Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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»c ju zichei, hatte, lind deswegen das angesdnge-

dolen heimlich zu hindern suchte, da hingegen derihm aus allen kräfften beförderte. Indessen ward

nia ?^agerung von Röchelte aufgetragen, die ihm aber we-stürn?-» pachte, inmaffen er öfters unvorsichtig und zur tustwürv-?.^ ^ dadurch er viel volck verlohr, und mit schändendie abziehen müssen , wofern nicht eben zu rechter zeit

den a)rM)t eingelauffen / daß er zum Könige erwehlet wor-Mackd-^ ^ ihm gelegenheit zum frieden mit den Refvrmirtenwar", nun gleich die Polnischen Gesandten angelangtdarum' YEe er doch noch nicht tust fortzureiten, sonderlichhatte er sich in die Printzeßin von Conde heftig verliebt

heauf-i« ?^uderaber, der König, welcher meynte, erge«daß ee heimlichen anschlug wider ihn um, trieb es so lange,Niacku-. >^Ech zu ende des sept. an. 157;. nach Polen auf-Hew",,' da er denn, als er auf der reise nach Deutschland zuFrid^j/tg übernachtete , von dem Pfaltzischen Churfürstenvlut-käu, verschiedene bittere vorwurffe wegen der Parisischenden dw. .tt einnehmen muste. Als er nach Polen kam, wur-Massen .erthanen seiner, und er ihrer, bald überdrußig, in-UlNaeü-«. 'W nicht anstund, daß man da gantz anders mit sichihni a„5??nen muste, als in Franckreich, zu geschweige», daßHer, Au« das zumuthen, sich mit des verstorbenen Königs schwe-stelltevermählen, sehr zuwider war, daher er sich kranckseinem käst niemanden sehen ließ, sondern die meiste zeit inlen aem",/,"et mit wenigen vertrauten zubrachte, welches die Po-sinA,.,Mg verdroß, so, daß ihn auch einige den Fürsten dernennten. Endlich da ihm auch die einsamkeit be-er silba lh gerben wollte, gerieth er in starcke geseüschafften, dieren i,„V"htellte, und mit denen er unter allerhand ballen, turnie-wine rn lustbarkeiten starck zu trincken anficng, auch garr>iW»tz "Me, als ob er gegen die Printzeßin Anna einige neigungdie ls dieses alles etliche monate gewahret hatte, kam

Kays-f,Mt von Carls IX. tode nach Polen , und weil sie derEeygMb Gesandte zuerst öffentlich ausbrachte, suchten die>1», die Henricum zu einer reise nach Litthauen zu bewegen,hbfvrdei-n'mals obhandenen friedens - tractaten mit Moscau zu«n, h M Allein der König stellte es mit seinen vertrauten alsod>e Qellp^^h tage darauf in der nacht heimlich fortgieng, undMdm Mischen grentzen erreichte, bevor ihm die nachse-M über 7»" d",kommen konnten. Er gieng also durch Oester-Ale y,., Venedig nach Hanse, und schrieb zwar unterwegs ei-"u die Polen, die ihm auch antworteten und umMes h"ederkunft ersuchten. Man sahe aber wohl, daßMäch Uu beobachtung des Wohlstandes geschahe. Darum,r a»de M ^ouig einen Gesandten nach Polen schickte, dieM eivxx gutem willen zu erhalten, schritten sie doch an. 157;.M abei-is . Wahl, darüber sich Henricus wenig betrübte,u wak°„u tttul eines Königs in Polen noch beständig führte.M Und lwar auf seiner rückreise an verschiedenen or-aytri^uverlich zu Venedig gar heilsame anfchläge wegen^ alle ab°. keiner künftigen regierung gegeben worden, wel-d- Hausse« ^ Königliche mutier und seine liedlinge bald überfehler den " bersten wußten, wie er denn noch unterwegsjMng,daß er sich durch den Hertzog von Savoyen be-Nael?? ^kgnerol, Saviliano und Val cis Perusa abzutre-M-ges^.mner ankunft in das Reich nahm er sich der regie-a?Mu>it,>. wenig an, ließ sich auch überreden, daß einItL w"»".Unterthanen nicht viel umgehen müsse, weswe-

