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insul hat seine refldentz daselbst. Auch ist allda die Königli-che Cantzley und ein Ertz - Bischofs/ welcher den Bischofs derstadt äs Is Conception äs 1 s Vega von selbiger inful, denBischoff von Juan äs Porto - Ricv , den Bischoff von der in-su! Cuba, nebst dem Abt von Jamaica unter sich hat. Esgiebt auch auf selbiger insul ein Domimcaner-und Francisca-ner-kloster, 2. Nonnen-klöster, ein Lalleglum, so mit 4000.ducaten einkommens versehen / und ein Hospital mit 22000.ducaten. Es wird auch daselbst muntze geschlagen / und wur-de in vorigem Lculo grosse Handlung getrieben; allein nach-dem Neu - Spanien entdeckt worden , hat die Handlung undmenge der einwohner in Hispaniola sehr abgenommen / derge-stalt / daß nicht über 2000. einwohner in der gantzen insul /sowol an Spaniern als Negros oder Mulattas / welche letzte-re von Spaniern und Indianern gebohren, sich befinden.Franciscus Drake eroberte an. i^s. Sän Domingo, undverließ es nach einem inonate wiederum, nachdem er eine gu-te summe geldes dafür bekommen hatte. Die andern merck-würdigen städle sind Conception äs Is Vega, von Chnstopho-ro Columbo erbauet, 20. meilen von Sän Domingo, welcheeinen Bischöfflichen sitz hat; so bann Sän Jago äs los Cabal-leros , welcher ort in einer angenehmen gegend liegt, und Puer-to äs Is Plata, so ein vest castell hat. Es giebt viel insulnum Hispaniola herum. Nahe bey Navaza, so eine davon ist,findet man einen wunder-quell, welcher eine halbe meile vondem lande in der see r6. schuh tief unter dem wasser anzu-treffen , und nichts destoweniger so starck heraus springet, daßman mitten unter dem saltzigten frisch wasser aus demselblgenhaben kan. Die Spanier haben in den ersten zeiten inner-halb wenig fahren in die zoooooc». von den einheimischen ein-wohnern hingerichtet, und würden ohne zweifel, wann ihnenCarolus V. nicht einhalt gethan hätte, alle mit einander aus-gerottet haben. La^4o/. (?«/«. Le^/r». /.«er. äe-
Icr. Inä. Occiä. Iil>. I.
Hifterreich, siehe Istrien.
Hiftiäus, ein Tyranne von Mileto, siehe Hestiäus.
* , waren spieler in den comödien und tra-
gödien, welche auf den rbestris agireten. Sie sollen am er-sten aus Etrurien nach Rom gekommen seyn, Lrv,»,, VII. 2.allwo in den aufgeführten schaufpielen die Diftriones das an-wesende volck mit tantzen und poßirlichen Minen am meisten di-vertirten. Nach dem aber die Person war, welche ein IWriovorstellte, nach dem war auch seine kleidung. Also zum exem-pel präsenkirten sie den Apollo mit einer zitter, den Bacchummit epheu und grünen stauben gecrönet. Die Lateinische Kö-«ige führten die Würlones auf mit einem krummen wahrsager-stabe, (Lituo) einen Römischen Feldherrn aber in seinem feld-fchmuck (psluäswm) mit einem lorbeer - krantz, purpur undvielen bedienten. In der Hand trugen alle agirende IWrioueseinen kurtzen krummen stab, ihre gesichter aber waren mit lar-ven überzogen. Wer diese mode erfunden, weiß man nicht;indessen ist gewiß, daß die IWriones nicht allein in schau-spielen, sondern auch bey gastereyen grosser Herren, LrE,XXIX. 6. und in kunsribus inäiÄivis, Vesp. Iy. ge-spielet haben; so öfters sie aber gebrauchet wurden, und sogroß ihre anzahl in Rom war, tractirte man sie doch als ge-ringe und verächtliche leuthe, welche zwar noch ehrwürdigerals die fechter und Verhöres, aber dabey geringer, als dieknechte waren, und so wenig als jene zu einer ehren-stelle ge-langen konnten. Weil auch diese muthwillige bursche ihre frey-heit sehr mißbrauchten, und andere ehrliche und ansehnlichemänner mit ihren unverschämten zungen schmäheten, pflegtendie Obrigkeitlichen Personen ihren gebrauchten frevel hart zubestrafen, absonderlich, wenn sie vornehme männer durchge-zogen hatten. WssE , Dexic. sntig. k. V.
