Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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mit welcher er drey söhne gezeuget: Philippum, der ihm suc-cedirte, Hugonem und Roberlum , welcher letztere in der lü-gend starb. (§) Diese seine gemahlin begab sich anfänglich nachseinem tobe ins kloster, schritt aber zur andern ehe mit Radulfo,Grafen zu Crespi und Valois , nach dessen ableben sie wieder inihr vatterland gieng. (->) lib. vi. s. z./c«.

lib. III. c. 9. ( b ) z-r/f. äp.

D« tom. I V. ( s )

, tom. IX. -k'ar'r/i ( el ) vF/H

gp. La^o». in ssn. tom. XII. in aypenci. äst gn. 1049. Lpiss.6?,va/?r Lp. ssbernLich. sst Xic. kk. rom. IX. Loncil. rm. 10^9.(e) <7^a». §e»orre»/e. 0>'^e^rc-. lib. III. (k)

in vita Lonrssti 8sl. äst än. 10)4. ( g ) F>«x»r. I,r/I.sx. L« toin. IV. ^»-»».'ibistLin.

-Aenricus II- Francisci I. anderer söhn, den er mit Clau-dia von Franckreich, des Königs Ludovici XII. tochter, gezeu-get. E»ward den ; 1. mertz an. 1 ;iy. zu St. Germain geboy-ren / und führte anfänglich den titul eines Hertzogs von Or-kans , nach dem rode aber seines ältern bruders Francisci be-kam er an. izzs. den titul als Dauphin und Hertzog von Bre-tagne. An. 1526. ward er nach dem Madritischen frieden alsgeissel in Spanien geschickt / von dar er erst an. 1929. wiedernach Hause kam. Er war von jugend auf im kriege / und com-mandirte an. i;;?. seines vatters armee, anfänglich in denNiederlanden , und hernach in Piemont wider die Kayserlichenmit grossem succeß / indem er Susa, Veiltane / Rivoles, Mon-caglier / rc. wegnahm, auch verschiedene andere vertheile er-hielt. In Roußillon aber an. i;4r. war er bey der belagerungvon Perpignannicht so glücklich/ indem ernichtnurunverrich-teter fachen abziehen muste / sondern auch darüber in eine halb-jährige gefährliche kranckheit siel. An. 1544. commandirte erdie armee / welche den Kayserlichen in Dauphins entgegen ge-setzt war / und prvtestirte in eben selbigem jähre heimlich gegenden Crespischen frieden / weil derselbe zu seinesjüngern bruders,des Hertzogs von Orleans / Vortheil ausschlagen sollte, den erimmerzu mit neidischen äugen ansähe. An. 154?. kam er nachseines vatters absterben zur regierung / und nahm bald anfangsgrosse Veränderungen am Hofe vor, gestalt er dann den Con-netabel Montmorency wieder zurück rufte, und sich an die erin-nerungen nicht kehrte / die ihm sein sterbender vatter wegen bey-behaltung einiger von ihm hochgeachteten Minister gegeben.An. 1549. that er eine reife nach allen grentz - vestungen seinesKönigreichs / brachte hernach die rebellirende stadt Bourdeaupzum gehorsam, und lösete an. i;;o. von den Engelländern diestadt Boulogne in der Picardie wieder ein - nachdem er sie vor-her belagert / wobey zugleich der friede mit Engelland wieder be-stätiget wurde, welcher bisher ziemlich wanckend gewesen war,weil die Franzosen den Schotten beygestandrn / von ihnen auchdie Vermählung der jungen Königin Mariä mit dem Dauphin,Francisco, erhalten, und die braut bereits nach Franckreichgeführt hatten. In eben diesem jähre begab sich der HertzogOctavius Farnese von Parma unter seinen schütz, um sich so-wol wider den Papst Julium III. als den Kayser Carolum V.zu erhalten, worauf ihm der König hülffe schickte, dadurchdie Kayserlichen die belagerung von Parma aufzuheben genö-thigt wurden , und huben sich hiermit die feindseligkeiten nichtin Italien allein, sondern auch an den grentzen von Picardieund Champagne an. Da nun aber an. rzcr. die Parmejäni-sche fache auf einen zweyiährigen stillstand .verglichen war,machten einige Teutsche Fürsten, darunter Churfürst Moritzvon Sachsen der vornehmste war, ein geheimes bündnis mitHenrico, zu beschützung der Teutschen freyheit und entledi-gung des gefangenen Landgrafen von Hessen, welchem zu folgesich der König an. 1552. persönlich zu felde begab, und diedrey Bißthümmer Metz, Tüll und Verdun einnahm , sich aberdoch nicht traute, über den Rhein zu gehen, weil ihm dieStraßburger die thore nicht öfnen wollten, daher er auf derSchweißer zureden, zumal auch der Churfürst von Sachsenfriede mit dem Kayser machte, und die Kayftrltchen in Cham-pagne eingefallen waren, zurück gieng, und im Luxemburgi-schen einige,platze eroberte. Nachdem Carolus V. mit denTeutschen Fürsten friede gemacht, belagerte er zwar Metz mitivoooo. mann, muste aber wegen deS Hertzogs von Guisttapferergegenwehr, und weil zumal beyder strengen Winters-zeit viel kranckheiten bey der armee eingerissen, die belagerungnach vielem erlittenen vertust aufheben. Jedoch eroberte er inden Niederlanden Terouane und Hesdin, welche beyde geschleiftwurden. Hierauf wurde der krieg vollends bis an. 1996. mitunterschiedenem glück sowol in den Niederlanden als in Italienfortgeführt, wiewol nicht zu läugnen, daß die Kayserlichenam wenigsten dabey gewonnen. In bemeldtem jähre aberschlössen endlich die kriegende parteyen zu Vaucelles unweitCambray einen fünfjährigen stillstand, krafft dessen Henricusobbejägtc drey Bißthümmer und alles, was er sonst erobert,behielt. Nachdem Carolus V. abgedanckt, brach Henricusauf des Papsts Pauli IV. anstiften , den stillstand wieder, wor-auf der krieg in Italien und den Niederlanden von neuem an-gieng , und auch die Enqelländer sich feindselig gegen Franck-rerch erklärten, jedoch ward die gröste gewalt in den Nieder,landen gebraucht, da die Franzosen bey St. Quintin an. 1597.und asso stracks un ersten jähre hart geschlagen wurden, wie-wol sich die Spamer-diefes sieges nicht recht gebrauchten, son-

