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läufige belesenheit hervor. Zrr den Materien seiner akademischenabhandlungen , deren er viel geschrieben , wehlete er nichts ge-meines, und was er schrieb, das schöpfte er aus den bestenquellen. Es ist zu bedauern, daß ihn der tod m seinen rühmli-chen Unternehmungen gestöret hat, welche die erlauterung deralterthümmer der Rechtsgelehrtheit, sonderlich der Teutschen,und überhaupt das Wachsthum der wissenschafften zum endzwe-cke hatten. Erwürbe den 12. nov. an. 17;?. unvermuthetdurch einen schkagfluß dahin gerissen, da er noch nicht einmaldas dreißigste jähr erreichet hatte. Ausser vielen dissertationen
sind seine schriften folgende: Lider (mMlsris sä I.. ßudsm äsftäulteriis cosroeiräis , tN 4. I 7 ll» Orsäo in Odimm LrstrisLdrilt. Locdofreäi, i 7 i 5 - Keletemsts Losäsmios sä ksnäe-Äss , in 4. 17;?. Odservsüonssßuris Lermsnici, in 8. i7?8.Sammlung ungedruckter Urkunden, II. rom. in 4. rc. Gelehr-te Zeitungen.
* Hofmann, (Adolph Friedr.) ein Artzt, war im julioan. 170;. zu Leißnig gedohren, wo sein vatter in dem Kvniglich-und Churfürstlichen Amte als Lrodivsrius gestanden. Im jähr1-717. ward er auf die schule nach Freyberg geschickt, allwo ersich vornemltch auf die Griechische und Hebräische spräche legte..An. 1721. begab er sich nach Leipzig. Nebst den übrigen theilender Philosophie legte er sich auch aufdie Mathematic, und erhiel-te an. 1724. die würde eines Magisters. Sein Lehrer, Dr. Rü-diger , hielt ihn so hoch, daß er ihm bey anhaltender Unpäßlich-keit seinen lehr - stuhl vertraute. Er beflisse sich Hiebey insonder-heit der Artzney - kunst, und ward an. 17;!. in Erfurt Doktor.Er lehrte hierauf in Leipzig wiederum andere bis an sein ende,welches den 14. aug. an. 174a. erfolget ist. Seine schriften sindnebst verschiedenen dissertationen : Lommemmio äs ßurimn <LObligsciormm Lollüioos ex prinoipiis .surisprnä. List. GedaN-cken über Herrn Wolfs Logic ; einige Einladungs-schriftenvon dem gegenwärtigen zustande der gelehrsamkeit rc. Beweis-thümmer derjenigen Grund- Wahrheiten aller Religion und Mo-ralität , welche in der Wölfischen Philosophie über den Haussengemorsten werden wollen, nebst einem anhang von dem Werther-mischen Bibelwercke; Vernunft-lehre rc. Gelehrte Zeitungen.
* Hofmann, (Hans) ein mahler von Nürnberg, gab seinegrosse geschicklichkeit m stücken von öl - färben, vornemlich aberin kleinen mit gummi - färben und in Miniatur, zu erkennen.Er copirte nach dem Albrecht Dürer so schon, daß viele, auchkunst - verständige, solche copien vor Dürerische originalen an-gesehen. Dieser kunst wegen begab er sich nach an. 1^84. zuKayser Rudolpho II. aufWien, und hinterließ viele stücke vonseiner arbeit daselbst, ist auch allda an. 1600. gestorben. Dop-pelmayr.
-s Hofmann, (Samuel) ward zu Zürich gebohren, allwosein vatter ein Pfarrer war. Er begab sich in Holland, um dieMahlerey bey Rubens zu erlernen. Nachdem er grosse geschick-lichkett erlanget hatte, begab er sich nach Amsterdam, da er sichniederliesse und verheurathete. Einige zeit hernach reisete er mitseiner gantzen familie nach Franckfurt, da er viel Portraits undschöne Historien - gemählde verfertigte. Er starb am podagraan. 1640. Seine wittwe begab sich nach Amsterdam mit ihrenkindern, unter welchen zwey töchter waren, die artig mahlenkonnten,
* Hofmann, (Johann Adolph) ein klülolopkm und Lri-tlLU8, that mit jungen lenthen etliche mal reisen in fremde län-ger , lebte hernach zu Hamburg vor sich , ohne öffentliche be-dienung, gab politische Anmerckungen über die wahre und fal-sche Staats - kunst, Hamburg 1725. in 8. zwey bücher von derZufriedenheit; Übersetzung von des Kaysers Marci Antoninibetrachtungen über sich selbst, wie auch von Ciceronis büchernvon den menschlichen pflichten heraus, und starb an. 17; 1. den17. nov. zu Hamburg. Er hinterließ inchranuscript eine Erläu-terung des Briefs Pauli an die Römer ; Erklärung über denHiob; und einen Lommsmsrium über den Justinum ÜIsra-rern. Gelehrte Zeitungen, 1712. p. roo.