-f -Hilde, oder Hythe, ein flecken und fee-hafen in Engelland, indem fud-ostüchen theile der GrafschafftKent, so man sonsten auchHeane nennet. Dieser fee-hafen ist einer der Cinque-Ports.(siehe den artickul Cinque - Ports.) Er liegt west-süd-westgegen Dover, und nicht ferne von dem schlösse Sanqate;der Hafen sechsten aber ist keiner von den besten. Die Altenhaben diesen Hafen schon unter dem nahmen korms Demsnlgekannt, und muß er von den Römern sehr vielfältig besu-chet worden seyn, weil man noch einen grossen Römischengepflasterten weg daselbst findet, welcher eine via milirsris ge-wesen, und von dar nach Canterbury führet. Der fleckensechsten hat über dieses noch die freyheit, einen Deputirtenin das untere Parlements - Haus zu senden. E/.
, tom. I. c^»er//s, DIL DcoZrspk.
Hittlerschantze, ist unweit Pinneberg, in Stormarn, ge-legen , und wohl bevestigt.
Hitzacker, Hitzger, Aiddeoacker, ein in der Braun-schweig - Lüneburgischen Grafschafft oder Furstenthum Dan-neberg gelegenes Amt und städtlein, in einer lustigen gegendan der Elbe, wo dieselbe die Jrtze zu sich nimmt, zwischenDomitz und Lauenburg. Hertzog Auqustus hat von an. 1604.bis rü;6. seine refldentz allhier gehabt. Dieser ort hat son-sten denen von Bülow gehöret, welchen Hertzog Otto zu Lü-neburg wegen verübter rauberey an. 1468. denselben abgenom-men hat. wpngr. Lrunluic. p. I I8-
Hitzkirch, eine Commenthurey Teutschen ordens, in derEydgenvßischen Vogtey der freyen Aemter gelegen.
Hit h 0 a
* Hitzler , (Daniel) ein Würtemb. Tkeolo^s, war in ^städtlein Heidenheim den 28. sept. an. 1576. gebohren. ^^dirte in den klöstern Blaudeuern und Äebenhausen, uns«an. 159;- an in dem Fürstl. Lrixsnäio zu Tübingen, »»er auch die sslsgiüsr-würde, und nachgehends eine Nepetei"-^stölle erhalten. Hierauf wurde er an. 1600. Diaconus zu Av ^fingen, und bald darauf Rskormsror des Priorats Reichca^xalss dein «Lchwartzwalde; folgends Special - Supertntenound Stadt-Pfarrer erstlich zu Freubenstadt, hernach zu EU'gen. An. rüio. bekam er von den Ober-Oesterreichifchenr«'^Ständen einen beruf zu der vornehmsten Prediger-stelleLintz, welche er zwar, nachdem er vorher verschiedene amstellen ausgeschlagen, endlich auf vieles zureden und bitten ^genommen; aber zu seinem Unglück. Dann er hat gleich. U-feiner ankunft zu Lintz mit den dasigen Jesuiten viele oE'lichkeiten bekommen, als welche ihm nicht nur seine pred'Mheimlich nachgeschrieben, verfälscht und widerlegt; sondern Uß,auch mit gift nachdem leben gestellet, welches ihnen aber » Alungen. Endlich haben sie ihn an dem Kayferlichen Hofe r«allerley vorgeben dergestalt angeschwärtzt, baß er den1621. gefesselt und in das maleficanten-gefängnis geworli ^auch erst den 26. jan. des folgenden jahrs auf viele sm«'Dwiederum erlassen worden. Hierauf zog er mit seinerin sein vatterland, und ward anfänglich Special-VUperws»,dent und Stadt-Pfarrer zu Kirchen unter Teck, folgends ^neral-Superintendent und Abt zu Bebenhausen, und dann ^ ,ltch an. I6;r. Probst zu Sluttgard. Von hieraus ist er .jj,iü;4. nach der Nördlinger - schlacht mit Hertzog Eberhard ^m das sxäium nach Straßburg gegangen,, und allda de" .^sept. an. am schlage gestorben. Erst 2;. jähr nach V-nem tobe hat ihm der Tübingische Cantzler D. Wagner eim ^rentation gehalten, welche daselbst unter dem titul: östeUhslDirleri relülcitsts, an. 1659. in 4. gedruckt worden. -".He-ber Theologie hat er auch die Music, Ticht-kunst und ich« pmatic stndirt. Er hat einige mathematische instrumE 0,funden, und Orsrionein äs krLitsnüs ifieologise; östonovsm <Lc. drucken lassen. äicls. biogr. sä sn-
< 7 «,o/r memorsbilia. Memoi. Tk. X^ürremb-
sä/. msnuscrJ .
