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müssen. Weil nun die stadt viel streitigkeiten mit dem Vftschaffe hat, wie nicht weniger die bürgerschafft mit dem Ra-the , so haben sie dem Hause Braunschweig-Lüneburg die erb-schutz-gerechtigkeit darüber aufgetragen, weshalben sie bey ent-standenen unruhen zum öftern mit Lünedurgischen völckernbesetzt worden. LE eomm. in res 6srm. Buntings Hil-desh. Stiftö-chron. äs urb. Hans.
-Aildesheim , ein Bißthum und unmittelbares Stift inTeulschland, dessen Bischoff sitz und stimme auf der geistli-chen Fürsten-banck führet. Es hat selbiges Kayser Carolus lVl.anfänglich zu Eltzen, emem lustigen und fischreichen dorfe ,-gestiftet; sein söhn aber, Kayser Ludwig der fromme, an.82r. nach Hildesheim verlegt, und daselbst eine neue kircheder Jungfrau Maria zu ehren eingeweyhet. Es ist dieses Biß-thum ziemlich groß, liegt in dem Nieder-Sächsischen kreis ,und sind nach der zeit viel Grafschafften darzu gekommen;wie denn GrafBernhard von Rotenburg die Grafschafft Win»tzenberg und die stadt Alveld an das Stift gebracht, der Bi-schoff Adalogus die Grafschafft Homburg, Bischofs HeinrichII. die Grafschafft Dassel, Bischoff Johannes die GrafschafftPeine, der Bischoff Otto II. Graf zu Woldenberg, als derletzte seines geschlechts, die Grafschafft Woldenberg sinnt derstadt Bockelum, desgleichen Lütter, Äaremberg und die Graf-schafft Poppenburg, und Bischoff Heinrich III. die GrafschafftSchladen. Wannenhero die Bifchöfflichen lande dergestaltangewachsen, daß Bischoff Johannes IV. aus dem HauseSachsen-Lauenbnrg 7. Grafschafften und 21. fchlvsser beses-sen. Worüber er dann so übermüthig wurde, daß er dieHertzoge von Braunschweig gewaltsamer weise anfiel, aberdarüber in die Reichs-acht gerieth, deren erecution man Her-tzog Erich dem ältern und Hertzog Heinrich dem jüngern auf-trug, welche denn dem Bischoff von Hildesheim über 18.schlaffer, 7. städte und zooo. dörfer abnahmen, dergestalt,daß die Bischöffe an land und keuchen mehr nicht, als dieschlösser, Peine, Steyerwald und Marienburg, samt der stadtHildesheim übrig behalten; wie denn auch das Haus Braun,schweig von Kayser Carl dem V. über solche conqueten, ohn-erachtet aller Päpstlichenprotestation, an. izzo. die lehrn em-psieng, und selbige durch das Cammer-Gericht zuerkannt wur-den/ Als aber an. iszg. wider das Haus Braunschweig einwidriges urtheil ausfiel, und selbiges nachmals die fache nichtmehr mit solchem ernst trieb, kam es an. 1642. zu einem güt-lichen vergleich, vermöge dessen dem Stift fast alles ausserden Aemtern Coldingen, Lütter, Baremderg, und zwar alsStifts-lehn samt dem Hause Dachtmissen und Westerhof zu-rück geliefert und abgetreten wurden. Die flüsse in demselbi-gen Bißthum sind die Brockgrave , Eine, Gose, Innerste,Pamme, Leina, Ocken, Oder, Weser. An gebürgen undWäldern sind die vornehmsten die Siebenberge, der Sack undHeinerwald. Das Lollegium Lanonicorum bestehet aus niehrals 40. Dom-Herren, welche alle von altem Adel seyn müssen.Die 2. Erb-Beamten des Stifts sind die von Schwiegest unddie Ritter Kram, deren jene das Erb-Marschall - amt, dieseaber das Ertz-Truchsessewamt zu bedienen haben. Die Bi-schöffliche regdentz ist entweder Hildesheim, oder das davonnicht weit entfernte lnst - schloß Himmels - thür. Die be-ste vestung selbiger lande ist Marienburg, welche die stadtHildesheim zur strafe ihrer empörung wider Bischoff HeinrichII. aus ihren Mitteln hat erbauen lassen. Peina ist nichtweniger bevestiget, worinnen das Haus Braunschweig - Lü-neburg das besatzungs-recht prätendiert, und Sleyerwalda.Der Bischoff und das Dom-Capitul ist zwar Catholisch, aberso wol die stadt als der groste theil des Adels sind der Lu-therischen religion zugethan, wie man denn auch wegen derreligion an. 164z. gewisse vertrage aufgerichtet, welche durchden Westphalischen friedens-schluß bestätiget,worden. An.