* Hofmann, (Joh. Hen.) ein Ksrdemsticus, war Ktro-N0MU8 und Obiervstor bey der Königlichen Societät der wis-senschafften zu Berlin, allwo er an. 1716. den 6. april unver-mulhet gestorben. Man hat von ihm in den Kilcell. Lerol.Lpdemeriäes irovss motuum ooeleltium sä sonos 1701. 1702.
L 170;. wie auch unterschiedliche Oblsrvsriones. GelehrteZeitungen.
* Hofmann, (Mauritius) ein Keäicus, war zu Fürsten-walde in der Marck Brandenburg, woselbst sein vatter DavidBürgermeister war, den 20. sept. an. 1620. gebohren. An. i6;8.gieng er studirens halber nach Aktors, da er denn nebst den Du-insmoribus sich hauptsächlich auf die Medicin legte. Diese wei-ter zu excoliren , that er an. 1641. eine reise nach Italien, daer sich sonderlich zu Padua unter Johanne Veslingio in der Ana-tomie übte, und das folgende jähr ungefehr bey Zergliederung ei-nes Indianischen Hahnes den Duktum Lsnoresticum zuerst ent-deckte , welchen hernach auf seine anleitung Johann Georg Vir-dungus auch in dem menschlichen cörper gefunden. An. 1644.kam er nach Altorfzurück, und nahm daselbst den ßrsäum Do-ktoris nebst der stelle eines Stadt - Lbyl-Li an. Weil er aberauch zugleich der jugend mit LolleZiis LnstoMiois diente, undsich dadurch vieles lob erwarb , wurden die Lurstores gedachterÄcademie bewogen, ihm an. 1642. die krokelLorrem ünscomise
Hof
extrsorclmsrism, und das folgende jähr die orämsrisM allfzAtragen, welche er an. i6;z. mit der Botanic verwechselt.sein angeben ward daselbst an. 1650. das Idesrrum sinstow-cum angeleget, welches er nach der zeit mit vielen Leiertzuzieren sich bemühet, gleichwie er auch nachgehends andasigen Dorto Neälco vieles mit grosser sorgfalt gebessert. „rufseiner geschicklichkeit, und die vielfältig glücklich verrlM'euren, brachten ihm nicht allein die Hochachtung der Gelehrt",sondern auch die gnade des Churfürsten von Brandenburg/ "')anderer Reichs - Fürsten zuwege, welche ihm den titul e»>Raths und Leib - Keäici verliehen. Er starb endlich den ^april an. 1698. am schlage, nachdem er seinem amte voluomene 50. jähr vorgestanden. Seine schriften sind: ä^nopl'b ,Ikltutionum NsäiLürL, Altorf 1661. Padua 1664. in 8-äsmice KsäieL Lunäsments , 1662. 1672. i6yc>. in 8.InititMiomim itnsromicsrum, 1661. 1Ü81. in 8. 8cisg/-'s,,,tzKordorum concsAiosorum per. Dich. 40. exdidits, i6ü6-> ^1699. in 8. Gründlicher Bericht von den graßirenden Pest^bern, 1680. in 4. Livree Lltorüuee DeliciL s^Iveltres, ro1677. in 4. Livree ültorünee Delioire dorrentes, 1662. iü 77 ',^ ^üppenäix sä Lstslogum Llsnesrum dortensium , 1691. .»e-LlorilsZium ^ltorbnum, 1676. in 4. Komis KsuririswLcriprio, Live Lsrslogm klsntsrum , guse in illo oLLurM^1694. in 4. Lotsnotdess Lsuremdergisns , d. e. Keckosonüsienäi Derksrium vivum, 1662. 169;. in 4. Obler^^nes ex Nnstome Lsrtus cerebro csrentis , in Kilcellsn-Llstur. Lurios. äec. I. snn. II. äse. II. snn. IX. Seine dlss? ^tlvnen sind : äe Lumoridus; äe Lurgsiioms Koäo ; äe 0'Loräis <L Lerebri; äe Lrsnbtn Lsnguinis per 8epruM 0 "impochbili; äe Lrsnlitu 8snMinis per ineäios kulmo.nesII; äe 8snguine; äs 8snZuinis KilLionis Iflecellitsts ; äe 0' j.msrum nstursli L preeternswrsli Lonttitutione ; äe Lsel), .Lo; äe Kimentorum LoÄione prims ; äe kies; äe Kelicf^,;äe LsNis L Lti^Ii 8tstu nstursli L pr-eternstursli ; äe mvon nsturslibus 8snguinem rnutsnribus; äe kroeiäentioDa». Omer/. vits Ksuritii Hvfmsnni. vit-Ktors. p. yz.segg. /k/E <r äe/
mer , tom. XVI. x. ;4v. Legg. ,
* Hofmann, (Joh. Mauritius) ein söhn Mauritst Hi,manne, war zu Altorfden 6. oct. an. 165z. gebohren.
