Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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im Ditmarssschen kriege als Rittmeister gedienet, und ist vonden bauren erschlagen worden. 2.) Frantz, Erb-Herr zu Rin-teln. Weil sein söhn Dietrich mit vorgedachtcm Thoma zu-gleich gefangen wurde, zog er mit einer anzahl Reuter vor desgemelkten Grafen von Höya schloß Derenburg, eroberte dassel-be, und bekam den Grafen gefangen, welchen er auch lebenslangin der gefangenschafft behalten. Er errettete also feinen bruderund seinen söhn , welcher bald darausan. 1549. zu Wittenbergstarb. Der vatter aber ist Hertzog Heinrichs zu BraunschweigRath worden , und mit demselben vor Ingolstadt gezogenj undan. 15;;. zu Antwerpen verstorben , eine tochter Christinam hin-terlassend , welche Henricum von Rantzow, Königlichen Däni-schen geheimen Rath und «Statthalter m den Holsteinischen lan-den, geheurathet , und demselben 4. tonnen goldes oder 400000.Wr. heuraths-guth zugebracht. ;.) Henricus, welcher in derschlacht bey.Sivershausen an.155;. geblieben, und seinen stammmit drey söhnen fortgepflantzet. Um diese zeit haben auchAschg und Georg von Holt alsKriegs-Helden sich hervor gethan;jener war anfangs Hertzoglicher Amtmann zu Peine im StifteHildesheim , und nachgehends signalirte er sich im Ditmarsi-schen kriege an. 1559. Gemeldter Georg ist an. 1592. der stadtTrier wider Marggraf Albrechten zu Brandenburg mit einer an-zahl volcks zu hülffe gekommen. An. 1557. hat er dem Königein Spanien wider Franckreich ein regiment zugeführet, undim selbigen kriege unterschiedene örter erobert. An. 156z. hater dem Könige in Dänemarck wider die Schweden gute dienstegeleistet, auch Hertzog Adolphen von Holstein den rath gegeben,wie die Ditmarsen unter das joch zu bringen. An. 1561.ward Eberhard von Holle Bischoff zn Lübeck, und an. 1566. zu-gleich Lämimümtor zu Verben. Zu unsern zeiten florirte Her-bold von Holle als Chur-Hannoverischer Hof-Rath, und an.1714. kam ein Schwedischer General-Feld-Marschall-Lieute-nant von Holle mit seinem Könige aus Orient. <7^^ 8ox.x. §27. Holstein. Adel-chron. k. II. p. 10.1;. Span-genbergs Adel-spiegel.

Hollenburg, ein schönes schloß nebst einer Herrschafft ander Drau in Karndten, so nach abgang der Herren von Hollen-burg an das Haus Dietrichstein gekommen,von welchem heut zutage eine linie den nahmen führet. imnol. Lar.

*Hollerius, (Jacobus) gebürtig von Estampes, war einUeäiceis zu Paris, und starb daselbst an. 1562. Tka-

nstol. p. 2;7. Lpuä W-recs. LNtig. Ooslrrr. Er hat einen Lom-inenwriumin sspkorismo8 HippoLr3tl8, Paris 1479. in 8- Gens1644. in 8- cle blsteris Lkirurgicir, Zürich 155;. und Franck-furt 1610. cle Norbi8 interni», Paris 1571. und l6n. in 8. äsLebriku8 L kolke, ibiä. ingleichen Opera krsctica, Genf 162;.16z 5. in 4. geschrieben, wiewol stine schriften nach Thuani ver-muthen theils von den klggigrL supprimirt,theils unvollkommennach seinem tode gedruckt worden. HIKI. ?

kibl. 6r. VI. 9. §. 4. p. 251. Stolles anleitung zur Historie derMedicin, gelahrth. I. §. 161.

