und Leipzig,712. 1719. inCasp. Schröders Chirurgisches Dexicon, ib. 1715. in 8-riöstr und wohl erfahrner vormals Englischer, jetzo aber Tem- -scher Haus-Artzt, ib. 1709. in 8. Das in der Medicin gebrautt^jichste stegnom Vegetskile . Lr Kegnum Ninersle. JnglelkYM ^sind von ihm verschiedene schriften, so von andern gemacht» .

worden, edirt und mit anmerckungen versehen worden z ?

äosn. Otwn. D. L. äs DellwiZ Luriols kk^stcs, i7»4- »»

Ljcsä. Lrcsns msjors 9. öfnungcnFranckf. und Leipzig l7»7' .

in 8. Seb. Wirdig. novs Isteciicins 8pirituum curiost ' w«che er Teutsch gemacht hat, 1707. Paulini Bauren-PVE/ j1711. Issciculus unterschiedener alten raren und wahren po jlvsophischen schriften vom stein der Weisen, Leipzig und A» tMkN r7»S. in 8. Klara Lrancica rsllivivs, Teutsch tweri-V^ ^