Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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A^ktenstein, (Joh. Heinrich) st II. v. und Professor derken ' ?kiar Straßburg den z. dec. an. 1676. geboh-Und kde an. I68r. in das O7MQLÜUM aufgenommen,soren i,',?., Darnach zu den öffentlichen Vorlesungen der Profes-sich Nach der Philosophie und Historie legte er

OriLiii!! 7 . Rechtsgelehrtheit , und disputirte an. 1695. äe<>ch dem n b Livilis. Zu ende des 1700. jahrs unterwarf erüvrum ' ^ocrvr-exLmen ^ und disputirte äs Kekutsrions ken-wv er noch in eben diesem jähre nach Paris, all-

in ber ank "^nate aufhielte, und bey ülr. 6s la Hire sichderland-«Amatic übte. Von hier gieng er durch die Nie-rrien Londen. Als er in Deutschland zurück gekom«

lin, wne?,Är^ i>ch nach Wetzlar. Hierauf gieng er n-M Ber-Äcademi- ^ ^ an. 170;. zum Professor Mis bey der Ronigl.Straek,».^'m»nt wurde. An. 17". kehrte er wieder nachwachem!?' ^rück, und erhielt an. 1719. die Profession derPreußlM,/». An, 1721. ward er ein Mitglied der Königlich,jähre „ab» Societät der wissenfchafften. In dem solgendener den voNoi-arad beyder Rechten an, ward auchwer« an"^ dem Stifte zu St. Thomas. Er starb den 16.Äathew'^?^^ nachdem er eine abhandlung von der gantzenlle m Französischer spräche unter dem titul: LslüM

gen, „ 'N^ieiue in 4. heraus gegeben. Gelehrte Zeitun-

I' * 742 . n. 14.

j»U' war eine göttin bey den alten Teutschen auf dereinen,UWand. TacituS meldet, daß sich daselbst mitten inwagen rm sogenannter heiliger und mit tüchern bedeckterSewußt Priester befunden. Wie nun selbiger die zeit

«Isv se« Ave, wenn die göttin anzukommen gewohnt gewesen,welchen"?/enn der wagen von wilden ochsen gezogen worden,«r ei,d,j^er Priester mit tiefster ehrerbietigkeit nachgefolget, bisllelvandA ^'")en, daß die göttin genug unter den menfchenworauf^« "ud er sie wieder in den tempel bringen könne,we abqe^'U oer wagen, die tücher und die göttin selbst in demxUkch dj. Pchen, die bey dieser ceremonie gewesenen diener aberws datg .j .verschlungen worden. Es ist auf dieser insul nochWorinn-« " orcker wald zu sehen, wobey eine see voller fische ist,M aber "wht fischen darf. Man erzehlet, daß, als

Swen die fischer einen kahn dahin gebracht, umMt mchen, sie denselbigen am nächstfolgenden morgen-Mitteln » können. Dem sey nun wie ihm wolle» fo wirdder oielen scribenten bekräfftiget, daß man nicht nurzejt-?!ul Rügen , sondern auch fast in qantz Teutschlandkö, tz' oer göttin Herthä opfer zu bringen pflegte. GewißM dg« ff 0 le Teutschen unter diesem nahmen die erde verehret,Optiern L wnen Hertha eben das gewesen sey, was bey denbey usis,bey den Griechen die Rhea und Diana stpke-m^kvgiern die Cybele, bey den Römern die Vesta^ .Nehe„.,k-tter veüm. Einige stehen in den gedancken, daß^dipeter 7?" der ebene bey Salisbury ein dieser göttin ge-^ Weih, m-Nel gewesen; ferner daß man sie deswegen wiegebildet, Elches ew schloß oder eine stadt auf dem köpfe träget,ki M von, die erde dergleichen trage; daß sie aber in einemMs, y. - wilden ochsen oder löwen gezogen worden, bedeute7» ^ rrde eine Mutter von dergleichen thieren sey.