Zolles, eine vornehme familie in Engelland, welche vonsehr langen zeiten her in Nottinqhamshire ansehnliche güther be-sessen, und vor andern sich hervor gethan. Aus derselben warentsprossen der Ritter Wilhelm Holles, welcher an. 1541. LordMayor von Londen gewesen. Dessen urenckel, Johann Holles,ein Ritter, erwies in kriegs-dicnsten eine sonderbare tapferkeit,vornemlich an. 1588. wider die Spanische see-armade, hernachunter dem Grafen von Essex in der expedition wider die Ter-ccrische insuln, ingleichen unter Wilhelms Fitz-WilliamS widerdie rebcllen in Jrrland. Auch leistete er dem Staat viel gutedienste zu friedens-zeiten, und ward in ansehung dessen vondem Könige Jacobo I. an. 161Ü. znm Pair von Engelland mitdem titu! eines Lords Haugthon von Haugthon , den 2. nov.aber des jahrs 1624. zum Grafen von Cläre gemacht. Erzeugtemit Anna, einer tochter des Ritters Thomä Stanhope vonShelford, 9. kinder, von welchen folgende erwachsen: 1) Jo-hannes, von dem gleich unten; 2.) Denzil, von dem ein eigenerartickul zu sehen; z.)Carl; 4.) Wilhelmus; 5.) Eleonora,vermählt an Oliver Fitz-Williams, Grafen von Tyrone in Jrr-land ; 6.) Arabella, vermählt an Thomam Wentworth, Grafenvon Strafford. Nach seinem tode, welcher au. 16)7. den 4. oct.erfolgte, succedirte ihm sein ältester söhn , Johannes, welcherden i. jan. an. 166;. mit tode abgieng , als er vorher von Elisa-beth , der ältesten tochter Horatii, Lords Vere von Tilbury,ein vatter von 2. söhnen und von iz. töchtern worden. Dieje-nige , so von den letztem erwachsen, haben sich folgender gestaltverheurathet: 1.) Anna an Eduardum , .einen söhn und erbenTheophili, Grafen von Lincoln , 2.) Elisabeth an Wentworth,Grafen von Kildare in Jrrland, z.) Arabella an den RitterEduard Rosseter, 4.) Susanns an den Baronet, JohannemLort, 5.) Diana an Henricum Bridges, und 6.) Penelope anden Baronet, Jacoblim Langham. Von den r. söhnen über-lebte ihn der einte Gilbert, welcher Gratiam, eine tochter Wil-helmi Perpvints von Thowersby heurathete, und mit ihr ;.söhne nebst 4. töchtern zeugte. Drey von den letztem verehlich-ten sich, nemlich Elisabeth an Christophorum Vane, nachmalsLord Barnard; Maria an Hugonem Vostawcn, und Gratia anThomam, nachmals Lord Pelham. Von den söhnen starbendie 2. jüngste im ledigen stände; der älteste aber, Johannes ,succedirte dem vatter an. 1688. den 16. jan. und stieg, theilsdurch feine Heurath mit einer tochter und erbin Henrici Laven-

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dish, Hertzogs von Newcastle, (welcher den 26. jul. äst-ohne männliche kibes-erben das zeitliche gesegnete) theus" ^

durch seinen eifer vor dasinteresse des Englischen Hosts-'viel höher, als alle seine vorfahren; denn an. 1694.may machte ihn der König Wilhelmus III. zum MarMksgvon Cläre und zum Hertzog von Newcastle. An. 1698. empser den orden des Hosenbandes. An. 1700. wie auch an-' Agwar er einer von den Commissarien, welche an einer vereinn^der beyden Reiche Engelland und Schottland arbeiteten.wol Wilhelmus III. als die Königin Anna, gaben ihm en>e' ^unter ihren geheimen Räthen. Auch ernennte ihn der > ^zum Bewahrer des geheimen siegels. Ferner war er Lord». §,tenant von der stadt und von der Grafschafft Nottuigy" „xLord-Bewahrer von dem walde Sherwood, Lord-LE'^von dem östlichen und von dem nördlichen theil von Vora^,ingleichen Gouverneur von Kingston bey Hüll. Mit ob^w ^tcr seiner gemahlin zeugte er nur eine einzige tochter, ,