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ssä ^ srcb'iä""' «nreriyanen nicht vmumgeyen mune, weswe-erw-Ä'g fehen ließ, und damit überall grosses mißver-<e^"Ueh djMW' Der krieg wider die Hugonötten, zu denenwo, °rd>mAogenannten i'oliftsi geschlagen, die allein eine bes-

bev^it sv n^.u N>er regierung suchten, ward fortgesetzt, wie-on "w gns-Atrehkem Vortheil vor des Königs Waffen, daß da-^rinen gewaltigen stoß litte. Indessen ließ er sichN,,. .tckt d.,.7>!?örnns cronen, und vermahlte sich auch zu glei-ben ^'Uvnt "N nach dem rath seiner Mutter mit Louisa vonIN ' wej, s.. An. 1776. kam es mit den Hugenotten zum frie-«rNee vor n t Prrntz von Conde aus Deutschland eine ziemlicheträ?" ihnen 'Erbracht, und des Königs bruder auch selbstMr>>s,^'g/Magenhatte, welcher bisher, wegen desmiß-ten gewesen,»uig in ihn setzte, am Hofe gleichsam in einemhje/rhr vvx^ war. Weil nun aber dieser friede den Hugonot-g , 5"' als sr-7?kfttg war , und sie darinnen mehr freyhett er-(^ ^'°ch i 1 o-^"is gehabt, nahm daher die Guisische parteyI.ssnm> ^gem jähre die bekannte Mus aufzurichten.MV und wett..Der König bemühete sich auch aus schwach-tre,,» ^ tort ae^Iufanglich gern sahe, daß den Hugonotten

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M ohne dem nicht alles versprochene g v DttKoE^

Wtt chnen abermat zu einem kriege, "Nv emgeM

wegen der unter den Häuptern der gegen p endlich uowunemigkeit zwar viel Vortheils hatten, doch friede tutt ch-

At. an. ^7-?.ungewiß/ auswasvvrmia^n .^^gedum

Anmachten, darmn nur gar wenig von dem , daß ergen ward. An. 157-. Mete der Kontg ;»m hatte, der

W PsingMsi gedohren , und zwey Croncne y ^ den vor-^rtter-.vrden des H. Geistes, um, wre 'E meng fkiMllehmsten Adri aus seine fette zu ziehen. An.

