Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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-es landes über den Lech ziehen wollten , fielen die erstenden letzter» zwischen Susmarshausen und Augspurg in diearriere - garde, und machten davon einige tausend nieder,wobey denn auch Mclander durch zwey schnsse in die schnlterund rechte brüst getroffen ward, woran er zu Augspurg in demgast-hof zur trauben noch denselbigen nachmittag verstarb. Seinleichnam wurde den 17. jnl. von bannen auf seine gükher inder Grafschafft Nassau Hadamarischen ankheils geführet. Erblieb bis an sein ende der Reformirten religion zugethan, undhatte sich an. i6,8. zu Groningen in den Niederlanden mit desObersten Bernhard Bogslaffs von Platen Wittwe , einer ge-dohrnen Hallin, Frau von Effern , verehlichet, und mit selbi-ger eine einzige tochter, Elisabeth Charlotten, erzeuget, welchesich an den Fürsten Adolphum von Nassau-Siegen vermählet,und selbigem dessen güther zugebracht hat. comm.

üe reb. 8usc. not. kroc. üb. V. s. 6. <Ls. *

Holtzapffel, eine Reichs-freye Grafschafft in dem Fürsten-thum Nassau, welche vor diesem Esther geheißen, und einAmt von 14. dörfern gewesen. Nachdem aber die Wittwe desberühmten Generals von Hvltzapffel selbiges, nebst den VogteyenJsselbach und Eppenroda, von dem Fürsten von Nassau - Hada-mar an. 16;;. erkauft, hat sie demselben den jetzigen nahmenbeygelegt. Ihre einzige tochter, Elisabeth» Charlotta, hat nachihres gemahls, Adolphi von Nassau-Schaumburg tobe, die stadtHoltzäpffel erbauet, und ist an. 1707. verstorben, worauf derenälteste an Wilhelm Moritzen von Nassau-Siegen an. 1678. ver-mählte Printzeßin dero erdin worden. /Mt-o/. X. k. I. üb. V.

c. 6. §. 49.

Holtzaufer, (Bartholomäus ) der stifter der sogenanntenBartholomiten, die sich hernach hin > und wieder in Teutsch-land, Spanien und Polen ausgebreitet, und von dem PapstInnocentio XI. bestätigt worden. Er war an. 161;. gebüh-ren , und studirte zu Jngolstadt, ward auch daselbst DoNorIdeologie, und gieng noch dasselbe jähr, ziemlich an. 1640.nach Saltzburg, um gedachte Congregation zu stiften. Erverwaltete unterschiedene geistliche stellen , und zuletzt machteihn der Ertz-Bischoff von Mayntz zum vsssno zu Bingen, daer denn an. 16^8. gestorben. L7e-

* Holtzemius, ( Petrus ) ein voötor MeäisinX -und kro-sestor zu Cöln, von Deventer, lebte um das jähr 1627. undschrieb krognollicon VitR <L Morris , Cöln 160;. in 8. Ds-ioriprionsm kontis msäisati /lntonii vulgo liilerborir äicti,ib. 1620. in 8. Lftsnrmm Hellebori reäivivani, ibiä. 162;.in 8- kbsrmÄLopoesm; Xomerislaturam Lb^misorum >8: ab-ürusornm Voosbulorum cum Xotis Lli^misis ; äs sämiranäaLnratione Lorori polt gungrLoam äslapü Ls. bibl.

Lslg.