tam. belp to LirZIl8lr kilkorx, p. 268. 41z. ^

I. p. uz.

Holles, ( Denzil, Lord ) ein jüngerer söhn des in dem ^hergehenden artickul erwehnten Johannis Holles, erstenvon Cläre, gebvhren an. 1598. Er war ein überausmann , und dabey ein eifriger Verfechter von den rechtenfreyheiten seines vatterlandes. Dieses letztere bewog1628. den Hertzog von Buckingham und die damaligetey, mit grossem Nachdruck in dem Parlemente anzugtew ^Hierüber muste er nachmals eine langwierige gefangen''^und schwere Verfolgung erdulden, welches nicht wenig darM A,trug, daß er zu ansang des langen Parlements, welches vm ^rolum I. so unglücklich ablief, sich sehr hitzig wider das uw^,,dieses Königs erwies. Als er aber nachgehends wahr»^,4,daß Cromwel vermittelst der armee sich einer gantz unveVBwörtlichen gewalt anmassete, suchte er mit allen kräffren-seine anschlüge zu hintertreiben. Wiewol er nun in dem P ^mente ein sehr grosses ansehen sich zuwege gebracht, ster es dennoch zuletzt geschehen lassen, daß die widrigeihn des hoch-verratys beschuldigte, und nebst andern vo'MParlements-versammlungen ausschloß. Hierdurch sEgenöthigt, nach Franckreich überzugehen, und daselbst vmCromwelstode zubleiben, in während welchem ex-lman. 1699. zu Londen gedruckte Nemoires zu papier Echoe"So bald die conjuncturen sich für das Stuartische Haus^ vc-besser anliessen , kam er zurück in Engelland, wohnterathschlagungcn des Generals Monck, des Grafen von r>iister und anderer wohlgesinnten, mit bey, und, nactstc- ^Wiedereinsetzung Caroli II. vest gestellt worden, war er eiwden Deputirten des Parlements, welche diese angenelM^Bschafft, nebst 50000. pfund sterlings, nach dem HaagWjgen musten. Hierauf machte ihn an. 1661. der gedachte ABCaroluS II. zum Pair von Engelland, mit dem titul eine»Holles von Jsield in Sussex. An. 166;. ward er alsdeutlicher Ambassador nach Franckreich geschickt, und "'Mhends als Königlicher Bevollmächtigter zu den BredalMctaten. Er starb an.1679. und ward zu Dorchester begras Bwo ihm sein vetter, Johann Holles, Hertzog von Newcanstattlich monument aufrichten lassen. Er hatte sich ^verheurathet, i.) mit Dorothea, einer tochter und ech ,Ritters Francisci Ashley von Dorchester; 2.) mitder ältesten tochter des Ritters, Johann Shirlcy voneiner wittwe des Ritters, Walther Court; ;.) mit Esthch.xgl^tochter Gidconis le Lou, Herrn von Colombicrs in ^ .cMmandie, und einer wittwe Jacobi Richer aus eben 0provintz. Von den zwey letzter» hatte er keine kinbeAEerste aber gedahr ihm 4. söhne, welche insgesamt iuna gch. B-

bis auf den einzigen Franciscum Holles von Wmtervu z B

Martin, Baronet, welcher zweymal sich verehlichteLucia, einer tochter des Ritters Robert Carr von ^

2.) mit Anna, einer tochter des Baronets Francis" »>>Compton Beaucamp. Die erste gebühr ihm

Denzillam, welche beyde in ihrer kindheit stürben,

aberJohannam, welche gleichfalls bald wiedergieng, und einen söhn, nahmens Denzil. Dieser wau cnem groß-vatter Lord Holles, allein da er kaum das ^ ^

reichet, und sich noch nicht vermählt, starb er, undbesagten titul. 0/ I. p. 1 l6. .

* Holmius, (Petrus) war zu Ulfinger in AnB^ ckan. i6;4. den r. julii gebvhren, und wurde,

Upsal und Greyphswalde studiret, und fremde lanker §, >set hatte, kroksffor der Orientalischen sprachen zuauch Prediger zu Hegby und Hestadt, endlich ,688- AIbeologiT und krTpostws zu Upsal, allwo er U>1-;o. junil das zeitliche gesegnet. Er hat Ooww ^Theologie IssuhsmeäsnT u. a. m. heraus gehen lau ' ^

cstor. - Ket^Ai

Holnburg, eine kleine stadt nebst einem schloss^stein genannt, in Unter-Oesterreich, an der Donauvon Crems , so nebst der dazu gehörigen HerrsclMl. msifMdem Bißthum Freysingen zustehet.

Holobolus, war Prediger unter des Kaysers per ^läologi regierung. Er war ein junger mensch von ^samkeit und ziemlicher fahjgkejt, nur fehlte es «M