Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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dieses nicht genugsam probirt ist. Endlich soll er/ da er vonSamos nach Athen reisen wollen, an dem Ionischen ufer ge-storben/ und daselbst begraben worden seyn. Etliche meynemer sey aus Verdruß gestorben / weil er ein ratzel, so ihm gewis-se fischer vorgelegt, nicht auflösen können ,, welches aber vongar alten scribenten vor falsch gehalten wird. Von den Poe-sien, so er in Griechischer spräche verfertiget, ist viel verlohrengegangen, doch sind seine vornehmste heroische wercke, dieIlins und Oävü'en, noch übrig / deren ,cne zwar den zorn oderdie Verbitterung des Achillis wider Agamemnon, und die da-her entstandene oftmalige Niederlage der Griechen zum zweckhat / zugleich aber doch einen guten theil des Trojanischenkriegs vorstellet; gleichwie hingegen in der 06 ylle 3 die herum-irrunq des nach geendigtem Trojanischen kriege sein vatterlandwieder suchenden Ulyßis beschrieben wird. Diese getichte hatLycurgus zuerst, nachdem er sie zu Chio bekommen, gantz aus-Jörnen nach Griechenland gebracht. Nachdem sie aber nachihm dennoch in stücke abgetheilt, und auf des Solonis besehtalso abgesungen worden , so hat Pisistratus wieder alles cvlli-girt, und sie in ordnung bringen lassen, wie wir sie jetzt nochhaben; wiewol die Lririci, so hernach darüber gekommen, baldetwas hinzu, bald aber davon gethan. Der rühm, welchenHomerus durch diese getichte erlangt, ist nngemein groß, in-dem man dieselbe unter den Griechen und Römern schier sohoch, als unter den Christen die Bibel gehalten, sie in die schu-len eingeführt, damit die jugend darnach unterrichtet wurde,auch dem Homero selbst tempel und capellen, wie einem gott,zu ehren aufgebauet. Kurtz, die getichte Homeri wurden vordie quelle der religion, wie auch aller Weisheit und wissen-schassten angesehen, so gar, daß noch zu unsern zeiten einige diechymische geheimnisse darin» finden wollen. Die meisten km-,loloxki meynten ihre Philosophie nicht wenig beseitiget zu ha-ben, wenn sie derselben gründ mit einem verse dieses alten Poe-ten bekräfftigcn konnten, wie denn nicht nur die 8wici, Oy-nici, Thales und andere, sondern auch so gar die Seeptici sichauf den Homerum beruffen. Es haben auch bereits viele un-ter den Alten über seine Opern commentirt, gleichwie Aristar-chus darüber critisiret, die fehler der copisten verbessert, auchdie nach und nach von andern eingeschobene verse wiederumweggethan hat. Von seinen Griechischen Scholiastcn sind nochzwey vorhanden, Eustathius, Ertz-Bischoff von Thessalonjch,und Didymus, wiewol der letztere vor einen fälschlich eingescho-benen 3 Miiorsm, und das unter solchen nahmen hervor gekomme-ne werck für eine sammlung allerhand alter glossen und auS-legungen über diesen Poeten, die aber gar verschiedene Urhe-ber haben, gehalten wird. Hingegen hat es einige gegeben,welche Homerum mit seinen Poesien vielmehr für einen vattevder albernen possen und des aberglaubens, als eine quelle derwissenschafften, gehalten. Also hat Zoilus gantze bücher widerdie Iliaclem und OäMam geschrieben, und der Weltweise Xe-nophanes hat das, was Homerus von göttern gelichtet, gantzabgeschmackt befunden , worinnen ihm hernach Plato gefol-get. Ja man erzehlet, daß dieser Poet selbst ( vielleicht ebendieser Ursache halber) von den A-theniensern als ein unsinni-ger um ;c>. ür 3 Lbm 38 gestraft worden. Wie ihn Lucianushin und wieder herum genommen, zeigen seine annoch vor-handene schriften, der neuern, als des Boisrobert, Perrault,1 s Clerc, Terrasson, I3 Morhe, und anderer nicht zu erwehnen.Überhaupt ist gewiß , daß Homerus in beschreibung sowol dergötter, als menschen, sich nach den sitten seiner zeiten gerich-tet , da eine gewisse rohe und wilde art mit grosser starcke undunerfchrockenheit begleitet, die fürtreflichste lügend und Voll-kommenheit ausmachen muste. Wann man also dieses Lich-ters beschreibungen gegen unsern heutigen sitten und lebens-art, oder auch wol gegen der gefunden Vernunft halten will,muß man nothwendig sehr viel an ihm auszusetzen finden. Wowir aber, wie es hier eigentlich seyn sollte, vielmehr betrach,ten, wie gut und geschickt Homerus dasjenige ausgedruckt ha-be, was er nach den sitten seiner zeit hat anzeigen wollen , sowird ihm wol kein verständiger den nahmen eines grossen undfürtreflichen Poeten und Redners streitig machen. Das lebenHomeri haben Herodotus und Plutarchus beschrieben. Obober die noch vorhandene und diesen beyden scribenten zuge-eignete beschreibungen hiervon ächt und nicht untergeschobenseyn, darüber sind die Gelehrten nicht alle einig , obwol diemeisten, was einmal das erste betrift, der letzter« meynungfind. L , in vit3 Homeri. IVaro , 6s

