Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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gen kriege zu verfertigen angefangen; felbiges aber hernach ver-brennet. Der beste unter allen stinen verstn soll der seyn, wel-cher in seiner erleuchteten Maria Magdalena stehet : dieSchwindsucht der Vernunft, so man die Liebe nennet.Er starb den 18. april an. 1679. und hinterließ 2. söhne, davonder eine Johann Christian an. 171;. gleichfalls Raths - freieszu Brcßlau worden. Daniel Caspar von Lohenstein,trauer - rede.

Hofmeister / (Groß-oder Ob« -) 6rsnä - Nsitre äs IsMil'on clu koi, ist in Franckreich der vornehmste unter denweltlichen Cron - bedienten. Bey des Königs leich - begängniswirft er vor allen Officierrrn seinen stab aufden sarg / zum zei-chen , daß sie keine charge mehr haben / und von dem Nachfolgerrm Reiche in dieselbe aus special - gnade und gunst müssen wiedereingesetzet werden. , Alles ist unter seinem commando / wasjährlich aufden Königlichen tafeln aufgehet/ und er dirigirelden gantzen Königlichen Hof. Er hat die völlige jurisdictionüber die sogenannte 7. bedienungen / worvon er die meisten ver-giebt / wenn sie vacant werden / und von welchen die, so sie ver-walten / den eyd der treue an den König in die Hände des Ober-Hofmeisters ablegen. Doch haben die 6rsnä - Mlrres die be-dienungen / so die Königliche tafel anlangen, (welche man IssOiLces clu Zobels!: L äs is boucbs zu nennen pfleget) freywiüigdem Könige selbst zu Händen gestellet/ nachdem der Graf vonSoissons Ober - Hofmeister zu des Königs Henri« IV. zeiten da-mit nichts mehr wollen zu thun haben. Es wird auch unter sei-ner authorität le Luiesu äu Koi gehalten. Unter ihm stehen:der erste Hofmeister / der ordinari Hofmeister'/ und noch 12. an-dere Hofmeister / davon alle viertel jähr ihrer drey aufwarten.Ausser diesen legen auch noch verschiedene andere bediente beyihm den eyd der treue ab. ?. Kill. äe8 Zrsnäs OKiciers

äsls Louronne. , oriZ. äe8 äignites äs ssrsnce, L. 10.

Europ. Herold/p.42. Hamb. remarq. säsn. 1701. x>.yy. feg.

Hofmeister / (Johannes) ein Augustiner - Mönch ausSchwaden / lebte in dem XVI. Lsulo, und brachte sich durchseine meriten so empor / daß er die vornehmsten stellen feines or-dens verwaltete / wurde auch General - Vissriu8 in Deutschlandund den Niederlanden. Er hat verschiedenes wider Lutherum /auch Lominenwrio8 über einige bücher heiliger Schrift geschrie-ben. , äs icript. sssc. XVI. , in slpk. /iuZuli.

-Hofmeister, (Sebastian) der sich auch sonst in Latein Oeco-nomum nannte / gebohren in Schaffhausen an. 7476. nahmden Barfüsser - orden an / studirte in dem kloster desselben or-dens zu Paris an. i?i;. ward nachmals selbst Leimeister/ d. i.Professor VbeoloZiiL in dem kloster zu Zürich. An. I; 20. hielter sich in Costantz auf/ und pflog von bannen freundschafft und-rief-Wechsel nüt Zwinglio. Nachdem er jähr hernach zuSchaffhausen im Barfüsser - kloster das Predig - amt verträte/ward das werft der Reformation ernstlich von ihm getrieben ;doch weil es deswegen unter der bürgerfchafft streit gab / warder vom gegentheil fortgeschicket, aber dagegen sogleich in Zürichzum Prediger im Frauen - Münster angenommen. An. 1428.wurde er mit Johanne Rhellicano und Caspars Megandro genBern beruffen / die schulen daselbst einzurichten, bekam auchbald eine Prokssswn, welche er doch nach etwas zeit mit einerPfarrey zu Zoffingen im Ergöw verwechselte, allwo er an. i?zz.an einem schlag - fluß verstorben ist.

