2og hör
Hortensius , (Quintus) des vorigen söhn, führte sich so«bei auf, daß ihn der vatter deshalden enterben wollte. Jedochwenn es eben derjenige ist, welcher nach des Casaris tode pro-xonlul in Macedonien worden, muß er sich gantz geändert ha-ben. Er schlug sich zu dem Bruto, wurde aber in der WachtbeyPhilippis gefangen, und auf M. Anton» beseht über demgrabmahl des Caji Anton», welchen er als seinen gefangenenhatte hinrichten lassen, massacriret. Einige wollen davor hal-ten , daß dieser Hortensius eben deyemge sey, welcher JuliiCasaris partey wider Pompejum gehalten. Weil er nun Hor-tensii einziger söhn gewesen, jo scheinet auch, baß er C. Horten-sii Corbionis und M. Hortensir ttortsli vatter gewesen, wovonjener sich in allerhand Wollüsten herum geivaltzet; von diesemaber ivird jetzo zu sagen seyn. inöruw. ,
killt. 10. üb. II. c.71. ÄNN. II. c. Z7-
zz. lik. V. c. y.
Hortensius , (Marcus) mit dem zunahmen »orcslnr, desberühmten Redners Q. Hortensii enckel. Augustus hatte ihndurch eine Verehrung bewogen, sich zu verehlichen, weil er sonstzu arm dazu war; allein es gieng ihm hierauf nicht besser,dann seine armuth war so groß , daß er mit 4. söhnen, die er,ohne die töchter zu rechnen, gezeuget hatte, vor den Rathtrat, und öffentlich um eine bcysieuer anhielt. Die rede desHortensii stehet bey dem Tacito. Tiberius, dessen werck nichtwar freygebig zu seyn, ließ ihn hart an, als er aber sahe,daß der Rath andere gedancken hätte, erbot er sich , demsel-ben vor jeden söhn äucen-l lestertis, nach unserer heutigenmüntze fünf tausend bajoirs oder fünf orts-thaler zu zahlen,da selbiger vorher von Augusts , damit er heurathen möchte,stecies lestertiüm, das ist, 25. tausend solcher stücken, nachunserer art zu rechnen, empfangen hatte. Allein weil der gu-te mann dabey entweder aus schrecken oder aus schamhafftigkeit(indem es in ansehen feiner Herkunft, und der vielen Unkosten,die in Rom darauf gierigen, eben wenig genug war) hiezu stilleschwieg, so gab ihm Tiberius letztlich gar nichts, daher die-ses Haus in die allergröste und bedauerlichste dürftigkeit gerie-the. Doch ist nicht zu verschweigen , daß Valerius Maximusdie Ursache von dieses Mannes Unglück auf dessen eigene lieber,tichkeit und Verschwendung schieben will; wiewol ers gar leichtaus schmeicheley gegen Tiberium also hat thun können, alsderen sich dieser scribent auch svnsten allzusehr schuldig machet.Er giebt aber dem gegenwärtigen Hortensie, anstatt Hortsli,den zunahmen Lsrbio. LNNLl. lib. II. c. ;7.
A/an. lih. III. c. *
Hortensius, (Johannes) auf Französisch sie« ^räins,Königs Francifci Leib-lVIeälcus. Er war ohnfern Laon ausder Picardie gebürtig, und sein vatter Johannes war Haupt-mann des schlosses Hamelle in der Oi«:ce8 Laon. Er lehrteanfänglich zu Paris in dem Lollegia des Cardinals Is Moinedie üumsmoiL, legte sich hiernächst auf die Medicin, wurdean. 1514. Loccslaureus darinnen, an. 1517. Licentiat , undan. r;iy. voötor. Es erhellet aus dem register der Akademiezu Paris, daß er an. 1521. der vornehmste vokkor, und an.I;; I. Oecsnus selbiger Facultät gewesen. Weil er in der Grie-chischen spräche sehr wohl erfahren war, ermähnte er alle seinezuhörer mit ernst darzu, und damit ein jedweder Galenum inder spräche, worinn er geschrieben, nachlesen könnte, verehr-te er die Griechische edition in die bibliotheck dcsselbigen LoIIs-xü. Er stund auch in solcher reputation, daß man davor hielte,er würde alle krancken können gesund machen, wofern ihrestunde noch nicht gekommen. Endlich starb er am schlage,als er an. 1547. seinen geburts-tag feyerte. Von ihm stammetMenagius her. , reniargnes lur la vie äs kierre
Krault.