1egibu8 Üb. II. III. üb. XIII. e. 14 . ,

noer. litt. üb. III. 0 . n. A üb. XVII. L. 21.

^setrer, in cbilinä. XIII. vro äillcrwt. L

54 - X/a-rrMr« cüllertnt. 16 . c. 42 .

ornt. coüecinnen 6 s Homeri vits <L

lörlpris. , 6 e Homeri pntrin. 3porbsoÜ8 Ho-

meri. sie s 3 to seriptorum Homeri. biüo-

ri 3 eriticn Üomsri. ciillsrMt. 6 e Homero.

, 6 e knetis 6 r-eci 8 . siinlog. 6 s koetis. K»-

xi«, comp 3 r 3 iton 6 'Nomere L 6 s Virg. LarVet, jngemens 6 es§ 3 V 3 N 8 iür 1e8 ?ost. , bibl. 0 rXL 3 üb. XI. c. I.

D« t'r« , bibliotb. universelle liv. II. p- 8 ;. logg-

-homerus, der jüngere genannt, lebte um das 4yc>. jähr-er stadt Rom. Er war aus einer stadt in Carien, nahmensHierapolis, gebürtig, und eines Byzantinischen weibs, nahmens

ho m

Mvro, söhn, welche einige verse geschrieben, so hoch geh^

werden. TVr^r. /e F-vrk, kostes Orses.

* Hommey, (Jacobus) ein Augustiner-Mönch,

von Seez in der Normandie, war sowol in der GrieckE^ A-Hebräischen, als auch in der Lateinischen spräche riem"^.fahren, und starb zu Angers den 24. oct. an. 171;. in dei«^^jähre seines alters. Seine schriften sind: Mlleloguium d. ^xorii, in fol. 8uxxlemeirtum katrum , in 8. und kalk, 2 ^j.welches Journal auch unter dem titul: viarium Luropseu» ^üoriLo-üicsrarium, aufgeleget worden, ihltt aberdrieslichkeiten zuwege gebracht, immassen er, weil er v»von der satisfaction, welche die Republick Venedig an-''dem Könige von Franckreich gegeben, ein wenig zuschrieben, nach Bar-Ie-Duc ins exilium gehen müssen- ,^,,

, üili. 6e8 siournnux. sie /« ^ ^ .gz.

1702. ,/sAr-r^/ ziel 8sivs!„s, i684- AkUsirk, sie ^

* Hommius, (Festus) war zu Hülst an. 1576. gck'E^wurde Prediger und krXpolitu8 Oollegü lüeologisi zuauch zu Oxford unter die voÄors8 lüeologire aufgenow.,^,Er hat sich sonderlich durch die streitigkeiten mit den M» Bnern bekannt gemacht, die sich sonderlich über seinLonrroverünrum LsIZienruin beschweret befunden ,

schuld gegeben, daß er in Vorstellung dieser fache nicht mverfahren, daher ihm denn unter andern antwortenmit dem titul: Optimn ki6e8 Hommii entgegen gesetzt >v» NEr ist auch nachgehends einer von den üecrewrüs beyno6o zu Dordrecht gewesen, und ist an. 1642. den ;storben. Man hat von ihm ausser der vorgemeldten