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dem mit der eroberung von St. Quintin, Ham, Chakeletund Noyon zufrieden waren, daher sich Henricus bald wiedererholte, und mit dem anfange des fünfzehenhundert und ach»und fünfzigsten jahrs Calais und Guines, hernach auch Thwchville einnahm, wiewol seine leuthe in eben selbigem jähre vevGravelingen «dermal geschlagen wurden. Endlich ward an.iü?-zu Chateau-Cambreffs ein friede geschloffen, darinn die Franzo-sen St. Quintin, Ham und Chatelet wieder bekamen, auch Ca-lais behielten, hingegen aber alles andere, was sie sonst erobernund darunter auch dem Hertzoge von Savoyen seine länder, wie-der gaben, und fast zu gleicher zeit ward ihnen auch von seltendes Teutschen Reichs der besitz der drey Lothringischen BlßthuM-mer von neuem bestätigt. Durch diesen frieden wurden auchdie managen zwischen Philipps II. und Elisabeth von FraiM-reich, wie auch zwischen dem Hertzoge von Savoyen, Eman»?Philibert, und Margarethe,, Hertzogin von Berry, des Ks»nigs Henrici II. einziger schwester, geschlossen. Allein derKonig wurde in einem turnier-spiele, welches bey den besagte»Vermählungen angestellet war, als er wider den Grafen vonMonlgomery rannte, mit einem splitter von der lantze am äugeverwundet, daß er eils tage hernach, nemlich den 29. jun. ami9 sterben muste. Einige sagen, dieser zufall sey ihm von demberühmten üikrolvßo, Luca Gaüricio, vorher verkündigt worden»als welcher ihm das prognotticon gestellt, daß er im zweykanEumkommen würde. Unter seiner regierung war man ziemlichhart wider die Protestanten verfahren, die damals sonderlich mFranckreich uberhand zu nehmen anfiengen, und waren nowkurtz vor seinem tobe einige Parlements-Herren deswegen in duBastille gesetzt worden, und soll der König, nach einiger bericht»da er nach empfangener wunde vor der Basiille vorbey getragenworden, gesagt haben, er sorge, daß er den unschuldigen leMthm zuviel gethan , wiewol andere melden, er habe von derzeit an, da er verwundet worden, die spräche verlohren. ^war ein wohlgewachsener, ansehnlicher Herr nnd in leidesÜbungen treflich geschickt. Er erzeigte sich gegen jederman leuth-selig und gütig, besaß auch hertzhafftigkeit genug, inmassen ermeistentheilö selber zu selbe gieng. Dabey aber war er rEvon grossem geist genug, und ob er sich gleich der regierung--geschäffte fleißig annahm, ließ er sich doch stets von andern regie-ren , gestatt denn unter ihm dieGuiflschefamilie, vor der lh»doch sein vatter gewarnel hatte, angefangen groß zu werde»-In den wissenschafften war er auch so weil nicht gekommen, EFranciscus I. doch liebte er die Gelehrten, und hat sonderlichdie Französische Poesie damals eine gestalt zu kriegen angefan-gen. Er ließ sich durch seine lieblinge zu allzu grossen ausgabenverleiten, gestatt er denn nach allen schweren auflagen, woEdie Unterthanen gedrückt worden, noch vierzig Millionen fthn^den hinterlassen. So gieng es auch an seinem Hofe nicht M»ordentlich und tugendhaffl zu, und ließ er das wild nnd wüst»Wesen gewaltig einreisten. Er hatte mit seiner gemahtin Carl)"-rina von Medicis zehen kinder gezeugt, davon ein Printz^ »mzwey Printzeßinnen jung verstorben, .von den übrigen sied»"aber sind Franciscus II. Carolus IX. Henricus III. nach eMander zur regierung gekommen, Franciscus von Alencvn u«verheurathet gestorben, Elisabeth an den König in Spanst»»Claudia an Carolum II. Hertzog von Lothringen, MargarEan Henricum IV. in Franckreich vermählt worden. AMSdiesen hat er mit einer Schottischen Dame Henricum, HsEvon Angonleme, Groß-Priorn von Franckreich, und M» e»ner andern Dianen, die erstlich an Horgtium Farnese vc»''mählt gewesen, hernach aber Hertzogin von MontmorerMund endlich Hertzogin von Angonleme, und Gräfin von M"thieu worden, gezeuget. Von seiner liebsten maitElDiana von Poitiers, aber, die ihn gantz und gar regierte,er keine kinder gehabt. .^2^. ?.