Holtzcndorff, vor alters Holtdorp, eine uralte ansehnli-che adeliche familie, soll nach einiger meynung Sächsischer an-kunft und von den edlen Schadewachten entsprossen seyn. Al-lein man kan dieselbe mit besserm gründe aus der Marck Bran-denburg herleiten, aüwo deren stamm-haus Holtzcndorff in derMitlelmarck gelegen. Sie wird unter diejenige adeliche geschlech-ter gezehlt, mit welchen an. 926. die stadt Brandenburg be-setzt worden , nachdem die Wenden daraus vertrieben worden.Bruno von Holtzcndorff ist an dem Hofe Graf Siegfrieds vonRingelheim (der um das jähr 946. die Marck Brandenburg be-sessen, ) in grossem ansehen gestanden, hat sich auch vorhero inder Wacht mit den Ungarn bey Mersebnrg an. 9;;. befun-den. Achim von Holtzcndorff, Schloß-Hauptmann zu Stendal,befand sich an. 1240. in dem treffen bey Mittenwalde, darin»Otto, Marggraf von Brandenburg, wider Heinrich, Landgrafenin Thüringen, das seid behalten. Albrecht wurde an. 1410.als er mit denen von Qmzow einen einfall in Sachsen ge-than, nebst 11. reutern von den Sächsischen Hertzogen gefan-gen. Dieser Albrecht mag sich nachgehends in Sachstn nieder-gelassen haben,denn man findet Albrechten und Marquarden vonHoltzendorg unter denjenigen Meißnischen vorn Adel, welche an.141z. mildem Churfürsten zu Sachsen auf das LonoiUumnach Costnitz gezogen. Dietrich stund um das jähr i4?o. beydem Churfürsten zu Brandenburg in ansehen, und wurde, alsdessen Oberster, dem Hertzoge Wilhelm zu Sachsen mit eineranzahl reuter wider dessen bruder, den Churfürsten zu Sach-sen, zu hülffe geschickt. Bernhard von Holtzendorff auf Slol-penhahn in der Marck gelegen, hinterließ Dietrichen auf Sidowund Kötten ; dessen sohn Liborius auf Sidow hat 2. söhne hin-terlassen; der jüngere, nahmens Claus, auf Falckenberg, Pretz-schen und Jagow, hat seinen stamm in der Marck Brandenburgmit drey söhnen, Zabeln, Adam und Hansen fortgesetzt. Derältere aber, nahmens Antonius auf Sidow und Kötten, ist An-herr der Meißnischen bransks worden; von seinen beyden jun-gen, söhnen, Dietrich und Joachim, findet man ebenfalls keinewettere Nachricht, als daß der erstere zwey söhne verlassen, derälteste söhn aber, Slellanus, hat das Ritter - guth Dröschkau inMeisten an sich gebracht, und dem Chur-Hause Sachsen anfangsals Stallmeister, und hernach als geheimer Cammer-Herr undAmts-Hauptmann zu Mühlberg getreue dienste geleistet; auchsind die beyden Churfürsten Augüstus und Christianus I. in seinenarmen gestorben, laut seines epirspitti in der Sophien-kirche zuDreßden , allwo er an. 160;. verstorben. Sein jüngster söhngleiches nahmens hat 7. männliche erben hinterlassen , die aber

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alle crbkoö abgegangen; Christianus hingegen, der ästest*hat seinen stamm beständig fortgesetzt. Er besaß das guw-chmannsdorff , und gieng an. 1662. als Amts - Hauptmai> °Rochlitz und Leißnig mit tode ab, einen söhn, Christianmunden auf Thalwitz, Chur-Sächsischen Cammer - Herrn»^Amts-Hauptmann zu Eilenburg und Dieben, hinterlassen^.,an. iS8z. verstorben. Dessen einziger söhn, ChristopSM,munden auf Dalwitz, Königlich - Polnischer und Chur-S"^scher Cammer - Herr, verließ an. 171;. das zeitliche.beyde gemahlinnen sind gebohrne von Schönbergdie erstere aus dem Hause Maxen, die an. 1696. verstor .^hatte ihm zwey söhne hinterlassen, davon der eine ausser ^versität zu Wittenberg an. 17,;. mit tode abgegangen, 0^dere aber die groß - vätterliche Schönbergische Ritter -^Bärenstein, Baruth, Cunnersdorff, rc. geerdet. Von verdern gemahlin aus dem Hause Biberstein, hat er einennahmens Gvtthelff Sigmund hinterlassen. Mara«

chronick. riisacr. 8sx. Nönigs gen. tab.

Holtzfuß, (Barthold) ein Reformirter PlieologuS'^r»den 11. dec. an. 1659. zu Rügenwalde in Hinter-Pow-Mgebohren. An. 1684. erhielt er zu Oxford die Magiltsr-w'I^j,welche ihm das jähr darauf zu Franckfurt an der Oder "V j,,get wurde. An. 163?. ward er zum krok. kbiloi'. exrraoi^^,gedachtem Franckfurt bestellet, erhielt aber an. 1636. du ApPrediger-stelle zu Stolpen in Pommern; doch an. ,696-'de er wiederum als krof. I'l^s. oräin. und Tlieol.nach Franckfurt veruffen , und ward noch selbigesTiieol. oräin. Endlich starb er an. 1717. Man hat verM ,,;ne schristen von ihm , als : viilsrr. äs kerksLons Lbrät'»äs krLclLÜinLrione, LIsclione <L Xsprobatione, so ein 1"'lich aufsehen gemacht, wie sie denn fürnemltch auf die" ^nigung der Protestirenden zweckten ; auch viel disputan^.nemlich äsUieolvZia L Helikons; äs 8. 8sriptura;minibvs Oei; äs 88. Tiiniwrs; äs velcenlu Lbristi uä 'ros; äe kiäs ; äs XsLellirnrs bonorum Operum;inentis in geners ; äs Lzpriüno Inäsiso-Lbrissigno Ko- ^

