Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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würdig, und sich begnüge, daß ihn die Stände vor einenKönig erkennen, (m) Es widersetzten sich zwar seiner wählanfänglich Burchardus, Hertzog in Schwaben,und Arnulphus,Hertzog in Bayern, der aus Hungarn wieder in Bayern ein-gefallen war; allein als jener sähe, daß er gegen die grossemacht Henrici nichts ausrichten konnte, Unterwarf er sichdemselben gar bald ; (n) dieser verglich sich hierauf auch, je-doch dergestalt, daß ihm Henricus das circsSscrs, unddie gewalt , aste Bischöffe seines landes ein-und abzusetzen,verstattete, (o) Mittlerweile suchte der König in Franckretch ,Carolus Simplex, welcher den grösten theil von Lothringen in-ne hatte, bey gelegenheit dieser troublen Elsaß, so noch meistvon Teutschland dependirte, wegzunehmen, und zugleich Gi-selbertum, den Hertzog von Lothringen, welcher heimlich mitHenrico correspondirte, zum gehorsam zu bringen. Er er-hielte auch seinen zweck ; denn Henricus hatte eben damals dieUngarn und Slaven auf dem halse, und ward genöthiget, an.92;. mit Carola Simplics zu Bonn einen stillstand und freund-schaffts-tractat aufzurichten, (p) Nachdem er aber mit den Un-garn indessen gegen Versprechung eines jährlichen tributs ei-nen frieden auf 9. jähr geschlossen, (g) richtete er seine ge-dancken ausLothringen, bekam Giselbertum den Hertzog da-selbst durch list in seine gewalt, und nachdem er demselbenseine tochter, Gerderg zur ehe gegeben, brachte er durch ihngantz Lothringen unter seinen gehorsam , und wieder an dasTeutsche Reich, davon es seit Arnulphi tobe abgerissen gewe-sen. (r) Nach diesem war Henricus sehr bemühet, Teutschlandwider den anlaufder Ungarn und Wenden in rechte Verfassungzu setzen; zu welchem ende er in Sachsen viel städte erbauete,selbige mit mauren versähe, und um solche bewohnt zu ma-chen , den neunten bauer aus einem dorf in die nächste stadtversetzte , auch verordnete, daß alle lustbarkeiten, Hochzeiten ,gastereyen rc. nicht auf dem lande, sondern in den stadteu ge-schehen sollten. O) Insgemein wird auch vorgegeben, daß Hen-ricus die turniere, wo nicht zu erst erfunden, doch wieder er-neuert, und dadurch das volck in Waffen geübt gemacht ha-be. (e) Es ist aber gäntzlich falsch, (u) (Siehe den artickulTurniere.) Nachdem nun Henricus Teutschland in ziemli-chen defensions-stand gesetzt, griff er die Slaven an, die ander Havel wohnten, und nahm ihnen ihre beste vestung Bran-denburg weg , O) hernach gieng er auf die Dslemincios los,eroberte und schleifte ihre stadt Ianam, (x) streifte auch bisin die Lausitz, (7) nahm Prag in Böhmen ein, und machtesich den R.egulum oder Fürsten daselbst zinsbar. (2) Kurtz dar-auf rebellirten die Xeäsrii in der Uckermarck, zu welchen sichalle Slavische völcker schlugen, denen Henricus seine zwey Ge-nerals Bernhardum und Thietmarum entgegen schickte, dieeine solche blutige schlackst mit denselben hielten, daß über120000. Slaven getödtet, und 8000. gefangen wurden,(ss) Hierauf gieng er auf die Dänen los , und nahm ihnenalles in Frießland und Holstein weg, eroberte Schleßwig, undsetzte daselbst einen Marggrafen. (bb) Henricus begab sich nachdiesem in die Niederlande, weil die damaligen Malcontentenin Franckreich ihn wider den König Radulphum in einen kriegzu verwickeln suchten ; doch ließ er sich von Radulphv in dergüte wieder zurück weisen, (cc) Denn es war eben damals derneunjährige stillstand mit den Ungarn zu ende gelausten, dasich denn Henricus zu einem schweren kriege bereit machte,und als jene den ihnen bisher gereichetcn jährlichen tributvon ihm forderten , ihnen zum schimpf einen grossen räudi-gen schaaf-hund schickte. Als sie hierauf an. 9;;. mit z00000.mann in Teutschland einfielen, empfieng er sie dergestalt beyMerseburg, daß ihrer über 4000s. mann auf der Wahlstatt blie-ben, die übrigen aber theils gefangen, theils zerstreuet worden;wie er denss auch selbige schlackst in dem Kayserk. pallast zuMerseburg abmahlen ließ. (ää) Nachdem nun Henricus hier-auf einen Reichs-tag zu Erfurt gehalten , und auf demselbenseinen söhn Ottonem zu seinem Nachfolger in der Königlichenwürde ernennen lassen, auch von einer reise nach Italien undvindicirung des Kayserthums geredet, (es) starb er an. y;6.in dem kloster Memleben an der Unstrut, und wurde zuQuedlinburg in der Stifts-kirche, die er gestiftet hatte, be-graben. (M Von seiner gemahlin Mathilde hat er gezeuget:Ottonem hl. seinen Nachfolger; Henricum, nachmals Hertzogvon Bayern und Braunschweig; Brunonem, Ertz-Bischoff zuCöln ; Gerbergam, die an Giselbert von Lothringen, undHadwidam oder Hedwig, die an Hugo den grossen inFranckreich verheurathet worden. (gZ) Andere legen ihm nochmehr töchter bey, z. e. Mathildam , die QuedlinburgischeAebtißin; Richsam, rc. es ist aber solches alles mit keinemtüchtigen zeugen zu beweisen. Siehe Mathildis. (s)

