Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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walt abwehren muste. Seine wercke sind unter dem titul Oeu-vre« cUverte« psrO. O. zu Paris an. 1670. in 12. heraus ge-kommen. , Diktion. F'Arererr«»«. *

Henckard, eine Freyherrliche alte familie von Schafhausen,hatte den nahmen von einem dorfe in dem Züricher - gebiethe,nahe bey Winterthur. Von ihnen war an. 1260. Conrad vonHenckard der 12. Abt zu Schafhausen, Ze». *

-Aenckel, ein Gräfliches gefchlecht in Schlesien, welches sei-nen Ursprung in Ungarn genommen, und einerley Herkommensmit dem geschlechte der Grafen Thurzo von Bethlenfalua in Un-garn seyn soll, die in selbigem Komgreiche die höchsten, sowolgeist - als weltliche ehren - amter besessen haben. Es hat aberdas Henckelische Haus vor mehr als hundert jähren seinen sitz ge-ändert, und sich aus Ungarn erstlich nach Oesterreich, hernachaber nach Schlesien gewendet, allwo es jetzt in z.linien abge-theilet ist , und eine von den freyen Standes - Herrschafften da,selbst besitzet. Der erste von diesem geschlechte war Petrus Hen-ckel sts tzuintoforo oder Donnersmarck, ein Ungarischer vomAdel. Dieser zeugte Iacobum, so gleichfalls ein UngarischerEdelmann war. Es geschicht dieses letzten Meldung in einemstiplomsce, so der Kayser Sigismundus an. 1417. zu Costnitzam Vodenfee ertheilt, darinn seine und anderer ruhmwürdigeVerdienste erzehlet werden. Jacobus hatte Johannem ste Lsu-ckonin und Donnersmarck, welcher 2. söhne zeugte, als Geor-gium I. und Nicolaum, Dom - Herrn in Zips. Dieser beydergedencket ein stlploms, so König Ladislaus von Ungarn an. 1456.zu Ofen öffentlich ergehen lassen. Georgius l. setzte das gefchlechtfort, und zeugte Georgium II. welcher 5. söhne hatte, Johan-nem, Conradum, Bernhardum, Sebastianum und Petrum.Unter diesen wurden Conrado von Margaretha st- Villach, einertochter Georgii und enckelin Nicolai st- Villach, eines Ungari-schen Edelmanns, 8. söhne gebohren, unter welchen einer, nah-mens Johannes II. so an. i?i;. gebohren , Edelknabe bey derverwittibten Königin Maria von Ungarn war ; er gieng aberhernach mit ihr nach den Niederlanden, und kam an. 1541. wie-der zurück in Ungarn, allwo er Cammer - Rath wurde. Dieserstarb an. 1588. und zeugte von seiner gemahlin Anna , MatthäiVoldners tochter, 6. sohne. Unter diesen war einer, nahmensLazarus, der altere Herr zu Gfäll und Wesendorff, der landschafftund Herrschafften Beuchen, ,Tarnowitz und Oderberg, rc. derKayser Rudolphi II. Matthiä und Ferbinandi II. wie auch derErtz - Hertzoge Maximiliani und Caroli würcklicher Rath, auchOber - vire<stor aller bergwercke in den Kaiserlichen erb - lan-den , welcher sich durch seine treu - geleisteten dienste um dasHaus Oesterreich sehr verdient gemacht; er besaß ein grossesvermögen, wovon er aber einen guten theil zum nutzen unddienst des Kaiserlichen und Ertz - Hauses angewendet hat. Aufseinen güthern , nemlich den Herrschafften Gfäll und Wesen-dorff in Oesterreich,Beuchen, Tarnowitz und Oderberg in Schle-sien , hat er das Liste! - Commiß eingeführet, krafft dessen die-selben allein auf seine männliche nachkommen mit ausschliessungder tochter, und so lange sein männlicher stamm währen würde,nicht an fremde veralienirt werden sollten. Unter feinen vielensöhnen hat allein das gefchlecht fortgepflantzet, Lazarus Henckelder jüngere, des heiligen Römischen Reichs Graf, Freyherrzu Donnersmarck, rc. so an. 157z. gebohren worden. Er er-hielt Beuchen, Tarnowitz und Oderberg; sein bruder Geor-gius aber Gfäll und Wesendorff. Dieser letzte verstarb ohne An-der. Ob nun wol, vermöge des vätterlichen gestifteten Llstel-Lommlst!, dieses Georgii hinterlassene güther aus seinen bruderLazarum hätten fallen sollen, so hat doch weder er noch seinejohne und enckel darzu gelangen können, ohngeachtet sie einenschweren und langen proceß deswegen mit den besitzen» geineld-ter güther, die ihnen aber zu mächtig waren, geführt habemLetztgedachter Lazarus war erstlich bey Kayser Rudolpho II. indiensten, hernach wurde er Kaysers Ferbinandi II. würcklicherRath, und Ertz - Hertzogs Ferbinandi Caroli Lämmer - Herr.Von diesem letzten wurde er an. 1651. in den Reichs - Grafen-stand erhoben, und hierauf von dem Kayser durch ein stiplomadarinn bestätiget. Er starb an. 1664. nachdem er dem HauseOesterreich von an. 1608. bis in seinen tod wichtige dienste ge-leistet, und hinterließ z. söhne, Eliam, Gabriel und GeorgFriedrichen, welche sich in die Herrschafften Beuchen, Tarnowitzund Oderberg theilten ; da denn der erste Oderberg, der mit-teilte Beuchen, und der jüngste Tarnowitz bekam. Weil aberGabriel ohne männliche erben verstarb , so fiel dessen antheil,nach dem rechte des verordneten klstel - Lommistl, seinen bey-den brüdern, Eliä und Georg Friedrichen, zu ; sie theilten sichauch darein, und blieb es so lange bey ihnen, bis das theil derBeuthenischen Herrschafft von dem Grafen Elia Andrea , desElia sohn, Leoni Ferdinands, Georg Friedrichs ältestem söhne,kausweise überlassen wurde; daß also nicht mehr als zwey linienübrig, die Oderbercrische, welche der Lutherischen religionzugethan, und die Leuthenische, so Catholisch ist. BesagterGraf Ellas setzte die Oderbergische linie sort. Er war an. iüo;.gebohren, starb an. 1Ü67. und zeugte mit seiner gemahlin An-na Maria, Gräfin von Puchaim , nur einen söhn, jetztgedach-ten Eliam Andream. Dieser hat mit seiner gemahlin BarbaraHelena, Johann Bernhards, Freyherr« von Maltzan tochter,Johannem Ernestum, Wenzel Ludwigen und Erdmann Hein-richen hinterlassen, welche die Herrschafft Oderberg zusammennoch vor wenig »ahren nngetheilt besessen, indem der mittlere erst