Hortensius, (Lambertus) war zu Montfort, einem unterUtrecht gehörigen stabilem, an. i;vl. gebohren. Sein vatterwar ein gärtner, daher nahm er den nahmen Hortensius an.Er kam sehr jung nach Löven, woselbst er sich in erlernung derGriechischen < Hebräischen und Lateinischen spräche wohl übte.Von dar wandte er sich nach Utrecht, woselbst er ein Schul-Lol-.lega, nicht aber Kecior, wie Pantaleon will, wurde, unddarauf Presbyter. Wegen der innerlichen Unruhe wandte ersich zu dem Herrn von Zuilen auf das schloß Harea, undwurde von dar zum XeLtor der schule zu Naerden in Hollandberuffen, welchem amte er gantze 28. jähr vorgestanden. An.1557. wurde er zum ke<llor der schule zu Delft beruffen, erschlug es aber ab. Als die stadt Naerden an. ^72. von desHertzogs von Alba söhn ausgeplündert wurde, traf auch seinHaus dieses unglück, und wurde sein natürlicher söhn, Äugusti-nus, vor seinen äugen erstochen, ja es hatte nicht viel gefehlet,man hätte ihn selbst umgebracht, wofern er nicht von zweyenstiner ehemaligen discipuln , nahmens Levino Weidano undJohanne Castiliano, welche die Neapolitanische völcker com-mandirten, aus solcher lebens-gefahr wäre errettet worden;indessen brachte er nichts davon als seine bücher, weshalbener nachmals dem Weidano seinen Lucanum, der an. ^78. her-aus gekommen, dediciret. Er hielt sich hierauf einige zeit zuUtrecht auf, weil man ihn aber wieder zurück nach Naerdenverlangte, meng er dahin, und hielt sich in einem wirths,hause auf, starb aber bald darauf an. 1574. auf einem land-guthe ohnfern Naerden, der »oogbe Lngk genannt, und wardzu Naerden begraben. Er tranck gern, und lebte am liebsten
hör hos
in gemeiner gesellschafft. Er war zwar dem geistlichenergeben, hatte aber doch 2. unehiiche söhne, den AugujNW^welcher Organist war, und Hieronymum, welcher denchen stand annahm. Er hinterließ an schriften einen trau«»
LsIIo Lermaniso; äs lumultibus ilnabsptillsium;riones koetarmn veterum; cle 8ecellionibu8 UltrgjeÄm^' ^bibl. LsIZ. Ltben-s öel§. vits Horte
vit. pbilos. Lgy/-. klllni 17^^
Hortensius, (Martmus) ward zu Delft in Holland 6 'l6o;. gebohren, und ist an. 16)4. krotellor NstkemstvM -Amsterdam worden, aber an. iü;y. in der besten blüthejähre verstorben. Man siehet aus der vorrede, die erLanjpergii Lommentalionibus in IViocum IsrrX äiuch"snnuum vorgesetzet hat, und aus den starcken objectionibu^,er Tvchoni Brahe darin« macht, wie hoch er es in dieser w>nschafft hätte bringen können. Man hat von ihm villsYLtio" p,äs Nercurio lud 8ole vilo «LVenere invils , etwas wider ^lern und ein paar orsrions8 äs lltilitsre L llißnitstsund äs Oculo ejlllgue krTüsntis. Das übrige hat derge tod unterbrochen. Gassendus ist sein sonderbarer freundseii/und hat mit ihm correspondiret. wm.VI. 0
Hortleder, (Fridericus) Weimarifcher Hof-Rath,
Amfurt bey Magdeburg von geringen eitern gebohren,einem von Asseburg erzogen. Nachdem er in den studiAj.^zugenommen , erhielt er anfänglich bey dem Hertzoge in-Ernsten zu Weimar, als er noch Printz war, die stellesormswris, und nachgehends eines Hofmeisters undzu Weimar. Er wurde in den wichtigsten Verrichtungen,..^in der Jülichischen succeßions-sache, und in andern strelti^
des Hauses Sachsen starck gebrauchet, bis er endlich an.'starb. Er hinterließ eine tochter, so an den Sächsischen Metmen Rath, Zachariam Prüschenck von Lindenhoven, verev'^wurde. Er hat ein grosses werck von den Ursachen, anfaNWirfortgang des Teutschen krieges geschrieben, so er aus den>marischen Archiv zusammen getragen, weiches seinsöhn, Zacharias Prüschenck, nach seinem tobe weit Lkter ediret hat. Er war auch gesonnen, den Sleidamrm ve» ^zu cdiren, und hat noch sehr viele nzanuscripten hinterlassen/che in der Fürstlichen bibliotheck zu Eisenach zu sehen..
