Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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«Mi Hot

"As sond^u^I ^och bringen, und das 8°. jähr bey ihnen fürNachtet?» A- gehalten wird; sie vermischen das fett von denck-Esv jhr° bren mit dem russe der topfen, und beschmie-einer jss , wider die stechende strahlen der sonnen; je rei-j^ug, was er ein solches thut, und bekümmert sichL geöstrr benachbarten für einen geruch präsentire;b^i^e rauh- ?A!'^ bestehet im Vieh. In winters - zeit tragenei, > ^gebiinn- ^^'erte mütze auf dem köpfe, die unter dem5 ferner um den hals gehet ein riemen, woran

ivi^'beckel^,^! banget; die fchulter wird mit einem schaafö-Iin^> die sen-I^'ch^ mit riemen unter dem arme zugebundenarm üs,^?^ecken sie mit einem stück katzen - fell; an dem«n >" - unk ellenbogen tragen sie grosse ringe von hel-il,r?,^M derselben Hand einen fuchs - oder katzen-fchwantzlinn^inemn-/ Elches ihr nastuch ist; die Weiberbedeckenanfacht, von schaafs - festen. Ihre Häuser sind kleinda!, ""in mü!? sihen einem back - ofen gleich, so daß zu ihrerei„Ä 'st einN^hr, als ein paar stunden, nöthig sind; mittenHa is 'Och zum feuer, und rings herum löcher in der erde"ew ' grrgth iirf , darein sie sich schlafen legen. Dasßnk ^sien an-Met in etlichen topfen , .einem Hund , ei-die rün^ ^st, bogen, pfeilen und stecken. Die dörfera.. cre »0^ - .'ve gedauet, und werden oft von einem ort an das

likb^verrU'i -...

^ auch de« ^ Liese hierüber weiter den artickul Laffraria;pper, Peter Rolbe rc. *

Han.' iu Johannes Henricus) war den io. mertz an.UiUp^Ir, m^ebohren. Sein vatter war Johann Casparricl, ^Nen über die schiffer gesetzt war. Wie denn auchvy,' erst- ^dren Ntcolaus Hottinger, ein bürger von Zü-tea^iacht, gewesen, so in der Schweitz wegen der religionstun/aeiim es^den. Er wurde bald anfangs zur schule gehal-dqdie ste s,auch sehr fleißig war. Weil er aber bey müßigenHe! '^r d-mV?" üben pflegte, trug es sich einsten zu , daß,ÄZei/ ^>1 s-sw Wkn begriffen war, und lange vergeblich gefi-h«b!n t nnn-,M^er fisch anbiß , aber sich wieder los riß.sich,Mm Kas begterde die angel nebst dem fische wieder zuchchM dieWasser begab, wäre er bey nahe ertruncken, wo-"Mbarn ihn schreyen gehöret, und dergestalt er-teil s^riem^ iegte sich nebst der Lateinischen insonderheit^ch,M Welchen sprachen, da er denn die Teutschen predig-en ,?»che nachschreiben konnte, auch inderHebräi-sonderlich liebte, wohl zunahm. An. i6;8.

Uqch n,wde er auf der stadt kosten nebst Johann Henri-?khc,l ?kUiil,,,j)?knf geschickt, da er sich vornemlich zu FridericoMaÄ' qien^' Allein als er sich kaum 2. monat daselbst auf-s'silinUnd durch Franckreich, Flandern, Seeland undt>sa k^> ssr-ss',," "ach Groningen, allwo er bey einem Judenstsillq^e, r,«^n besser unterrichten ließ , auch Henricum Al-siid Arabischen Matthiam Pasorem. Von dar

? dei,» A,f^-nach Leiden, allwo ihn Jacobus Golius inx am,!! k k>nd ihm seine linder zu informiren gab, da.kh e,»/beißig"kM de§GE unterrichtung in den OrientalischenNrx.k'u T,Wkmessen konnte, sondermauch gelegenheit hatte,M ^ sitzen V der Arabischen und Türckischen spräche^eiekIJkhcstt^ »m wahrenden 14. mvnaten, die er sich zu Lci-. ^e Und m ,?t kr viel Arabische cocüLes des Golü abge-be l!e° Aradmü 'kw selbst hat ihm das zeugnis gegeben , era"hnm, Ü Würd üme oaUiLss abgeschrieben , als andere ihr leb-Winker tz^kli. Als an. 1641. Gmlielmus Bvswellus im!!?8en^s sollt-legten Niederländer als Gesandter nach Con-- kln di-N er -, 1 'Aickt werden, wurde dem Hottinger ange-sI'»st ^vud,i^Oksandtschaffts - Prediger mitgehen sollte;,- sihÄ^tter,^"nch wollte es nicht zugeben. Als er hier-Ad, ss Ch„rfMd zurück beruffen wurde, that er zuvor in ge-A»,0? er -Carl Ludwigs von Pfaltz eine reise in Enqel-kk sich i°kock,o „Ü?uderheit mit Jacobo Usserio, Johanne Sel-swch ds?Irauck!-!^siolvcco bekannt machte. Von dar begabMerr« und kam zu Paris in Hugonis Grotii,

