Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
Seite
126
JPEG-Download
 

126

Heu

h e«

von gründ aus neu auf, und zeugte mit seiner andern gemah-lin Elisabeth von Gafron vier söhne. Sigismund Gottfried vonHeugel und Polokwitz auf Guttwohn, wurde an. 1694. beydem Erb-Printzen zu Zerbst Hofmeister, und zugleich Hof-undRegierungs-Rath, und starb an. 1701- Sein bruder Hans Al-brecht von Heugel und Polokwitz auf Manckerwitz, Fürstlich-Oelsnischer Landes-Hauptmann, Land-Hof-Richter, LonülloriikeWL8, und Regierungs-Rath, (von dem der folgende art. han-delt ) starb an. 1716. nachdem er mit seiner gemahlin Anna Eli-sabeth von Falckenberg unterschiedliche kinder gezeuget , vonwelchen Siaismund Adolph an. 1719. Sachsen - EisenachischerHos-Juncker, Conrad Adolph aber in Hessen - Casselischenkriegs-diensten war. In dem jetzt-gedachten jähre lebten auchnoch des an. 1716. verstorbenen Landes - Hauptmanns beydebruder, i.) Gustav Adolph von Heugel auf Guttwohn, Rothe-rinne, Nieder-Strelitz und Neudorff, Fürstlich-Oelsnischer Rathund Land - Hof-Gerichtö-Msllor, wie auch des OelsnischenFürstenthums Landes-Aeltester. 2.) Conrad Friedrich von Leu-gel auf Großdeutschen, des Oelsnischen Fürstenthums im Con-städtischen Land-Lommillarius. Schlesis. eurios.

* Heugel, (Hans Albrecht von) ein gelehrter Cavalier aus

dem Schlestschen geschlechte gleiches nahmens , war gebohrenan. 16;;. den 6. martii. Im vierten jähre wäre er bey nahevon einer bar-mutter, deren junges er angegriffen, getödtetworden, inmassen ihn solche schon unter sich gezogen, und amleibe verwundet hatte, es kamen aber noch zu rechter zeit etlichePersonen herzu, so ihn retteten. An. 1671. brachte man ihn nachBreßlan auf das t^mnglium, und an. 1674. nach Leipzig, wor-aufer nach Erfurt gieng, und an. 1676. etliche disputationenhielte. Von dar gieng er an. 1677. über Hamburg zu wassernach Londen und Oxford, und langte durch Holland über Leip-zig an. 1673. im jan. zu Hause wieder an. An. 168;. verehlichteer steh, davon unter dem geschlechts-artickul. An. 1692. wurdeer von dem Oelsnischen Fürstenthum an den Kayfer nach Wiengeschickt, worauf ihn Hertzog Christian Ulrich von Oels an.1696. zum Land-Rathe und Hof-Gerichts-Lllsllors machte,welches er an. 1701. abdanckte, hingegen an. 1710. das Ober-Post-IncheÄor-amt übernahm, und an. 1711. Regierungs-Rath,und Vice-Prästdent, endlich aber an. 1714. LandeS-Hauptmannund Land-Hof-Richter wurde. Unter seinen manufcripten fin-det stch, daß er an. 1706. einen versuch gethan von einer parä-netifchen Vorstellung, wie insgemein so insonderheit an die so-genannte Haupt-Stände, und wo derselben verderben eigentlichstecke, wozu er die örter aus Luthern schon zusammen getragen;ferner hat er an. 1712. währender pest-sperrung im Oelsnischenaufgesetzt: die glückselige Stille der Kinder GOttes, oder diedarum hie auf erden bestehende seligkeit nach anleitung der Worte:Meine seele ist stille zu GOtt, der mir hilft, aus dem LXII.Psalm; Paränetische Gedancken an Gute und Böse; verschie-dene schöne Teutsche wohlfliesscnde getichte. Sonst hat er ei-nige jähre des sonntags nach dem öffentlichen gottesdienst Brun-nemanni meäirstiones vorgetragen, daß man ihn also einengründlichen IKeologum, excellenten Juristen, guten Poeten, undexemplarischen Christen nennen kan. Er correspondirte mit demvon Seckendorff, Leibnitzen, und in verseu mit dem Freyherr»von Abschatz. Schles. curios. wm. I. x. 467. sog.

