Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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tochter, ließ er sich an. 1599. unter dem verwände ihrer Un-fruchtbarkeit scheiden. ( Siehe Margaretha , Konigin inFranckreich.) Mit der andern, Maria von Medicis, Franci-sci, Groß - Hertzogs von Florentz tochter, welche ihm zu Lyonden 27. dec. an. 1600. vermählt wurde, zeugte er z. söhne und

töchter. Der erste söhn war Ludovicus XIII. welcher ihm- folgte; der andere starb gantz jung an. 1611.; der dritte aberwar Gaston Jean Baptista von Franckreich , Hertzog von Or-leans, welcher an. 1608. gebohren, und zu Blois den 2. febr.an. 1660. verstorben. Die Printzeßinnen waren Elisabeth, Chri-stina und Henrietta Maria : Die erste wurde an. 161;. an Phi«tippum IV. König von Spanien, die andere an den Hertzog Vi-ctorcm Amadeum von Savoyen, und die dritte an Carolum I.König von Engelland / vermählet. Über diß hatte er noch von4. maitreffen n. natürliche kinder vor die seinen erkannt. Vonder Gabrielle von Estrees, Marquisin von Monceau, hatte erCäsarem, Hertzog von Vendome, welcher zu Paris den 22. oct.an. 1660. verstorben; Alexandrum, Groß-Prior von Franck-reich, so an. 1629. verstorben; Catharinam Henriettam, soan den Hertzog Carolum II. von Elbeufvermählt wurde, aberan. n66z. verstarb; und noch ;. andere, Ludovicum, Franci-scum und Jsabellam, welche jung verstorben. Von der andernmaitresse, Henriette Balsac von Entragues, Marquisin vonVerneuil, hatte er einen söhn, Henricum von Bourbon, Hertzogvon Verneuil, und Gabrielen: Angeiicam, Bernhardt von Va-lette und Foix, Hertzogs von Espernon gemahlin, welche an.1627. zu Metz im kindbethe starb. Von der Jacquelina vonBeuil, Gräfin von Moret, hatte er Antonium? welcher den r.sept. an. 16; 2. zu Castelnaudary umkam; von der Charlottavon Essars aber hatte er Johannam, Aebtißin von Fontevrault,und Mariam Henriettam, Aebtißin von Chelles. Es war die-ser Henricus in der that ein grosser Herr, der mit grossem ver-stände und sonderbarer tapferkeit begabt war, in der gütigkeitaber seines gleichen nicht hatte, inmassen er auch so gar seine ärg-sten feinde lieber mit wohlthun zu gewinnen, als mit gewalt zuunterdrücken suchte. Seinem Reich hatte er sehr aufgeholffen,Wiewol doch in dem Finanzen - wesen, in welchem zu seiner zeitsonderlich die sogenannte Lavierte aufgekommen, nicht alle Un-ordnung und Ungerechtigkeit vermitten worden. Man kan ihmauch keineswegs beymessen , daß er sich der regierungs - geschäff-te nicht angenommen, und würde vielleicht alles mit noch grös-serm fleiß geschehen seyn, wenn er nicht dem spielen und demfrauenzimmer so gar ergeben gewesen, welcher letztere äfftet ihnsonderlich mehr als einmal in gefährliche fall-stricke gebracht, anbeobacht»ng seines besten gehindert, zum öffentlichen ärgernisgemacht, und öfters zu unzeitiger Vertraulichkeit, auch wolunanständiger demüthigung gegen seine maitressen, genörhi-get. , lik. XLVI. XLVII. A LXII. ,/a. , ilivsut.

IM. (lall. L« , klssoir. äe Henri IV. ,

kiiloir. äs Henri IV. , rnemoires. Lettner

äe ä« fer»-»». , tarn. II. IIv. I. äs

, rnemoires äs Henri le llranä, Lc. Lg-'/e.