Zeitungen von gelehrten fachen, 1718.

Aoltzhalb, ein altes und ansehnliches geschlecht »n 3" ßctzvon dem sich schon an. iz^o. Ulrich bekannt gemachtin der mord-nacht daselbst so rühmlich gehalten, daß M ^bürger-recht dafür zu lohn gegeben worden; nachdem'Mhierauf dieses Haus eine ziemliche zeit in der stille gessw' ^ZrLäarim an ehren angewachsen, haben sich endlich v?, Wfpselben folgende fücnemlich hervor gethan : Leonhard, tlstMckrer und unverzagter Held, schlug die von demAmbassadorn ihm aufgetragene Öbersten-stelle aus, erlM „Enachgehends solchen character in Venetianischen dien>le>'^,Hversähe das wichtige Bürgermeister-amt in seinem van^ v-von an. 1609. bis 1617. da er starb. Conrad, sew'^Drst"v. M. edirte Betrachtungen über das Leide» Christi ,auch wider die LpociÜWlm ^osnnis plllultrsrii Lssaros^jMHeinrich ward an. 1617. nach des obigen tode BürE Eversähe mehrere Gesanbtschassten mit grossem lob,an. 16)7. Hans Ulrich zog an. 1610. mit einer con'^Ein Frankreich. An. iü;6. gieng X. Holtzhalb als ^wegen dem Ramser-geschäffte nach Jnspruck ; Dav^.„ ck'!,an. 1687. Abgesandter der vier Evangelischen Orte y Fge Reformirle Potentaten und Stande in Teutsch'"" §,Wden Französisch - und Piemontesischen erulanten eine ^ »aufnähme und schütz zu procuriren. An. 1692. war" .yMheilig zum Stadtschreiber erwehlt; an. 1699. zumzu Kyburg; so denn bey seiner rückkunft an. 1706. ss"'meister; an. 1707. zum Ober-Vogt zu Regenstorss; ,ward er Statthalter, und endlich an. 1710. Burs^Mbis an. 1719. da er alle seine ehren mit dem rodeBeatus ein tresiicher Poet und Hiüorisus, wurde Ester und des Raths an. 1690. und gab das obwol Lsehr nützliche werck, ksmksum L pgnagimn zugch",.geA,den druck. An. 1700. wurde Joh. Jacob wegennen Ramser-geschäfflen nochmals an den Wienerischch.,^«"gesandt. Von David Holtzhalb, kwksssor, siehe den > ^artickul. Dürsteler L ^

* Holtzhalb, (David) wurde den25. apr. a«' yder stadt Zürich gebohren. Sein vatter war Leonv'L-hsl^halb, Waagmeister im kaushause, ein bruder DavidBürgermeisters der stadt Zürich von an. 1710. bls chssi'Abald er den gewohnten lauf feiner studien auf p ^rischen 6>mnasio glücklich zum ende gebracht, "E'xx B,,.im mertz an. 17°°- in Holland, woselbst ergeblieben , und insonderheit auf der Universität Less'äia Piieoloßiss, kliilosopkisa und kliilologisa »uttem succeß fortgesetzt, daß er unter den drey berE^enern Triglandio, Markio und Witsio unterschtttw M .ztationen über den XVI. Psalm , die er felbsten ,grösten ehren gehalten, und selbige unter dem titul: xB j,

, leu LxeZLÜs Lkilolo^iLo - ssksologl ^ r

XVI. in 4. zusammen drucken lassen. Als er sich'8Fden aufgehalten, bekam er von dem Rath zueine vocntwn zu der kroiellione Libliect , und zll

deswegen seine zurückknnft in sein vatterland. xo

bekam er auch eine vocation von dein Fürsten i"