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den selten fvoos. mann auf dem platze blieben. Im ansangdes jahrs 1296. begunten die Frießländer zu rebelliern, und alser dahin eilte, zerbrach unter ihm das eis , daß er also samt dempferde und den wenigen seinigen stecken blieb , da denn die Frie-sen ihm auf den hals kamen, und ihn todt schlugen. Er hat vonseiner gemahlin Elisabeth, Hertzog, Ottoms zu Braunschweigtochter, einen einzigen söhn Florentium V. welcher damals nurs. jähr alt war, da indessen des Kaysers Wilhelmi bruder, GrafFlorentin Drossart in Holland die regierung führte. Nach des-sen tobe mästete sich der vormundschafft des obgemeldten Floren-tins schwester Alid an, so des Grafen von Hennegau gemahlinwar; allein die vornehmsten des landes bestellten Graf Otto vonGeldern zum Lckmimstrswre, welcher auch die oberhand be-hielte. An. 1277. trat er selbst die regierung an, und versuchtean. 1282. sein heil gegen die Frießländer, um seines vatters todzu rächen. Wenige zeit daraufreisete er zu dem König Eduar-ds von Enaelland, da indessen die Holländischen vom Adel, weilihnen des Grafen zunehmende macht verdächtig schiene, denMessen in Flandern, des Florentins fchwieger-vatter, überrede-ten, daß er Middelburg belagerte. Solches trieb Graf Floren-tin aus Engelland, und daß er bey Ziricksee eine armee versam-melte. Als er aber auf des Hertzogs von Brabant parole persön-lich in Flandern gieng, belegte ihn der Graf mit arrest. Wollteer nun frey seyn, so muste er vor die kriegs-kosten eine ansehnli-che summe gelds verheiße», und daß er den Adel wollte unge«kränckt lassen. Aber kaum langte Graf Florentin zu Hause an,als er des Versprechens vergaß, die Herren von Vere, Borselenund andere vertrieb, und den Seeländischen Adel aus das neuedrückte. Weil er aber sahe, daß Engelland mehr den Braban-tern favoriffrte als ihm, richtete er mit Franckreich eine alliantzauf, conjungirte seine trouppen mit der Französischen armeegegen Flandern, allwo die Vläminger in Cadsand eine harte Nie-derlage erlitten , auch blieb in solchem kriege der gröste theil desHolländischen Adels. Damit es nun der provintz nicht anEdelleuthen mangelte, adelte er auf die 40. reiche bauren, wo-durch er sich immer mehr und mehr bey dem Adel verhaßt mach-te , daß sie ein geheim Verständnis wider ihn machten, ihn unterdem vorwande einer angestellten falcken-jagt ins netz locketen,und mit 21. tödtlichen stichen hinrichteten. Die thäter retirir-ten sich in das schloß Kronenburg , wurden aber von dem Gra-fen von Eleve darinnen belagert, daß sie sich endlich aus Hungers-noth auf discretion ergeben musten. Etliche von den gefange-nen thätern wurden nach Dort, etliche nach Delft, etliche abernach Hartem gebracht, und enthauptet. Der Haupt-thäter aber,Gerhard von Felsen ward nach Leiden geführet, und lebendigin eine tonne, so von innen mit scharfen nägeln beschlagen, ge-steckt, und z.tage in der stadt herum gerollet, daraus geköpftund gerädert; einige aber von diesen rott-gesellen entkamen,und retirirten sich nach Preussen. Unter diesen Unruhen sahe esin Holland sehr schlecht aus, indem der Graf von Eleve in Nord-Holland sich vest zu setzen suchte. Graf Guido von Hennegauergriff Süd-Holland. Der Bischofs von Utrecht bemächtigtesich der stadt Muiden, und brachte die Friesen auf seine feite ;Wolfrat van äs Vere belagerte mit hülffe des Grafen in Flan-dern Middelburg. Bey solcher Verwirrung schickten die Herrenvon Brederode, Egmond und Wassenaer, nebst einigen Depu-tieren von den städten nach