Röntge von Jerusalem und Cypern:

Henricus von Champagne, der jüngere genannt, warHenrici I. des reichen zugenannt, Grafen von Champagnesöhn, mit Maria, einer Französischen Printzeßin, gezeuget.Nach dem tobe seiner ersten gemahlin Hermensette, HenriciMarggrafen von Namur tochter, überließ er die GrafschafftChampagne seinem jüngern bruder Thibaldo V. und gieng in dasgelobte land, woselbst er sich mit Jsabella, der erbin des König-reichs von Jerusalem, vermählte, und dadurch König zu Jeru-salem wurde. Guido von Lusignan, welcher bereits dem letztemgemahl dieser Jolanta, Conrado von Montferrat, wegen die-sem Königreiche streit erregt, machte zwar anjetzo wiederum an-spruch. Der König in Engelland aber, Richardus, welcher ebendamals im gelobten lande war, gab Gutdoni das KönigreichCypern, und verschaffte dadurch, daß Henricus in ruhigem be-sitz des Königreichs Jerusalem blieb; wiewol dieser nicht einmalden titul davon führen wollte, weil Jerusalem in der TürckenHänden war, sondern sich nur einen König von Acre schrieb, alswoselbst er damals residirte. Als die vierte creutzfahrt an.1195. nach dem gelobten lande vorgenommen wurde, griffen dieTürcken die im letztem frieden den Christen überlassene städte an.Als nun Henricus an. 1197. Jaffam entsetzen wollte, und obenvon seinem pallast den feind beobachtete, stürme er aus einemfenster, woran er starb, und hinterließ 2. töchter , Alix, soan Hugonem von Lusignan, König von Cypern, vermählt war,und Philippam, weiche an. 1214. Erardum von Brienne heura-thete. Viele halten davor, daß Henrici Vermählung mit derJsabella unzuläßig gewesen, weil Jnfredus von Thoron, ihrerster mann, welchem sie der obgemeldte Conradns von Mont-serrat entführet, annoch im leben war. Es ist hierüber einegrosse frage in Franckreich an. 1216. entstanden, davon die ar-tickul Thibaldus I. König von Navarra , und Alix nachzuse-hen. kä ckron. 8i§eberti- äer äe

M. m. /^/i>/ä«r, kill. stegni Hierokolymitani.

kill. äe krancewm. II. voi. XII. L KXXXIV.

Henricus von Lusignan, der erste dieses nahmens, Königvon Cypern, succedirte seinem vatter Hugoni I. und starb an.12;;. Er hatte 2. gemahlinnen, Stephanam, des Königs Ai-tonls von Armenten schwester; und zur andern gemahlin diePlacenttam, Boemundi IV. Fürsten von Antiochien tochter,

Hugonis N. mutier. Henricus II. Hugonis III. söhn, succedrrttseinem bruder Johanni um das jähr 128;. und wurde zum Kv-nige von Jerusalem gecrönet. Er starb aber an. izi 6. ohne er-ben. t-ssta Der xe»-Le/o/M,, kill. Ke^ni Ilierofolz'lnV-

Rönige von Navarra:

Henricus I. der fette zugenannt , König von Navarra, warThwaldi VI. Grafen von Champagne söhn, welchen man kou-Kumum , wie auch den grossen und gesangmacher zu newnen pssegte, den er mit seiner dritten gemahlin Margaretyavon Bourbon gezeuget. Er folgte seinem bruder Theobaldo ff.und starb zu Pampelone den 21. jul. an. 1274. da er in seinem ei-genen fette erstickte. Von seiner gemahlin Bianca von Artow,Koberti tochter, hatte er einen einzigen söhn, welchen seine am-me zum fenster hinab fallen ließ, und eine tochter, nahmen-Johannam , so Philippi Loni gemahlin wurde.

, in ckron.

Henricus von Albret, der II- dieses nahmens , Königvon Navarra und Fürst von Bearn, Graf von Foix. Semvatter war Johannes von Albret, König von Navarra, diemutter Catharina von Foix. Er war gebohren zu SangrEan.i zoz. succedirte seinem vatter an. 1516. in einem kleinen themseines Königreichs, disseil des Pyrenäischen gebürges, nemluVin Bearn, Albret und Foix, inmassen Ferdinandus, KönigvonAragonien, sich des übrigen mit gewalt angemaßt hatte.Ferdinandt Larkoliei tode brachte er an. i;2i. mit Französisch?^hülffe fast gantz Navarra unter sich, verlohr es aber in wenwMonaten von neuem, und konnte nachmals nicht wieder in Na-varra kommen. An. 152;. ward er im treffen vor Pavia gefEgen, entkam aber durch hülffe der seinen mit strick - leitern ausdem gefängnis. Er vermählte sich mit Margaretha von Ot-leans, des Königs Francisci I. einziger schwester, zeugte mit sel-biger einen Printzen, nahmens Johannes , welcher jung ver-starb , und Johannam, die Königin von Navarra, Antonii vo"Bourbon gemahlin , und Henrici des grossen mutter. ^starb zu Hagetmau in Bearn im april an. 1;;;.

