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mas Morus, mitgegeben, und dessen, kunst mit mehrerm ge-lobet. Er kam nicht nur allein glücklich in Engelland an,sondern wurde auch vom Cantzler gar wohl empfangen, wel-cher ihn aber nicht gleich für den König Heinrich VIH. ge-bracht , sondern drey jähr lang bey sich behalten hat, in wel-cher zeit er sehr viel stücke für ihn verfertigte. Nach dieferzeit, bat der Cantzler den König zu gast, und führte denselbenin den saal, darinnen alle diese gemahlde waren, worüberder König gleichsam erstaunend sagte, daß er dergleichen vor-her niemals gesehen habe, und fragte nach dem künstler, derihm dann auch fürgestellet wurde, welches den König höch-lich erfreuet, also, daß er dem Holbein alle feine gnade undWohlgewogenheit zugesagt, und ihn sehr werth gehalten hat,wie sich dann solches auch erwiesen, als Holbein einen Eng-lischen Grafen, der ihn mit einer unkommlichen visite wi-der seinen danck und willen beehren, und seine gemahlde vorder zeit besehen wollen, die treppen hinunter gemorsten, unddarauf zum dach-fenster hinaus sich zum König falviret hatte,dessen schütz er auch wider den Grafen genossen. Er hat die zeitüber,da er gelebt, sehr viel und nunmehro hochgeschätzte stücke inLonden gemahletmnd ist nur schade, daß ihn die pest an.l;?4. sofrühzeitig hingeraffet, und unter andere todten verstecket hat, daer nicht mehr als zs.jahr all gewesen. Er ist auch gut in der Mi-niatur gewesen, welche er erst in Londen ergriffen hat. . InEngelland, wie auch zu Basel sind viel von seinen stückenanzutreffen, worunter das leiden Christi, so auf dem Rath-hause aufbehalten wird, und ein leichnam Christi, so auf derUniversttäts-bibliotheck befindlich, fürtresiich sind. Sonstenhat er, ehe er in Engelland gegangen, auch die gantze ausssere mauren verschiedeüer Bafelischen Häuser, von oben bisunten gemahlet; darunter die Mahlerey des Hauses zumTantz genannt, weil es zu sonderbarem glück nicht sehr vondem regen kan bewaschen werden, noch in sehr gutem ständeist, und viel von den kennern sehr hochgeschätzte bilder undstellungen vorweise!. Daß er aber auch das Rathhaus zu Ba-fel samt dem sogenannten todten-tantz gemahlt, ist falsch,wiewol verschiedene reise-beschreibungen solches auf eine ae-meine gassen-rede hin gemeldet haben. Vielmehr kamen die er-sten gemählde, nemlich an der mauer des Rathhauses ,guten theils zu stände, ehe noch unser Holbein einen Pinselführen konnte, dahero auch Patin in der Verzeichnis derHolbeinischen arbeit davon stille geschwiegen. Das andere aber,wovon bey Patin nur zweifelhafft gedacht wird, hat zum Ur-heber einen andern, in der that ebenfalls sehr guten, Baseli-schen mahler, welcher der zeit und kunst nach wohl hat mö-gen ein lehrjünger Holbeins seyn, nahmens Hug Glauber,wie solches mit ausdrücklichen werten über dem bilde des vomtode an den tantz mitgenommenen mahlers in alten Teut-schen reimen, als dergleichen auch über allen andern stückendieses todten-tantzes stehen, vermeldet wird. Das in Londenbefindliche bildnis König Heinrichs VIll. in lebens - grösste, istein unvergleichliches kunst-stück. Von einer grossen anzahlanderer siehe Patinsliste, so er dem leben Holbeins angehän-get. Die fürnehmften Italiänische mahler, sonderlich Cara-vaqgio, haben kein bedencken gemacht, noch bey seinen leb-zeiten, ihm in ihren Mahlereyen nachzuahmen,
k. 11. p. 249. *
