hicmit über solche that ein grosses mißfallen empfand,) ra-send gemacht wurden, so daß sie sich selbst von der spitze einesthurms herabstürtzten. , bibl. vsor. lib. III.
OvrA. metsm. lib. II. *
Hersan, siehe Hrzan.
Hersent, (Carl) ein Französischer Geistlicher, mnste wegeneiner gewissen schrift, die er unter dem nahmen OpmwsOsllus äs Lsvenäo lcstism»te heraus gegeben, und darinnenzu beweisen gesucht, daß die Französische kirche in gefahr sey,sich von der Römischen zu trennen, aus Franckreich nachRom entweichen, nachdem gedachte seine schrift durch einenParlements-schluß an. 1640. verbrannt, und er selbst durchden Ertz - Bischofs von Parts und die Bisthöffe von seinerDiWLetz, wegen derselben verdammt worden. Man nahmihn anfangs daselbst sehr wohl auf, weil er sich aber an.i6;c-. in einer predigt des ^snlenistni verdächtig machte, warder genöthigt, sich zu dem damaligen Französischen Ambas-sadörn zu Rom in schütz zu begeben, konnte aber gleichwolnicht die freyheit erlangen, sich vor dem Papst zu verantwor-ten / sondern ward öffentlich vor das Tribunal der Inquisitiongefordert, welches ihn endlich bewog, daß er die gemelkte pre-digt nebst einer schutz-schrift für sich in druck gehen ließ , dar-auf er dann in Franckreich zurück gekehrt, und an. 1660. indiesem Reich gestorben.
Hersfeld, auch Hirschfeld, ein Fürstenthum in Nieder-Hessen zwischen Thüringen, dem Stift Fulda und der Graf-schafft Ziegenhain, gelegen. Vor dem Westphälifchen friedenwar es eine gefürstete Abtey Benedictiner-ordens, welche ihrestiftung an. 7; 7. dem Könige Pipino zu verdancken; vonselbiger zeit an ist sie beständig mit einem gefürsteten Abtversehen gewesen, bis an. 1606. LandgrafOtto zu einem öä-ministrator ebwehlt worden , dem Landgraf Wilhelm V. ge-folget. Obwol an. 1628. der Kayser Ferdinandns III. dasStift für seinen andern söhn Leopold Wilhelm durch den Chur-fürsten von Mayntz , Georg Friedrichen , mit gewafneter Handeinnehmen ließ, da denn der Abt Johann Bernhard zu Fuldaselbiges als Vicsrius verwalten muste , so hat doch LandgrafWilhelm solches zu ende des iszi.jahrs wieder erobert, bises im Westphälifchen frieden dem Hause Cassel als ein welt-lich Fürstenthum eingeräumt worden. Worauf es die Land-grafen in ihren titul gefetzt, und an. 1654. deshalben sitzund stimme auf dem Reichs-tage im Fursten-Nath genom-men. Sonst bestehet dieses Stift in den Aemtern, Niedern-Aule, Landeck, Geiß und Creutzberg, den GerichtenderDechaney, den Gerichten oder Probsteyen Johannesberg ander Haun, Petersberg, Blanckenheim und Gelungen in Thü-ringen , rc. darneben hat es einen ansehnlichen lehnö-hofvonFürsten, Grafen und Herren. Wie denn unterschiedliche ör,ter der Grafschaffc Gleichen in Thüringen von diesem Stif-te zu lehne gehen, auch das Sachsen-Gothaifche schloß undAmt-Haus Wachsenburg von einem Abte erbauet, und denHertzogen von Sachsen zu lehen gegeben worden, winckel-manns beschreibung Hess. xs§. 262. von den
Teutschen berg-schlössern, vocs Wachsend.
