Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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bekam, und dem Könige zu der fernern cynqnete deS gantzenReichs behülflich war; hat also Heimcus Jrrland am ersten anEngelland verknüpfet, und selbiges seinem jüngsten söhn Jo-hanni, mit dem zunahmen Lackland, unter dem titul ei-nes Lords von Irrland gegeben. Als sein ältester söhn Henri-cns bald hernach gestorben , bekam er mit seinem andern söhnRichards zu thun. Denn in dem frieden mit Franckreich wur-de König Ludwigs tochter Adela an Richardum verlobet. Indiese hatte sich der alte König selbst verliebet, und ungebührlichmit ihr zugehalten, auch deshalben die Vollziehung der HeurathWischen ihr und gedachtem seinem söhn verhindert. Diesesverdroß Richardum , daß er sich wider den vatter empörete;auch bedienete sich dieser Uneinigkeit der König Wilippus Augu-stus' in Franckreich, und nahm die stadt Mans ein. Nichtweniger stunde Richards sein bruder Johannes und die mut-ier bey, worüber sich Henricus dergestalt kränckete, daß erzu Chinon in Touraine an. ntzy. verstarb, da er denn in derAbtey-kirche zu Fontevraut begraben wurde. Mit seinem cor-per giengen die bedienten so übel um, daß er keinen fadenauf dem leide behielte , sondern etliche tage nackend lag , bisihm endlich ein knabe einen kurtzen mantel über das unterstetheil des leibes deckete. Er hatte 6 . söhne und töchter: diesöhne waren Wilhelm , Heinrich, Reichard, Gottfried, Phi-lipp und Johannes, unter weichen allein Reichard und Johan-nes den vatter überlebten, und nach einander regierten. Unterseinen töchtern wurde Eleonora an Alphonsum VIII. den Kö-nig von Castilien, Johanna aber zuerst an Wilhelmum, denKonig von Sicilien, und hernach an Raimondum V. denGrafen von Toulouse, vermählet. Navecke-E, still.

Ängl. scl an. 1154. kill. Wgl.

»a//. llor. still. 6«//. rer. llnßl. list. Ist e. r.

, lib. XIII. , still. ä'WZIet. tom. I.

x. ;68- segg. comF/eak o/ , tom. I. p.

izr,. stegg.