-Zolcke, (Henricus) Kayferlicher Feld-Marschall, war ausder Holsteinischen insul Alse, aus einem nunmehro abgestorbe-nen «belichtn geschlecht entsprossen, und soll sein »aller, Hein-rich Holcke, Königlich - Dänischer oberster 8screegrm«, so al-lemal einer vom Adel ist, gewesen seyn, wie Danckwerth da-vor hält. Er besaß die güther Erckbestrup und Welstrup, unddiente König Christtano IV. in Dänemarck langezeit, bis erOberster worden. Er führte an. 1627. dies. Schleßwigischeland-compagnien z es wurden aber diese seine völcker vondem Kayserlichen General Graf Heinrich Schlicken bald ruini-ret.' In demfelbigen jähre ward er auch bey Bernstein inder Nenmarck von den Kayserlichen völckern gefangen, undnach seiner erledigung nach Stralsund mit z. compagnienSchotten und einer Compagnie Dänen gesendet, allwo er aucheine zeitlang Commendant geblieben ist, als solche stadt vondem Hertzoge von Friedland angegriffen worden, welcher sichhernach der König in Schweden mit noch mehrerm ernste an-nahm. Als an. 1629. der friede zu Lübeck zwischen demKayser Ferdinands II- und dem Könige in Dänemarck geschlos-sen worden, verließ er die Dänischen dienste, und nahm vondem Kayserlichen General, dem Hertzoge von Friedland, einregiment von zc>oo. mann zu werben über sich, da ihm denndas Stift Lübeck und Amt Pinneberg zu quartieren aßigniretwurde. Dieses sein regiment führte er bey dem neuen Ge-neralat des Grafen Tilly in die alte Marck, hernach wider denKönig von Schweden, der ihn an. i6;i. indem dorfe An-gern in dem Ertz - Stifte Magdeburg überfiel, und solchesdurch den Rheingrafen Otto Ludwig ruinirte. Als nach derschlecht bey Leipzig der Hertzog von Friedland das Generalatüber die Kaiserliche armee wieder bekam, befand er sich beydemselben, als an. i6;r. die stadt Prag wieder eingenommenworden. Hierauf eroberte er Eger, und ward von dem Wal-lensteiner, da er vorhero schon General-Wachtmeister gewe-sen , in demfelbigen jähre zum Feld-Marschall erkläret, undihm etliche tausend mann übergeben, mit welchen eein das
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Voigtland einfiel, Adorff, Hof und Zwickau einnahm/ ^in den Chur - Sächsischen landen ziemlich übel hausete-conjungirte sich hierauf mit dem General Gallas, eroo §Freyberg, stieß zu des Hertzogs von Friedland Haupt - a/ ^bey Allenburg, half Leipzig einnehmen, und wohnte e» -nov. der schlacht bey Lützen bey. Als an. i6;z. der HssXxvon Friedland eine neue armee aufgerichtet hatte, u»terg"ss„ihm abermal ein eigenes corpo, mit welchem er in M-hzeinfiel, und die stadt Leipzig einnahm. Jedoch weil HssAzwischen dem Hertzoge von Frtedland und dem Chur-O«, ^schen General-Lieutenant Arnim ein stillstand getroffenden, qnittirte er selbige stadt bald wieder, und nahm m ,,rückmarsch nach Böhmen , ließ auf demfelbigen Zwickau l ^plündern, und erkranckte im Voigtlande an der pest,von einer maitresse, welche er in dergleichen krancklM ..sucht, bekommen haben soll. Er starb also den zo. aua- ^lüz;. zu Adorff im Voigtlande, und sein leichnam wUss'/ ,16)4. in Dänemarck geführet, und daselbst prächtig begrn.^,Er war vorhero von dem Kayser Ferdinands II. infen-stand erhoben, und ihm die Herrschafften Eichel, Mthat und Wallenärenth zugewendet worden, cbem»». / ^Danckwerth, clwrogr. Ilols. p. 19. ^
* Aolcombe, oder Holcom, Holdcombe, ein ort in^»
gellano in Devonshire, m Woonfordhundred, wo der bawMentspringet, an welchem die familie Is Denis, welche'^,nahmen und geschlecht von den Dänen herleitet, ihrenThomas Denis hat daselbst in einem thier-garten einen vorliehen pallast ausgeführet. 6rir. p.; 1. zz. -
* holden , (Henr.) ein Engelländer, ward an. 164^'clor sheologiiL zu Paris, und starb daselbst im mckV-s1662. Er hat sich sonderlich durch feinen tractat
1a koi, und einige andere kleine schriften bekannt gewL« hibl. ecsl. ..
