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Vierdter Theil. He - Mc.
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gleiche» auch seine erb-ämter , und ist der Graf von Byland Erb-Jägermeister, der von Morrien zu Rheve Erb-Marschall, dervon Münich Erb-Schencke, und der von Ledebur Erb-Truch-ses. Die jetzige Aebtißin ist Charlotta Sophia Hertzogs Jaco-bi von Cnrland und Louisä Charlottä von Chur-Brandenburgtochter , und besitzet solche Abtey seit dem 20. jnl. an. 1688. alsNachfolgerin Elifabethä, Landgräfin von Hessen-Cassel.

fohscligsm. äo lriK. blervorci. , cliif. liiüor.

s-rc. In Lünigö grundveste Europ. Pvtentz. gerechts.il stehet?. I. n. y i. eine Nachricht von den streitigkeiten dieser Aebtißinmit Preussen.

-Zervorden, eine stadt in ^Westphalen in der GrafschajstRavensberg , io. meilen ostwärts von Münster gelegen , unddem König von Preussen gehörig. Bey den Westphälifchen frie-dens-tractaten wollte sich selbige an. 1646. unter die Reichs-städ-te mit setzen lassen, wurde auch von dem Chur-Mayntzischen vi-reÄorio mit vertreten , weil sie nicht allein an. 154;. annoch einReichs-Stand gewesen,und damals von demHertzoge vonIüiichdurch gewisse paäkrl eximirt worden, die zwar der Kayser confir-mirl, die ftadt aber sich dawider gesetzet, und an. i6;o. in demCammer-Gericht eine favorable sententz erlangt, auch an. 1641.aufdem Reichs-tage mit admittirt worden. Doch wurde diefache gehoben, und die stadt an. 1647. zur submißion gebracht.Die Franzosen haben selbige an. 167;. eingenommen, aber baldhernach dem Churfürsten wieder eingeräumet. Sie ist vonziemlicher grosse, und wird durch die Elsa, Aa lind Werue in diealte, neue stadt, und Radewich getheilt. Das Fürstliche Stiftist in der stadt, und einadeliches auf dem berge vorder stadt.Auch ist allhier eine Comtherey des Johanniter-ordens.

L sonderlich cke rebus

III. iy.

Herwart, Torwart von Hohenburg, eine ansehnlicheGräfliche familie in Oesterreich , welche von alten zeiten her inBayern und Schwaben im Adel-stande sich hervor gethan, ur-sprünglich aber von Augspurg herstammet. Martin Herwartwar an. i?;6. Commendant zu Zigeth in Ungarn , als die Tür-cken von selbigem orte weggeschlagen worden. Zu ansang desXVII. steLuli war Johann Georg Herwart von HohenburgChur-Bayerifcher Cantzler, und gab eine apologie vor KayserLudovicum ösvsrum wider Bzovium, ingleichen LKronologi!,mnovam. wie auch Lclmir-mäa ptknic-e PfieologiX heraus. Seinsöhn gleiches nahmens war Chur - Bayerischer geheimer Rath,und zeugte 2. söhne; Johann Heinrich aufAllmannshausen undBicber, hat den Freyherrlichen character, und an. 166;. diecharge eines Reichs-HoftRaths erhalten; er lebte noch an. 1700.als der älteste im besagten hohen Lolleglo , und hatte dazumalschon den Gräflichen character bekommen, sich aber nicht ver-mählet. 2.) Johann Georg, GrafHerwart zu Hohenburg , aufPoschetz und Porstriden, ist Kayserlicher Ober-Oesterreichifchergeheimer Regierungs-Rath worden. nom. kroo. Imp.

x. 672. cie pstr. illulkr. vir.

Herzegovina, siehe Arcegovina.

-Aerzelles; von dieser familie in Brabant, ist Wilhelm Phi-lipp Baron von Herzelles , von Werchim und von Liedekerche.Königl. Spanischer Ober-Staats-Rath in den Niederlanden,zu einem Marquis gemachet worden. In dem Königlichenäiplomate wird angeführet, er sey von uraltem Adel, und seinevorfahren hätten sich um die provintzen Flandern und Hennegaudurch ihre treu-geleistete dienste vortreflich verdient gemacht.

