Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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* Hoelda, ein Brittischer Printz, wurde von den Sachsen

verjaget, und setzte sich hernach in dem Hertzogthum Wallis.An. 914. versammelte er die vornehmsten seiner Unterthanen,( worunter er ungefehr 150. Geistliche zehlen konnte,) an ei-nem orte, das meiste Haus auf dem Taf genannt: daselbstschaffte er die alten land - gesetze ab, deren sie sich in Britan-nien ehedesscn bedienet, und gab ihnen neue, welche daher vonseinem nahmen Hoeldas - gesetze genennet werden. Man hatnoch einige exempisris MÄlmtdripts davon in Lateinischer wieauch in alt Brittischer spräche. Aber Eduardus l. änderte an.1284. einen theil davon; nach ihm machte auch Henricus VIII.eine grosse änderung darinnen, und gab den Waüisern anderesatzungen. ßlollsrium srcÜTologiLum.

* -Aoelling, (Joh. Conrad Stephanus) ein LutherischerTKeoivLu«, war zu Hannover den io. aug. an. 1687. geboh-ren. Nachdem er zu Hause in der Lateinisch - Griechisch - undHebräischen spräche einen sattsamen gründ geleget, reisete er an.(705. nach Helmstädt, und hörte allda in allen einem zukünfti-gen TKeologo nothwendigen studien die berühmtesten Lehrer,worauf er sich an. 1709. wiederum nach Hannover begab, unddaselbst auch andern jungen 8tuäio6z die Philosophie erklärte.An. 1710. besähe er die Holländische Academien, machte sichvornemlich mit den dasigen Gelehrten bekannt, und that sodannferner eine reise nach Engelland, allwo er sich die meiste zeit zuLonden, Orford und Cambridge aufhielt, und an. 17". indem Lollegio, tke Lourt oft^ueeiLs bsnck st ^Litmintter ge-nannt , alle Vorrechte eines gebohrnen Engelländers durch einenbesondern naturalifations - brief erlangte, an. 171;. aber zu ei-nem mitglied der Societät äe propsgsnsts kläs erwehlet wur-de. Hieraufkam er zwar wiederum in Hannover an, weil eraber sich nicht so gleich eine ansehnliche beförderung versprechenkonnte, reisete er an. 1715. nach Gröningen, nahm allda, nacheiner äe Lsrtyliis Veterum ohne LrTliäs gehaltenen und an.1724. zu Leipzig wiederum neu - aufgelegten disputation, dengrsäum eines MsZllkri an, und verfügte sich zum andern malenach Engelland, da er dann sich abermals die dasige bibliothe-cken und Manuskripten treflich zu nutze machte, und darausverschiedenes sammelte, so er ohne zweifel wurde ediret haben,wann er länger gelebet hätte. Als er nun von dar an. 1716.in seiner vatter -stadt angelanget, wurde er an. 1717. zumLroksllore am Lymnslio zu Göttingen ernennet , bald daraufaber und ehe er noch diese bedienung antreten konnte, zum Pre-diger und Mjrmeio bey der Johannis - kirche in Hannover, in-gleichen zum Hof-Caplan an der schloß - kirche beruffen, wo-bey er zugleich den damals in Hannover befindlichen unterschied-lichen Lords und andern vornehmen Engel-ländern zu gefallen,alle sonntage in der Englischen spräche zu predigen, und einenprivat - gottesdienst mit ihnen zu halten pflegte. Nach diesemward er an. 1724. ?süor primsrE und Superintendent in derGrafschafft Delmenhvrst, an. 1728. aber General - Superin-tendent und kstlor primarius zu Alfeld, wie auch Churfürstli-cher Cölnijcher Consistorial - Rath ür>§. Lonk. zu Hildesheim,in welchen ämtern er auch stund , als er an. 17; z. das zeitlichegesegnete. Man hat von ihm eine einleitung zur weltlichen Kir-chen-und Reformations - Historie des Hoch-Stifts Hildes-heim , nebst unterschiedlichen kleinen schritten in Teutscher undLateinischer spräche. Seine Luriols krlcsnmcs aber, welchein vier wmi's gedruckt werden sollten , find, weil er darüberverstorben, nicht heraus gekommen. />//lonco - esc/, k. V.