klUKLVHL , ein besonderer Mönchs - orden bch.^ieTürcken, dessen stifter Herevi oder Hizr war. Dieser' ^zu des Orchanis II. zeiten gar armselig, quälte sichsten, seufzete und weinte mit solcher Heftigkeit, daß, dercken vorgeben nach, auch die Engel vom Himmel gekorn ^um von seiner strengen busse zu zeugen. Er soll in dersehr wohl erfahren gewesen seyn, dergestalt, daß er cch"gen, so in seinen orden getreten, golb anstatt der aMs-ge-geben. Er soll grün gekleidet seyn gegangen , sehr nEchPlebet, ihm seine kleider selbst bereitet, auch die speisenkloster selbsten zugerichtet haben. Er hat zu dengrosse stistungen gethan, auch zu Cairo und BabYlch',ASmen-häuser gestiftet. Sein grabmahl ist zu Prust, ^ Wo-durch viel pilgrame besucht, und von andern gar reicybet wird. Sie haben zu Constantinopel ein kloster g-aber nicht so eingezogen, als ihr stifter. w
I'Lmxire Ottomsn. liv. II. c. 20.
^ Hoaignan, eine von den grossen städten in Chinch.,sachte in der prvvintz Nanking. Sie liegt an dem auslamsts Hoang, in dem meer-busen von Nanking. Sie hatdere städte unter sich, benanntlich, Cingho, Gantung,
Moyang, Hoy, Canin, Pi, Sociven, und Kiuning-gnan ühertrjft an reichthum der Handlung wegen, und antigen gebäuden, viele andere benachbarte städte; ohnftrw ^,i>-ist ein berg, welcher Zocheu heisset, worauf ein prächug ^cpel und ein schönes kloster stehet, darin» sich alle ^der gantzen prvvintz öfters aufzuhalten pflegen. Tueüberhaupt, und sonderlich diejenigen , welche in diestw gesich aufhalten, sind sehr hoch bey dem volck geachtet, «messen grosse freyheiten. In dieser prvvintz sindworunter der grosse see Lehn sehr fischreich ist. Olw^ xMpfule Hung, welcher der stadt gegen morgen liegt, <
und dem lande sehr einträgliche faltzwercke. ^ v.
Xmbssssäe äes DvIIsnäois vers LLmxereur äs 1s Onw »
UNd , Diel. OeoZrspk. .
Hoang, ist der gröste fluß in dem Königreiche CHA es.ches wort m Chinesischer spräche gelb bedeutet, und au .„F»heisset, als der gelbe siuß. Er entspringet in dem /yslan China gleichenden Königreiche Lossa oder Baranw'^jBgegen die Tartarey, wendet sich aber endlich gegc»kommt zwischen der grossen mauer durch inmet sich aber nachwärts, und gehet wieder zurucc ^mauren in die Tartarey, da er sich wiederum oitw«§d«. und ,wm.u^-u m-ur-».d»r«, L
king vorbey, in das Chinesische Meer läuft, nachvknen weg von 17s. meilen gemacht. Er ist stets "" ^
überdecket.
Hoangt, der dritte Konig oder Kayser in Chcna-dirte dem Lin-nung, und soll 100. jähr regier lhav^ivnähme ist in China gar berühmt, weil er einen60. jähren erfunden, nach welchem sie stets ihredie reqiernng ihrer Könige gerechnet. Er machte gute serweiterte seine Herrschaften. 4-2, ^. snug-«