7E , inrroä. aä lcript. kill. esclek. p. 117. Merckwur? V
ten der Landgrafschafft Thüringen p. 15-
' Horvath , (Johannes) Gouverneur in Croatien, ^ §>>an. i;86. Elisabetham, Königin in Ungarn, um daser aber von dem Kayser Sigismundo, aus aiistiftling.Wh A-mahiin Maria, welche eine tochter erst-bemeldter ^
westn, gefangen genommen worden, ward er an einenbunden, lange zeit daran auf allerley weise gemartert,lich geviertheilt; seine mitverschwornen wurden mel!»«hauptet» Lo«ss«r«-, Ilb. II. äessä. III.
Horvendill , Gouverneur der Dänischen provintz AM'Ewar durch seine see-räubereyen kurtze zeit nach der gebm'.^x s'sehr mächtig. Coler, König in Norwegen, rüstete desy"ne flotte wider ihn aus, und traf ihn, da er ihn laNM,F.bens gesucht, auf einer insul in einem walde an. DE ,' p"den sie einig, ihre streitigkeiten so bald selbst auszumachen^,hMzwar sollte der überwinder den, der unterliegen würde, Mwelches auch Horvendill dem König, da er ihn erschlE' M
' ufrubrs wtver >
Er ward aber hernach selbst wegen eines auftuhrsKönig hingerichtet. l^orlveg. lib. I. c. 8- ,
, einnähme, welchen die EgyptierdeE^Fden, weswegen auch die theile des tages, welchen d» i"' .E
iieiaebt, vsn N-n M . <?>mde»/..,W.
ursacht, von den Lateinern borT, das ist, stundett,net worden. Die HsM an sich selbst haben die Poeteu 'tern der sonne und Lbroiliäis oder der zeit gemacht,beygelegt, daß sie ihrem vatter den wagen und dic p'.L§re Äfrühem morgen zurechte machen, und dem tage v»nen müssen. in Illä.L osir. //Ee,' Iliscl. A .
Lo-eac. lib. IV. c. 4. , pantk. inyrli. p. Zi-
* Horwttz, (Jesajas) Abrahami söhn, ein berühlUtc^^ne, war anfangs an verschiedenen orten in Polen
von ihm ein werck unter dem titul: äu« Tabulse ^
ches zu Amsterdam an. 1648. in zwey rom. in fol. u» . ^
aus gekommen. Sein söhn, R. Schabtai Schapht^x"ebenfalls in den synagogen zu Franckfurt, Post», ^>1^andern orten einen Lehrer abgegeben, schriebrum ex Lxoä. XXVII. worinn verschiedene stellenmsia erkläret worden, und stellte selbige zugleich ^
ters vorgedachtem wercke an das licht, bibl."
Hoseas, Beeri söhn, aus dem stamme JsaW venstadt Bethsemes, ist der ordnung »ach der erste unter ^ cA,Propheten. Er predigte unter den Königen J."^/«o» A Mtham, Ahas, Hiskia und Jerobeam II. dem Kontgr ^das isi, von öl. ;i8y. II. L. 79?. bisEr strafte der Jüden abgötterey, verkündigte die M ^ S/'beydes Israel und Juda, und hat ohngesehr 9 °-.^. ssv/
Ho/ea-, I. Mero«. in plLkLt. Lxrxda« sie vir.krop"
, oKc. bibl. , ensbirlä. bibl. ^ Ä
men. ökc.