Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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134
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suchte er sich aus dem staube zu machen, wurde aber an derBöhmischen grentze ertappet, und gefangen nach Costnitz ge-führet, dastlbst fast ein gantzes jähr meistens zu Gottlieben,eine halbe stunde Wegs von Costantz, in einem tiefen gefängnisgehalten, endlich vorgeführt, und ihm viel dinge schuld gege-ben , die er sollte gelehrt haben. Anfänglich brachten sie ihnzwar mit vielen drohungen und hartem tractamente dahin, daßer des Husten lehre abschwur. Allein er widerrief solche ab-schwörung öffentlich, bezeugte darüber feine reue, und hieltnach diesem über des Husten lehre weit beständiger als zuvor.Als er nun endlich zum tobe verdammet war, gaben ihm die ka-des Loncilii noch zwey tage bedenck-zeit, in welchen ihn vielevon des Hassen lehre abzustehen ermähnen wollten; allein weilalles vergebens war,wurde endlich das tvdes-urtheil den zo.mayan. >416. an ihm vollzogen. HieronymuS gieng mit grosserfreudigkeit zu dem fcheiter-hauffen, als er darzu kam, zog ersich die kleider selbst aus, und kniete nieder. Als er an den pfählgebunden war, und der scharfrichter den fcheiter-hauffen vonhinten.;» anstecken wollte, sagte er zu ihm: Romm hieher,und zünde diesen scheiter-hauffen vor meinen äugen an,denn wofern ich mich vor dem feuer gescheuet hätte,wäre ich an diese stelle nicht gebunden worden. Als dasfeuer brannte,fieng er an zu singen, welches auch bis an sein endewährte, wobey er eine sehr grosse freudigkeit und beständigkeitvon sich spüren ließ. ttoM, sie üieron^mi cwltu A

luppllcio. .LM-r, , bist. Loliem. , bist. 80-

hem. Arnolds ketzer-historie, k. I. Ich. XV. c. Von derHardt, 2Äs. Loncilü Lonstsnt.

*-AieronymuspraMnsis, ein Camaldulenser-Mönch, lebtemit dem, so zu Costnitz um der lehre willen verbrannt worden,zu einer zeit, und war über dieses ebenfalls von Prag gebürtig.Er hat auch, nach Aeneä Sylvii bericht, eben die reisen, wel-che jener gethan; da er in dem gegentheil, was die lehre und re-ligion betrift, gantz anderer meynung war. Denn er hielt sicherstlich in die 20. jähre als ein Einsiedler zu Camaldolr in Ita-lienauf, kehrte aber sodenn wiederum nach Prag zurück, undgieng folgends, weil die Hußitischen lehr-sätze in dieser stadt sehrvielen beyfall fanden, nach Polen und Litthauen, in welcher letz-tem provintz er die noch unbekehrten einwohner zu dem Christ-lichen glauben brachte, und in solchem vorhaben von dem da-maligen Groß-Hertzoge, Alexandra Vitoldo, unterstützet wurde.Endlich fand er sich auf dem Loiwilio zu Basel ein, allwo ihnvbbemeldter Sylvius gesprochen hat. Sonsten stehet man auseinem manuscript, so zu Zürich aufbehalten wird, daß er unterwahrendem Loncilio zu Bafel wider die Hußiten geschrieben,da er denn sich in der aufschrift einen Mönch von Camaldoli,ungleichen einen kwksllorem sowol in der Theologie als in denRechten nennet. H/v» Lurop. c. 26. , OoriLils

sie Lonsssuce liv. II. 20.

sslklvO?släiV sä , von lacer, und ch-uVü>, spxsreo,vüenäo, eloguor, war einer der vornehmsten Priester zu Athen,der den leuthen die mysteria Cereris lehrte, und sie initurte. Ermuste von Athen gebürtig seyn, und niemals heurathen, daheroer sich auch, die keuschheit desto besser auszuüben, mit fasst vonder cicML beschmieret, oder auch wol gar einnahm. Man wußtedessen nahmen gar selten, denn die Imrisü durften ihn nieman-den sagen; er zog sich gantz absonderlich an, und präsentirte diesigur des Schöpfers, weil er die leuthe gantz zu andern menschenmachte, und sie also gleichsam von neuem schuf. Diese würdebehielt jedweder die zeit seines Hebens. Der erste Hieropligntahieß Eumolpus, dahero dessen nachkommen Lumolpiä« genennetwerden. Sonst hieß er auch ölz-liagogus. ttmr, snnot. polt.

c. 51. Lleuünis.