Hofmeister , (Johann Rudolph) aus einem berühmtenPatricien - geschlecht von Zürich, wurde Professor PKeoloZiNL läiiZnse Lsrie, und edirte einen tractat über den Nahmen JE-su, wie auch einen andern von der Mäßigkeit; starb an. 16,4.Dürfte!, geschlecht - buch. *

* Hogerbeets,( Adrian) ein Utrecht«, war beyder Rech-ten Doktor, und ein ziemlich guter Lateinischer Poet in demXVII. Lculo. Er hat heraus gegeben : Lsrmen ksneZvr. Du-berto 3 Luetenässl kke. LIeZism supplieem ex perkons ätrsks-lenlium sä Duäov. XIII. Osllisr. L Xsv. ssegem. Es stehtauch ein geticht von ihm bey Antonii Aemiltt Orstionlku«.

Projekt, eruäit.

Hogo, (Thom.) ein Schottlandifcher Prediger des kirch-spieis Kildarn in der Grafschafft Rosse, nahe bey des Laird okFouls-Honse. Er kam an. 1655. ins Predig - amt, wurde aberuach Caroli II- Wiedereinsetzung abgesetzet, weil er es mit der Bi-schöfflichen partey nicht halten wollte, hernach lange zeit gefan-gen gefetzet, und endlich gar verwiesen; worauf er sich nach Hol-land begab, allwo er wegen seiner gelehrsamkeit und frömmig-keit sehr werth gehalten wurde. Man giebt auch von ihm vor,daß er eine gaabe der prophezeynng gehabt, wie er denn des Prin-tzen von Oranien erhöhung auf den Engellandischen thron vor-her verkündiget. Nachdem nun selbiger zur Crone gelanget,wollte er den Hogo zu einem seiner Hof-Prediger in Schottlandhaben , dieser starb aber darüber im september an. 1692.

Hogue, das vorgebürge bey Cherbonrq in Franckreich,welches die nördliche und östliche küste der Nvrmandie zusam-men hänget. Der daselbst befindliche Hafen wird durch ein köre,1 'lsls s Nsäsms genannt, beschützet. Allhier verbrannten dieEngelländer im gesichte des Königs Jacobi II. einige Französi-sche schiffe, und ruinirten an den küsten einen theil von derFranzösischen arm«, nachdem der Admiral Rüssel ihre flotteunter des Tourviüe commando an. 1692. geschlagen hatte.DSeatrra» tÄrox.

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Hohberg , ein Gräfliches und Freyherrliches geschleust 'Schlesien, welches einige von den Marggrafen von -marck, andere aber von denen von Hohcnburg aus demherleiten. Melchior von Hohberg kam an. izio. mst eKayser Henricv VII. bey dem er die stelle eines geheimenvertreten, aus Luxemburg in Schlesien, und hinterließ 2.ne: r.)Henricum, der von an. iziz. bis izzz. Abt zugewesen. 2.) Fridericum, welcher dem Könige JohaM" XBöhmen, und dessen söhne, dem Kayser Carole» IV. anftv«",^kriegs - dienste geleistet, in deren und des Abts zu Fulda ^hen der Kayser bewogen worden, ihm und seinen »achcow"den Freyherr» - stand zu verneuern. Gedachter Fridericus Ate mit einer von Schönaich z. söhne, Johannem ,und Hartmannum, von welchen der letztere den geistlichenerwehlet, Nicolaus aber die Buchwaldische und Johannes^Fürstensteinische, gleichwie dessen söhn die GuttmannsdoM»linie angefangen. .

Die Fürstensteinische linie, so in dem Grafen - stände um-kommt gedachter Massen von Johanne I. Freyherr» von V",berg auf Conradswaldau, her. Von seinem andern M" Mhanne II. ist die Guktmannsdorffische linie entsprossen, d«^gebohrne aber, Christophornö, zeugte Conradum, welcher

den Königen in Ungarn und Böhmen Uladislao und Lude ^Rath , wie auch Landes - Hauptmann der FürstenthumSchweidnitz und Jauer gewesen. Er hat an. i^oy. von ^von seiner Mutter Catharina von Liebethal ererbten grollen ^mögen das haus Fürstenstein erkauft, und nebst tochm ch,söhne gezeugt, von welchen Christophorus eine beständige'' s.kommenschafft gehabt. Er war an. izro. Kaysers Carv'».^und Königs Ferdinand! I. Rath, und hinterließ ConradumDieser war des Kaysers Ferdinandi I. und MaximuE' ^Rath, wie auch der Fürstenthümmer Schweidnitz und^Landes - Hauptmann, und starb an. 1 ^5. Von seinen km Pxsind zu mercken 1.) Conradus IV. welcher an. i?6o. die e« ^