-Hersfeld, die Haupt-stadt in dem Heßifchen Fürstenthumgleiches nahmens , liegt 4. Meilen von der vestung Ziegen-hain an der Fulda, und der Geyfe, welche letztere durch diestadt fliestet. Den nahmen soll sie von ihrem erbauer Herol-fo haben , wie sie denn in unterschiedenen alten UrkundenHerolfs-feld und Hirzfeld genennet wird. In der stadtliegt die Stiftliche residentz, welches weitläuftige gebäude inL. theile, das Hintere und vordere Stift getheilet wird. Zwi-schen den beyden Stifts-gebäuden stehet die sehr grosse, hoheund ins creutz gebaute Stifts-kirche , welche an. 7)7. vondem König Pipino erbauet, und von dem Kayser Carolo öl.verbessert worden , wie denn die oben über der kirche gestan-dene küpferne und übergöldete Hand beym herunternehmensolches mit ihrer schrift bezeuget hat. An. ro;?. ist es fastgantz eingeäschert, und von den Aebten Meginhero und Ru-thardo, Freyherrn von Neuern, wieder erbauet worden. Inder kirche soll Kaysers Caroli öl. krTcspwr Alcuinus undder heilige Märtyrer Justinus nebst vielen andern begrabenliegen. Allein es ist fowol das letztere noch nie ausgemachtund erwiesen worden, als das erstere gantz offenbar falsch ;Massen Alcuinus laut dem zeugnis verschiedener scribentenseiner zeit zu Tours in Franckreich am Pfingst-tage an. 804.verstorben, und allda in der St. Martins-kirche begraben wor-den, welche man hernach gar zu ungeschickt mit der St. Martins-kirche zu Hirschfeld vermischet hat. An. 1,7°. HatLandgraf Her-mann die stadt in seinen schirm genommen, dessen krafftige wur.ckung sie in den öftern streitigkeiten mit ihrem Abte, und sonder-lich an. 1421. erfahren. Was fonsten den ort anbelangt, so hatderselbe 4. gedoppelte thore, das Claus-Frauen-Johannis - undPeters-thor, welche ;. letztere von den nahe um dieselbigeherum auf lustigen bergen gelegenen klöstern, dem Frauen-Pe-ters-und Johannis-kloster den nahmen bekommen, wohin hie-bevor viel wallfahrten geschehen. Es ist aber das erstere vonundencklichen jähren her gantz zerstört, und nur noch einigemerckmale von alten gemäuren zu sehen , die übrigen zweyaber werden noch jetzo von den Voigten bewohnet. Vor demPeters-thore ist ehedessen eine Vorstadt gestanden, welche bei-den, langwierigen kriegs-wesen gantz niedergerissen worden ,
wiewol jetzo einige Häuser daselbst wieder angelegt worden»Sie ist mit wasser-gräben, hohen auswürfen und stadt - rnau-ren für einen anlauf versehen, und hat eine schöne von lauterquaderstücken mit einem hohen thurm auferdaute Pfarr - ku»che, dem Bischofs St. Martin», St. Veit und St. AnloEzu ehren erbauet. Das Rath-haus und der grosse mEsind ebenfalls wohl zu sehen. Ferner ist bey dem Johannsthor ein reiches Hospital, welches an. 1241. von dem AILudwig gestiftet , aber im jähr 1,44. von dem Abt -ss-hanne der stadt verkauft worden , woraus noch jetzo vEbedürftigen hülste gereichet wird. An. 1569. hat der MMichael ein berühmtes (Hmnsiium allda angelegt, worzu rrdas bey dem Peters-thore gelegene alte kloster samt der kiEgewiedmet, und selbiges mit 1400. Rthl. befchenckt, auchKayser Maximiliano II. eine confirmation heraus gebraust-Endlich Hat Landgraf Carl an. 1687. em gantz neues fchul-Kbäude aufführen lassen. v,-- ölemno W»
coDVU8 Ssiuä ölstzill. in Lctis 88. Leneä. ver.
FrM. winckelmanns befthr. Hessen, x>. 2^8- öt 40V'in smiq. I'ulcl. üb. II. c. 12.
Hersilia, Romuli gemahlin. Er hatte sich selbige, wensie eine der considerablesten von der Sabiner geraubtem stauen^zimmer war, zur ehe ersehen. Nach feinem tobe w,Esie ttorm genennet, weil sie das junge volck zur lügend nnozu tapfern thaten anmahnte. IN. (Siehe
und HOHL.)
