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- seinem wercklein von dem zerfall der orakel, Phanias habe ge-schrieben/ daß Petronius i8c>. weiten geglaubt habe/ nach dermeynung Hippiä von Reggio. Auch ziehet ihn der Scholiastedes Arati über das gestirn / die Hyatte8 genannt / an , und Ste-phanus ebenfalls über das Wort Lmelunsres, so wie sie die 8rel-Iv8 ürcLcls8 genennet haben / aus welchem allen zu muthmassenist, daß Hippias in feinem obgenannten wercke über astrologischeMaterien geschrieben habe / und müsse gstrologiLs anstatt strgo-lica oder ärgologics gelesen werden. L« ?/« , bibl. univ. äL8
Hist. profan. Win. I.
-Hippicus / ein berühmter Looks üyricuz, welcher L. 0. 0.214. Olymp, ÜX. I. ü. M. Z444. ü. L. 540. florirte.
, ist der nähme / welchen die Poe-ten einem errichteten ungeheuer gegeben / wovon die eine helfteeines menschen / die andere aber eines Pferdes gestalt haben soll.Man hält davor / daß man gewisse völcker aus Thessalien / wel-che um den berg Pelion gewöhnet/ also genennet / weil sie zu erstder pferde zum reuten ssch bedienet / da denn ihre unwissendeNachbarn sich eingebildet / der reuter und das Pferd wären nureine einzige creatür. Das Wort 0em-mru8 wird gemeiniglichin einer gleichmäßigen bedeutnnq gebraucht / von einigen abernur von solchen monllns, welche halb einem menschen undhalb einem ochsen ähnlich gewesen. Plinius meldet/ daß manzu seiner zeit einen würcklichen und lebendigen HippooLnksu-rum zu Rom gehabt habe. Dieses letztere Wort ist zusammengesetzt von 1 Ti-77<§., ein Pferd / stechen / und
ein ochse.
* -Zippoclus / König über die insul Chio in demAegeifchenmeere; er warfsich aus frecher lustbarkeit auf den wagen einervornehmen jungen tochter / welche einem Grossen des landesversprochen war; die eitern dieser jungen dirne nahmen die-sen unziemlichen spaß für eine beschimpfung auf / und brachtenHippoclum aus raache um das leben. Nach der Hand sollen dieUnterthanen und einwohner des landes mit vielerley Unglück ge-plaget worden; seyn. Sie wurden darüber geängstiget / undnahmen ihre zuflucht zu ihrer gottheit/ und befragten das Orakel/welches ihnen befahl/ ihre Wohnung zu verändern: Hierauf such-ten sie die darzu nöthigen Mittel/ bemeisterten sich der stadt Leuco-nia/ und theilten dieselbe mit den Erythräern / einem Ionischenvolck in Klein-Asien. Diese aber griffen eine kurtze zeit hernachihre bunds-genossen an / und trieben sie so zu paaren / daß sie diebelagerung nicht mehr aushalten konnten; das volck / so,ausChio gekommen war / ergab sich auf discretion / und erhieltennichts als die erlaubnis aus der stadt mit den spinn-rocken inden Händen zu ziehen / und an kleidung gestatteten sie ihnennichts als ein Hemd aufdem leibe. Ihre weider aber verhinder-ten die männer solche schändliche bedingungen anzunehmen/ undermähnten sie den pantzer anstatt des Hemds anzuziehen/ und denspeer und spieß anstatt der spinn-rocken zu nehmen / welchem sienachkamen / und die Erythräer durch den unverhofften ausfalldermaßen erschreckten/ daß sie die belagerung aufhuben. L/«-
cle virtuke inulisrum.
-Aippocoon / ein söhn des Lacedämonischen Königs Oebalivon Gorgophone / einer tochter des Persei. Weil er feinen bru-derTyndarum aus dem Reich verjagt hatte/ so^erschlug ihnHercules / worauf letzt-gedachter sein bruder ihm succedirte.
I.3L0N. üb. III.
