' (Wolfgang Helmhard , Freyherr von) undbist Ober^^ ^ Rvhrbach , Klingenbrunn , Siessenbachbog , war aus dem erst angeführten geschlechte
sen. An Heinrichen an. 1612. den ;o. oclobr. enti'proftKaretben den 9. febr. vermählte er sich mit Annen Mar-2 duchheimb. An. 1664. verkaufte er wegen deralle seine güther in Oesterreich, und begab"nd sieb?üi/^""'"^ 3 , allwo er den 29. iunii an. 1688. im sechsAch tvcbü>^en jähre feines alters mit Hinterlassung eineretnzi-oriesen aiip'-v ""a Gmoveva, so an Ottonem Freyherrn vonMehrte Kvtha vermählt worden, gestorben. Er war einbahnie,, ^"hrte in der fruchtbringenden Gefellfchafft den"ls-. , sinnreichen. Er hat verschiedenes geschrieben/
^"ttrrtckuOurioka, oder umständlichen Bericht und klarenden dem adelichen Laiid-und Feld-Leben, NürnbergUnd Ark,,-?Ä'sburgischen Ottobert/1664. in 8. ingleichen Lust-derg i^' ^Garten des Königlichen Propheten Davids, Nürn-
: ^"8. Uillorisrn psssionis Morris ßetti Obriiki osr-
^Uein wnno/?Hnearam, Zerbst r68z. in 8. hat Wächtler nach6s edirt. sn. 16«;. p. ;i;. 5 sg.
Uov. 4. H. 19. p. 227. Neumeifter, äs koö-
Unschuldige Nachrichten, 1725. x. 107-
j^burq «!^g, (Christian) war den 2;. jul. an. 1607. zu Lü-cken. L//nein tuchmacher daselbst, George Hohburg , ge-r Mitteln«» ^urde gar frühzeitig zu einem waifen, aber durchN'e nu,..'„^>nes Predigers daselbst, N. Locken , als welchem'Miie gehg,?iefen ihren söhn auf dem tod-bethe anbefohlen, zurMn jahxDieser verschaffte ihm auch, da er nur drey-M «ne -eml^ar, eine condition zu informiren. Nachdem erallda aufgehalten , kam er endlich in die klo-^'vhl vena. weil er eine schöne stimme hatte, auch die mu-i>»?un die ' "rüste er in dem chor singen. Daselbst legteri, b , auf n ^Eente seiner studien; weil er aber keine MittelU ^nem 2»,, Wersitäten zu ziehen , wurde er nach Lauenburger jL U-Elnnehmer als Informator recommendirt, bey wel-a,'?, iange aufhielt, bis er so viel erworben, daß eravt ^berawA fortsetzen konnte. Hierauf begab er sich nach>v,!Ualte»pk aussen, und nachdem er Meine zeitlang alldarr wieder nach Lauenburg, allwo er LsnrorNkkl?'dg e^)5roey die früh-und wochen-predigten verrichtenvr^rs, enn mit Caspar Breuers, gewesenen Zoll-Ein-valN' verlobte. Als ihm einstens nach gehaltener
den /r des Schwenckfelds gedacht, ein buch dieses
sein-I^n,!>),« worden, soll Hohburg dergestalt gerührt Wor-ten «derlvkN ^ sogleich aller weltlichen dinge, so gar auchg„^bn braut, vergessen, und in stetem weinen , seuf-diel?w i6.)" ouß-ubungen die zeit zugebracht. Hieraufwur-
zu Ultzen , da er denn ebenfallserD sichert, ^predigten bekam. Weil nun die strafen derder »^egr» dosheit überall überhand nahmen, machte
8e /^Memetues gebat, und that selbiges allezeit nach8eb^ stet,!-, liedat in dem büchlein vom Teutschen krie-»eril»^ er sM.^'v Geistlichen legten sich darwider, und de-dcs?'8te, "ut dem gebät einhalten, von welchen er aberNick,, ^.Schric>s 1 °M chn anweisen, ob etwas darinnen, so wi-vrss.'Nlt gutemWeil nun Hohburg vermeynte, daß ere»tIsv garfolgen könnte, refolvirte er sich, dasdx Wurde "öN"^n, da er denn auch seines schul-dienstes"dem degab sich hieraus nach Hamburg, und wur-w>ch tzerism^Een allda InkormJtor, in welchem dien-W-- sne bucher schrieb, worunter seine Praxis
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wjx a,. Unter » das ärgerliche Christenthum, wel-unter Mn/^W'EN Bernhard Baumanns geschrieben,tlgkes? deu, Pr-d ^ dratorii nahmen seinen spiegel der mißbräu-8er j« spüren in welcher letztem schrist er grosse hef-