proprietät der vor 161000. fl. verpfändet gewesenen HchM ^

Fürstenstein, um noch dazu gezahlte 72000. Rthlr. kaum M,sich brachte, und z. söhne hatte, die aber ohne erben ao»V ^ben. 2.) Henricus, welcher in brüderlicher Heilungkam, und bey seinem an. 161z. erfolgten tode untersaM ^kinder hinterließ , von welchen Henricus I. zu mercken- Mwar der Kayser Ferdinandi II. und III. ingleichen ß,Rath, der Fürstenthümmer Schweidnitz und Jauer Kv'mcher Amts - Verwalter und Ober-Rechts - Beysitzer. FeH,dus III. erhub ihn wegen seiner getreuen dienste an.

Freyherrn - Leopoldus aber an. 1666. in den Grafen -n js!worauf« an. 1671. mit tode abgieng. Unter seinen nnor^sonderlich merckwürdig Johannes Henricus II. KE, ^>1»Rath, Ober-Rechts-Beysitzer und Landes-Aeltester der ss«thümmer Schweidnitz und Jauer, welcher an. 168?. ^Reichs - Gräflichen sxiomste begnadiget worden, undgestorben. Von seinen söhnen lebten noch an. 1719- EsM»?stock Johannes Henricus III. und zu Fürstenstein und ^lllConradus Ernestus Maximilianus, Reichs - Grafen vo>'berg und Freyherren auf und zu Fürstenstein, welche v«erben gesegnet sind.

Die Guttmannsdorffische linie, so baronisirt ist, Hssobgedachter Massen von Johanne II. Johannis I. ioM'

Er hinterließ Fridericum, welcher 1^. kinder gezeugt» Ater sonderlich merckwürdig 1.) Valthasar, dessen "Naschnin Schlesien geblieben , ausser dem ältesten Johanne/' .Ppsich in Oesterreich niedergelassen, und bey dem Kayser xaliano II. Fürschncider gewesen. 2.) Henricus , wem» .h,nKayser Ferdinandi I. und Maximiliani II. Cammer -dem Hertzogthum Schlesien gewesen, und an. M .ben. ) Melchior, welcher bey den Kayfern Ferdw ,^ Mund Maximiliano II. die stelle eines Hof- Cammer -kleidet, und in Oesterreich die Herrschafft Ottenschlag'^F''renbach und Windorff besessen. Er gab den ansang d(r ß Msterreich fortgcpflantzten Hohbergischen linie, undseinem an. i?66. erfolgten tode unter andern z. söhne Hc»chen Melchior die linie zu Dürrenbach , Ferdinand U °Mdeck, und Friedrich die zu Ober - Thumrietz, «Mssss» Ndes letzter» enckel, Wolfgang Helmhard , Freyhcrrnvberg und Guttmannsdorff aufRohrbach, Klingenbruwtz^ l>«'senbach und Ober - Thumrietz, wird im folgenden awfonderö gemeldet. ^ «sirm'

Die Duchwaldische linie, so von einem in dem H M,thum Liegnitz gelegenen schlösse den nahmen führt,dacht« Massen Nicolaus um das jähr i;y°. gestiftet.hinterließ 2. söhne, von welchen Melchior seinen.

Fridericus aber in Böhmen verm MM

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Schlesien fortgesetzt,' Fridericus aber in Böhmen v«und ein stamm - vatter der Herren von Hohberg „<und Lausitz worden. Von des jetzt - gedachtenkommen war Siqmund aufFuchsmühl zu ansang desculi Königlich - Dänischer Cammer - Juncker , Evatter Johannis Sigismundi, der an. 1674. a>s « M,,Liegnitzisch« Regierungs - Rath gestorben. Des letzk E,Otto Conrad, Baron von Hohberg aufPohlschulder»^ch^an. 1714- den Freyherrlichen character, und storlA O n,,1719. als Landes - Acltester in dem Fürstenthum Ov'VMtzV,eben diese zeit war Otto Heinrich von Hohberg am Z, M»dorss, des Fürstenthums Neisse Hoch - meritirt« Lau ^st«. Ä»az/rr Schlefische cmivsitäten. «