lib. I. sriosl. p. 654. lib. I. p. 424. conk.

Dsnr. Luc. §. 2. lit. n. p. 19. kisnr. Luc.

c. i. §. 9. p. (b) lib. 1- p- zrg. conk. ge-nest. krsnc. plcn. sikert. tom. II. P. 208. ä. äilk c. i.

§. 6. p. (c) kMoge genssl. kill. p.zo?. äiik

äs XVittestinäo N. 6. lib. IX. p. 9. log. 6t in oper. p. 57s.(ä) snnsl. kscierb. p. 129. tom. I. kcript.

Lrunku. in stitroä. ä. äiss. c. 1. §. ). x. 4-

ä. tr. (. r. p. I, 2. (s) lib. I. p. 6;4. lib.I.

p. z 14. conk §. p. 2;. kegg. ( 5 ) p. ^29.

conk §. 6. p. 28. tsgH. c. l. §. 8- p- 6. 7.

(g) sp. LerLMt. wm. I. p.194. lsgg.

ä. I. sntiguit. krunko. p. 102. §. 7. 8- P-? 4 -

iegg. « p. ;i2. (k) p. ;25- p. 6;6.

lib. II. c. 7/ p. 107. äscsk. 8. 6sII. c. 5. (i)

§. 14. lit. i. p. 76. (st)

lib. I. p. 6;?. jjb. I. p. ;r6. p. 196. (I)

Lbron. sp. in sntig. Lrunku. p.

ibici. p. p. 174. (m)

,8c ää. II. (n) I. c. 8. kl^i-

LaxaÄck, c. 28. (0) L Oie»rar. ää. ll.

lib. II. 0.7. (p) 8r,z>/>le»r. L all an.92;. T'al'.

ap. capitnlar. tom. II. p. 299. O«

Icript. kranc. tom. II. Sc-rste/. instir. ). k. tom. II. p. 7;.

cl. tr. p. zol. conk. K/o«cie//. Zeneal. Lrsnc. plen. stiert,tom. II. p. 26;. (g) lib. I. p. 628. conk.

§. 19. P.1ec>. (r) krosioarst scl sn. 92;. 92;. 926.

so sn. 926. 929. tistst/ecz>,'-r^.1ib. I. p. 6^7. keg.sä sn. 929. conk. §. ig. («) k^rrttcl-r^lib.I. p. 6zy-

k/r/serZ. p. 200. (t) cllss. ste luä. eguestr. RÜPNkks

turnier-buch Lc. (u) /)L Qe/rrs, glosssr. voc. Tornesments.Lc^-,rs.ililk. cls uku <L prwst.üull. etvmol. §. 6. lit. st. leg.

/r»Z. 6. tr. §. 21. p. r;;. kcg. (vv) I. c.

8a«o«. Leibnit. sü sn. 926. (x) cl. I. conk.Lrll-«^-

proleZ. sst kcript. Lrnnku. n. 14. kegg. H. 2z. Ist. 2.

p. 167. (7) Ilk. I. p. Z26. (2) KZeLtt-r. Lerm.

sä sn. 9zo. (33) irreclrl-rä. lib. I. p. 6z 9. leg. Dl/Mar. I. a.

KZeöerr. sä sn. 9z 1. cbron. 8!sv. lib. I. c. 8- n- 4-

(bb) p. 641. sä sn. 9;z. klr/nrq/rl. ä. I-

lik, I. c. 47. (cc) sä sn. 9)l'

KtZi». ä. 3. sä sn. 928. kegg. (ää) j^stre-

ä. !. II. L. 7. p. 107.

sn. 9;z. conk. zeitkürtzende lust, k. II. rbem. zi.