Engelland, den minderjährigen jun-gen Grafen Johann abzuholen, welche ihn auch heraus brach-ten , daher ihm an. 1297. in Holland schuldiget wurde. Hier-aufbesiegte er die Ost-und West-Friesen, weil er aber dem Wol-frat von Borselen allzuviel einräumte, wurden die Holländerschwürig, und vertraueren dem Grafen von Hennegau die admi-nistration auf vier jähre, bis endlich Graf Johannes , der letzteseines geschlechts, an. 1299. starb, und mit ihm der gantze stammder alten Grafen von Holland abgieng. Hierauf erklärtendie Holländer Graf Johannem von Hennegau an. izoo. vorihren regierenden Grafen. Weil aber nach absterben des ge-schlechts der Grafen von Holland diefe provintz samt Seelandan das Reich gefallen war, muste er diese lande von dem KayserAlberto zu lehn nehmen. Er hatte viel mit dem Bischoffe vonUtrecht, und zumal mit dem Grafen von Flandern und dessenbundsgenossen zu thun; allein er befochte wider beyde eine herr-liche vlctorie in Cadsand, bekam auch den Grafen von Flandernselbst gefangen. Er starb an. i;c>4. und hinterließ von seinergemahlin Philipps, GrafHeinrichs zu Lützenburg tochter, Wil-helmum III. den gütigen; Johannem I. Grafen zu Osterband;Johannem , Herrn zu Beaumont, Tolen, Goude und Schon-hoven; Henricum, Osnonicum zu Cambray; Mariam, Ludo-vici Hertzogs von Bourbon gemahlin; Adelheihdes Grafen vonClermont gemahlin; Margaretham, vermahlte Gräfin zu Ak-tors ; Mathildin , des Herrn von Welle gemahlin. Sein älte-ster söhn Wilhelmus III. war bishero Statthalter in Hollandgewesen; nach feines vatters tode aber fiel ihm die völlige regie-rung über Holland, Seeland und Hennegau zu. Er verknüpftedas Amstel-land mit der Graffchafft Holland, stund an. i;a6.der Königin Jsabella in Engelland wider ihren gemahl Eduar-dum II. und hernach dem Könige von Franckreich Wider den Gra-fen von Flandern bey. Er starb endlich an. 1; 17. und hatte vonferner gemahluiJohanna, Graf Carls von Valois tochter, Wil-helmum IV.; Margaretham, des Kaysers Ludovici aus Bayerngemahlin; Phrlrppam, des Königs Eduardilll. in Engellandgemahlin; und Johannam, vermählte Gräfin zu Jülich. Wil-hrlmus IV. folgte ihm in der regierung, welcher an. r;;8.
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wider die Mohren in Spanien, um, nvry mwider die Saracenen in Syrien zog. Er stund hieraus" ^Könige Philipp» Valello wider den König EduarduM u'^Engelland bey, wandte sich hernach gegen die Friesen,aber von selbigen unvermuthet überfallen und erschlagen- ^hat sonsten der stadt Amsterdam grosse privikegien ertheilt-hinterließ von seiner gemahlin Johanna, Hertzogs JovaaIII. in Brabant tochter, keine erben , sondern nur einenstarb, weshalben der Kayser Ludwig aus Bayern muReichs-Standen einmüthiglich beschloß, daß beyde GraM ^ten , Holland und Hennegau, dem Reiche heimgcfallen warDieweil aber der Kayser selbst des verstorbenen Wilhelm! lw' ^ster, Margaretham, zur gemahlin hatte, übergab er ihr ",lande. Diefe fetzte ihren dritten söhn, Hertzog Wilhel.'nnssjlunter gewissen bedingungen zum stäminittrswie, allem .selbiger gar übel Haus hielte, übernahm sie selbst die regiern AMit dieser regierung waren die meisten Holländer gantz "vergnügt, und erweckten allerhand factionen. Etliche chw /,ten Graf Wilhelmi partey, und nennten sich RabeltE. §dadurch andeutende, wie sie ihre gegner gleich kleinen t>m^,verschlingen wollten, und trugen allerseits asch-farbige mn« §Der Kayserlichen wittwe Margarethä partey nennte M ^Hock oder fisch-hacken, damit der Kabeljau gefangen wird/ ^Hukische, und trug eine