-Zierophilus, ein alter Neäicus zu Athen, ist nicht weiterbekannt, als daß Agnodice, die erste Hebamme in dieser Repn-blick, bey ihm in die schule gegangen. Es ist aber zu wissen,daß die Athenienser ein gefetz hatten , daß keine weibs-personund kein knechl diese kunst erlernen solle. Agnodice hatte einetrefliche beliebung zu dieser wissenschafft, steckte sich in manns-kleider, und gieng zu Hierophilo in die schule. Die Athemen,fische weiber machten schwierigkeiten , manner in dergleichenfällen zu gebrauchen, und stürben oft die frauen über der geburtwegen solcher schamhafftigkeit. Allein Agnodice, wenn sie er-fordert wurde, offenbarte den schwängern vorher ihr geschlecht,und verursachte dadurch, daß sie vielfältig, und vor allen an-dern Reäici'z, sowol in kinds-nothen als bey andern umstän-den geholel wurde, so daß die andern Neäici fast alle xraxinbey dem weiblichen geschlechte verlohren. Diß machte schäleäugen , und wurden der guten Agnodice vor den Areopagitenallerhand lasier, colluliones, und ein liederlicher Umgang mitden Weibern schuld gegeben, so daß sie ein schlimm urtheilwurde erhalten haben, wenn sie sich nicht durch entdeckung ihresgeschlechts von diesen auflagen befreyet hatte. Ihre anklägerhielten sich hierauf an das bemeldte gesttz , und wollten ihrauf solche art das handwerck niederlegen; allein die weiber inAthen lntereßirten sich dergestalt für ihre Aertztin, daß das gan-tze gefetz m ansehen deS weiblichen geschlechts aufgehoben wur-de.

-Aierro, sonst gemeiniglich Ferro genannt, eine von denCananen-msuln, die 6. messen im umfange hat, und dem Gra-fen von Gomera gehöret. Sie hat viel ziegen, und nur einen

hie hil

einzigen Weinberg, welcher von einem Engelländer, mit nahmHHill, daselbst angelegt worden. Das wunderwürdigstedieser insnl ist dieses, baß, da sie sonsten kein wasser hat, u",also zur menschlichen Wohnung gantz unbequem seyn wuro»'die weise fürsehung GOttes allda einen bäum von sonderbar»art geordnet, desgleichen sonst nirgendwo anzutreffen,in dieser insul einzeln ist , dessen blätter, so immerzu ssMund grün , eine solche menge wassers geben, daß menE'und vieh vollkommen genug daran haben. Die einwoMhaben dieses geheimnis vor den Spaniern bey deren ersten ««kunst mit fleiß gesucht zu verbergen, in Hoffnung, sie dadu»wzu baldiger verlassung derselben zu nöthigen; allein einderliches weibs-bild offenbarte die fache einem Spanier,blieben dadurch die einwohner für immer unter deren >o«v-Die Französische Leograxlss setzen insgemein hieher den erlwülericlianum. Diß alles gehöret eigentlich in den art. Ferra-

-Aiesniois, oder kagus Oximerssin, eine gewisse Herrsch^in der Französischen provintz Normandie, welche diesen nahn"bekommen von Hiesmes, einer stadt in besagter provintz, die »AMeilen nordwärts von Mans, und 16. süd-ostwärts von E»»»entfernet ist. -

-Higham Ferrers, ist eine alte stadt von HighamHundred in der östlichen gegend von der Engelländischen pro»'Northamptonshire, welche auf der ost-seite des flusses Nssie"ger. Sie war vor Zeiten mit einem castell bevestiget, dessen ».ssers noch zu sehen, und hat noch bis anjetzo eine frey-schule,^erziehung der jugenb, nebst einem armen-hause. Sie schicke»glieder in das Parlement.

