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Vierdter Theil. He - Mc.
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überall oben an. Au. 8c;. wurde zu Soissons ein an»

gestellet, und aufdemselben Hincmarus von neuem bestätiget,auch einige kresb^reri, welche Ebbo nach seiner absetzung or-diniret hatte/ wieder abgesetzet. An. 8;?. wurden die äecrsm-es Loncilü zu Crecy, welche Hincmarus zuwege gebracht hatte,auf einem 871,060 zu Valence wieder aufgehoben, welchem871,060 das Concilium zu Langres und Toni an. 8;y. beypflich-tete. Als deren cspiruk den, Könige Carolo offeriret wurden,überließ er selbige dem Hincmaro zu refutiren , so er auch in ei«ner besondern schritt that. An. 860. wohnte er zweyen 8yno6lszu Acken bey , auf welchen Thietberga, des Königs Lotharii ge-mahlin, bekannt haben soll, daß sie mit ihrem bruder Hubertszugehalten, welches dem Hmcmaro zu vielem verdrusse anlasgab; weil sonderlich dle Prrntzeßtn sich nachmals beschweret,-aß sie durch hartes tcactament, um dessen einmal los zu kom-men, zu dergleichen bekenntnis wäre gezwungen worden, auchsich der Papst ihrer mit eifer annahm. In selbigem jähre warer auch bey dem andern Conciüo zu Toul , und bey dem drittenzu Acken. An. 86;. wohnte er dem Conciüo zu Metz bey , vonwelchem des Königs Lotharii beylager mit der Waldrada gutgeheißen wurde. Als in selbigem jähre Hincmaro die Privile-gien seiner kirche confirmiret wurden, und ihm Rothadus,Bischofs von Soissons, nicht nachgeben wollte, ließ er selbigendurch den schluß eines Conciüi absetzen , und in ein kloster flös-sen , und da er nach Rom appellirte, verdammete er ihn vonneuem. Jedoch ließ er ihn nachmals aufdes Papsts Nicolai ver-bitte los, wollte ihm aber nicht vergönnen nach Rom zu gehen,welches er auch aufdes Papsts beseht nicht ändern wollte. Obnun gleich der Papst ihn mit dem bann bedrohete, achtete er esdoch nicht, sondern wußte seine Verantwortung zu machen.An. 86z. aber wurde Rothadus auf dem Conciüo zu Rom wie-der eingesetzet. An. 866. präfldirte Hincmarus in dem drittenConciüo zu Soissons , auf welchem Wu-ifadus und einigeandere kresb^reri aufdes Papsts Nicolai befehl ihre vorige stel-len wieder erhielten, wie denn auch im folgenden jähre aufdem Conciüo zu Troyes diese jache genauer untersuchet wurde.An. 869. condemnirte er seinen vetter Hincmarum , so Bischofszu Laon war, welches zwischen diesen beyden grosse feindschafflerregte. Als an. 882. die Normänner in Franckreich einfielen,verließ Hincmarus die stadt Rheims , nahm des H. Remigiileichnam mit sich, und zog sich über den fluß Marne nach demwalde zu, da er denn im dec. selbigen jahrs in der stadt Esper-nay starb. Er war in grosser estime zu seiner zeit, und hatsehr viel schristen hinterlassen. äs vir. illultt.

c. 99- /erwarte«/,',, in epill. /7a-

lull. ttbem. üb. III. , Csü. Cbrill.

, äs lüstoricis üst. , wm. II. äs siLnc.