Lollegium ilnti - 8ocinismim , U. a. M. ^

bitt. Benthems Holländischer kirchen-und schulen-staw'

* -Zomodei, (Lndovicus) war ein söhn Caroli, E Mvon Pwpera, und an. 1608. gebohren. Er ward rE Fnach krotonot3kiu8 LpokoÜLU8, Cammer- Llsricus, un ^,waltete unter Urbano VIII. verschiedene wichtige bedien»' ? Pwohin insonderheit die oberste aufsieht über alle vestuEgantzen Kirchcn-Vtaate zu rechnen. Unter Jnnocentis x-er in dieser bedienung bestätiget, auch hernach an.Cardinal und kroceÄore der kirche St. Caroli gemacht,er mit grossem kosten von neuem auszieren lassen. Erlange vorher auch zum Bischoff von Mayland ernennettrat aber solche würde Alphouso Littä ab, ward unter A ^dro VII. üeZ3M8 von Urbino, und starb an.ein ehrlicher und bitticher mann, stund feinen ämternser geschicklichkeit vor, und kam einige mal in dem C0>'^in welchem er es allemal mit den Zelanten hielt, E „ ^lichen würde in Vorschlag, ward aber von der Französisches,tey gehindert. rel3t. p. 76. K>lü, rw»' ^

Homodei, (Ludovicus) ein Cardinal, gebohren z"den 20. may an. 1656. Sein vatter war aus einem vor»Mayländischen geschlecht, hatte aber eine Dame aus de» MNischen Hanse Pacheco, aus welchem sich die Hertzoge voi Fkda schreiben, gehenrathet, und sich mit seiner gantze»nach Madrid begeben, weil er daselbst ein grosses vM' Mauch an dem Hofe ansehnliche schulden zu fordernser Ludovicus gieng auf verlangen seines vetters, des0Ludovici Homobei, nach Rom, da er denn bald die s,nes Prälaten erlangte, auch die stelle eines OommiHruApostolischen Cammer kaufte. An. 1690. den 1;. EhestÄer von Alexandro VIII. den Cardinals-Hut. Er blieb a^rbig in der ordnung der Cardinal-vi3Loriorum, damit erältesten bruder, den Marggrafen von Castel-Rodrigo,chem er die ausmachn»., einer jährlichen pension ,sich vergeblich bemuhete, in der forcht erhalten mochte , ,§„0noch wol einmal henrathen börste. Den Mangel einer Fgelehrsamkeit ersetzte er durch seinen lebhafftcn versia»^.durch seine scharfsinnigkeit. Er starb zu Rom den 18^«1706. und ward in der kirche von St. Carlswelche obgedachter sein vetter mit ungemein gross^^^

hatte auszieren lassen, begraben, ^

;66. sept. 1706

-Zomodeus, (Signorinns) ein berühmter

vonMayland, welcher'um das jahr'izH lebte.

er in vielen vornehmen Italiänischen städten. als zU^./lE.,/

er in vielen vornehmen Italiänischen städten, als z»

Padua, Parma, Pavia, Turin, und darauf zu Verce'/.eitan welchem letztem ort er endlich an. 1,62. oder "w" Enach, verstorben. Er war in allen Rechten sehr woMwie denn Baldus und andere berühmte leuthe t hl^.ihm geredet. Er hat nebst andern schriften einen tr^' ^lassen, 6e tzuTilionemtrum Doctor Lguiti praVereM'in ILti8 lik. II. c. 64. vol. II- ?-

-Aompesch, (Reinerus Vincentius, Graf voE'1, i>> ^

k>nllänkischer ti>h hauptsäch - .in N../I,

ter Holländischer General , welcher sichSpanischen succeßions - kriege hervor gethan.

170;. der schlacht bey Eckern als General-Major H 0 »Astgieng er an. 1704. als General - Lieutenant muschen hülfs-völckern, unter dem Hertzoge von M"nach Teutschland, und half den sieg bey HockMAtifl^KAn. 1705« wurde ihm das commando in dem Ertz^,et-an. 1706. und 1707. aber an der Maas »nver. .70^,,1708. ließ er in der schlackst bey Oudenarde, »»»/ '"V

der bey Malplaquet gantz besondere proben von 1