-Aöltzlinus, ( Jeremias) Professor der Griechischen sprächezu Leiden, war von Nürnberg gebürtig. Er studirte anfäng-lich zu Augspurg mit solchem succeß, daß er alle seine Mitschü-ler sowol in der Griechischen als Lateinischen spräche übertraf,legte sich aber hernach auf die Philosophie zu Altorf, und weiler ein guter Grieche war, bemuhete er sich, daß er die altenausleger des Aristokelis, den Themistium, Alexandrum üpkro-clis-rnm, Simplicium und Ammonium in ihrer original - sprä-che lesen möchte. Er nahm auch den Platouem vor, und lieb-te über diß die Stoische Philosophie gar sehr. Nachdem er 8.jähr auf solche art zugebracht hatte, wurde er NsZMsr, undlegte sich auf die Theologie und das Hebräische. Hierauf wur-de er IleÄor zu Amberg in der Ober - Pfaltz, allein wegen desdreißigiährigen kriegs muste er sich von dar weg nach Bremenretiriren, nachdem er seine besten fachen verlohren. Der Grafvon Bentheim trug ihm hleraufdas Rectorat zu Nhede an, erstarb aber gleich darauf; auch bot ihm die stadt Ham derglei-chen an, weil aber die Kayserlichen durch ihre streifereyen dasland sehr unsicher machten, wollte er „ch in solche gefahr nichtwagen. Er wandte sich dannenhero nach Leiden, und publicir-te daselbst eine Übersetzung der Psalmen, welche gar wohl ge-macht war. Er wurde zwar nach Middelburg und nach Brietberuffen, allein sie wollten ihn zu Leiden nicht weg lassen, son-dern gaben ihm die Profession der Griechijchen spräche , dieVoßius niedergelegt hatte. Er unternahm den Apollonium ssko-üium in das Latein zu übersetzen, und ob er gleich mit der Was-sersucht befallen war, auch dadurch so abgemattet wurde, daßer zuletzt nicht die feder mehr halten konnte, brachte er es dochnoch zum stände, daß es 6. tage vor seinem tobe fertig wurde,indem er, was noch fehlte, vollends darzu dictirte. Er starbden 2;. ja», an. 1641. hinterließ aber keine kinder.

-Aoencourt, so wegen der Franzosen Niederlage an. 1642.berühmt ist. Es ist ein Ertz - Bischöfflicher sitz von Cambray in

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den Niederlanden . wovon es i. Teutsche Meilen nord-n-Awarts, und noch nicht so weit von Arras süd - ostwärts entl"Net ist. steter. LelZü.

-Aöpfnerus, (Henricus) war in Leipzig an. 1582.de»»-'nvv. gebohren. Seinen vatter mit ihm gleiches nahmens, "Pfarrherr in der Vorstadt St. Georgen war, verlohr er, d»kaum das zweyte jähr erreichet. Doch ließ ihn sein stief-wohl erziehen, und in dem 19. jähre seines alters ward er °Leipzig unter die Churfürstliche sstumnos aufgenommen.

1612. bekam er die krofessionsin laogicL8. An. 1617. erlsns.er die vierte theologische stelle zusamt der inspection über die ^xenciiawz Tkeologike. Daraufer dann in eben demiew's.^jähre an dem Lutherischen Jubel-feste den 6. nov. TKeowsOodkor worden. Er hatte sich durch seine deutlichkeit und s.lehrsamkeit in solche Hochachtung gesetzet, daß ihn Ir>U»WBenedictus Carpzov , Martinus Geyer, Abrahamusund Hieronymus Kromayer in seinen collegiis hörten, ev'U.sachtet sie bereits in öffentlichen ämtern stunden. Man derihn auch an. 1616. nach Altorf, und nachgehends an. ^nach Marpurg , doch blieb er in Leipzig, und wurde daw ,das folgende jähr in dem grössern Fürsten - Lollegio Lew"in welches er schon an. 1609. aufgenommen worden. An.,r°^wurde er auch mit in das conlistorlum gezogen. Lsnonwm ^Zeitz aber ist er schon an. 162z. gewesen. An. 1628. wurde ^zu einem Lsnonieo zu Meissen erwehlet, und bald daraus^das Capitul, auch endlich unter, die vecemvirob der Acadchlxnut angenommen. Nachdem er aber das 60. jähr nocy »>,,völlig beschlossen hatte, muste er sein leben endigen. Ulssfssnen schriften befinden sich Lsxonis Lvsngelics; cls ßulkifieb -ne vomin>8 keccstori8 ; Loinmentsr. in pfsl. VIII.; irE.scl fslutsrem ul'um VoenL vomini ; Lomment. in kssl-vssputstiones IkeoloZicL; Lollegium piblicum in g"!ssj;xriore8piäei srtieulos sä orclinem portsseuli hiblici 8ebeNS ^Lommentsrius in kfslm. XOI.; vxplicst. in kfslm. si»^ Mseinem tode heraus gekommen. Einige wollen ihm auw.^,grösten theil von der Vertheidigung des Evangelische»Apfels beylegen; allein andere wollen es dem Makthlä^ schreiben; doch finden sich auch einige, welche behaupte» ss«,dieses werckv. Gerhard verfertigt, Hoe aber die präsatio»^,gefügt. , msmor. in elogio ficeptnett»

