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wieder ankam, und heimlich einige soldateu in die stadt brachte.Weil er nun die hieven vielfältig gegebene Nachrichten nichtgeachtet, ward er in dem Hause des äs!a Pise durch des vonKnuyt leuthe angegriffen, in den arm geschossen und gefangengenommen , konnte aber zu Übergebung des castells auf keineweife gebracht werden, sondern starb bald , da kurtz vorher seinefrau die ordre zu auslieferung des castells unterschrieben, anseiner wunde, unter grosser reue wegen des begangenen, undbekänntnis zur Neforinirten religion. rzbls-m äs
1'irist. ä'OrNNAL.
. * Hertz, (Michael) ein Mlloricu9, war zu Schmira, einem
ohnweit Erfurt gelegenen dorfe , den 24. ftpt. an. i 6 z 8 . geboh-ren. Nachdem er zu Jena in der Historie, Mathematik undPhilosophie einen sattsamen gründ gelcget, studirte er zu Erfurtanfänglich die Rechte, nachhero aber die Theologie, und nahmhiernächst an. 1660. die wurde eines Nsgistri an. Nicht langehierauf erhielt er eineCoüegen-stelle, und ferner das Rectoratan der dasigen Prediger-schule, wurde aber hernach an. 1674.genöthiget, diefts amt Wider seinen willen mit einer krolslstonan dem 6ymnWö zu vertauschen, ward auch folgends an. 1675.Professor Ulstorisnim bey der Universität, an. 1678. sseäkorzu Schneeberg, und endlich an. 1685. kaikor zu Bockau oderBuckan , einem im Ertz-gebürge gelegenen und zu dem Kreis-Amt Schwartzenberg gehörigen stecken, in welchem amte erendlich an. 171z. den rz. nov. mit tode abgieng. Ausser eini-gen difputationen , und dleubaueri Mexico Linguee fütinL,welches er verbessert und vermehrter heraus gegeben, hat manauch von ihm : LibliotkeLLm tzermanissm, st bloritiam 8eri-ptorum Herum kermoniesrum ; und Oermsniss glorioste st Itt-bliotkeLX OermanicX, eäitiorus rexetit-e , §si2grspl>iam.
Lrstoräia lltterata, tom. I.
* Hertz , (Benedict) ein bildhauer von Nürnberg, ward ge-bühren den 28. ang. an. 1594. und lernte diese kunst anfangsbey Friedrich Hoerld, nach diesem aber bey Emanuel Schweig-qer. An. 1614. begab er sich in die fremde, da er sich bis an.1619. in dieser kunst vortreflich geschickt machte. Hernach thater mit einem Englischen Abgesandten/der beständig einen solchenkünstler bey sich haben wollte, eine reise in Holland , Engclland,Franckreich und Italien, und machte sich mit geschickten undgelehrten leuthen bekannt, wie ihm dann zu Florentz der berühm-te Galiläus äs Galiläis viel ehre erwiesen. Endlich kam er an.1625. in Nürnberg wieder an , triebe.seine kunst mit vielem lob,und schnitte insonderheit schöne ccukssxe, nebst andern fachensowol aus holtz als helfenbein. Er starb den 21. oct. an. 16;;.Doppelmayrs Nürnb. künstler.
Hertzberg, eine stadt und Superintendentz im Chur-kreistSachsen, und im Amt Schweinitz an der schwartzen Elster zwi-schen Schlieben und Ubigau gegen den Nieder - Laufltzischengrentzen gelegen. Sie gehört unter keine Amts-jnrisdiction ,sondern sitzt aufCantzeley-schrift, und hat ihre gchöitzc, jagden,Rilter-güther und dergleichen gehabt, davon aber nach der Handverkauft worden; wie sie denn fast die älteste Chur-nnd ehe Wit-tenberg aufgekommen , die Haupt-stadt gewesen seyn soll. Siehat den nahmen von den Hirschen, die etwa häufig daherum inden wäldern gewesen, und wird in den alten äi'plomrmtmsHirtzberg genennet. An. 148z. soll diese stadt fast gantz abge-brannt seyn, und an. 1547. ist Churfürst Johann Friedrich inder flucht bey Mühlberg in einem holtz vor Hertzberg , derSchweinhart genannt, gefangen worden. An. 1^22. hat derChurfürst Friedrich Andreas Wagnern zum ersten Superinten-denten hicher gesetzt. An. 1573. haben Churfürst Augustus vonSachsen, der Churfürst von Brandenburg und der Hertzog vonBraunschweig in dem Augustiner-kloster allhier mit den Anhal-tischen Tkevlogis ein Lolioquium wegen des sogenannten Lry-xw-Lalvimamlim halten lassen. Nach der Leipziger Macht an.16z 1. setzten die Kayserlichen dieser stadt heftrg zu , sie wurdeaber von dem Chur-Sachsischen Feld-Marschall von Arnheimentsetzt. Die nahrung der stadt bestehet in acker-bau, Vieh-zucht und dem tuch-handel, und weil die meisten bürger, ihrenacker-bau haben, so ist allhier eine besondere zunft der hüfner,die ihre lade, ordnung und gesetzt samt gewissen Richtern ha-ben , welches etwas besonders ist. An. 172;. den 16. mayist sie bis auf eine gaste verbrannt. chemr. 8sx.