schafft k, ^illchen Prediger, des Drelincourts , Dalläi undÄ!, Nnx^n sel^lells 8lcinitN und Marini Mersenni bekannt«^'kchk^churd- gkm jähre langte er glücklich wieder zu Zürich»-chw a.^vrie w folgendem jähre 1642. zum krokellore derd!.^,,üch die obern Lollegio ernennet. An. 164;. wur-^Äch,!? der ^dsol. LareLket. in dem Lollegio iluma-u ^stieÜs, An ^Malischen spräche in dem obern LolleZio

, und m>,!^kam er die kroksss. sssteologise Altenchstrg'Lwz, anck^- ^ chsts^ich krokellor Lontroverstsrum

W^'wrn- ^' aueN »»weuy rrorenor ^oneroveinarum «X-

dxwie >yV> vvu M,,^"omcu8. An. 16;;. wurde er von demÄ^rim.^in ssmdkN Heidelberg beruffen,um selbige Aca-v M mW'sihen svr^-üm zu helffen, und die Theologie nebstaus !^k« daselbst zu lehren; welches auch derWoss-iulii^Nc>ch^W^ rugab, jedoch, daß er nach derenhAktz de! Ä"' und um ?' ^iruck kommen sollte. Er reisete alsoL' Er kK dastlL^ru Basel den gmclum voÄon» an,kq bald eigene kosten ein prächtiges banqnet

listd'we er x!?' Und uuch die anfsicht über das LvIIe-dk,s/u schyj-knu wurde Mlt in das Lonliltorium admitti-sitm,?nliss^ zu Heidelk/^M zeit eine druckerey der Orienta-'^enKLepffA Als an. i6;6. verschie-

Äls '^ dx^Sk zu verelw^n, wie die Lutherische mit der Re-^ "U- iü-v' welch-?ärc, ließ rr einige clift,umci»ne8wst dem bw.vr" Erlangten effect nicht hatten.Churfürsten auf den Neichs - tag nach

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Franckfurt zog, und sich daselbst einige Wochen aufhielt, machteer sich mit dem Chur; Sächsische» Ober - Hof - Prediger JacobWeller, und mit Hiob Ludolphen wegen seiner sonderbaren wiffsenschafft in der Aethiopischen und Abyßinischen spräche sehr be-kannt. Als er wieder zurück nach Heidelberg kam, und nun dieversprochene;. jähr um waren, dachte er zwar, wie er wiederin die Schweitz zurück kehren möchte, allein der Churfürst vonPfaltz erhielte so viel von den Zürichern, daß sie ihn noch langerallda liessen. Jedoch wurde er an. 1659. von der Repubtick Zü-rich an den Hertzog von Würtemberg wegen eines wichtigen ge-schäfftes geschicket. Er wurde hierauf an. 1661. zum kroki-lidrIdeoiogiL nach Deventer , Mcrrpurg und Bremen beruffen,welches er aber alles ausschlug. Hierauf hielt die stadt Zürichum seine beurlaubung bey dem Churfürsten inständigst an, da erdenn den 8. uov. obigen jahrs zu Zürich glücklich wieder ankam.Als um selbige zeit die Teutsche Bibel nach dem gründ - textesollte verbessert werden, und man diese arbeit verschiedenen Ilwa-Io§i8 zu Zürich aufgetragen , wurde Hottinger zum Direökorsdarüber bestellet. An. 166;. ließ er sich in Schwaben schicken,um wegen damals anscheinender Türcken - gefahr mit dem Hei-dero zu Lindau zu communiciren. An. 1664. wurde er inTeutschland und die Niederlande um Wichtiger geschaffte willengeschicket. An. 1667. beriefen ihn die Staaten der provintz Hol-land auf die Academie Leiden, und baten ihn deshalben von demMagistrat zu Zürich aus. Als nun selbiger es endlich bewilliget,machte er sich den;. jun. nebst seinem eheweibe, ;. bindern, ei-ner magd, seinem fchwager, Wilhelm Freyen, und RittmeisterGeorge Schneebergern auf den weg; allein da er sich auf denfluß Limat setzte, um sein land - guth, so i. meile von der stadtlag, indessen zu verpachten, und kaum einen büchsen - schuß vonder stadt war , stieß das schiff an einen unter dem wasser verbor-genen pfähl, und schlug um. Hottinger zwar nebst seinem schwa,aer und dem Rittmeister waren durch schwimmen glücklich andas nfer gekommen, als sie aber dessen frau und kinder in höch.ster lebens - gefahr sahen, begaben sie sich wieder in das wasser,um ihnen hülffe zu leisten; indem sie aber damit beschäfftiget,geriethen sieselbst darüber in gefahr, dergestalt, daß Hottingernebst dem Schneeberger untcrsuncken, und ob sie sich gleich zuhelffen suchten, auch von denen, so zu hülffe gekommen, nochheraus gezogen wurden, sind sie doch so bald gestorben. Diefrau nebst dem fthwager und der magd wurden noch kümmerlicherrettet, die;. kinder aber einige stunden hernach an verschiede-nen orten am ufer todt gefunden. Merckwürdig ist es, daß 8.tage zuvor an einer tafel bey dem catheder, worauf er prositirte,dieser vers gelesen wurde: Larmina jam morie»8 c,smr exeguia-lis cvgnus; da niemand erfahren können, wer selbigen ange-schrieben ; und daß den 7. jun. an welchem selbiger begrabenworden, ein grosser schnee gefallen. Nebst seiner wittwe AnnaUlrich hat er 4. söhne und 2. töchter hinterlassen, darunter derälteste,Johannes Henricus,gleichfalls in Orientalischen sprachennicht unerfahren gewesen, und als krokellor l-inguL klebr-ese zuZürich an. 1692. verändere, Salomon, aber als IVleäiomseöoclor und kk^l-ces krokellor an. 171;. gestorben, und der drit-te, Johann Jacob, krokellor Theologie zu Zürich, wird in fol-gendem artickul beschrieben. Der vorgemeldte erste söhn, JohannHenricus, hat auch von sich einen söhn gleiches vornahmenshinterlassen, welcher vormals bey der Universität Marpurg ge-standen, unb dieser zeit eine theologische kroksllion in Heidelbergverwaltet, auch ebenfalls allbereit viel proben seines fieisses undgeschicklichkeit abgelegt hat. Seine fchriften sind: lloäeZus