1711. entstunden zwischen dem Chm-und Fürstlichen HauseBraunschweig-Lüneburg, und dem Dom-Capitul zu Hildes-heim , wegen vielen den Lutherischen einwohnern des Stiftszugezogenen religions-beschwerden, wie auch wegen des brau-wesens der stadt Hildesheim einige differentzien, deswegenChur-Hannoverische und Fürstliche Braunfchweigische völckerin das Stift einmarschirten, die stadt Hildesheim nebst an-dern orten besetzten, und ein und andere erecution darinnvornahmen. Er sind aber alle diese Zravamina in eben die-sem jähre durch aufgerichtete recesse in güte beygelegt, unddie trouppen wieder zurück gezogen worden. 8axon.
Dasselische chronick. 8a«a». Eu-wp. Herold, k.l. x.
thum Rheims; hierauf begab sich Eppo zu dem Hess AnGrio nach Hamburg , welcher es dahin brachte, daß Epp" ^schaff zu Hildesheim ward. Er starb an. 847. ^
4. St. Alfridus, ein Mönch aus Corbey, und aus bemO-Stift Cöln gebürtig. Er hat die Cathedral-kirche zu H>^.^heim innerhalb 26. jähren erbauet, das Stift Essen unoklöster Seelingstadt und Asuede fundiret, und ist an. 87i- "storben.
Leutolphus, ein Mönch aus Corbey, starb, ehe erPäpstliche confirmation erhalten.
6. Marquardus, ward an. 88v. von den ungläubigennen in einer schlacht erschlagen.
7. Wigbertus, ein berühmter IVIsäicus, dessen Opera moca in der Hildesheimischen bibliotheck anzutreffen sind. ^starb an. 884.
8. Waldopertns, starb an. 90;-
9. Vigehardus oder Gebhard, starb an. 92F.
10. Diethard, vorher Abt zu Hersfeld, starb an. 9;S. ...
11. Ochwinus, vorhero Abt im kloster Bergen beyME^bürg. Er hat den cörper des heil. Epiphanit von PaviaHildeshelm gebracht, und ist an. 986. gestorben.
12. Osdachus, ein Mönch aus dem kloster ReichenauBvdenfte, starb an. 99V.
iz. Gerhardus I. von einigen Gerlachus genannt,an. 9yz. .
14. St. Bernwardus, Graf von Sommerstburg, starb1024. (Siehe St. Bernwardus.)
rz. St. Gvtlhardus, Graf von Scheyern und ein EWandler Kayfers Henrici Lancti, und bishero Abt zu AltNffin Bayern, starb an. io;8. unb ward um die mitte des ^sieculi canonisirt.
16. Dietmarus, ein Däne von geburt, und bishero MbConradill. Capellan, starb an. 1048.
17. Asilinus oder Afelmns, starb an. 10^4.
18. Hezilo oder Echilo, unter welchem das blut-bad z»'lar vorgegangen ; er starb an. 1079. (Siehe Hezilo.)
19. Udo, Graf von Alvensleben, starb an. 1114.
20. Vruningus, veLsuub zu Goslar, danckte aber ab, Ier confirmirt und constcrirt worden. Er hat nur einen nioss^wie Hübner aber will, 4. jähr gefessen, und ist ins kloster ^Barchol zu Oaitzen gezogen.