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der siebende Hugonotten-krieg an, worzn beyde parteyen durchdie heimlichen practiguen der Königlichen mutter und des Her-tzogs von Anjvu gerecht wurden. Jedoch kam esnoch im selbi-gen jähre wieder zürn frieden, welchen der Hertzog von Anjvuaus allen kläfften beförderte, weil er nichts anders gesucht, alsvölcker zu kriegen , die er nach den Niederlanden führen könnte.Diesen frieden genoß der König bis an.r;8;. welche zeit meisten-theils mit allerhand geheimen und zum theil vergeblichen an-schlügen zugebracht wurde. Es ward aber, wahrenden diesesfriedens Henricus durch seine eigene üble anffuhrung, da er sichder regiekungs-geschäffte gar nicht annahm, unglaublich vielgelb verthat, und seine schwäche überall blos gab , vollendsgantz verächtlich , so daß endlich die Guisische partey und dieSpanier, welche hinter denselben steckten, daher gelegenheitkriegten , ihre anfchläge ausbrechen zu lassen, zu welchem endesie an. iz8t. die waffen öffentlich ergriffen , und sich verschiede-ner Plätze bemächtigten, dardurch der König, der sich in keinergenügsamen bereitschafft fand , genöthiget ward einen vergleichmit ihnen zu treffen, in welchem sie nicht allein viel städte zu ih-rer sicherheit, sondern auch noch dieses erhielten , daß der Re-formirte gottesdienst völlig verboten ward. Hierüber gieng derachte krieg mit den Hugonotten an , in welchem die Königlichenzwar bey Coulras geschlagen wurden, hingegen aber über diehülfs-vöicker, so den Reformirten aus Deutschland zugezogenwaren , einen vollkommenen sieg erhielten. Der König giengdamals selbst wieder zn selbe, wartete aber nur einem felbzugeab, davon das volck nicht einmal ihm, sondern den Guisen, dieehre beylegte. Währenden kriegs brachen endlich die anschlügeder Guisen gegen ihn aus, die man ihm zwar lange vorher ge-sagt , von ihm aber nicht gebührend waren verhindert worden,indem er zwar öfters dröhere, aber niemals etwas ins werckrichtete, hingegen durch sein müßiges leben und Verschwendungden haß der Unterthanen gegen sich nur mehrte, so daß bereitsgeraume zeit her öffentlich auch so gar in predigten übel von ihmwar geredet worden. Absonderlich waren die einwohner zu Pa-ris , welche sich auch zur Mus geschlagen, sehr schwürrg, moch-ten auch gefährliche anschlage gegen des Königs person im sinnhaben, deswegen der König den entschluß endlich an. i?88.machte, sich der vornehmsten rädelsführer zu bemächtigen.Darüber kam es nun zur öffentlichen ausruhe, indem sich diebürger überall in den gaffen mit ketten, faffern und balcken ver-schantzten, welches man die Lsrncsäes nennete, so, daß desKönigs svldaten nirgends hin konnten, daher eö der Königselbst durch den Hertzog von Guise, der damals eben von den Li-giften in die stadt berussen war, erlangen muste, daß seine völ-cker aus dem gebränge gelassen wurden, dadurch aber den auf-rührern der muth nur desto mehr wuchs, und der Hertzog ponGuise veranlaßt wurde, desto härtere vorschlage zu thun. Alleindieses und absonderlich seiner Mutter zureden bewog den König,Paris zu verlassen, und sich nach Cbartres zu begeben, da erdenn erst genöthiget ward, seinen lieblmg den Hertzog von Esper-non von Hofe zu schaffen, hernach auch einen vergleich mitden Häuptern der Mus eingehen muste, der durchgehend sti-mm ansehen und Vortheil sehr nachtheilig war, wie er denn un-ter andern ausdrücklich versprach, daß nach seinem tode kein Hu-gonott zur Crone kommen sollte. Nachdem dieses geschehen war,schaffte er aus Verdruß, der ihn gantz unleidlich machte, fast al.1e seine Räthe von sich , die ihm verdächtig waren, als ob sie eszu seinem Nachtheil mit seiner mutter hielten; er schmeichelte denHäuptern der Mus, so viel möglich, machte grosse «»stalten zumkriege gegen die Hugonotten, und berufte die Stände des Reichsnach Avis zusammen. Die Abgeordneten der Stände warenmeistens von den Guisen gewonnen, und legten dem Königesehr harte forderungen vor , darüber es viel strcitens gab.Zu gleicher zeit bemächtigte sich der Hertzog von Savoyen unver»warntcr fache, der Marggrafschafft Salüzes, die bis dahin un-ter Französischer Herrschafft gestanden war, welches die Wider-wärtigkeit des Königs gewaltig vermehrte. Endlich ward erdurch den wachsenden übermuth der Guisen, unter deren parteyman nnnmehro fast öffentlich sagte, daß er des throns entsetztwerden müsse, so unwillig gemacht, daß er den Hertzog vonGuise und seinen bruder den Cardinal ermorden ließ, worüber eranfänglich so froh war, daß er sich verlauten ließ: nun sey er erstKönig worden. Allein weil er sonst gar schlechte anstalten zuseiner Verwahrung machte, geschahe es, daß nach dieser that dievornehmsten städte im aantzen Reiche sich wider ihn empörten,die Pariser auch , und so gar die Sorbonne durch einen öffent-lichen schluß ihn allerdings des regiments unwürdig und verlu-stig erklärten, die Stände wegen der überhand nehmenden Un-ruhen aus einander giengen, und er fast niemand um sich sahe,dem er sich recht vertrauen konnte. In dtestr noch wendete ersich zum Könige von Navarra, gegen welchen der krieg bishernoch immer, jedoch gar schläferig war fortgesetzt worden, mach-te mit demselben an. 17 89. ein bundms, »vrlches zwar um der Ca-tholischen willen nur ein stillstand genennet ward, jedoch zog erihn mit seinen völckern an sich, nachdem er ihm Saumur m dieHände gegeben, worauf sie Paris zu belagern beschlossen. Vor-her aber ward der König zu Tours von dem Hcrtzoge vonMayenne angegriffen, und wurde grosse noth gehabt haben, sichzu erhalten, wenn ihn nicht d»e Protestanten entsetzt hätten. Ausder Schweiß erlangte er erne ansehnliche verstärckung, undhatte alle anstatt zu starcken Werbungen in Deutschland ge-macht, daß er also seine rebelten mit gemalt zum gehorsam zu

bringen