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Graf, Gottwald/ aufzureden feiner gemahlin dasklosterBes-sern , welches an der Vesera oder Werra gelegen , und daherden nahmen hat, gestiftet , und darein Nonnen und MöncheNorbertiner - ordens gesetzet hat; worauf er an. 114;. gestorben,und zu Bessern begraben liegt. Sein söhn, Graf Poppo, war zu-gleich Burggraf und Vogt zu Würtzburg, welche charge dieGrafen von Henneberg lange zeit besessen. Seme gemahlin aberwar Irmengard, OttonisMarggrafen von Stade tochter, diean. 1178. er aber n<>;. gestorben. Berthold IV. Gvttwaldssöhn und Popponis bruder, der zugleich mit seinem bruder, undnach dessen tobe allein regieret, zog ins gelobte land, und starbauf dieser reife in Syrien. Seine gemahlin war Bertha, einePfaltzgräfin von Sachsen, so das kloster Trostatt gestiftet, unddie Nonnen aus dem kloster Besser« dahin gethan. Ihre söhnewaren Berthold der jüngere,so an. 1218. ohne Ander gestorben,und Poppo, der gemeimglich der XII, genennet wird. Diesersoll zuerst eine fliegende Henne in seinem wapen geführet, und bey,dem beylager Kaysers Friderici 1. mit dem Fräulein Beatrix vonBurgund an. n;6. als Erb-Marfchall des Hertzogthums Frau-chen aufgewartet, auch von dem Kayser eine confirmation desWürtzburgischen Hertzogthums erhalten haben, ist aber an n8y.mit höchstgedachtem Kayser in Paläftinam gezogen, daselbstkranck worden, und an. 1190. gestorben. Von feiner gemahlinSophia, Hertzogin aus Bayern, so an. 1218. oder 1220. ge-storben , hat er verschiedene Ander erzielet, darunter sonderlichmerckwürdig Bertholdus VI. der mit seinem bruder Poppo-ne Xlll. die regierung gemeinschafftlich geführet. Er hielt esmit Kayser Philippo wider Ottonem IV. und dessen beystandLandgraf Hermannum aus Thüringen, auch hernach mit Fride-rico II. und starb an. 1211. Nach ihm bekam sein bruder, wel-cher in den Historien auch Äpiens und Lellicolus genennet wird,die regierung allein, und empsieng zuerst an. iris. von KaystrFriderico II. seine privllsgia über faltz - und bergwercke. An.1220. starb ihm seine erste gemahlin Ellsabetha, Hertzogs Alber-ti von Sachsen, Manischen Kammes tochter, worauf er Gut-tam, LandgrafLudwigs von Thüringen fchwester, heurathete;an. 1245. aber starb er selbst , und hinterließ von feiner erstengemahlin Henricum, der bald hernach mit seinem bruder Her-manns theilte, und die Hennebergifche linie angefangen, wiefein bruder hergegen die Straustsche oder Coburgische gestiftet,und zu Strauf residiret hat.
Von dieses Hermanns gemahlin Margaretha , Graf Flo-rentis l V. von Holland und Seeland tochter und Graf Wil-helms von Holland, der auch Römischer König worden, schwe-rer , so ihm an. 1249. beygelegt worden, wird vorgegeben , daßsie ;6?. Ander auf einmal gebühren, wovon ihr epirspkium zuLoßdün , einem kloster Bernhardiner - ordens , bey Haag inHolland gelegen, daselbst sie an. 1276. begraben wurde, zeugenfoll. Wiewol nun Guicciardinus, Meierus, Cuspinianus,Erasmus koceroclvmus, Pistorius, Heerbrand und andere Hi-korici dieser geschicht Meldung thun; jo sind doch Ursachen, wel-che solche in ihren umstanden zweifelhafft machen. (Siehe hier-über den artickul Margaretha.) So viel aber ist gewiß, daßsie ihrem gemahl Graf Hermann , der erst an. 1290. gestorben,2. Ander gebohren , als Popponem und Guttam. Poppo hatzwar bey feines vatters leben Sophiam, Hertzog Heinrichs vonBayern tochter, geehlicht, aber keine erben mit ihr erhalten,sondern ist an. 1291. gestorben, und hat seine länder feiner schwe-ster Guttä und Marggraf Ottonis von Brandenburg söhne,Marggraf Hermann, vermacht, nemlich die Pflege Coburg mit22. schlossern und städten. Selbiger hat zwar einen söhn undetliche tochter gezeuget, es ist aber der söhn Johannes bald nachseinem vatter (der an. izo8. gestorben) an. izi4. tödrlich ab-gegangen , da denn mit seiner schwester Gutla oder Brigitta,die sich an. i;i4. an Heinrich, Fürsten zu Henneberg, vermah-let , mit ihrer schwester, welche die andern stücke geerdet, ein-willigung, die gantze Pflege Coburg an das HennebergischeHaus gekommen. Dieses war also die jüngere oder Stranfischelinie, welche mit Poppone an. 1291. ausgegangen, und des-wegen eher gesetzt worden als die Schleusingifche, welche denHennebergischen stamm fortgeführet.