^ighlake, ist ein ort in Engelland, in der provintz CheE"so unter Wilhelms lll. durch die Überführung der EnBE,trouppen in Irrland, zur wiedcreroberung des besagten MUreichs, bekannt worden, und auf der nord-seite des auWwder Dee lieget. ^

-Zjjar oder Ixar, ist eine kleine stadt in Aragonien. ^liegt an dem ufer des flusses Marrin, 12. messen von der lMsystadt Saragossa, in einer an getreyde, wein, öl, seidew:saffran sehr fruchtbaren gegend, und hat auf dem Hügel, an»/,sen fuß sie gebauet ist , ein wohl-bevestigtes schloß. DerIacobus l. gab sie, mit dem titul eines Hertzoathirms , seitz^,natürlichen söhne,Petro Fernande;, dessen nachkommen sich ^nach beständig Hertzoge von Hijar geschrieben. c>e»

äs I'LIx. x. 649.

4M Zttl/l. ein fest, welches man zn Rom der Mw

auch verkleiden, wie ein jeder wollte, da denn manche sich)» ^Habit der Magistrats-personen einkleideten, so daß man pc"den rechten nicht unterscheiden konnte. , sie ium

c. 26. , in OrTcis ksr>2t2.

* -Zilario, oder Hilarianus,, (Q. Julius) ein s«^desIV. IssLuIi, der eine Lbronologisin unter dem titul- ^vurations ülunäi geschrieben. Sie ist von Petro Pitho"«jterst edirt worden, und gehet bis an. Er halt es'denen, die ein tausendjähriges Reich glauben, und hatnen vorgegeben, daß das ende der weit an. 470. andressolle. Lrs/. tom. IV. O« , drdl.

lere. äs Ocunans x. ly. snimsäv. sä tto/f

II. l2. , brbl. 6r. V. 4;. H. 20. p. 42z.

Lxpolltum äs Hstions kglckD L primi Alenüs hüt

Pfaffzuerst nach dem Turinischen manuscript heraus aegcs ^und an den Lactantium, Paris 1712. in 8. x>- 21z. 24^hänget. Hingegen seine schrjft äs Lurlu Tsmporum ha» ßg.trus Pithöus zuerst ans licht, und äs Is Bigne in die Utkecsm katrum gekracht, welches in den folgenden Patttz'Mlin der Cölnischen und Londischen editionen wieder auwMworden, und in der letzten wm. Vl.p. ;7;. §76. beftvs'

, bikl. 1.2t. IV. und kibl. ineä. L instm-üb. IX. p. 746 . leg.

St. -Allarion, war um das jähr 291. zu Thebatha,,^,,Thabatha, einem flecken in Palästina ohnweit Gaza,und von seinen Heydnischen eltern nach Alexandrienum die Grammatic zu erlernen. Daselbst nahm er dre ^liehe religion an, und gieng, nachdem er den «st. Antonsseiner einöde besprochen, wieder in sein vatterland, wo»»dem tobe seiner eltern ihre güther unter die armen theilt»sich gleichfalls in eine einöde bey Majuina begab. ^0' Kildaselbst ein sehr hartes leben, richtete in Palastina undviel klöster auf, wie er denn der erste gewesen , dergenden das Mönchs-leben eingeführt, und machte

hier als in Egypten und Smlien, wo er sich eine z,vaufgehalten, durch viel wunder bekannt; wiewolmus rn dem leben Hikarionis dieses falls vielen Gelehrte»lercht glaublg schemet. In der insul Cyprus, wo er sicyWverborgen hielt, .lebte,er noch 7. jähr, und starb an. dbegeht sein gedachtnls m Palästina von dem V. lLcvw >Leeo». vita üäsrwn. sstz. XIII. kiss c 14. lib-

Larller , vies äes 8sint8. * ' '

Hrlarrus , -es Crisprumni söhn, und der kirche r»viscE. Er war m Sardinien gcbohren , und w»L^dem Papst Leone dem grossen als ein Abgesandter auf