an. 1714. gestorben,einen söhn samt z. tochtern hinterlassend.Derälteste, Johann Ernst, aber jeugete 2. junge Gräfinnen, AnnarnHelenam Heimeile, gebohren an. 170z. und Bardaram Char-lotte Louise gebohren an. 1704. Graf Georg Friedrich hinterließ2. söhne, den vorgedachten Leonem Ferdinandum, und CaroluMMaximilianum, die sich in die vätterlichen güther getheilet, unddes Beuthenischen und Tarnowitzischen Hauses Urheber sind. LeoFerdinand erhielte von dem Kayser Leopolds die freye Standeswürde auf die landschafft Beuchen, in welcher nachmals auchan statt des Seniorais das Majorat eingeführet worden, kramdessen, so viel die Standes - würde und landschafftliche Regie-rung anlangt, nach dem rechte der erst - geburt erstlich das Bcmthenische, hernach das Tarnowitzische, und endlich das Oder-bergische Haus darzu gelangen soll. Er war an. 1640. gebov-ren, starb aber an. 1699. Von seiner gemahlin Julian« Mack-miliana,«Wolf Friedrichs, Grafen von Coob , KayserliclMGeneral-Feld-Zeugmeisters tochter, hinterließ er Carl Josephen,jetzt - regierenden Herrn, so mit Josepha, Lazari Freyherrn vonBrünetti, Ober - Amts - Rath in Schlesien tochter, verschiede-ne Ander gezeuget, und Leo Ferdinanden, so Maltheser - Ritterund den iz. jul. an. 1714. vor Breßlau im duell erschossen wor-den , nebst verschiedenen Gräfinnen, davon die älteste AnnaFrancisca an Graf Frantz Joseph von Oppersdorff, Kayser"-chen geheimen Rath und Landes - Hauptmann in Mähren, undCatharina Carolina an den Freyherrn von Karvat, Kayserschen Cammer - Herrn, vermählet ist. Georg Friedrichs ande-rer söhn, Carl Maximilian, Graf von Henckel, residirt zu Neu-deg bey Tarnowitz. Seine söhne von Helena Hedwig, Grast"von Rädern, sind Leo Maximilian und Carl Erdmann.8ileliogrsxklg, 0. 2. p. 198. L c. 8. p. 48z. Souverainen vollEuropa, p. 8iy. Genealogische Manuskripte.