Mw, ^ uuch ihre ftste insgemein bey der nacht zu haltenD dieEngelländische gewohnheit entstanden,

7. «^^der nacht zu rechnen, als in den Wörtern 8sv"en-v ' 7^? oder 8. tage, kortniglw, 14. nächte oder 14. ta-

' 6s mor. Oerrn. c. 40. äe eiv. Del

»r, H' läol ^ ütu Öan. L sseg. leptsntr. p. r;2.r-i!6e sy)»' , Üb. I. Oerm. ant. c. 27. /'o»-«.

lAloy, ^ . iwgraph. Oaa. p. 7,7. Cimbr. Heydenr

^ 12. 2^ *

a?°Ukhe anhäufen, Hartingshausen , eine alte und an-, g«?,uche familre im Rheinlande, und insonderheit inba^'sthlbk das Erb - Küchenmeister-amt besitzet. Ihrscs>!^derkai,f,'^^tmgshausen ist an. 102;. an das Stift Pader,Mldigt, y^ 'vorden. Friedrich von Hertingshausen wird be-iem an. 1400. den neu-erwehlten Kayser Friedrich

Me, vv 'wweig ermorden helffen. Er ist vermuthlich der,es ^.<w. "'^Ichem Spangenberq meldet, daß er m einer rcn.ö-Uosen lass?» wem dein dermassen gehauen worden, daß erZ-'cher L" müssen. An. 157°. starb Burckhard, Fürstl.ivA,' iu Lichtenberg. Dessen cnckel Johannes,

iivw?' w) T^astmeister zu Cassel, hinterließ;. söhne, dieÄ»^H°fm?iÄ^^^ürstl. Holstein-Gottorpischer Frauen,ste/nhard, dessen nachkommen abgegangen; 2.) Georgs-7 '^?r keine m4^,d^sther Ober-Lommissarius und Jagermei,^is/"kstl. WMche erben gezeuqet; ;.) Friedrich Baltha-E'dessen geheimer Rath und Hof-Marschall zu^^scha« ?,Aborm Fürstl. Heßischer geheimer Rath,Äde! ? wit Geora An^der - Amtmann zu Darmstadt, seinen^ ksb. zso. ^ Adam fortgepflantzet. Humbr. vom Rhein.

Ivh^u Oberkk?obnmÄ"«? oin berühmter Rechtsgelehrter,Ae,,y.^vld Hertius dessen gebohren, allwo sein vatterk»ni^w studien zu ^w'^r gewesen. Er promovirte nachvkgi»'^.orämsrius, ' und war anfangs ssävoLAtus re-

kc>r l„ ;'0ü bald aber khdem Professor kolitiLLL L)uris LXtrL-a« orchnarluz. An. 1702. ward er kwf-f.

' 707. aber bey dem Zubiis-o Lcaäsmi«

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hebst den andern prcssessoribus Juris Hessen-DamstadtischerRath, und bald darauf ilcsäemiL Lsneell-lrius, in welcherwürde er an. 1710. den 18. stpk. im ;y. jähre seines alters ver,starben. Man hat ihn an verschiedene orte, als nach Straß»bürg, nach Schweden und Leipzig verlanget, und hat er st»gar wenig stunde vor seinem tode von dem König in Preusseneine vocation zur würcklichen geheimen Raths-und Cantzler-stel»le erhalten. Seine schriften sind: sssbulT politlc«; xiemenm

kruäenriee Livilis ; IcbnogrspkiÄ Inüirükioiiuln äuüwisnes.rum; 8erie8 Oigessorum in sssbelüs; LommenMticrnes stgusOpulcula äe fcieÄis in ^urifxruäentiL nee tton Hissoris Oer.MAN. sssbU8; dlnriria vereris Lermani«; dlotiria versris Plan*comm ssegni <Lc.