I/ercdkion, äe toutss ies csrrss L ksmlUss ciu krsknnt, p. 11;.

Hesbey, siehe Hasbania.

* Hesburn, (Jacobus) Graf von Bothwell in Schott-land; die gemeine rede gieng von ihm, daß er mit theil andem tobe Henrici Lords Darnley gehabt habe, welchersich mit der Königin Maria von L-chvttland vermählet hatte,und darum von den Schottländischen jcribenten insgemein derKönig Heinrich genennet wird. Der verdacht siel so starckauf ihn, daß er deswegen Vorgericht gezogen worden, doch,es sey daß die beweisthummer nicht starck genug gewesen,wider ihn aufzukommen, oder daß man die fache nicht zu ge-nau hat untersuchen wollen , ward er von den Richtern fürunschuldig erkläret. Nach der Hand war er verwegen genugsich der Konigin sechsten habhafft zu machen , und dieselbe wi-der ihren willen nach Dunbar zu führen. Man tractirte gleichanfangs diese entführung als einen gewaltthätigen rgprum, undwurde ohne zweifel der Adel diesen entfuhrer härtiglich verfol-get haben , wenn nicht die Königin (man wußte nicht wa-rum) es zum höchsten aufgenommen hatte, und von ihro derbericht eingelauffen wäre, daß sie sehr höflich und stands-mäs-sig gehalten würde. Bald aber konnte man die urfach erra-then » dann dieser Graf ließ sich um irgend einer Ursache willen,die er hervor gesuchet, von seiner gemahlin scheiden, und wuß-te man wohl, daß es nur geschehen , in Hoffnung, daß er sichmit der Königin würde vermahlen können. Er brachte zudem ende eine grosse anzahl von den vornehmen des Adelsauf feine feite, welche auch ihre gutheissung zu seiner künfti-gen Heurath mit der Königin schriftlich von sich gaben. Aberwenig zeit hernach schiene das maas seiner frevelthaten vollzu seyn: seine erste gemahlin war die schwester des Grafen vonHuntley. Ihre freunde und andere vornehme vom Adel thatensich zusammen, warben vvlck an, und liessen öffentlich anschla-

gen , daß sie gewissens halben verpflichtet waren zu verhmdeMdaß der junge Printz der Königin (nachmals König inland unterPem nahmen Jacobi I.) nicht in die Hände BotlE"geriethe, und die Königin aus ihrer gefangenschafft zu erlom'und in die freyheit zu setzen. Die Königin ihres theils u'LBothwell machten sich auch gefaßt samt ihrem anhange, merklärten den obgemeldlen Adel und stine Heister als rebelle»-Da die armeen beyderseits gegen einander stunden, erböte >>ABothwell den streit mit einem zweykampf auszumachen; "vortrag wurde anderer seits auch angenommen, die Königm »owidersetzte sich, und hintertrieb es, so daß die fache zu,ttm.feld-fchlacht kommen muste. Sie fiel aber unglücklich M vKönigin aus, und da sie sahe, daß ihre trouppen zu wanmbegunten, riethe sie Bothwell sich zu verbergen, sie aber Esich in die Hände des Adels. Also war Bothwell verlasMund flüchtete sich nach Orkney, und als er auch daselbst vEget worden, nahm er von dar seine zuflucht in Dänemarck.wurde aber auch dort ausgefunden; denn etliche Schottn^kaufleuthe entdeckten ihn, und liessen ihn ip eine starcke gefaE„schafft genau einschließen , wo er 10. jähr lang elendiglich^'leben zugebracht, und seinen verstand gleich anfangs der gew"genschafft verlohren hat. Viele leuthe haben die Königin ",geklagt, als hatte sie mit Bothwell theil an ihres ersten eWmahls tobe genommen, Camdenus aber beweiset, daß sie httn.nen unschuldig gewesen. ö'/E'N'aa,/. A/e/vrl, m

Moires <Lc.