Aippocrates / welchen man den Fürsten-der ölsäiLorumnennet, wurde st. V. 294. Olymp. ÜXXX. g. ül. ;;i4. L.460. in der insul Cos gebohren. Er war ein söhn des Heraclidisvon der Praxithea / und will man sein geschlechte von dem Her-cule und Aesculapio herführen. Sein alt-vatter Gnosidicushatte schon ein buch von den brächen geschrieben , nach des Ga-ieni meynungen. Anfänglich legte er sich aufuntersuchung dernatur, und nach diesem begunte er die bcschaffenheit des mensch-lichen cörpers ins besondere genau zu erkundigen. Cr war dererste, welcher gewisse reguln von der Medicin auffetzte. Er ver-kündigte eine pest zuvor, die aus Illyrien kommen sollte, welchesihn so berühmt machte, daß die Griechen ihn als einen Gottverehrten , wie denn auch alte scribenten ihn rühmen. Seintodes-jahr ist sehr ungewiß, und wird so gar von etlichen bis indie LVI. Olymp, hinaus gesetzt. Das glaublichste ist, daß erOlymp. 01. I. 0. 0. ?78. ü. ÄI. ;6c>8. L. 0. ,76. im 8;. jähredes alters verstorben. Seine söhne waren Draco und Thessalns;sein schwieger-fohn Polybius, und sein disctpul Dexippus, habenseine wissenschafften fortgesetzt. Er hat vieles geschrieben. Mar-cus Fabius Calvus übersetzte seine wercke in das Lateinische,welche an. r 5 z 2. zu Rom gedruckt wurden. Hieronymus Mer-curialis druckte sie an. i; 88. zu Venedig beydes in Griechischerund Lateinischer spräche. Nach der zeit sind sie an. i;s;. zuFranckfurt mit des Foesii Übersetzung, und an. i6;y. zu Parisgedruckt worden. Hiernächst hat sie Antonius von der Lindenan. 1668. zu Leiden in 2. octav-bänden auflegen lassen.
Üb. VII. L. ;7. L lib. XXVI. c. 2. 5«r-
ttai. OM/e/ /k (ls la UelleLlne.
* Hjippocrates, ein Oeomekra, lebte ungefehr 500. jähr vorChristi geburt. Pythaqoras jagte ihn aus seiner schule, dieweiler geld genommen, andere die Mathematic zu lehren.
* , ftst-tage zu ehren Neptuni; die Römererbaueten ihrem Neptuns fguestci einen tempel, und wiedme-ten ihm em fest, welches die Arcadier ülixpocrsria genennet
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haben; die Römer nenneten es hingegen Oonlüslis. WahrAdiesem feste waren die pferde und maulthiere von aller arvmfrey, und man machte sie durch alle straffen der stadt Rsssspatzieren, mit prächtigem zeuge und blmnen-kräntzenzieret.
-Zippocrene, ist ein berühmter brunnen in Vöotien , ^wen dem berge Helicon. Es wird vorgegeben, daß se>lEvon Cadmo, welcher die freyen künste wiederum iu-Mnd Abracht, erfunden worden, weswegen ihn die Poeten fürbmMusen-brunnen ausgegeben, welcher auf derjenigen stelle e>>^sprungen, wo das pferd Pegasus mit seinem susse hingeW^gen. Ovr/ir«/, metamorpb.
^ippodamia, war Oenomai, des Königs von Elis u>^Pisa tochter. Nachdem dieser Fürst von dem Orsculo vernommen, daß er von seinem schwieger-sohne würde umgebracht >vAden, that er gegen die freyer seiner tochter, um ihrer los zu wAden, diese erklärung: daß allein derjenige, welcher ihn im E,rennen überwinden würde, sie haben , und hingegen derwundene getödtet werden sollte. Er schlug aber diese bedinaEdeswegen vor, weil er überaus schnelle pferde hatte, so daß ^fabel von selbigen berichtet, daß sie von den winden gebE''worden.Allein so hart auch diese Vorschläge waren,so verurfaUdennoch die unvergleichliche schönheit der Hippodamiä,sich ihre liebhaber dadurch im geringsten nicht abschrecken «sssen. Ihrer dreyzehen, die allesamt ihr glück versuchten/musten ihr leben einbüssen , bis endlich Pelops, Tantali Esich zum wett-rennen anbot , welcher listige freyer Evorhero Myrtillum, des Königs kutscher, mit gelbe bestoEdaß er mltffelß vergaß , vor die achfe des Wagens etwas voEstecken. Dieses nun verursachte, daß das rad zerbrach, wobu^der König fiel, und todtlich beschädigt wurde. Doch lebte /noch so lange, daß er Myrtillum verfluchen, und seinem E,ger-sohne befehlen konnte, seinen tod nicht ungerochen zu lEwelches dieser auch that ; denn als der treulose kutscherPelope den versprochenen lohn forderte, ließ er ihn ins n>^werssen. Ovra,«,.