21. Bertholdus I. starb an. nzo. ^
22. Bernhardus, Graf zu Rotenburg an der Tauber,vorhero Dom-Probst zu Hildesheim; er hat feinen vorss»Gvtthardum canoniflren lassen, und ist an. nzz. gestorben-
2z. Bruno, bisheriger Dom-Dechant, starb an. n6o.
24. HermannnS, ein beredter mann, stund bey dem M'/tFriderico in grossem ansehen. Zuletzt that er eine walM-Jnach Jerufalem, und litte schiffdruch; feine leuthe ertrugalle, er allein aber kam auf einem breit davon, und mujtr' xbis nach Jerufalem durchbetteln. Er starb an. 1174. <wtrück-reist zu Parma in Italien.
2;. Adalogus, bishero Propst zu Goslar, starb an.
26. Bernv, bishero Dom-Dechant; er hat Bernwarvu ^
den 14. Hilbesheimifchen Bischoff, canonisiren lassen,an. 1198. gestorben. gg.
27. Conradus I. von Rabenspurg aus Francken, ist an.»
CataloZus der Bischöffe zu hildesheim:
1. Güntherus von an. 822. bis 8;;. einige fetzen den an-sang ftmer regiernng um das jähr 814.
2. Frembertus oder Remlbertus, saß nur etliche monat.
x. I- Ebo oder Eppo, war vorher Ertz-BWoff zu Rheims inFranckrelch, und wurde von dem Kayser Ludovico kio und vondem Papst Pasthalll. nach Nieder-Sachfen gesendet, um dieDanen zu Chnsto zu bekehren. Es ward aber der Kayser un-terdessen mne, daß Eppo feinen söhn Lotharium wider ihn auf-gehetzet hatte, deswegen verstieß er ihn von dem Ertz-Biß-
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Bisckoff zu Würtzbnrg worden. (Siehe Conradus, Du"zu Würtzburg.)
28. Heridertns oder Harbordus, starb an. irog.
29. Sigftidus I. ein Mönch aus Fulba, starb an. i rrr-;c>. ConradusII. von Reifenberg aus der Wetterau,
Dechant zu vpeyer, danckte an. 12^. ab , und begab Mkloster Schönau.
;i. Henricus l. Probst zu Heiligenstadt; wider ihn^KHermann Probst zu Braunschweig erwehlet, welcher aE^von dem Stifte nahm, aber aus furcht vor dem Papst"bann welchen muste. Henricus starb an. 12^7. hF
;2. Johannes! hat an. 1260. die Grafschafft Peina n"Stift gebracht, und ist an. ,261. verstorben,zz. Otto I. Hertzog von Brannfchweig, starb an.
;4- Stgsridus I! Herr von Querfurt, bisherigerProbst zu Magdeburg; er hat die stadt Grunow,schloß Lvwenburg erbauet, und ist an. i z io. verstorben.
Henricus II. Graf von Woldenberg , hat mitJ^Mii-Hildesheim streikigkeiten gehabt, und vor derselben b>eSteuerwald angelegt. An. 1; 18. reifste er zum PsipstM^Avignon, und wollte sich daselbst wegen anklagung sti"^entschuldigen, er starb aber bey feiner ankunft zu Avissff")
;6. Otto I! Graf von Woldenberg, der letzte len"^schlechts; er starb an. 1;; 1. nachdem er die GrafscvEdenberg dem Stifte vermacht. .
z?. Henricus III. Hertzog von Braunschweig,berti des fetten; wider ihn ward von einigen ,4-
Ericus, Graf von Schaumburg, erwehlet ; beyde fir" Mjähr mit einander, bis endlich Ericus an. i?48.bürger, so es mit Erico hielten, hatten die vestungwald ruiniret; sie musten aber dem Bischoff Henrssv. ^das schloß Marienburg helffen aufbauen. Henne«an. r;62. 27.., sssl"
;8. Johannes II. Schadland, bisheriger Bisthon//ss^in Preussen, ward an. 1)64. Bischoff zu Augspurg, u'hannes Schadland.)