c?ar>e, bilt. litt. p. ;?7- *

-Hincmarus, ein Franzose und Bischofs zu Laon, war desobigen Hincmari vetter , und von demselben in allem gutenauferzogen worden.' Als er zu seinen jähren gekommen, wurdeer in gewissen Verschickungen gebraucht, und von seinem vetteran den König , von dem Könige aber an andere örter geschickt.An. 8; 6. wurde er Bischofs zu Laon , allwo er anfangs feinemvetter, dem Ertz-Bischofse zu Rheims, getreulich beystund, undin allem schuldige folge leistete. Als er sich aber nach diesemdurch ehrgeitz einnehmen ließ, nahm er eine Abtey , so ausserder pbovintz gelegen, ohne besten willen an, und da er zum öf-ter» zu dem 8711060 beruffen ward , wollte er nicht erscheinen,nahm die von seinem vetter und andern Bijchöffen epcommuni-cirte Bischöffe auf, und excvmmnnicirte auch anderer BischöfseUnterthanen. Dabey ließ er es nicht bewenden, sondern suchtenoch immer seines Vetters ehre zu nahe zu treten , wollte ihn,wenn sie zusammen kamen, nicht einmal ansehen, schmäheteaufihn, verlangte, man sollte seine schritten verbrennen, sag-te , er wäre werth , daß man ihn absetzte, er wollte es auchnoch dahin bringen, und suchte sich gantz und gar von seinerinsvection los zu machen. Ja er redete auch von dem Königeselbst nicht zum besten, und hatte vor, zu dessen enckel dem Lo-thario abzufallen. Was noch mehr war, so suchte er auch seineritzcrew mit gewafneter Hand auszuführen. Es fände sich aucheine gelegenheit zu neuer unruhe, indem die stadt Pauliacum,so ehemals zu dem Bißlhum Laon gehörig , von dem KönigeCarolo dem Hincmaro , als er Bischofs wurde, wieder gegebenward ; Hincmarus übergab sie aber dem Könige wieder, daß erdamit Nortmannum, einen seiner Hosieuthe, belehnte. Diesestadt forderte Hincmarus an. 868. von dem Nortmanno wieder,und als er selbige wieder zu geben weigerte, that er ihn in denbann, stieß ihn mit gewafneter Hand hinaus, verklagte ihn auchals einen kirchen-räüber bey dem Papst. Er erhielte hieraufvon dem Papst an den Ertz-Bifchoff von Rheims briefe, in wel-chen demselben anbefohlen wurde, Nortmannum in den bannzu thun. Hincmarus aber, der Ertz-Bifchoff von Rheims,welchem die unbilligkeit wohl bewußt, weigerte sich dessen , auchwollte der König Carolus nicht daran, welcher aufdes Nort-manni feiten war. Hincmarus aber, Bischofs zu Laon , wurdehierüber dergestalt erbittert, daß er seinen vetter nebst dem Kö-nige bey dem Papst als kirchen-räuber und Verächter des Päpst-lichen stuhls angab. Hierzu kam, daß er aus einer gantz gerin-gen Ursache alle Clencos seiner viccces in den bann that. Sel-bige nun appellirten an den Ertz-Bischoff zu Rheims, welchersie von dem banne los sprach, und in ihr voriges amt wie-

hin

der einsetzete, welches den Bischofs zu Laon noch mehr erbittert^Diese unruhe nun suchte der König Carolus durch einen o7».äum zu stillen, welcher auch an. 869. zu Pist angestellet, "7,dieser Hincmarus dazu befchieden wurde. Allein er wollte «Aerscheinen , sondern war vielmehr so verwegen', daß er den K»nig nebst vielen Bijchöffen und andern Grossen, öffentlich mbann that. Jedoch brachte es sein vetter aufdemselbigen §7""'60 dahin, daß es ihm der König und andere Grossen verMMund die fache dem 871,060 anheim gestellet wurde. Hierauf vAsammelte man im april einen andern Lynoäum zu Verbelle, amwelchem zwar Hincmarus erschien , als er aber sich nicht zu ew"schuldigen wußte, appellirte er nach Rom. In dem folgend^jähre wurde ein neuer 87N06U8 in dem Königlichen pallall»»Attigny angestellet, welchem auch dieser Hincmarus beywoMlte, ob er schon vorhero seine appellation zu bescheinigen gestEhatte, da er denn von dem Könige als ein rebell, von sam"vetter als ein halsstarriger, von dem Nortmanno als ein m>gerechter, und von seinen ordens-leuthen als ein tyranne aEklaget wurde. Ob er nun wol sich mit dem Könige und st"»'vetter wiederum verglich, und beyden den eyd der treue alEte, auch die übrigen fachen auszumachen ;. Richter annahm^welche ihm sein vetter gegeben, entzog er sich poch kurtz varamwiederum solchem sincücio, und appellirte an den Papst. -U,drianus II. nahm sich auch seiner bey dem Könige und bey Mnem vetter mit grossem eifer an. An. 871. hielte er die MchCarolomanni, welcher wider den König die Waffen ergEund wollte dannenhero die excommunication, welche sein vfter wider ihn ergehen lassen, nicht unterschreiben. Injähre wurde der 871,0605 zu Douzy gehalten, in welchem fvon dem Könige Carolo und seinem vetter Hincmaro gartig angeklaget, und als er bey dem 871,060 vernommen, aMüberzeuget war, ohnerachtet er nach Rom appellirte, und.URichter verwarf, durch einhelligen ausspruch der BistiMseines Bißthums entsetzet wurde. Als er aber nach diesem Eimmer mehr Händel machen wollte, ließ ihn an. 876. KoMssCarolus Cslvus ins gefängnis wcrffen, und zwey jähr dacaVblenden. Nach Carolr tode wurde er an. 879. von dem PßLJohanne VIII. als selbiger in Franckreich war, auf dem Coi,c>-zu Troyes seines bannes widerum entlediget, und ihmneue messe zu lesen zugelassen, auch ein theil der einkünftt Okirche zu Laon zugetheilet. Er starb an. 882. und überlebtenen vetter. An schritten hat er hinterlassen üpittobis vl-Hincmarum ; ttcclamarionem L kroclsmaticmem in Coi>c>Iricsllino Lc. /7a6aanall bist. llüsin. , in cm" '