^oldmby, ein Engelländifches castell in Northamp^'^ßre, der Cron gehörig. Es ist selbiges dadurch bekannt/Carolus l. von dem 17. febr. an. 1646. bis den 4. M^-ck1647. darinnen gefangen gesessen, von bannen er durw ^Cornet Joice nach Childderley und von dar nach Newmgebracht wurde. Kill. m»r. Lngl. ^
* holder, (William) ein Englischer TLeologus, a^ hü
Grafjchafft Nottingham, ward ums jähr 1642. Lsnonwu ^der St. Pauls-kirche zu Lonvm, hernach 8ub-veLaaus hniglichen capelle, und ein mitglied der Englischen Socu'M".,,^starb an. 1096. Er hat zuerst den versuch angestellet/stumm-und taub-gebohrnen reden zu lehren; auch sie ^0ris kermoms in Englischer spräche, Londen 1669. in ssMi iverschiedene Observ-ulones, die in den IrLnsLÄicmibus stgeschrieben. Benthems Engl. kirchen - und >a/
staat, 29. tz. 20z. h,
*Sotder, (Wilhelm) war an. 1542. zuMarbachren, studirte an. 1557. zu Tübingen. annw-
1 >. 111 . lib. XII. c. z. p. 29;. Daselbst ward er MsßMfjigstocRepetent, in dem 21. jähre 8ubliicmus, an. i;66. av»zu Derendingen, das jähr darauf zu Lauffen, und MssxMksllor in der Lazareth-kirche zu Sluttgard. Als er eM tck
zugebracht hatte, machte man ihn zum Ober-Pfarrer
Cathedral-kirche daselbst, an.iz95. zum Abt zu E"'General - Superintendenten, und nachdem ihn dasverlassen hatte, declarirte man ihn an. 1606. pro v"
Er brachte hierauf feine übrige zeit zu Stuttgard m «>/und starb den 24. julii an. 1609. m dem 66. jähre Wters. Mosers forts. Crusü Schwäb. chronick, p-hat ckämonitionsm äs ssibello LsTL aävsrllls pspaw ' ^ soM 4. Lünumllvem, iz87- M 4. Lpiliolom '
Lombertum UaiiLum lud nomine üeio UeÄorls äwTübingen 1587. in 4. Nurem exenrer-ltum, rb. E1672. in 8. ketitarium LxkortLtorium, ib. i594-.„noch etliche andere streit - schriften geschrieben.
//«r memor. Tllsol. Xl/ ü> cLmi>, p. 1. p. 191.
Aoldernesse, ein vorgebürge an der küste vonwelches von Saltsieet, einer stadt in Lincolnshire, ^
lieget, sich weit in die fee hinein erstrecket, und viel l»ss ,6-'sich liegend hat.. Der König Jacobus I. machteJohn Namsey, Discount von Hadington in SchottsMGrafen von Holdernesse und Baron von Kingsion st»mes. Der Printz Rupettns bekam von dem Kömgean. 164;. gleichfalls diesen titul.
" Holdinga, (Boetius -W) ein Frießländisther AAhÄwar in der Theologie, Philosophie und Historie gm pss''ibefaß eine schöne bibliotheck, und studirte beyleben sehr fleißig. Erstarb um das jähr 1582. zu KAmVeck.hinterließ ein schon werck äs krilla, wie auch Lstslog
rum kriücomm, gusr cum Orsesis soaveniuM-äs lcript. Loisi Hveexe. Ltbeu. liess.
Holdingshaussn, eine alte adeliche familie imAde, deren stamm-schloß Holdingshaujen im Fürsten vsau gelegen. Humbracht fängt deren ordentlichreihe mit einem annuxmo um das jähr 1400. am . Agisspjähr r;6o. florirte Heinrich, Amtmann zu Siege» >