wnrd,.' ^wbuch ^ Weil aber der Commendant nicht län-bey f.'.Ul der ^„ldeu konnte, qieng er nach Lüneburg , undHechn'we er druckerey Lorreökor. Doch auch hier-
tU mA AugustM ^ange bleiben ; da es sich denn fügte, daß^kgwi?^b-ch„^0"Wolffenbütte! ihn vocirte, und ihm dendleyxs ^u abqxN b^st aufsetzte, welche er auch mir allerseitsUe qe«?furren ,^ baden soll. Nach gegebener wähl unterwürd? 'M. Zklä^blte er die geringste auf einem dorfe, Bor-ks aded' ^ug -s„ essen eine Superintendenten - stelle ledig^ ge,w,^ - um Augustus solche felbsten an; er schlugflache willen, daß er sich fast nicht tüch-Ute>. sw den« einfältige bauren die wacht zu halten,
Eilten loll es andere Lehrer, daß auch der Hertzog
wol gerne will es nicht, hundert andere
Ärr 7-5" Paar jähr können nicht. Kaum saß er
L «uz fsss'oxiyfu^vlowurde er auf vielfältiges anhalten ei-ö "beL" fchristen "SM. Seine gegner zogen viel pun-Und^ sterte "Uö sorderten, er sollte sie widerruffen.tan^ <tt?^Dat erweUen^^'a"?sike, man sollte mit GOttesU u„d. Endlich ' ^6 leine lehre nicht der WahrheitE''st all?^/"chen ^auf'E "b, warf ihm seinen haus-da„5 den bie gaffe, und muste er mit hinter-
kr,?5? bärchg osMer vorgeschossener Unkosten undacwn^wesen vybSengelder, so er ihnen beydem"ü)em^skien,^kj,^ ^streckt , über hals und kops, und
^iste». aus Ouediinu ^ lande ziehen. Da kam^ ^burg zu ihm, welcher ehemals
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sein schul-camerad gewesen, der sich alles guten erbot, und ihnbewog, daß er sich dahin zu ziehen refolvirte. Allein da er garwenig reise-kosten hatte, fand sich ein ihm unbekannter mannaus Nürnberg , welcher auf der Leipziger messe seinen zustandersahren, und ihm in Braunschwelg hundert ducaten zu em-pfangen anwies, davon er aber nicht mehr als fünfzig thaler an-nehmen wollte. Darauf begab er sich nach Quedlinburg; al-lein weil er seinem freunde gestanden , daß er unter des EllaPrätorii nahmen steckte, und dieser solches entdeckte, wollte manihn auch daselbst nicht dulden. Es geschahe, daß chm ein kindallda verstarb, dasselbe muste wol vierzehen tage undegraben lie-gen , bis endlich der Magistrat beseht ertheilte, daß solches inder stille sollte beygesetzt werden. Weil er nun nach anderer ge-legenheit steh umzusehen genöthigt ward , brachte er es endlichdahin , daß seine familie daselbst so lange geduldet wurde, bis erwieder käme, da er sich indessen bey Joachims Betkio zu Linumaufhielte, und allda seine Lpologiom frcxwnsnLm verfertigte.Es wurde ihm hierauf unversehens anlas gegeben, in Gelder-land an einem orte zu predigen, da ihn ein gewisser Landsaß aufseine schloß-capelle zum Prediger annahm, doch mit der bedin-gung, daß er mit dem Lonlistorio und den strcit-artickuln derResvrmirten nichts zu thun haben, sondern nur Christum undseine nachfolge predigen wolle, da er denn feine familie nachholte.Dieses währte wiederum eine kurtze zeit, bis er selbigen Herrn ei-nes Verbrechens wegen erinnerte, und ihn gar excvmmunicirte,da es denn so weit kam, daß derselbe Landfaß dem Hohburg denort verschließen ließ, allwo sie sich zu versammeln pflegten. Alsofieng er an in seinem wohn-hauft zu predigen, so ohngefehr einhalb jähr währte, bis er wiederum in dem flecken Latum mit ebendenfelbigen conditionen zum Prediger bestellet worden, allwo erin die sechzehn» jähr geprediget. Als er aber daselbst ansteng,seine Tkeologmm MMcsm zu schreiben, verbot ihm das Lon-Worium, ohne ihre cenfur nicht weiter hierinnen fortzufahren;allein er kehrte sich nicht daran, sondern gab noch verschiedenebücher in druck, und unter andern seinen unbekannten Christum.Man drunge auf ihn , solches buch zu revociren, und als er esnicht thun wollte, suspendirten sie ihn von seinem dienste, ver-boten auch dem Rentmeister, ihm nichts weiter von seiner besol-dung zu zahlen, worauf er freywillig abdanckte, und seine rück-ständige besoldung tm stiche ließ. Darauf begab er sich nach Am.