Könige von Portugal!:

Henricus , Graf, und erster souverainer Herr von Port^galt. Vor ihm war Portugal! ein stück von Spanien, "st.stund theils unter den Königen von Leon, theils unter den AW,ren. Der König Alphonsus VI. von Leon hat am ersten das filmvon Portugall, so in seiner gewalt war, anfänglich einemfen, mit nahmen Sisnandus, als ein Gouvernement, (2) vck-nach diesem unserm Henrico übergeben. Auf was art dieses Mtere geschehen, darüber sind die Spanische und Portugiesuwscribenten gar nicht einig; gleichwie auch sonst überhaupt alles-was diesen Henricum betriff, vielem disputiren unterworjftst "stDenn erstlich war vor diesem unbekannt, (K) was vor eine»Herkommens derselbe gewesen. Nachdem aber Theodorusdefroy (e) aus zweyen eo^vis (ä) gewiesen, daß er ein gebohr«^Hertzog von Burgund, Henrici Hertzogs von Burgund WN'Aoberti II. auch Hertzogs von Burgund, enckel, Röbcrti knigs in Franckreich, der Hugonis Lsperi söhn war, urenckel s-.Wesen , so ist heut zu tage niemand mehr, der daran zweifelt.

Nebst diesem aber ist es auch dunckel, wie er nach Spanien Mkommen; doch kommt mir am wahrscheinlichsten vor, daß Ist,ches geschehen, als seines vatters schwester Constantia an "stKonig Alphonsum VI. von Leon und Castilien sich verheiirE»'

(k) Und dieser Heurath hat Henricus auch sein gantzes glucksverdancken; dann der Konig Alphonsus VI. gab ihm hernachne tochter Theresiam zur ehe, und machte ihn zum Graftn/ÄPortugall. Hierbey aber ist ein neuer und gedoppelter stst.stDie Spanier sagen, diese Theresia sey nur eine natürliche toch,.gewesen, und die Portugiesen behaupten, ihre mutter LeEhatte mit Alphonss VI. in rechtmäßiger ehe gelebt, und bfst.theile beruffen sich aufeorevos. Allein, wann man die Päpstststffbulle zur Hand nimmt, die bey dem Sousa (g I stehet, soman gar deutlich, daß der Theresiä mutter Xemena zwar ^phonsi VI. rechte gemahlin gewesen , aber wegen naher anv^wandtschafft durch den Papst von ihm abgeschieden worden- ^wichtigste streit aber betriff die frage, ob Alphonsus VI-oa§Henrico , als seinem tochtermann, Portugall gegeben, so.'.,mit angehängtem nexu Ceuäoli gethan , oder ihm die 00».^souverainität in dem lande gelassen. Vor jenes bemühendie Spanier, und dieses suchen die Portugiesen zu behaup'^Beydes aber ist abermal falsch, und vielmehr gewiß, daß -kst'Mcus bey leb - zeiten seines schwieger - vatters Alphonsi VI. st- 'blosser Gouverneur gewesen. Denn diß zeiget sein titul Lon §

und Lonlul an, den vor ihm der obgemeldte Sisnandus

doch unstreitig nur ein blosser Gouverneur war, gleichfalls S-w xret. (K) Und aus einem äiplamsre (i) erhellet gar klar, daß ststg-Henrm regierung in Portugall in csulis civilikus an

sum VI. von Leon appellirt worden; welches sich gewiß "mit dem pratendirten v-rfiülÄxio noch mit der vorgegebenen Mz.verainität Henrici reimet. Aber hernachmals,weil Alphonw.keinen männlichen erben hatte, so fiengen feine beyde Wistuli-söhne, dieser Henricus, Gouverneur in Portugall, und .x,dus, Gouverneur in Gallicien, an, unter sich wegen der 0stehenden succeßion einenpartage - tractat zu machen; ,

endlich als Raymundus von Gallicien vor der zeit gefio'setzte der König Alphonsus VI. seinen enckel, dieses Rav> '^4söhn , zum erben von Gallicien, und seinen schwiege^ ^j,