k. III. armsl. wxoZr. x. 74. toxogr 8ax. lup.
x. ic>2.
oder Hirtzberg, ein vcstes berg-schloß in derafschasskZiegk
Hertzberg, . ^ ^ .
Nieder-Heßtschen Grafschassk Ziegenhayn, nahe bey Grebenau.Dem Landgrafen von Hessen-Cassel gehört darinnen das besa-tzungs-recht, eigenthümlich aber stehet es den Freyherren vonDöringenberg z». An. rzr8. besaß es Friedrich Romrod vonHertzberg, und kam mit dessen einziger tochter an Bertholt»von Lisberg. Weil sich aber seine nachkommenschafft mit inden stern-bund einließ, so ward es von dem Landgrafen einge-WM' und denen von Falckenberg in lehn gegeben; doch diese»bemessen es bald wieder dem Landes-Herrn, welcher darauf an.1487. dievon Dörnberg damit belehnet, wmckelm. beschr.
Hess. k. H. p. 247.
Hertzoge, waren anfänglich Gouverneurs grosser provin-tzen in Teutschland, welche zugleich mit kriegs-sachen zu schaf-fen hatten, und dahero Hertzoge, weil sie vor dem Heere herzogen,genennet wurden. Es hatten nemlich die alten Fränckischen und
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Teutschen Könige Deutschland in gewisse grosse pevvmtzennnwGouvernemens eingetheilet, welche sie durch Hertzoge und tm"ftn verwalten liessen, deren jene die oberste aufsieht und 0"regiment einer provintz, diese aber die gerichtbarkett zu verleg«halten. Sie waren also bediente des Reichs, wurden mit ewAgewissen provintz oder landschafft beliehen, und musten ge»Könige und dem Reiche treu und gehorsam schwören.nahmen nun die Kayser gemeiniglich entweder ihre bluts-verwandten, tochter-männer, nahe freunde, oder die sonst an-vornehmem adelichen stamme waren, und sich durch ihren verstand und tapfere kriegs-thaten hervor gethan hatten. Eswuozwar insgemein davor gehalten, daß ein jeder Hertzog 12. G"»fen unter sich gehabt, ist aber ohne gründ. Denn ob M»"gleich eisige Hertzoge findet, die über 12. Grafschafften zu vefehlen gehabt, wie man von Pipino findet, daß er seinen bruverGriponem zum Hertzog über 12. Grafschafften in Neust"'"gemacht, so ist doch dieses nicht durchgehends gewesen, ja m»"findet wol Grafen, die keinen Hertzog über sich gehabt.gemalt belangend, so hatten sie die gantze provintz und Hertzogthnm im nahmen des Kaysers zu verwalten. Wann krieg wa«musten sie auf des Kaysers beseht die benöthigten trouppen Uführen und commandiren. Mit gerichts-händeln hatten fie.Agentlich nichts zu thun, ausser in fällen, so die Grafen rEschlichten konnten. Es dependirten aber solche Hertzoge jedUmal von den Teutschen Kaysern und Königen, dergestalt, daßohne deren befehl kein gebot, schatzung, oder steuer den unterthanen auflegen konnten, und also alle ihre gemalt von den K.avfern hatten. Auch besassen sie solche Hertzogliche würde riEerblich , sondern wenn der vatter bey dem Kayser in grollengnaden war, und einen söhn hinterließ, der zu der würde tu«tig, findet man wol, daß er zum Nachfolger sey erkläret wAden; wiewol es in des Kaysers gemalt stund, den söhn Eeinen fremden zu nehmen. Es meynet zwar Coccejus, es ha^ten die Hertzoge von ansang an ihre eigene gemalt und allegasten zu gebrauchen gehabt; allein man kan aus dem Hiucwaro