Hesdin oder Hedin, lat. Nsclenn, ist eine kleine, bestensim morast gelegene stadt an dem fluß Canche in der GrafjaM§Artois, gegen den grentzen der Picardie. Vor zeiten lageine meile von dem orte, wo sie anjetzo stehet; denn siein den kriegen , so zwischen dem Könige in Franckreichcisco I. und dem Kayser Carolo V. geführet wurden, gantz ^niret, und von dem Hertzoge von Savoyen Emanüele, KKaysers General, an. 1554- an einem orte, Mesnil genam'wiederum aufgebauet. Mit dem nahmen Hesdinfert, sodieser stadt gab, wurde auf den alten wahlspruch des HflU'. „Savoyen p. 8 . II. 1 . gezielet. In dem Pyrenäischenwurde dieser platz der Cron Franckreich überlassen, welche lA,gen an. 1710. noch mehr bevestigen lassen. v

gium.

Heshusius , ( Tilemannus ) voäkor und Professorsi-e zu Jena und Helmstädt. Er war den ;. nov. an. »Wesel in dem Clevischen gebohren. Als er sich auf versam^,nen sowol Teutschen als Französischen Academicn wohl um^sehen hatte, wurde er an. i;;c>. zu Wittenberg IVlagiiter, "den ly. may an. Ooäkor Pkeologire. Er kam hiev ^nach Goslar, und wurde daselbst Superintendent. Well er ^aber mit den beyden Bürgermeistern verderbet, wurde er"gedanckt. Darauf wurde er k-tttor in der Jacobs-kirche zustock; weil aber der Bürgermeister Petrus Brummer seine Heine Pharisäische lehre nennte, und er solches öffentlichauch das, was von Catholjfchen ceremonien noch überbm^

war, vollends abzustellen suchte, wurde er an. i;;6. wider ^Hertzogs von Mecklenburg befthl aus der stadt getrieben- ^,0dar kam er nach Heidelberg, von bannen, weil er WE'y,Klebitio in der lehre von dem heiligen Abendmahl nichtpflichten wollte, oder vielmehr, weil er wider das von Aergangene verbot das befchelten und verketzern des gegenw.^von offener cantzel nicht lassen konnte, er sich auch bald l gmachen muste. Er wurde zwar nach Bremen beruffen l ' ^er aber solche vocation nicht annehmen wollte, als bis "LcAlbertum Hardenberg abgeschaffet, der Rath aber aus G'vor dem volcke solches nicht thun wollte, gieng er von dar >Hierauf predigte er zu Magdeburg ; allein weil auch da ,Unruhen entstunden, und er doch wider verbot nicht vv''Kwurde er an. 1562. aus der stadt gejagt. Ferner hat rrzu Neuburg in der Pfaltz gcpredrget, von danncn rrden lo.oct. an. i;6-. nach Jena bernffen wurde. Jzwischen ihm und den übrigen piosefforilmsstunden , muste er auch da fort, und wurde

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Samländifchen Bifchoffin Preussen bcruffen. Er hatte das^mit Joh. Wigando einige streitigkeiten, daß er auch dcödvertrieben würde, da er sich denn an. 1577. nach L"b^bete, und bald darauf die stelle eines pcofelloris ,

primLNl zu Helmstädt annahm. Daselbst war er sehr vMckund am meisten Ursache, daß die lehre cie ubiguit-ne am ie'Academie verworffen wurde. Als hierüber im zan. a»- <sFzu Quedlinburg die Sächsische, Pfältzische, Brandenburger,und Braunschweigifche IbeoloZi ein Lollognium yielttU'^föchte er der Braunschweiger partey auf das heftigste; g),iedann wider die von ihm also genannte Ubiquitisten'derlich Jacobum Andreä, auch nicht minder gegen yieund dessen partey, fast eben so scharf, als vorher» wu^it /Reformirte, los gezogen hat. Als er ein neu Hausund auf das gerüste stieg, fiel er herunter, und bekam 1..^. zi»am deine, daß er immer hincken muste. Er starb em»^,,-Helmstädt den 2;. sept. an. i;88. Er hatte zwey söhue^ricum , der Superintendent zu Hildesheim wurde, ,^7^.

fridnm, Infpeckor zu Minden, vit. Pheol.

nomenolat. profels. Honens. chentr. x. 274-

m emor. ^ul. "