, 6aII. Cbrill. LVme , bist. Istter. p.; 84-

Hindelbanck, ein schloß , dorf und besondere HerrstEin dem Bernerischen Land-Gerichte Zollickofen, eine kleinevon Bern gelegen. Sie hat vor allem den Edlen von

gehöret, und ist von ihnen an die Edle Stolli und Brüggelck.

und endlich an die von Erlach gekommen. An. 1570. kaw

von Bernhard von Erlach an seinen tochtermann, R"Är->von Bonnstetten, welchen nachmals die von Lombach suceee §ten, denen sie an. 1720. Hieronymus von Erlach, Genera«Schultheiß der stadt Bern abkaufte, und allda ein präcWschloß von gründ auf erbaute. * ^

Hrndelopen, ein flecken in West-Frießland, zwischenvern und Worcum, an der Süderfce, in der Grafschafft ^

qoe, gelegen. Die einwohner daselbst, noch mehr aber in dem ^nachbarien dorfe Molqueren, haben in ihrer kleidung, son>o>. ^in ihrer spräche viel absonderliches an sich , welches man M"nen Überrest von den alten Sächsischen einwohnern anstehet- ^Hindenberge, eine von den ältesten adelichen famE^Pommern. Zu des Hertzogs Ottvnis l. zeiten werden-!^,drich, Hans und Victor, der ältere und jüngere von HM^gberg, in etlichen alten briefen genennet; wie denn auchzu selbigen zeiten an. i;o8. in alten documenten als zeuge m/jjführet wird. Heut zu tage floriret diese familie noch.Pommerland, üb. VI. , ^

Hingham, eine marckt-stadt in der Fvrehvn-Hundred Msüdlichen theile der Engellandischen provintz Norfolcr, M Ajeden benachbarten vrtern klein Londen genennet wird.liegt 8«. weilen von Londen. . M"

Hinghoa , eine grosse stadt in der Chinesischen provA '

kien. tzDte ist der vornehmste ort in einem gebiethe glelty^mens , in welchem die einzige stadt Sienlieü befindlich;aber viel flecken und dörftr unter sich, und ist mit herrlEbänden angefüllet. Das land umher hat einen grosse«an seiden und reis. Nahe bey dem fee Chung ist ein beru^eUpaüast, worinnen man allemal eine grosse glocke klingen oehe schlimm »vetter kommen soll. Oben auf der spitze oes» sickHucung ist ein brmmcn, Hiai genannt, in welchem das'steigt und wiederum fället, wie die ebbe und fluth des n/j/ar-krvr Lbins.

ON, ein an den Mauren der stadt Jerusalem Vabend bey dem brunnen Siloah gelegenes that, wormw«die kinder dem Moloch zu opfern pflegte. Es soll v«"!men von dem besitzer, welcher Hinnom geheissen, »v«dem gefchrey der geopferten kinder bekommen habe»/thal Lenbinnom, wie es im buch Jofuä genennet wird«heissen, als ein thal der winselnden kinder. Der hovethal, wo mqn die kinder verbrannte, ward loxnec g««