rothe vier-eckichte mutze zum rm ,mahl. Anfänglich schlug Margarecha mit den auxiliar-tr" §pen ihren söhn Wilhelmum, als aber selbiger aus TeuttE" ,hulffe erlangte, besiegte er die mutier in einer schlackst bey w ^vesand. Nach erlittener Niederlage entflöhe die verwittibtt^ p,serin Margaretha zu ihrer schwester der Kömgin in EngU ^Da es endlich zu einem vertrage gediehe, muste sie ihremPrintz Wilhelmo, Holland, Seeland und Frießland vollmtreten, vor ihre Person aber behielte sie das einzige HemE^ewohin sie sich an. n^i. erhob, und ;. jähr bis an ihr .daselbst wohnte. Wilhelmus, Hertzog in Bayern, als er ^jähr nach seiner Mutter regiert hatte, gerieth in eine genm ^blödigkeit, töbtete Wilhelmum von Wateringen, und'Hhernach jähr im Haag in Verwahrung gehalten, bis er Mi; 77. starb. Von seiner gemahlin Mechtild, gebohrnervon Lancaster aus Engelland, halte er keine kinder, fo>Ealso fein bruder Albrecht, welcher schon bishero die regm §§administrirct. Dessen erste gemahlin Margaretha, ALudwigs zu Brieg in Schlesien tochter, gebahr ihm unter ^dern Andern die Printzeßin Margaretha, Hertzogs JohanmBurgundien gemahlin; desgleichen Hertzog WilhelnuM'xein Bayern. Dieser folgte dem vatter, und lebte immit Margaretha, Hertzog Philipps des kühnen indien tochter, erzielte mit derselben die einzige tochter IaeeM,und starb an. 1417. Sein bruder Johannes, BssclMvootich, gab zwar das Bißthum auf, und vermählte sichsabeth, erbin von Luxemburg, in Hoffnung , diedesto eher zu behaupten , jedoch behielt Jacoba den Platz I ,,»eempfieng an. 1417. die Huldigung über Holland, SeE ^Hennegau. Ihr erster gemahl war der Dauphin ausreich, des Königs Caroli VI. söhn, und geschahe die verw" ,7.an. 1406. im fünften jähre ihres alters, als sie aber au-das beykager vollziehen wollte, starb der brautigam. ^dere gemahl war Hertzog Johannes von Brabant an-doch gieng sie nach 4. jähren von ihm, und konnte nickst '^simit ihm ausgesöhnet werden. Der dritte war HuMpw^MHertzog von Glocester aus Engelland, jedoch verwarf der 5 ßs-die ehescheidung. Der Hertzog von Burgund, Philipp'
uns, war auch nicht damit zufrieden, weil ihm solcher
die erbschafft hätte entgehen können, am allermeisten a"' Ao/testirte ihr noch lebender gemahl, Hertzog Johannes -' F
bant, darwider. Indem nun Jacoba an. 14;;. den A.mahl, Francken von Borsselen, Statthalter in Hovass, -
und noch in selbigem E
Seeland, nahm, wollte sich Philipp der gütitte, w^bereits zum erben eingesetzt hatte, diese lande nicht net»!scn , und nöthigte sie, ihm die provintzen bey lebens-zutreten, und mit einer apanage in Holland vorlieb zu " .EPhilipp der güticze brachte also diefe lande an das Hertzist EBurgund, und folgte ihm Carl der kühne, durchter Mariam, als sie sich mit dem Ertz-Hertzoge Mapw.ssFvermählte, Holland, Seeland und Hennegau nebstten Niederlanden auf das Haus Oesterreich gebraust ^ ass-Oo«/Ie siilial. Unllsnck. rar
bist. lib. IV. Hj/Iar'ie r» 9^/
rer. ssristc. lib. VI. rerum flsricl^. lib-
rer. Lolg. snn. Lgrsv. . 7 ^^» östsv. illustr-
Lrir. Lucä uralter Grafen-saal. ,, -ssst
Holland , oder Neu - Holland, ist ein landstustruli , so an. 1644. von den Holländern entde«»
Es liegt von Neu - Guinea und den Moluckischenwärts, und wird gemeiniglich in die provintzenDiemens und Pierre Nuits rc. unterschieden, ist aocn'g bekannt. . ,,
Neu-^olland, in Nord-America, siehe Z?c>rck- ^Neu-^olland,eine kleinelandschafft in Mosta"'.^Holländern also genannt. Sie liegt an dem Nork-nbey der meer-enge Waigats, so insgemein die strafegenennet wird. . ^r>,