eöMc-. commentairsL. Hortleder , von Ursachen d»

Teutschen krieges. Ne/ckE,.

Aenricus III. König in Franckreich und Polen, war HErici II. dritter söhn , gebohren den 19. feptembr. an. E,hieß sonst Eduard Alexander, welchen nahmen ihm hernach»ne mutter in Heinrich, zum andrucken seines vatters , vAw"'delte. Er ward an. 1567. nach des Cvnnetabels von Dw"morency rode, auf Veranlassung seiner Mutter, die dadurchsto grössere gewalt zu behalten hoffte, ungeachtet seinerzum Generältßimo der armee gemacht, jedoch waren ihm tl»>^ältere Generale zugegeben, welche nach innhalt ihrer gehe>»V§ordren , feine allzu grosse Hitze zum östern im zäum hielten. ^befand sich in den schlachten von Jarnac und Moncontour,che seine völcker erhielten, und legte noch andere gute probe»ner zeitigen klugheit und tapferkeit ab. Allein durch alles dm»weil sich zumal der Printz damit der soldaten und aller CM" .scheu liebe zuwege gebracht, ward der König Carl IX. eiftrsstWauf ihn gemacht, so daß es den beyden brüdern um so vielward, sich einer kaltsinnigkeit gegen einander anzunehmen»'Ixes, um die Reformirten zu berücken, unter ihnen war adge»°worden. Indessen sahe doch die Königliche mutter wohl zu"daß es in die lange mit ihnen nicht gut thun werde, daher l»wogen ward, sich vor Henricum um die Polnische Crone r» ^mühen, nachdem sie schon vorher an seiner VermählungKönigin in Engelland vergeblich gearbeitet hatte, auch bem»A-gewesen seyn soll, ihm am Türckischen Hofe das Könlgceim ^gier zuwege zu bringen , wiewol der Printz keine sonderlich» ,§