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Utrecht ihm ihre kinder schickten, um das reissm bey ihm zulernen. Er lehrte auch in der Zeichnung die kinder der Königinin Böhmen, welche eine fchwester Caroli, Königs in Engel-land, war; nemlich den Pfaltzgrafen und den Printz Robert,und vier Printzeßinnen, unter welchen die Printzeßin Sophia,und die Aebtißin von Mauduisson, es in der Mahlerey den an-dern weit vorthaten. Der König in Engelland Carolus I. be-schrieb Hontorsten zu sich in Engeüand, und machte er dem Kö-nige zu Londen prächtige stücke. Da er ln Holland wieder zurückgekommen, mahlte er in. des Prmtzen von Oranien lust-hauseviel sehr grosse poetische stucke, sowol in klelin als in öl ; undunter andern, mahlte er auch den pallast, das höltzerne Hausgenannt, eine halbe stunde von Gravenhaag. Oe , abregs
cks« keintres.
"-Zonywood, (Robert) ein Engelländischer von, Adel aufCharing, dessen gemahlin , Mary Hönywood, eine fromme undgottsförchtige Matron, zu mercken ist. Sie hatte, als sie starb,;6?. kinder, die alle rechtmäßiger weise von ihr herstammeten,nemlich,6. leibliche, 114. kindes-kinder, 228. indem drittengeschlechte, und 9. indem vierten. Sie lieget in der kirchezu Lenkan, in der Grafschafft Kent begraben, aber ihr grab-mahl ist zu Marckshall in Essex, wo sie gestorben, zu sehen.
Lrit. p. 2,8-
* -Aoo, (Thomas) ein Engelländischer Ritter, welcher unter
die zahl der Cantzler von Franckreich gesetzet wird. Er kam deni. vctob. an. 14;;. zu dieser würde, auswelchen tag ihm Hein-rich VI. König in Engelland, das grosse insiegel einhändigte.Das jähr darauf führte er die Engellandischen völcker in dasland Caux, wider die Unterthanen Carls VII. Königs in Franck-reich. An. 1446. wurde er wieder von seuiem Könige in kriegs-sachen gebraucht, und wohnte dem tractate bey, welchen diezwey Könige in der Priorey cle Juliers, zwischen Mantes undMeulant,den ,5. decemb. in dem nemlichen jähre ausgerichtethaben; weswegen ihn sein König in das Ober-Haus promovir-te, und ihm die littst als Baron von Hoo und Asting beylegte,und zugleich zum Ritter des blauen Hosenbandes schlüge. Erblieb in der bedienung als Cantzler von Franckreich bis den 1.oct. an. 1449. da er zum Gouverneur von Mantes gemachetworden. Er machte sein testament an. ,4;?. wann er abereigentlich darauf gestorben, ist unbekannt. , bist. stes»
xrilncle Osticiers.
Hooft, (Petrus Cornelij van) ein sehr berühmter und an-gesehener Niederländischer HilkoriLU8, ward den 16. mart. an.1581. zu Amsterdam gebohren, allwo sein vatter Bürgermeisterwar. Er war Herr oder loparcka von Muyden, und Land-Richter über das Goyland , wurde auch von dem Könige inFranckreich , Ludovico XIII. zum Ritter des St. Michaelis-ordens geschlagen. Er liebte zwar durchgehends alle studier,,fürncmlich aber die Poesie und Historien, und hat es in diesenbeyden so weit gebracht, daß ihn die Niederländer insgemeinden Niederländischen Tacitum und Homerum zu nennenpflegen. Seine Niederländische Historie, welche in fol. unterdem titul: XieclerlLnäiscke slelckisstenistp, öfters aufgelegtworden, und sowol wegen des Äutlwris vollkommener wissen-schafft in Staats-und kriegs-affairen, als auch dessen majestä-tifch-und männlicher eloquentz ihm ein grosses lob erworben,fangt an von der abdanckung Caroli V. und gehet bis auf dasjähr i;88. Svnsten hat man von ihm auch üistor. ttenricr I V.Xeg. 6-stl. ; Velation. cle VLtsI. Domüs NeäiLL«:, wie auchepisteln, comödien, getichte, rc.so in IV. wm. zusammen gedrucktsind. Diejenige, welche in der Poesie feine majestätische kürtzeihm abzulernen gesucht, sind darin», nach C. Varläi urtheileben so unglücklich gewesen, als die, so den Pindarum imiti-ren wollten: Hookstium guikguiz Auster XMulari, Zelga Le.Er besaß die Holländische spräche st, accurat, daß er hierinnandern scribenten zu einer gewissen regul und richtschnur dienet.Er starb im lbaag den 21. may an. ,647. stisr. Kioxr.