* Heumann, (Joh. von) ein Utrechter, war IstcemiaiusUlsulugise und krotonot-irius llpoü. und wurde CatholischerPfarrer zu Rotterdam, allwo er auch an. 167,. gestorben ist.Er hat in Holländischer spräche heraus gegeben: äs LertkehksAäsni; äs meäiteersnäs lluyk ovsr äs Xonäagen en be^Iigsclagen; bet Xloüer van Aoi in VI. äeelen; in Lateinischerspräche aber lokek loMiüsn8 und ^osek scereseenb.

TisjeÄ. eruäit.

Heurnius, (Johannes) krokellor NeäicinN zu Leiden,den2;.ian. an. i?4Z. aus einer alten Niederländischen familiezu Utrecht gebohren, studirte anfänglich zu Löven unter GemmaFrisio, hierauf zu Paris unter Dureto, der ihn so werth hielt,daß er jederzeit, wenn Heurnius etwas zu späte in die lectionkam, von der catheder ihn anredete, wie es ihm leyd sey, daßer was verhört, endlich aber zu Padua und Pavia, woselbst erauch voÄor in der Medicin wurde. Nach seiner zurückkunftkam er in den Rath zu Utrecht; allein weil solches stch für ihnnicht schicken wollte, danckte er bald wieder ab. An.wurde er nach Leiden zum Lrokellors NeäicinL beruffen, allwoer die Medicin gantze 20. jähr mit grossem rühm prosttirt hat.Er starb endlich daselbst an. rsoi. den n. aug. und hinterließeinen einzigen söhn, Ottonem Heurnium, welcher an. 1977.gebohren , und ebenfalls daselbst kroksllor PleäisinL gewesen.Er gehört unter diejenigen, denen der ansang ihres studirensschwer gewesen, wie man ihm denn vor dem i;. jähre diegrammatic nicht in den kvpfbringen können. Er hat verschiedeneschriften hinterlassen, als : InMmiones IVleäicinse; krsxin

P0V2M Neäicinöö; äs Norbis kumani Lorporis ; äs NnrbisVentrisuli; äs Äorbi« Nulierum; ,äe kebrilws; äe keüe;hlotr>8 in Lpkoriünon Nixposroti« , <Ls. äs vit. Ne-

äicor. bibl. Lslg. ^r« , äs scrixt. Ülsäis.

, elog. ä'buom. Istter. P/ett^Ätbsn. Latav. p. i;;. leg.

Lerrie«/! x. 12;. leg.

* heurnius, (Otto) ein söhn Johannis, folgte seinemvatter in der medicintschen krolsliion, und verwaltete dieselbe

mit grossem lobe. Er schrieb: Umiguitater LbilvlopInD h'

bsrisse; Lab^Ioniss, L^pti-ica, Inälc» Ls. khilolox""Lrimoräis. Lchen» Lrwsvw.

* Heus, (Wilhelm von) ein geschickter Mahler, war e?.lehrjünger Joh. Both, und nahm dessen art mit grossem

an sich. Er lebte lange in Italien und sonderlich zu Rom. ^bannen kehrte er wieder nach Utrecht, allwo er gebohren w«"'und starb in einem hohen alter.

* Heus, (Jacob von) des vorhergehenden brnders Wlward zu Utrecht an. 1657. gebohren. Sein Vetter ließ ihnsanglich zeichnen lernen, unterrichtete ihn hernach selbst M AMahlerey , darin» er auch in kurtzer zeit geschickter ward/"'sein lehrmeister. Er begab stch nach Rom , und übte M >"copirung der landschafften, so von den berühmtesten meisterst'und insonderheit von dem Salvador Rosa, welchen man l"den fürtreflichsten in dieser art hält, verfertiget worden., ^konnte auch die thier-stücke sehr wohl mahlen. Da er wuA,nach Utrecht zurück gekommen, bekam er Hoffnung, durchgunst des bekannten Herrn von Danckelmann, Hof-mahler sBerlin zu werden. Als er aber zu Berlin ankam, machteUngnade, in welche gedachter Minister gefallen war, allev«,nichte. Er kehrte derohalben nach Utrecht zurück, da er v>gemählde verfertigte, welche mehrentheils in Italien gestst^,wurden. Da er aber einsmals in einer gesellschafft zu Am>mdam war, tranck er so viel, daß er daran gestorben.

nra» , vies äs8 keintrss.