Ökrilli-mu8; IchekaurW kkilo 1 oULU 8 ; llilloria sscoiekialliLa ;6rammatica Lhaläsicce L 8z,riac<e lünguce llarmoniLL; tlirals-Ä2 liillorioo - Ikeologioa; Oilkerr»rlone8 MkcellansL; ßurlsIlsbr^orum I.ege8 261. ; 8mezzma Orientale ; LibliotkeeaOrientalia; Likliotkeesrm8 OnaclripartitU8 ; Lippi klebraici;Lxercitatione8 änti - IVlorinisnsr ; kliliona Orientalib ; llilloricSLrestionia Lxamen Tkeologieo - kliiloloAicnm; LtxlnologieurnOrientale; Loinpenüiurn univerke IlreoloZise ^uclaioik; Le.LlerckeZAerr killoria vitse <L obitus llottinzeti. tüsatrurn,

x. 667. animaclv. torn. I. c. 2. *

* hottinger , (Joh. Jacobus) ein Reformirter Tlreolo-§U8, und ein söhn des bekannten Johann Heinrich Hottingers,war zu Zürich den i. dec. an. 1652. gebohren. Nachdem er erst-lich daselbst,und sodenn auch zu Basel und Genf einen sattsamengründ im studiren geleget, wobey er unter anderm der schwach-heit seines gedächtnisses dadurch aufzuhelffen gesucht, daß erden LX1X. Psalm, wie auch die briefe Pauli an die Römerund Galater in den gründ - sprachen auswendig gelernet; wur-de er in seiner vatter - stadt an. 1676. unter die Candidaten desPredig - amts aufgenommen , und darauf der gemeinde zuStallikon, ohnweit Zürich, an. 1680. zu einem Pfarrer gege-ben. Als er aber diese stelle 6. jähre rühmlich bekleidet, und sichindessen auch mit einigen schriften hervor gethan, kam er wie-der nach Zürich, und wurde allda zum viaoono an dem gros-sen Münster, an. 1698. aber zum krokslkore ItwoloNX bestel-let. Bey dem vor einigen jähren aufs neiie versuchten vereini-gungs - geschaffte der Evangelisch - Lutherischen und Reformir«ten kirchen machte er sich durch unterschiedliche fchriften be-kannt , und rieth hauptsachüch^daß man von Göttlichen geheim-nissen nichts, als was in der Bibel enthalten , lehren, in denübrigen glaubens - Puncten aber einem jeden theil seine bisheri-ge meynung lassen, und imnuttelst einander in brüderlicher lie-be vertragen sollte, bis GOtt ein völliges licht unb erkänntnis

unter