dirte die Umnsniors zu Herspruck, die Philosophie undcin aber zu Altorf, Franckfurt an der Oder und Padua / -„eSnahm sodann in seiner vatter - stadt an. 1674. den srsäui" < 7,Keäiein« voekoris an. Hieraufwurde er eben daselbst an-, ,
extrsoräinsrius, an. r68r. aber oräinsr. LroLelsor Keälc> ^
ingleichen an. 1624. ein mitglied der ücsäemis- Llsc.rum, und an. 1699. Leib - Neäicus des Marggrafen von xc,spach, Georgii Friderici, mit dem er auch nachgehends z»schiedenen malen sowol nach Italien als an den Rhein z>" vitbefehliget wurde. Unterdessen erhielt er zu Altorf an.krokellivnem Lotsnic», nebst der aufsicht über denscheu garten, und wurde darauf an. 1704. auch bey d^Kssten von Sultzbach, desgleichen an. 1706. bey dem Mach»von Culmbach Leib-Keäivus, an. 1711. aber krokelwmsrius und der medicinischen Facultät Vevsuus zu AltorL^r/dem jähr 171z. legte er seine medicinische bedienungen "'DVund begab sich an den Anspachischen Hof, wurde aüw ^
nächst an. 1721. Direktor der Lcsä. List. LurioLoruM ^er zugleich den titul eines Edlen Herrn, LomicisKayserlichen Leid - Keäie! bekam, und starb endlich i» ^den ;r. oct. an. 1727. Seine schriften find: Diü'ertstiomromico - I'kxlicN sä ßo. vsn Dorne Kierocosmumläes Ksekinse Lumanxe Lnstomieo - kb^liologies;
Lorporis Lumsni ünstomico - kstlwlogies; Llors: Alsom-' jälicis? kortenLes loeupletiores ksktso ; ükts Lsborstorii B'/Ktorsini; 8yntsZms Lstkologieo - Tkerspeutioum; ",
len academifchen dissertationen.
/sr. I7;o.
* Hofmann, (Paulus) war zu Breßlau denr6;o. gebohren. Nachdem er einige fundamente in
ribus geleget hatte, kam er aufdas 6ymns6um Maria 0lenä daselbst, und erwies seinen fleiß ro. qantzer jähre/ D'an. 1648. die Wittenbergische Universität besuchte, un" ^ F'fleißig studirte. Von da begab er sich nach Leipzig,an. iü;2. wieder nach Wittenderg , und ward daftlbN V^jD.LLilosopKiL, hielt auch etliche philosophische und ^>,>pdifputationen. Er informirte hierauf des Herrn von f Esöhne; und als der Churfürst Johann Georg II. vor se'", E ,Printzen einen Hofmeister brauchte, und deswegen 00»theologischen Facultäten zu Leipzig und Wittenberg HAein geschickt 8ubjektum auszusuchen, so recommendirre« ^
de dlefen Hofmann , welchen der Churfürst auch annaoverwaltete sodann diese charge 10. jähr lang mit grolss'- jyund als Johann Georg III. hernach sich mit des KvnE. gMnemarck Friderici III. Printzeßin tochter vermählener zweymal mit selbigem in der qualität einesund Hof - Predigers nach Dänemarck. Nachdem ^ >>'
reife wieder nach Haufe kommen war, verheurathete schief,HMargaretha Friefin, einer vornehmen bürgers -Dreßden, welche aber bald wieder verstarb. Dch ^ließ ihn hierauf auf feine kosten Lioemisrus Lkeolo8'^^le s.tenberg werden, und verheurathete ihff zum ander/' zo