Herspruck, oder Hersbruck, eine kleine stadt in NEcken, ^n, fluß Pegnitz, nicht weit von den grentzen.Ober - Pfaltz gelegen, und der Republick Nürnberg gehört
Herstall, eine Barome in Brabant, welche die Printzenvon Oramen von langen zeiten her, als ein lehn von denBrabantifchen Hertzogen, besessen haben. Nach dem toHWilhelmi III. Königs in Groß-Britannien, ward der besitzselben zwischen deni Könige in Preussen und den vormündAdes jungen Printzen von Nassau streitig. Hiervon wEPipinus, Caroli Martelli vatter, Ilei-iltel zubenennet,weder weil er , nach einiger vorgeben, daselbst gebohren ^oder aber, weil er sich an diesen, orte so sehr zu erlufW?pflegte, daß er auch einen prächtigen pallast daselbst auffEren ließ, welcher hernach von den Normännern zerstöret »Mden. vrvL«,, lib. I. rer. örgMmt. c. 2. rs ciifllolv-
f An.i7l4. ward diese Baronie von dem Lehn-hofe zu LüttzK'den, Könige von Preussen zugesprochen, und kam endlichi7;2.vermöge des mit dem Haufe Oranien errichtete» vcrgleEvöllig unter die botmäßigkcit desselben, der nachher d,Mseinen Drost oder Amts-Hauptmann davon, als einembantischen und Lüttichischen lehen , besitz genommen.
1740. im sept. entstünde eine weitaussehende streitigkeit wegAdieser Baronie zwischen gedachtem Könige und dem BssMzu Lüttich, worauf Königl. trouppen wurcklich in das LEchische einrücketen. Doch wurde diese fache in kurtzem vv'lieh beygelegt, da der Bischoff die Baronie um 120000. thf"^an sich erkaufte, benetzen zoooo. thalern, die er wegen E.alten forderung dem Könige bezahlte. Neue Fama, 6;.
Lettr-ei 06t. 1740. .
Herstall , lat. Ileristsllum, eine stadt in Westphalen an dWeser, ist in der Historie bekannt, weil Carolus öl. einter-quartier daselbst gehalten, und den Abgesandten AlphUxKönigs von Gallicien und Asturien, audientz gegeben,sitz des Bischoffs von Paderborn ist anfangs eine zenA,hier gewesen , bis er an. 799. wieder nach Paderbornlegt worden. Vor zeiten gehörte dieser ort den HerrenFalckenberg, an. 1603. aber ist er durch kauf an das Bißch"',.Paderborn gekommen, /r^-»o,lib.ll.
not. sä Irmsnlul.
Hertenstem, eine alte adeliche familie in der Schweifren stamm-schloß Hertenstem in dem Canton Bern «ssiesSchon an. 1184. war eine, nahmens Martha, von diesem ^schlechte Vorsteherin des Lazariter - Frauen--klösterleins mZürich-gebieth. Petrus, der an. 1200. gelebt, hat siA ^See und Hertenstem geschrieben, und Hartmann aufB«-^nas nach sich gelassen. Conrad war zu den zeiten KaiM" H,.derici III. ein berühmter Kriegs-Held. Ulrich ward an. " ^bürger in Zürich. Caspar von Hertenstem , derSchultheiß zu Lucern, hernach General dieses Cantons mBurgundischen kriege , und an. 1480. Abgesandter anFranzösischen Hof gewesen, ist an. 1486. mit tobegen, 2. söhne hinterlassend, i.)Petrum, welcher Dv^n' xitchant zu Basel und des Papsts Julii II. Abgesandter-pSchweißer gewesen. 2.)Jacobum, welcher SchulEp^Lucern worden. Hieronymus, ein enckel des letzter», wfl wCantons Lucern Oberster und Abgesandter an den Kv"Aj§ckFranckreich, und gieng an. 1^96. mit tobe ab. Donbruders Erasmi söhnen ward Nicvlans geheimer Ram ^cern; Jacobus aber erhielt von dem Bischoff zu DAstelle eines Hauptmanns zu Zwingen ; dessen söhnHartmann hat seinen stamm mit 4. söhnen MgE'MNach ansang des XVIII. s^ouli florirten Jost Frantzdes kleinenRaths zu Lucern ; Josephus Hartmannus,nicus zu Munster, und Jost Melchior, Lsnouieus zu r.L«ce/r». stemmst, k. III. * ^ Lekss^