Fr äilk. llenr. Luc. HunMr. prvxe lVksrtisb. viÄor. Lipk. 1686.4to. (ee) kub lin. lib. I. e. 2. §. 8-

p. 196. (lk) ä. 1. üb. I. p. z rg.

LeZi-ro«. k'roäo«rä. X/'orla». sä sn. 9z 6. conk. crit-

ln bsron. tom. III. sä sn. 9;6. n. 1. x. 8)2. ä. tr.

Z. lit. g. p. 2,9. leg. (§§> ä. I. äiplom. sp-

in not. sä ^stteckinä. p. 7^9. trium kont.

Llrr. sä sn. 9;?. sp. LerHr. p. 27;. conk. §. 9. ?-

42. kegg. L Z4- lit. 3. p. 246.

henricus II. wegen seiner gottseligkeit der heilige, desglei-chen ein vatter der Mönche, sonst aber der lahme, wie auch rweil er durch seiner schwester Gislä Heurath mit Stephans stkder Ungarn bekehrung gelegenheit gegeben, der Ungarn AP^ftel zugenannt, war ein Hertzog von Bayern, Henrici Lrsvis,Hertzvgs von Bayern, und Gisela, des Königs in Burgundtochter, söhn, (s) welcher Henrici, Hertzvgs von Bayer»söhn, und Henrici Lucupst enckel war. (b) Nach sei-nes vatters tobe an. 99;. wurde er Hertzog von Bayern,und als das Reich durch den tod Ottonis III. an. 1002. erledigtwurde, drang er unter den vielen Competenten, Hermen'»vonSchwaden,BrunoneHertzog zuSachfen an der Weser'Ezone Pfaltzgrafen bey Rhein, und Eckardo Marggrafen l»Meisten,alleme durch,und wurde den 7.jun.an.ioo2.zuMayNUseine gemahlin Kumgunda zu Paderdorn, und er, nachdem erfeine Competenten meist in der güte überwunden, zum ander»mal zu Aachen gecrönt. (ä) Mittlerweile hatte sich in Itaste»Ardoinus , Marggraf von Ivrea, zum König ausgeworffe» 'daher Henricus, so bald er in Teutschland ruhig war, an»1004. einen zug dahin vornahm, in kurtzem alles sich unter-warf, und sich zu Pavia zum König von Italien crönen stell ewiewol er an dem crönungs-tage in lebens-gefahr von dcwpöbel der stadt gerieth, den er aber doch wieder tapfer züchlEDaß er aber, wie ewige vorgeben, damals zu einem senstAsoll heraus gesprungen, und hiervon lahm worden sey».''Lnoch sehr zweifelhafft. (e) Er gieng aber aleich hierauf wiedtnach Teutschland, und zwang die Polen'und Böhmen Wssjährlichen tribut, dessen sie sich von neuem geweigert halle»'( k) An. 1007. machte er aus dem Loncilio zu Franckfurt,»>Mahn aus der Grafschaffk Bamberg, weil er keine erben he»

te, ein Bißthunl, mit dem bedinge, daß solches unter keine»Metropolitan, sondern unmittelbar unter dem Papst »eo^sollte. (8) Es ist auch wahrscheinlich, daß er verordnet,

die weltliche Ertz-beamten zugleich dieses neuen Stifts äsnbeamten seyn, und einige güther von solchem zu lehn lras. ksollten; wiewol andere dieses in neuere zeiten verschieben,(Siehe Bamberg.) An. 1014. trat er auf des Papsts Bew.^cti VIII. ersuchen eine reise an nach Rom, und wurde w» 'ner gemahlin Kumgunda daselbst von gedachtem Papstscrönt. Er bestätigte auch die an die Päpste von den vM»^Kaysern geschehene schenckungen , verordnete aber zugleich/7.,,^die Päpstliche wähl nicht anders als in gegenwart der A ^serlichen Gesandten geschehen sollte, (i) Nach diesem that ^ricus einen zug wider den Grafen Dietrich von Holland / » ^trieb ihn zu paaren, (st) An. 1018. bewegte er RodolftiMfaulen, König in Burgund, auf dessen verlassenschafft er 3 ^seiner mutter her ein nahes recht hatte , daß er ihn nocy ^seinen kebzeiten von den meisten Bnrgundischen ländern'städten besitz nehmen ließ. (stst) An. 1022. gieng er zum rten mal in Italien, schlug die Griechen und Saracenen,che fast bis nach Rom gekommen waren, und »ahM"0> ^vento , Napoli, Capua, Troja und Salerno, rc. er».Erstarb an. 1024. und wurdest» Bamberg begraben.^,^