* Heusakeu, eine gattung Caffern, welche stch gleich ^ander» mit dem hirten-leben ernehren, aber dieses besondere"stch haben, daß fie stch auch dem feld-bau ergeben. Sie s^.eine gewisse wurtzel äsclu, genannt, welche gantz truncken mswso man davon isset, oder das darüber geschüttete wasser trtiMvWann die Weiber ihre mäNner in diesem stände sehen, so E'.fen fie ein gewisses starck-riechendes kraut auf ihr Haupt, w«fie bagZia nennen, und fie wieder nüchtern machen sott.

sagt noch, daß diese völcker junge löwen zu fangen pflegen, we>Asie hernach zahm machen, und sich derselben wider ihrebedienen. Öe Lr , reist. äs I'/Urigus tom. IV, I)iÄ. Oeogrspk.

Heusden, Huesden, eine von uatur und kunst beveR!stadt nebst einem schloß in Holland, an den BrabantM,grentzen, drey meilen von Hertzogenbusch, an einem arM UMaas gelegen. Es gehöret eine ziemlich weitläuftige landstWldarzu, und hat vor zeiten den Grafen von Teisterband zuE»ret. Robertus, der mittlere söhn Roberti I. Grafen von »vsterband, wurde in der vätterlichen erb-theilung mir dieserschafft abgewiesen, und hinterließ Balduinum, welcher sich'''Sophia, einer tochter Edmondi, Königs in Engelland / "^wählet. Man sagt, fie habe einst eben gärn gesponnen , a>s -von ihres vatters Gesandten zu Heusben besucht wurde; dE',hätten die Herren zu Heusden zum wapen in einem göldsn.sthild ein purpur-rothes rad mit sechs speichen, und dergleiw „über dem Helm, samt einer blauen crone zwischen esels-E ibekommen. Johannes IX. verkaufte Heusden Hertzog Johs» Lin Brabant, und starb an. i;;4- ohne erben ; es war aber"sen schwester Sophia, eine gemahlin des Grafen vonbürg, mit diesem kauf nicht zu frieden , und überließ ihr ^an Graf Wilhelmum den gütigen in Holland ; da dennlich durch den König in Franckreich die fache so vergliche»de, daß des gedachten Hertzogs in Brabant tochter Johann? 4,Wilhelmi söhn , gleiches nahmens, vermählt, und ihr dietige Herrschafft mit gegeben wurde, von welcher zeit an sieständig bey Holland geblieben. Spener nennet dreyzehen "V,liche geschlechter, welche von den Herren von Heusden D,stammet, unter welchen sich auch das gleich folgende beMkill. inügn. üb. II. c. 46. dop. Oerm. inss .

Heusden von Elshout, eine Freyherrliche familie in ^Niederlanden , welche von Johann von Heusden, der um h,jähr i;2o. gelebet, hergeleitet wird. Dessen söhn gleichesmens war Ritter von Jerusalem, und heurathete eineElshout, mit welcher er diese Herrschafft und schloßgeschlecht brachte, so hernach den beynahmen davon a>Emen. Dessen ur-enckel Gerhard ist an. 1414. von den ^Ml>rern umgebracht worden; dessen enckel gleiches nahmensan. i?88. und hinterließ vier söhne, die waren 1.) CstrnVMHerr in Elshout, und Statthalter von Heusden und "territorii, dessen söhn Theodorus an. 1642. als Oberst-^nant in der Macht bey Leipzig geblieben; r.) Aegidwv^-.Rechnungs - Eammer von Geldern Präsident, der an- xikmit Hinterlassung etlicher söhne, verstorben ;an. 1620. als General-Empfänger des Königs in SP"'«Fdurch Geldern und Zütphen, mit tode abgegangen; 4-) M

nes, der an. r6«i. als Königlich-Spanischer Generm -^Spfänger von Seeland verstorben, und unter andernTheödorum, Herrn in Midelswalv, Schatzmeister zu -ALhinterlassen, welcher nachgehends Banneret-Ritter /.L'niglich-Spanischer Ober-Aufseher des canals bey Br"m 'r688. aber zum Baron von Heusden gemacht wor"""'^'hat seine familie mit etlichen söhnen fortgesetzet. /

mot. k. II. p. HZ. /e, "

x. no. -

Heusdorff, kill Amt und ehemaliges kloster in Th^jsF»