-Henricus III. insgemein Heinrich von Winchester ge-nannt , weil er daselbst gebohren. Sein vatter Johannes ohneland hatte sich bey den Unterthanen dergestalt verhaßt gemacht,daß dieselbige ihn nicht mehr vor ihren Herrn erkennen wollten,sondern an. >ri6. den Französischen Printzen Ludvvicum zumKönige machten. (siehe Johannes Lackland.) Allein daJohannes nur fünf mvnate hernach starb, hörte auf einmal dieerbitterung wider denselben, und die Neigung vor Ludvvicumauf, und die Engelländer crönten einhellig seinen söhn Henri-cum den 28. oct. an. 1216. acht tage nach des varters tode zumKönige, ob er gleich nur 9. bis 10. jähr alt war. Ludovicuswollte zwar sein recht mit gemalt behaupten, weil aber das gan-tze land von ihm absetzte, der Papst mit dem bann drohete,und seine trouppen an. 1217. unweit Listcoln durch den Gra-fendon Pembroke, Henrici Vormund und schwager, geschlagen,auch der succurs, welchen er zur see erhalten sollte, durch stürmzernichtet worden, hielte er vor das beste, seine prätension fah-ren zu lassen, und nachdem er mit Henrico und den Ständenfriede gemacht, begab er sich wiederum nach Franckreich zurück.Aber kaum war Henricus erwachsen, so zerfiel er gleichfallsmit seinen Unterthanen. Er hatte denselben nicht allein beyseiner ankunft zur Crone, sondern auch nachhero in einem Par-jemente versprochen, die alten privilegia, von Wilhelme Lon-auellore, so ihnen in der sogenannten klagn» Lstarm durchseinen vatter Johannem ohne land zugestanden, und hernachwieder genommen worden, wieder einzuführen, und aufs neuezu bestätigen; nachgehends aber wollte er nichts mehr davonwissen. Darzu kam, daß er dem Papste als Lehns-Herrn deneyd der treue geleistet, und geschehen ließ, daß dieser nicht al-lein viel fremde nach Engelland schickte, um der geistlichen Be-neficien daselbst zu gemessen , sondern auch andere schatzungenauflegte, dergestalt, daß, wie man sagt, jährlich z00000.Reichs-thaler nach Rom kamen. Der Konig selbst gab demPapste vor die schenckungen von Sicilien und Neapolis rzoooo.marck silbers, ob er gleich dadurch nichts, als den blossen ti-tul , empfieng; welches denn eine solche armuth, auch bey denGrossen in Engelland, verursachte, daß sie dein Papst schar-fe briefe schrieben, und mit dem Könige auf öffentlichen Con-cilien sich über ihn beschwerten. Allein weil der König die fachenicht mit ernst angriff, und noch über diß die gröste submißiongegen dem Papst bezeugte, auch mit den auflagen beständigfortfuhr, vermehrte sich auch bey den Unterthanen der Unwillendergestalt, daß, als er mit Franckreich in krieg zerfiel, sie ihmkein geld gaben, und dadurch verursachten, daß der König inFranckreich vollends alle Englische provintzen daselbst, bis aufeinige Plätze in Guyenne, wegnahm, doch erhielte er hernach inder güte von dem Könige Ludovico IX. einen frieden, darum ergegen reüuncirung auf die Normandie, Aniou, Maine undPoitou , das übrige noch erhielte, (siehe Ludovicus IX. Kö-nig in Franckreich.) Nach diesem frieden fuhr er mit den geld-pressuren fort, und ließ auch die müntze leichter machen, zu wel-cher zeit die sterlings am ersten sollen geschlagen , und von derstadt Sterlin benennet worden seyn. Er violirte auch denStanden ihre Privilegien, bis endlich diese an. i2;8. zu Oxfordmit gewafneter Hand zusammen kamen, und den König Wrin-gen , daß er die kla^am Lksrmm abermal beschwören, seinestief-bruder die Grafen von Marche, nebst andern vertriebenenHerren aus Franckreich, aus dem Reiche schassen, und einem be.

sondern Rath Don 24. Personen die regierung -es gantzen ReEund die aufsieht über alle vestungen überlassen muste. Als er Waber von dem Papste alsobald wieder von diesem eyd adsolvire»ließ, kam es zum öffentlichen krieg, und wurde der König >»dem Tvwer zu Lvnden belagert. Es übernahm zwar der KoMSin Franckreich an. 1264. das si-bimum dieses streits, und tha»mit genehmhaltung der Parteyen den ausspruch, daß dieLtmrta unverletzt bleiben, die übrigen erpreßten dedingungs"aber wegfallen sollten. Allein die unruhen fiengen dennoch wie-derum von neuem an , und die Stände zwungen den K0M8nicht allein abermal, daß er die zu Oxford aufgerichtete artickmbeschwören muste, sondern als er den eyd wieder brach, kam eswiederum zum krieg, und der König wurde an. 1264. in einerschlacht bey Nottingham nebst seinem bruder Richard» dem Rö-mischen Aönige, und stimm söhn Eduards von den Baronengefangen genommen, und zu Herford verwahret. Nachdemsich aber zwischen den Grafen von Leicester und Glocester, dwbisher die vornehmste rädelsführer unter dem unruhigen volckegewesen, einiges Mißverständnis ereignete, verließ der letztereihre partey, und schlug sich zu dem Könige. Weil auch derjunge Printz Eduardus aus der verhafft entwischte, zog er volctan sich, gieng aufdie rebelten los, und schlug sie an. 126;. beyEvesham, wobey der Graf von Leicester, ihr General, gekos-tet wurde. Durch diesen tod hatte zwar die Unruhe auf einmMein ende, Henricus aber berief hierauf ein Parlement nawWinchester, und nahm durch dessen beystand die archiven MLonden und an andern orten mehr hinweg ; denjenigen, welEauf der Baronen feite gewesen, nahm er ihre güther , und theil-te sie unter seine Generals und Obersten, die es mit ihm gehalten^Dieses erregte neue troublen, dabey sich der abgedachte tzMvon Glocester abermal gebrauchen ließ, der auch bereits Londenin seine gemalt bekam. Als aber der Printz Eduardus die vorunüberwindlich gehaltene vestung auf der msul Ely einbekanuund noch andere progressen machte, bestürtzte dieses den Grafendergestalt, daß er an. 1267. gutwillig frieden machte, welche»nach diesem auch beständig war. Sonst ist bey diesen unrnhe"noch zu mercken, daß die Parlemente durch die unterschiedliche Üstsammenkünfte der Unterthanen zu dieser zeit zum ersten mal in ei-ne rechte form und Übung gekommen. Henricus starb an. ir7^den 16. nov. zu St. Edmundbury in Suffolk, und wurde zuWestmünster begraben. Er zeugte mit seiner gemahlin EleoEra 6 . söhne, als Eduard, seinen Nachfolger; Edmund, M'.dem zunahmen Crouchback; Richard, welcher jung verstarb'Johannem; Wilhelmum und Heinrich. Darneben waren se>^ne;. töchter, Margaretha, Beatrix und Catharina. DieAsie wurde an Alexandrum III. König in Schottland, und dieandere an Johannem, Hertzog von Bretagne, vermahlet'Catharina aber starb noch gantz jung.in üor. Kill. kngl. aä ann. 1216. Atattb.pan/ 36 6. an.