darthun, daß ihre gemalt allein von den Kaysern dependir"»es zeugen auch die exempel, daß die Kayser Hertzoge ein-u«^abgesetzt haben. Jedoch haben die Hertzoge vor sich eigenthMsslieh einige Allodial-Herrschafften und lande gehabt, welche l>entweder aus Kayserlichen gnaden erhalten, oder von ilstsseltern ererbet, durch Heurath erlangt, erkaufst, oder sonst dM"andere Mittel an sich gebracht, davon sie nicht Hertzoge, sondessnur Herren genennet wurden. Es haben sich aber mit dentzogen und Hertzogthümmern viel Veränderungen zugetragen'Denn als die Hertzoge zu mächtig, und dem Kayser ungehörig'werden wollten, schaffte Carl der grosse selbige ab, und v"ordnete an deren stelle Grafen. Darum geschieht in dessen M>seiner nachkommen, Kayser Ludwigs des frommen, und Unig Ludwigs in Deutschland, wie auch anderer Historien
deren abtheilungen , nicht eine einzige Meldung eines Hertz^oder Hcrtzogthums, sondern sie werden die obersten Lande.Verweser oder Oraviones genannt. Unter dem Kayser Arnu .pho wurde das Hertzogthum Lothringen bestätiget, indem -seinen söhn Zwendeboit zum Hertzog darinnen verordnete,König Ludwig setzte seinen bruder zum Hertzog in VE^.Schwaben und Francken haben unter dem Kayser ArlEHund allen dessen vorfahren Caroliner gcschlechts keine HerU-gehabt, sondern stunden unter Königlicher Cammer, und w» ^den durch Gesandte administriret. Der König Conradus a»bestätigte mit consens der übrigen Graf Burckharden zuwtzog in Schwaben. Dergestalt waren zu Conradi zeiten Ar«dus, Hertzog in Bayern, Bnrckardus Hertzog in «schwU^Ederhardus Hertzog in Francken, Gisedertus Hertzog in Low^gen und Henricus Hertzog in Sachsen. Dieselben beEsich auch damals erblich zu machen, worunter Henricus -vtzog in Sachsen der erste war, dem Conradus die erbliche E .zustünde, welchem exempel denn die andern folgten.vornehmsten Hertzoge waren die von Bayern,Sachsen,FchnAtt
und Schwaben, welche auch zugleich die 4. vornehmsten a>m§so von alten zeiten her in Deutschland waren, nemliwSchencken-amtz, Truchseß-amt, Marschall-amt und CänE.^amt bedieneten; wiewol schon von alten zeiten in dem"'»§landen, in welchen zum öftern kriege geführet wurden, Egesetzt waren, daß man also deren zum öftern mehr als vm ^antrifft. Nach derselben zeit aber, als die Hertzogthum ,^-öfters zerrissen und zertheilet, einige Grafschafften hierzu ei ^ten, auch verschiedene neue Furstcnthümmer aufgericht"' ^den, hat sich derselben anzahl gehäuffet, dergestalt, dcw^y;heut zu tage 7. alte Hertzogliche Häuser findet, als daSachsen, Braunschweig, Mecklenburg, Würtemberg, ^Savoyen und Lothringen. Die ausgestorbenen HertzogliWAjch,mitten sind Schwaben, Steyermarck, Kärndken, Crain,
Eleve < Berg, Pommern, Brabant, Geldern und
ep. IV. c. 14. , vita Lsroli N- - ^ gh.
ann. Lrancor. snn.
II. L. 6. lib. IV. c. r. , ärsttol.
c. 9. sntigg. Luc. Istur. kruä. v
s, l2. , für. publ.
, - ei>'^
Hertzogenbusch, Loi8 1 s Duo , lat. 8y1v» vuc;sgrosse, volckreiche und wohl bevestigte stadt im Hollan
^räbant, wo sich die flüsse Äa und Dommel vcreinigeu- .^j^-üsse machen in der stadt viel canäle, und hat sie mmrya