Dieser Schleusmgischen linie stifter, Graf Heinrich, gabseinem bruder an tapferkcit nichts nach, kriegte mit Jrungo, Bi-schoff zu Würtzburg, Verdruß wegen der Hennebergischen stadtSchweinfurt, der endlich an. 1295. durch einen vertrag also ge-hoben wurde, daß die stadt zwischen beyden gemein seyn sollte.Er starb an. 1262. nachdem er zweymal geheurathet hatte, erst-lich Elisabeth, eine Gräfin von Ravenspurg, so ohne Ander ge-storben, hernach Sophiam, Hertzog Hermanns von Teck toch-ter, die an. 1280. gestorben, und ihm z. söhne samt einertochter gebohren, nemlich Amaliam, so an Fürst Sigmundvon Anhalt, Bernhardt Churfürstens zu Sachsen enckel, ver-mählt worden, und Bertholdum, Henricum und Hermannum,so alle drey besondere linien gestiftet; denn ob sie wol anfäng-lich zwölf jähr gemeinschafftlich regieret, so haben sie doch an.1274. sich also getheilet, daß Berthold VIII. das schloß Hen-neberg samt Schleusingen und Saltza ; Heinrich das schloßHarlenberg, und Hermann das schloß Aschach, jedes mit zu-behor bekommen, und nach dem ort, da jeder residiret, sichgeschrieben. Doch sind die wildbahnen und das ihnen versetz-te schloß Elgtrsburg gemeinschafftlich geblieben, auch hatnach hergebrachter gewohnheit der älteste allein die Herr-schafft zu lehn getragen. Weil aber dre Henneberg - Schien-
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singifche linie am längsten gedauret, wollen wir solches zuletztsetzen.
Am ersten ist die Hartenbergische abgegangen, welche amdem schloß Hartenberg oder Hattenburg bey Römhild ihren sitzhatte. Der stifter davon war Heinrich , ein söhn Henri« VIA-welcher in der erbtheilung das Halls Hartenberg, die stadt Röm-hild, Osterburg, Schwartza, das Haus Hallenberg und diehelfte der stadt Themar Mit aller solcher stücke zubehöxung erhalltrn Hütte. An. 128;. bekriegte er den Grafen von Käfernburg,und bekam ihn gefangen, da er sich theuer genug ranzionirettmuste. An. 1287. wurde zwischen ihm und seinen brüderngen abermaligen Händeln ein neuer vergleich getroffen. Als eran. i; 17. starb, hinterließ er von seiner gemahlin Cunigunda,welche Graf Rudolph des jüngern von Werthem tochter war,etliche Ander, unter denen aber nur Pvppo merckwürdig, weil ersein gesüKcht fortsetzte, und an. i;2o. sich die lehn über Röm-hild von dem Kayser Ludovico ksruro reichen lassen; man findetauch vorhero nicht, daß die Grafen von Henneberg einige anderelehen von dem Reiche oder Römischen Kayser, als die regalienund dergleichen gehabt, es müste denn etwa über Schleusingifchelander allein seyn , wie oben bey Poppone an. mü. möchte ge-schlossen werden. Er hat 2. gemahlinnen gehabt, und ist die letztegewesen Richza, eine Gräfin von Hohenlvhe, so an. i;;?. ge-storben ; Poppo aber hat ihr an. 1,48. gefolget. Ihm succedirtefern mngster söhn Berthold XII. der im jähr 1Z49. mit Albrecht,dem Brfchoffe von Wurtzburg , wegen dem schlösse UnterhausesVerdruß hatte, darüber es bey gedachtem schlösse zum treffen kam,worinn die Hennebergischen geschlagen, und das schloß heschler-fet wurde, welche Uneinigkeit endlich damit beygeleget worden,daß Berthold Schwartza dem Bischoffe zu lehn auftragen undnehmen muffen. An. i;6;. machte er mit seinem Vetter Her-mann zu Afcha eine erb - vergleichung, daß sie einander, imfall einer ohne erben abgehen sollte, succediren, und keiner etwasverpfänden oder verlausten sollte, er hätte es denn den andernangeboten, worüber auch an. i;66. Kayser Carolas IV. eineconfirmation ertheilte. An. 1^71. verkaufte er gar seinem vetterGrafHermann seine Herrschaffl und güther ohne contradictionder übrigen Henneberger, und machte noch in eben diesem jähredurch feinen tod der Hartenbergischen linie ein ende.