Hippodamus, war der nähme 1.) eines Milesiers, de^vatter Enryphon geheissen; welcher am ersten unter denjeiE!so nicht in öffentlichen ämtern gesessen, sich unterfangen, et""von gutereinrichtung eines gemeinen Wesens zuschreiben,innen er dreyerley Personen erfordert, nemlich handwcrcksttlhe, acker-leurhe und soldaten, die einkünfte aber also eingE 4baß einige zu dem gottesdienst, und andere zu den öffentlE,Nothwendigkeiten, das übrige aber zu der privat-personen avst'derlicher nothdurft gewiedmet seyn sollte, üb. II-
c. 8- 2) Eines Pythagoräischen kbilolopbi, welchenvoriLum und lmücum beygenannt, dessen lehr-satze bey LtStobao zu finden. Eines Milesischen Baumeisters, >vel^den berühmte» Piraeischen Hafen zu stände gebracht, weswH,man den platz vor solchem Hafen Üippostamlam genennet.
Es wird auch eines Atheniensifchen bürgers, nahmensdamus, gedacht, welcher sein Haus in Piräeo der Repnbn^Ipschenckt, damit gemeldter Hafen desto füglicher gemachtkönnte. 5c^o/. r-r ,
*Hippodorus, ein Athenienser, von dem geschlechte Esrdes bekannten und sein vatterland liebenden Königs. D ^Hippodorus, um sich den nahmen eines gerechten FürstenF^werben, und »„parteyisch und gerecht zu scheinen, befflflo^meistens gegen die fcinigen und die nächsten anverwandten, Kgrosse strenge auszuüben. Er gieng aber darum so wett,er eme dirne, welche er mit einem jungen menschen in MiSsM,ltcher liebe angetroffen, lebendig mit 4. Pferden hat vervl^len lassen, , var. bist. ^
UlkkOOffoNI, (von dem Griechischen «7777-« einund der lauf) wurden bey den alten Grieche ^Römern gewisse örler genennet, innerhalb deren manne wett-rennen mit Pferden anstellete. Man siehet zunicht weit von dem triumph-bogen des Kayscrs Titi die m ^von einem lüppostromo, welcher zu dem pallast dergehört. Nahe bey der kirche 6! St. Agnese sind von A jNandern Hippoclromo einige überbleibungen anzutreffen, ißder gegend , wo die kirche 61 8. Lrocs in Oierustttem istvvormals des Kaysers Aureliani ftiner gewesen. DerjcEOsi,chen Julius Cäsar auf den, Palatinischen berge ang/ss' Mund welchen sein Nachfolger, Augustus, vollendet, HM p ißallen Römischen Ilipxoclromis den vorzug gehabt,.insgemein der grosse Oircus genennet worden, welchesWort von vielen als ein synonymum des Wortsgebraucht wird. Zu Mayland hat sich vor alters eMort in^ derjenigen gegend befunden, wo man jetzo d>e ^ «svon St. Maria Maggiore siehet, und nicht weit davonanderer gestanden, welchen man der sonne gewiedmei u MZu Constantinopel hak der Kayser Constantinus lVl. eExoäromum bauen lassen , welcher an schönheit nirgenov jel zl»gleichen gehabt, und wovon noch heutiges tages M *sehen ist.
Hippolftein, siehe Hilpoltftein. , ,
-Hippolyte, war, nach den Poetischen fabeln, «m
der Amazonen, wider welche Hercules von feinem 0«.^,„>n
Ober-Herrn Eurystheo, Könige von Mycenä, ausgeM"de, mit befiehl deren säbel, oder, wie andere schrelve»