ßerdam, lebte allda eine zeitlang sehr kümmerlich , und wurdehernach zu Middelburg durch seinen söhn, der ein farber war,ernehret. Bey einbrechendem Französischen kriege zog er mitden seinigen nach Hamburg, und wurde von den Mennonistenzu Allenau zum Prediger angenommen, jedoch, daß er mit ih-ren eeremvnien keine gemeinschafft hatte, da er auch mit demLabadie und Antotnette Bourignon bekannt worden, wiewol ersich mit ihnen nicht recht vereinigen können. Er starb endlich den29. oct. an. 167z. und liegt auf der Reformirren kirchhof begra-ben. Er hat viel schriften hinterlassen, als da sind ausser denbereits-gedachten, Hertz-Wecker; krsxis vgviclics; HeimischerPrüfung Vortrab, unter dem nahmen Andreas Säuberlich ;von Ursachen des Teutschen Krieges; Teutsch-Evangelisches Jü.denthum; Fürstlicher Jugend-Spiegel; Theolog!» MMc»;Herold; Hertzens-Theologie; Linklem-na 8»cr»; Erklärungeiniger Lieder unter dem nahmen Christiani Montaltii; von derWiedergeburt; Vatterlands Präservativ; koikill» Mxstic»; da-von aber die meisten von den Lutherischen Tkeologis, Glaßio,Sanberto, Müllers und andern sind widerlegt worden. Seinlebens-laus ist von seinem söhne Philippo beschrieben , und an.1698. gedruckt, ssolbergs Platonisch-Hermet. Christenthum,p. I. p. 2;8- Ist. AkoFe/tt,, in ilägog. sä Hittor. LkersoneL Limbr.?. II. p. 144. Arnolds ketzer-hiftorie, k. III. c. iz.
* Hoheisel, (Carol. Ludovic.) ein Philolog»«, war zuDantzig den 18. septembr. an. 1692. gcbohren. Nachdem erauf dem dasigen ttrhsnTo einen guten gründ in den gelehrtensprachen , wie auch in der Wrltweisheit und Theologie geleaet,zog er an. 1710. nach Rostock auf die Universität, an. 1712.aber nach Jena, und trat sodann an. 1714. eine gelehrte reisenach Holland an. Als er von dar wiederum zurück gekommen,wurde er in Jena an. 171?. Miller, disputirte hiernächst viermal als kreeles, und diente den studirenden mit unterschiedenenphilolvgisch-nnd philosophischen collsgüs, bis er an. 1717. wie-derum nach Hause kehrte. Hieselbst erlangte er an. 1719. dieprokessionem 6rsM lind Orierwslium ttingusrum, und starbin dieser würde den 7. april an. 17)2. Seine schriften sind :
Ohservstiones philologico-LxegeticR in nonnulls -dos-ri»»?--«
plsjN loes; ingleichen unterschiedliche gelehrte dissertattonen,
als: äs Vslculo MsnnD ; äe 8sxientis /läsmi IN Lgune smisszL rettiruts; äe Velsmine Oeulornni 8srsr; äe MgU» ^
ptüs OÄNÄNXis repulü-M ferente ; Ke. Ntlch seinem tode sindauch einige seiner predigten zusammen an das lrcht gestellet wor-den, wobey man eine von ihm selbst aufgesetzte Nachricht vonseinem leben findet.
-Aohenberg, eine Schwäbische Grafschafft in dem Schwartz-wawe an dem Necker, welche man msgemein das land Ho-henbera nennet, und von dem nunmehro cuimrten schlösse dennahmen hat. Sie wird m d»e untere und obere Grafschafft ein-getheilet , und gehört meistens dem Hause Oesterreich. Dieehemalige Grafen diejes nahmens werden von einigen mit denMarggrafen von Hochberg , so von den Hertzogen zu Zäringenhergestammet, eonftrndtrt, Sie haben aber ihren Ursprung
O; von