guost xrssmssit sssgog. LesnL vomini. ^

-Hörnia, eine adeliche familie in Schlesien, welche Mstadt Vreßlau viel brave Rathsherren und Landes - Haupts,gegeben. Sie ist von dem adelichen geschlecht von Hor»'^ches an dem Rhein florirt, unterschieden, und stammet pe» 0.Antonio Hörnig, einem Breßlauischen ksrrioio, so a»-"^den Adel - stand erlanget. Sein enckel Paulus besaß daslehn zu Neumarckt, Kvdeling, Bogenau, Pöxelwitz^»Schmoltz, und wurde an. 142;. Rathsherr zu Breßla»-söhn Balthasar brachte auch das Burg - lehn Lissa an sichre»kam an. 1471. zu Breßlau in den Rath. Unter seine» >L,hatte Paulus die Burg - lehn zum Neumarckt und zu ^iiward an. 1487. Rathsherr, und an. 1508. Landes-Haupt»zu Breßlau. Seine andere gemahlin, Magdalena vongebahr ihm Petrum,welcher an. 1552. als vecrewrum ^ Mtr>8 und Lsnoniou8 zu Breßlau gestorben, und Balthasarckw ^Lissa, Strelitz und Dresky, dessen vierter söhn Abraham '.hekMaltheser - Ritter gewesen. Von seiner ersten genialE Fhinterließ er Georgium auf Weigwitz und Kreickau , 'Landes - Hauptmann zu Breßlau an. 1552. mit tode av^„,Sein söhn Otto aufMalckwitz war ss v. 0 . wie auchcher und BMofflich - Breßlauischer Rath, und hinteMMSMalckwitz, Lissa, Bogenau , Kreickau,und Krolckwitz. Er zeugte zwar mit einer von Mettich »-gü-davon aber einer an. 1645. im duell erstochen ward, unddere in der jugend starb. Sind also damals und auw' sovorher alle die viel und wichtige güther und liegende as,"., posmdiese familie in dem Fürstenthum und der stadt Breßl»ff^ sLsen, an andere besitzer verkauft worden. Jedoch florirt ei -milie noch in dem Oelsnischen Fürstenthum, und levu ^1719. daselbst Carl Friedrich auf Manckerwitz, von»a>-^otPaschlerwitz, ingleichen sein bruder Gottfried Wilhelm/,zu Kachel, welche beyde mit männlichen erbenLuca Schlestsche chronick. wapenbrauch«

OlbnoZrspN. und Schlestsche curiositäten. .

'Aörselberg, lat. ösion8 Korrisonus, ein hoher bergringen, zwischen Eisenach und Gotha, so von dem MckMden nahmen bekommen. Es soll ehemals darin» ein >a?kasMgeschrey gehöret worden seyn, dahero man geglaubt, das p, ;S-das fegfeuer wäre. Hnmgm. rer. Tkur. wm-

Gregor, jetzt - florirendes Thür. p. 24. Tromsdorffs ^

-Aöschelius, (David) ein gelehrter mann von A»G vi>!'gebohren den 14. april an. 1556. Er wurde bald anta'^.^jy^seinen eltern zur schule gehalten, da er dann nebst der ^ Msschen eine sonderbare neignng zu der Griechischen lpr«Hö,cmsich blicken ließ; wie er dann bereits ausschulen de",^Mtem, Demosthenem, Plutarchum, Hervdianum, AU MHesiodum, und andere Griechische scribenten fleißigUniversitäten las er den Platonem, Xenophontem / ^ Edem, Eustathium. Als er nun den gründ seiner st",gelegt halte, besuchte er verschiedene Academien vonland, und nachmals andere provintzen von Europa,