VentheMS Hvll. kirchen-staat. epist. Laus
sskeol. *
-Aooge, (Cornelius) war gebürtig aus dem Haag, und sei-ner profeßion nach ein kupferstecher. Weil er sich aber von demSpanischen Hofe hatte gebrauchen lassen, wider das leben desPrintzen von Oranien, Wilhelms ingleichen wider das interesseder General-Staaten nachtheilige dinge vorzunehmen, so ward<r an., z 8 z. durch des henckers Hand hingerichtet. Er gab sichzwar vor einen natürlichen söhn des Kaysers Caroli V. aus;allein weder der Hof zu Madrid, noch die Staaten in Hollanderkenneten ihn davor, und diese letzter» tractirten ihn dannenhe-ro gleich andern verrathen» des vatterlandes. Oe Kilt.ckknZlLt. tom.II.x. 4,;.
* L»oogt, ( Everhard van der) ein Niederländer, war zuNrewendam in Holland Prediger, und starb an. ,7,6. nach-dem er eine schöne Hebräische Bibel, Amsterdam und Utrecht170;. M 8. Isnusm KingUiL ÄnÜX; iVlestullsm 6rsmm3ti-curum Lbrsiegrum; 8ynraxin Lbr-esm, Lkalstsesm üc 8z,r3M;k>exiccm klovi VeAumenti OrTco-Kstiiio-llelAlLUM; önassstnlexwn 6kLLi über die vier ersten capitel Matthäi, und denGlauben; eine Untersuchung von Beckers bezauberter Welt;Insticem OrammsriLLlem über den I. und II. ingleichen einenandern über den IX. und x. Psalm ; dann deeAelicksu Or>-vecker, oder neunzehen Predigten; Johann Ladensteins sieben
hoo
Briefe unter r<m nahmen n-mxilther philatstNur;ckungcn über allerhand neue Driften, in fünf theilen, » ,andere mehr heraus gegeben. Gelehrte Zeitungest, "
* igoogwandin, (Anneken) eine Ouackerische Niederläs^rin aus der Grafschafft Mcnrö, und Weigelianische creatmder Prediger ihre lehren, leben, amt und Verrichtungen am. ^heftigste lästerte. Von an. i6;o. bis 1660. hat sie viel stvMemausgestreuet, als: die Klagen Sions; den Morgenstern; ^Jahrs-Gedancken; den Prüfe-Stein; den Lust-Hof des K,müths, und die Auslegung über die Offenbarung IoV«'"
6ynNL. kTretiL. IgnAtic. p. ,52. .
'Zook, (Robertus)'ein berühmter Englischer kKilost>Mund Do-A. ölestIL. ward aus einem guten geschlechte in der 'pWight an. 16z 5. gebohren. Er war ein unansehnlicherbucklichter, aber in kk^ücis und Istsrkemaricis treflich erW Mmann; bekam derowegen znLonden von Johann Cutterjährliches üipenstium , um über die Mechanic pukliee zu 'AcEr war im übrigen ein mitglied der Königl. Societät,Oeometri-estind der erste erfinder der perpendickuln zu den lw ,,sein leben beschloß er in Greshams-Lollsg. den z. mertz an.'^.Seine schriftcn sind: AiLwgraxkm; ksctton. LulterisliLi .»jstlokopkieal Lollsötionz ; Opers pokkuma von R. Wallerrc. Lonttn. vk. kupplem. vkk/cr L, „Nr'k. *
^ooker, (Richardus) einer der fürnehmsten TKeoloZ^^in Engelland, war an. IZ 54 . in oder bey Exeter gebohren, „Kin Lorpus LKrM Lollegio zu Oxford auferzogen, allwo er u-an. 1577. 8 c>cws und AkWÜer örtium , und an. 1579-der Hebräischen krotelHon wurde. Als er sich auf dasIkeologiL begeben , erlangte er unterschiedene predig-dn^A,als zu-Dräyton in dem Buckinhamischen, zu Boscum bevlisbury, zu Bischopsbourn bey Canterbury rc. So wm ^auch an. von dem Ertz-BischoffWhitgifft zumtke lemple gemacht. Er hatte zur ehe ein einfältiges,böfes weib, und eine wahrhaffte Xantippe. Seine gam^Ägemeine gelehrsamkeit und scharfsinnigkeit hat erseinem welt-berühmten wercke: vk rke ksvs ok kccle'«!