, cle event. Lngl. üb. II. c. 16. IM-

XVI. p. Z72. Or- (He, bitt. ckänZIet. , kill. ckövs'

L. I. P- 482. nlgne ;6i. , mM'

I. x. 170. logg.

Henricus IV. von feinem geburts-orte von Bullingbr^?zuqenannt, war erst Graf zu Derby , und nach seines vatter,Johannis von Gaunt tobe Hertzog von Lancaster. Auf w"weife er Richardum II. unrechtmäßiger weise vom thron g»bracht, ist unter Richards II. zu lesen. Es ist wol nicht zu la»Snen , daß ihm die Crone nicht zugekommen , denn nach RiM«,,do II. waren die nachkommen aus dem Hause Clarence iw-Mortimer die nächsten, und nach demselben folgte das Hss«»Lancaster, und endlich das Haus Yorck. Weil nun die lEerbin des Hauses Mortimer, Anna, den Hertzog von Porckheurathct, bekam dieser nach der zeit ein näheres recht zur EUne, welches denn auch zu dem grossen streit zwischen demNorck und Lancaster, oder zwischen denen von der rothen »'meisten rose anlas gab. Allein Henricus drang durch, und w»de an. rzyy. zu Westmünstcr von Thomas Ärundel, dem W,Bischoffe von Canterbury, gecrönet. Sein vornehmstes 'U-dämmt war, daß Edmundus von Lancaster, aus dessen »,schlechter abstammte, Königs Henrici III. ältester söhn Efen, der aber wegen seines leibes ungestalt seinem jüngern ln>der Eduards I. nachgesetzt worden, wiewol solches die NieM.Engelländischen scridenten vcrwerffen. Der König Richard/ w»cher von Henrico I V. gefangen gehalten wurde, hatte beyd"-Engelland und Aguitanien noch immerfort eine partey / »e» ^heimliche bemühungen , ihn wieder aufden thron zu setzen^nichts anders dienten, als seinen tod zu beschleunigen.

Konig Carolus VI. aus Franckreich wollte sich zwar feinester-manns Richardi annehmen, als er aber erfuhr, daßM/.-bereits im gefängnisse umgekommen, muste er es dabey »wenden lassen. An. 14°°-. wurde eine sehr grosse confprrM'Uvon dem Hertzoge von Albemarle und den vornehmstenAdel wider Henricum IV. angesponnen , und ein geschrev a« Zgebracht, als wäre der gefangene König Richardus U- «je-dem gefängnisse entwischet. Man subornirte auch ei>Mster, Magdalen genannt, welcher sich vor König RichaUU.II. ausgeben muste, weil er seines alters und seiner staturJedoch wurden die trouppen der rebelten zerstreuet, »ns ^men viele mit blutigen köpfen nach Hause, es wurden aum „Schotten, die im trüben fischen wollten, geschlagen.die SchoMander gedemüthiget worden, fiengen sich AhF