Weshalben nun die Aschachische linie vorzunehmen, welcherstifter war Hermann der jüngere, wie er wegen den beyden Her-mannen zu Coburg genennet worden. Er half seinem bruderHeinrich das Thüringische raub - gesindel, so der Graf von K»-fernburg soll ausgeschickt haben, verjagen, fiel mit seinem vet-ter Poppo, Hermanns von Strauf und Coburg söhne, dem B>-schösse von Würtzburg ins land, verbrannte Schwarzach, undstarb an. 1292. oder, wie andere wollen, i;o6. in BöhmemZum Regenten hinterließ er seinen söhn Heinrich, der sich an-fangs Heinrich den jüngern, hernach aber den ältern genannt.An. i;io. hat er seinen «»theil der alten Würtzburgischen BEgrafschafft, nemlich das halbe Burgqrafthum, feinem veMzuwider, Andrea zu Wurtzburg erblich auf ewig verkauft. ^vermeynte einige ansprüche an GrafBertholds vonSchleusimgen lande zu haben, that aber auf gütliche Unterhandlung dAAbts von Fulda im lager vor Prag verzicht darauf. Er mifEsich auch an. 1514. in den krieg zwischen Abt Heinrich von Fm-da und dem Landgrafen von Hessen, und wollte Alsfeld entss-tzen, ward aber darüber von dem 2dt gefangen. Seine <ss-mahlin war Sophia, eine gebohrne Gräfin von Schwartzburg,Graf Günthers tochter, von derer einen söhn und successorn»Hermannum Lellicofum gehabt. Dieser Hermann führte ammit feinem vetter Graf Bertholden von Hartenberg kr-eSwider den Bischoff zu Murtzburg, da er aber auch in die W«rö-burgische lehnschafft über Schwartza consentiren müssen;i1. hingegen erhandelte er von odqedachtem Vetter alle st'UAd'-, mmW die Herschafft Hartenberg mit dem sckERomhild, Murstatt und Schwartza und andern zubehörungk"an sich, daß also dieser beyden linien lande zusammen kaiurmAn. i;79- hatte er wiederum krieg mit dem Bischoffe vo»Wurtzburg, darüber aber Ascha von der Herrschafft koiumemUnter seinen lindern, die er mit Agnes, Graf Günthers vo»Schwartzburg tochter, erzielet, hat Fridertcus succedirt, wa-cher sich schon an. lZ9t. mit Fürst Heinrichs von Schleusi'Etochter Elisabeth verglicht, mit der ihm daS halbe schloßneberg mit aller zubehor, an statt 4000. gülden verpfändet wovden. Er starb an. 1422. und hatte zum Nachfolger feinen W'Georgium, welcher sich erstlich an eine Gräfin von Werthen^und als diese an. 1419. ohne Ander mit tode abgegangen-Iohannam, Graf Philipps von Nassau tochter, vermähl^Dieser kaufte an. 14^4. von dem Churfürsten zu Mayntz LMMberg und halb Saltzungen , an. 14z;. aber Kundorff. AMi4;9. bekam er nut Johanne von Merlan, Abt zu Fulda, Ver-druß , der aber durch Fürst Wilhelmum IV. von Henneberg bey-gelegt wurde. Bey der vacantz des Stifts Würtzburg wEGraf Georg an. 1440. auf Kayser Friedrichs befiehl GeuerffAmtmann und Verwalter des Stifts. An. 1450. hat er ewStift zu Römhlld aufgerichtet, und zwischen seinen vettern,Heinrich anfKalten - Nordheim und denen von Fürsthinterlassenen söhnen zu Schmalkalden einen vertrag gestlM'darauf auch an. 14; i. die streiriqkeit, so wegen einigen recht»ansprachen m Beringen zwischen ihm und Sachsen entstanden-beygelegt worden. Aus den 7. söhnen , welche ihm IohaLgebohren, sind merckwürdig: Philippus, der an. 1457. Bn^