^^kolitic, in kok gezciget, in welchem er die rechte der EdS'^r;kirche mit grossem Nachdruck, ftarcke und Moderation v', Mes hat selbiges nicht nur von usserio, Norton, Gauden,und andern berühmten Männern, ja Königen und Papm -herrlrchste lob erhalten, sondern wurde auch von Könrgöfters durchlesen , und seinen bindern zu lesen rccornn" ^Die;. erster« bücher desselben sind von ihm ohne einrge w "
de,über die z.letztern aber hat man ungleiche meynungen,^
erkennet sie ihn, zu, die meisten andern aber halten daju ^sie Hooker nicht in solchem stände, wie sie nach B'heraus gekommen, verfertiget habe, sintemal davongleiche und gantz unterschiedene copien Herfür kommen».,ften hat man auch noch andere tractate von ihm, als ^Wort auf braver» 8uppilL3tion ; 8ermons von der rc ,gung,wercken und glauben; von Hochmuth; .von ss, Mjl ^forcht; von der gewißheit des glaubens; ckcm über ein ° khstp.Epistel Iudä rc. Er starb den 2. nov. an. ,6oo. Semrbeschreibung ist von Jsaac Walton in einem eigenen^verfertiget heraus kommen. L-r c,«, ,
Ltken. Oxon.
Hooper, (Johannes) Bischofs zu Glocester,denen, so unter der Königin Mariä regierung um g'willen hingerichtet worden. Er war in Sommer!en^ M.bohren, und wurde zuerst in Oxford, hernach aber au>^ !>gelland erzogen. Die Ursache war, daß er in den,kntkersnikmiwar, sogar, daß, als manihnbeypn;,.jxetkdes decrets der sogenannten 6. artickul aussuchte, erJrrland, und von dar in die Schweitz fliehen muste,mit Bullinger, Zwinglii schüler und Nachfolger,^
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schafft kam, und auf dessen einrathen heurathete. ^
Eduardus VI. den thron bestiegen, kam er an. .
zurücke in Engelland, und half den Bischofs Bonner,'' , >v.gen, als selbiger seines Bißthums beraubet werdenches hernach zur zeit der Königin Mariä seinenmehr verschlimmerte. Das jähr darauf wurde erzyvon Glocester erwehlet; allein Crammer, Ertz-BlMl'jh,i >'^terbury, und Ridlcy, der Bischoffvon Londen, woun> .. ,y>einweyhen, wofern er sich nicht in der kleidung "»a .conformiren, und gleich bezeigen wollte. Da er 7/ten-rock nicht annehmen wollte, wurde er in arrestgei ssM«lich aber, als der Gras von Warwick bey Crammc ^gen intercebirte, und der König einen befehl gab,dergleichen dingen, als blossen ceremonien dsspew'wurde er würcklich zumBisthoffe von besagtem sitze r, st
wuroe er wurcmch zumBna-one von ve,ag»c>»Nachdem er nun in dem Bißthun, von Glocester
Nachdem er nun ,n dem «wryum von
ches vor eine allzu geringe stelle für ihn geachtet pes
«lim iiOlis» dtirru die elNkUU' ,
ihm der Graf von Warwick noch darzu die eintum^thums Worcester, dessen Bischoff, Neath, dazu"
- - - - predigte er ^
saß. Weil er nun Bifchoff war - v..">!>-- ^ aaiu»suchte seine viosces fleißig, war gegen arme leutye v refl/vKwurde von vielen sehr geliebet. Allein da Maria ^ jy, Wkam, welches im julio an. ,55z. geschahe, holete w^nach Londen, und setzte ihn daselbst in das geWUp, E/H,genannt. Als er einrge monate darinnen verlmev ^5"endlich zu verschiedenen malen examimrl, uns