* Henckel, (Johann Otto) war gebohren zu Marpurg au-i6;6. den 22. nov. Sein vatter war Otto, Pastor primsnurund Superintendent daselbst. Den gründ zu feinen studien leg-te er auf den ksestsgogli« zu Marpurg und Giessen, bis er am1652. auf der Universität zu Giessen colle^is besuchte, und nachetlichen jähren aufdie Universität nach Altorfgieng. An. 1658-wurde er zu Giessen "garster, worauf er sodann an. 1662. zuRinteln Professor kstiloloxlstL extrsoräinsriu«, an. 1664. öle-tapk^stce« Ordinarius , und «N. 1666. Logice« orclinarius UNbTheologie extrsorclinariu« Wurde. Erließ sich sodann an. r66?»zum vocstor creiren, und verheurathete sich das folgende jährmit Sophia, Antonii Dollens , des Grafen zu SchaumbergRaths, tochter, mit welcher er aber eine unfruchtbare ehe ge-führet. An. 1679. wurde ihm die krokestio Theologie oräuss-ria anvertrauet, bekam auch die vocation nach Helmstädt alskrokestor Theologie und General - InspSlstor des Wolffenbutte-lischen districts; weil man ihm aber die profelstonem primsrisrnTheologie und Jnspection der Archen in dem Schaumburgk-schen terriwrio ebenfalls offerirte, so nahm er solche an , unsblieb daselbst bis an sein ende, welches den 22. dec. an. 1682-da er eben Lecstor der Universität war, erfolqete. Seine fMssten sind: OisterMtio insu^urslis ste pecosti« All. 1666. UlstLss'Tbeologics äs Lokismale sn. 1681. krime Philosophie seu l»e-tspk^lic-e Lpirome VIII Olsputst. expostts ; Kegule pbstow'phiee ; Oissutst. äe Ninisterio Loclelisstico ; ste Patrone coN'verso, nebst unterschiedenen Leichen - Predigten. , sssr-bioZr. tom. II. p. 146. Götzens eloZia Oermsn. Theolog-tnm. II. n. 61. p. 586. leg.

- Nenvuuner, find Indianische völcker, davon das la>^einseits von dem Königreiche Agra oder auch von den Jndosi^nern begrentzet, und durch den ffuß Paddar abgesondert m"'"'Gegen norden grcntzen sie an das Königreich Multan; ivss'nahmen sollen sie von der Haupt - stadt bekommen haben ,che Hendu - Une heisset. Diese provintz begreift viele städte u«ter sich, nemlich Rimala, Mearta , Tour« , Geisseemer / ASie bringt in grossem Überfluß baumwolle und getreydevor, und hat eine trefliche vieh - zucht, sonderlich gerathen Aschgafe wohl bey ihnen. Übrigens sind die Henduuner.gescl)'»te, aber dabey verschmitzte lenthe, und werden daher für »natreu und diebchchtig gehalten. Sie sind Heyden, essen aodennoch aller gattung fleisch und fische, welches viele aEOst - Indische völcker nicht zu thun pflegen. Ihre weibs -der tragen von zarter Andheit an kleine silberne oder von anoepmetall verfertigte ketten um die schenckel, und arm-banoe^welche von der faust an bis an den ellenbogen die arme bedecre'^und auch so grosse ohren - ringe, daß das loch nach und n«Tfast Hand breit wird, und die ohren folglich durch das gewmdes ringes nach und nach sehr lang werden müssen, welches vihnen eine seltsame schönheit bedeutet. Sonsten haben die HP §duuner noch dieses besondere an sich, daß sie gantz nackend "gebät verrichten. , Loseste« Oisnst-Nogols. ^

k'o/vttl/e , Ollst. OeoZrsph. ^7.

Henelüis von Hennefeld, (Nicolaus) ein berühmter ^storloo« und Rechtsgelehrter des XVI. stxcull, war zu Reulwin dem Ober - Schlefischen Fürstenthum Oppeln, deni l-" 6-an. 1582. gebohren. Nachdem er den gründ seiner wiffenM'Aten in dem 67100260 zu St. Elisabeth in Breßlau gelegt/er sich nach Jena, und legte sich daselbst aufdie Rechte, nav^hierauf eine reise durch Tentschland , die Niederlande,reich und Italien vor, und wurde zu Padua, allwo er Mgeraume zeit aufhielte, Ooctor. Nach seiner zuruckkunsr ^