Hertoghe, (Johann äe) Herr zu Valckenburg, stammteaus einem bekannten Niederländischen gefchlechte her, und hatteWilhelm äe Hertvghe zum vatter. Er ward an Graf Moritzenvon Nassau Hof erzogen, und bekam von demselben, nachdemihm vorher unterschiedene kriegs-bedienungen abgeschlagen wor-den, an. 1629. eine compagnie zu fuß, ward auch sonst in vie-len Verrichtungen gebraucht, und muste in ermeldtem jähre mitdem Printzen Friedrich Heinrich und Printz Emanuel vonPortugall eine reife nach Orange antreten, wo man den wegenseiner mit Spanien geführten correspondentz verdächtigen Gou,verneur Crönser seines amts entsetzte, und dasselbe dem gemeld-ten Printz Emanuel von Portugall auftrugder aber nur dentitul von dieser wichtigen bestallung führte, deren verwaltungaber wegen des Printzens jugend und unerfahrenheit, undvielleicht auch weil er der Catholischen religion zugethan war,dem äe Hertoghe überlassen muste, welcher währender solcherzeit die bevrstiaungs-wercke in Orange besorgte, und sonst aller-hand gute anstalten hin und wieder im lande machte. - Weilman ihm das Gouvernement in Niemägen und die Jntendantzvom Kriegs-Rath in den vereinigten Niederlanden abgeschlagen,ließ er sich aus Mißvergnügen und ehrgeitz durch einige Franzö-sische Minister bereden, daß er ihrem Könige bey gegenwarti-ligem zustande der fachen, da man an Unterdrückung der ReforsMitten arbeitete, ohne Nachtheil der seinem Herrn schuldigenPflicht, gute dienste leisten könnte, wobey man ihm seinen Vor-theil ohnfehlbar zu machen versprach. Er brachte es also da-durch , daß er des Printzen von Portugall unmäßige Verschwen-dung durch vorgeschossenes geld imterhielt, dahin, daß derselbedeswegen vor der zeit zurück gerussen, und ihm also nunmehrdas übrige Gouvernement anvertrauet wurde. Hierauf reiseteer, um fein ansehen durch eine nochmalige prorogation seinesamts äuf ;. jähr noch mehr zu bevesttgen , nach Holland,wohin ihm aber Jacob äe Is Pise, einer von den ältesten Staats-bedienten, folgte, und alle dessen geheime ablichten dem Printzenentdeckte. Gleichwol bestätigte ihn der Printz aufs neue auf;. jähr, theils weil er damals seinen tod nicht so nahe zu seynvermevnte, und also glaubte, ihn allemal nach belieben wiederzurück beruffen zu können, theils weil er sich auch nicht rechtüberreden konnte, daß äe Hertoghe, der an seinem Hofe erzogenworden, so gefährliche anschlägt wider sein Haus fassen könnte.Nach des Printzen Moritz tode ward ihm an. 162;. von demPrintz Friedrich Heinrich die verwaltung seines amts abermatauf;, jähr gelassen, und an. 1626. ohngeachtet der von demParlement zu Orange, welches er durch eine absonderliche par»tey, deren Haupt er war, gewaltig drückte, wider ihn eingege-benen klagen aufs neue bestätigt. Ob er trun fthon die vondem Hofe dißfalls an ihn gesandte Deputiere nicht in das schloßeinlassen wollte, sich auch sonst durch seinen übermäßigen pracht,und durch Unterhaltung der streitigkeiten in Orange sehr ver-haßt machte, ja ob man gleich gar dem Printzen Nachricht gab,daß er bey der Cron Franckreich, Spanien und Engelland, ja sogar bey dem Päpstlichen Legaten und andern austvättigenHerren, schütz gesucht, auch schon würcklich mit Franckreichwegen Überlassung des castells von Orange vor 100000. Rthl.und unter Versprechung des Gouvernements vor sich und seinensöhn , und überhaupt vor stine gantze familie tractirt, war derPrintz doch st> gnädig gegen ihn, daß er ihn seiner treue in 6.an ihn geschriebenen vrieftn erinnerte, und anderen beständigekeit, ohngeachtet der dawider gegebenen Nachrichten, nicht zuzweifeln versprach. Allein alles dieses, und daß ihm der Printz,um ihn aus Orange weg zu kriegen, das Nord-HolländischeGouvernement angetragen, konnte ihn doch nicht auf anderegedancken bringen, sondern erließ vielmehr öffentlich einige Ur-sachen seines Mißvergnügens heraus gehen, und weigerte sichden von dem Printzen an ihn, als seinen Lieutenant, gesendetendiener anzunehmen, redete von dem Printzen sehr verächtlich ,und als einige in Orange wegen der eroberung von Hertzogensdusch freudm-feuer anstellen liessen , nöthigte er sie deswegenaus der stadt zu entweichen. Dadurch nun ward der Printzbewogen, den von Knuyt. nach Orange zu senden, der auchdurch Vermittelung einiger in der stadt daselbst in geheim ankam,und unter dem vorwand des Jtanamschen kriegs werben ließ,sich aber hernach dem Gouverneur zu erkennen gab, und ihmnochmal 2üoooo. pfund und das Gouvernement von Orangeauf seine iedens-zeit versprach, welches aber äs Hertoghe nichtänderst als erblich bey seiner familie annehmen, und wenn sel-bige es verlassen nu'rste, drc bevestigungs - wercke rasirt habenwollte, darüber der von Knuyt abreisete, nach ic>. tagen aberunter dem vorwand neue besteüungen mitgebracht zu haben,

wieder