Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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unter uns senden würde. Jedoch wollte er in der lehre nichtsnachgeben, und die bekannte kormulam Loisseissub völlig bey-behalten. Im übrigen wurde er an. 1729. vom schlage geruh-ret, wodurch ihm das lincke äuge und die lincke fette des ge-sichts in etwas verzogen wurde; er bekam aber nicht lange her-nach seine völlige gesundheit wieder, so daß er von an. 17;«.alle seine amts-Verrichtungen, wieder versehen konnte, bis erendlich den 18. dec. an. 17;?. im 8;. jähre seines alters mit to-be abgieng. Man rühmet seine gottesforcht, sanftmuth undWillfährigkeit , ingleichen seine gute erkanntnis m der Theolo-gie , den sprachen, und in der kirchen - Historie, wovon er auchin seinen schriftcn genügsame proben an lag gegeben. Unter die-sen sind vor andern mcrckwurdig : Lkortia pLllavicinu8 , inleiixLoncilii Triäentilü Vinäex ; Ilickoris pormuls: Lonlenlu« , La-teinisch und Teutsch ; Vertheidigte kormula Lonlenlus Lccle-

ckar. llelvec. sseformatarum ; pgts OocrnnL äs krTtteckinstio-

ns L kratia vei; Helvetische Kirchen - Geschichte , in vier thei-len; seiner disputationen, deren eine grosse menge, und davoner zuweilen etliche zusammen drucken lassen, zu geschweige».Sein ältester söhn, gleiches nahmens, hat als Üiaconu8 an derCarolinischen kirche ;. jähre vor ihm das zeitliche gesegnet.

Lava/e» or-rt. inLNZuralib in Tempo Helve-

tica , tom. II. leck. I. p. 7.

Hottmann, (Vincentius) Herr von Fontenay, Reque-tenmeister und Aufseher über das finanzen - Wesen in Franck-reich. Sein geschlecht war nach seinem ältesten und ersten Ur-sprünge , welcher bekannt ist, von Breßlau aus Schlesien, vonwannen es sich in die Laußnitz , Meisten, auch ins Clevische aus-gebreitet , wiewol es dennoch auch zu Breßlau, wenigst noch zuende des XVI. IKcuIi, in gutem flor gewesen. Henricus oderbesser Lambertus Hottmann kam am ersten mit dem HertzogeEngelberte von Eleve in Franckreich. Sein älter - vatter warVincentius, Parlements - Rath zu Paris. Sein groß - vatter,Franciscus,KönigsHenrici III. Schatzmeister,und nachmalsHen-rici IV. Abgesandter in der Schweitz. Sein vatter, Timoleon ,war Präsident über die casse zu Paris. Dieser Vincentius waranfänglich bis an. i6§6. in dem hohen Rath zu Paris, undwurde hierauf Requetenmeister. Nach diesem versähe er die In-tendanten - stelle von Tours, Bourdeaux und Montauban, wur-de an. r66z. General/ krocuiawr bey dem Hof - Gerichte, undnachdem selbiges an. 16S9. aufgieng, Intendant über das finan-zen - wesen. Er starb im martio an. 168;. rcm,.

spick. *

Hottomannus, (Franciscus) ein berühmter FranzösischerRechtsgelehrter, war den 2;. aug. an. 1524. gebohren. Seinvatter, Petrus Hottomannus, war anfangs Königlicher Ober-Forstmeister und nachmals Parlements - Rath. Sein groß-vat-ter aber, Lambertus Uthmann oder Hottmann, hatte sich ausBreßlau, allwo seine familie noch unter dem nahmen Uthmannbefindlich ist, in des Königs von Franckreich, Ludovici XI. kriegs-dienste begeben, und zu Paris niedergelassen. Franciscus wür-de anfänglich durch Privat-krKceptore8 wohl unterrichtet, aberin dem 15. jähre seines alters auf die Academie zu Orkans ge-schickt, woselbst er nach verlauf dreyer jähre promovirte. Seinvatter rief ihn hierauf zurück, und vermeynte , selbigen anzu-führen , daß er ihm succediren könnte; allein er hatte zu der pm-xi keine lust, sondern legte sich vielmehr auf die Uum-miom, unddas Zu8 Xomsnum. Es führet Pasquier von ihm an, daß erbereits an. 1546. nicht ohne gppp-mss zu Paris in den Rechtengelehrt. Allein, weil er den Reformirten gewogen , sein vatterüber eifrig Catholisch war, und überhaupt die Protestanten inFranckreich damals hart verfolgt wurden, fand er sich genöthi-gt , von dar wegzugehen, und kam an. i?47. nach Lyon. Seinvatter zog zwar die Hand von ihm ab, doch ließ er sich dieses nichtanfechten. Er wurde hierauf zum Professors ssitremrum ele-xanciorum nach Lausanne beruffen, und von dar nach Straß-burg zum Professors ssoris, woselbst er auch das bürger-recht er-hielte. Der Hertzog Albrecht aus Preussen berief ihn zu seinemRath und Professors nach Königsberg ; die Landgrafen vonHessen zum Professors nach Marpurg; der Hertzog von Sachsenzum Professors nach Leipzig oder Wittenberg, und die KöniginElisabeth von Engelland zum Professors nach Oxford; welcheser aber alles ausschlug. Jedoch als ihn die Reformirten zurück inFranckreich riefen , gieng er an den Hofdes Königs von Navar-ra. Er wurde hieraufvon den Reformirten Printzen vom ge-blüte zweymal in Teutschland geschickt, um von dem Kayserund Reichs - Ständen hülste zu begehren, wie denn auch seinerede, die er deshalben auf dem Reichs - tage zu Franckfurt ge-halten , noch übrig ist. Er wurde nach diesem von JohanneMonluc, dem Brschoffe zu Valence, auf dasige Academie be-ruffen , welche er wieder in stand brachte, und rith, die vonGrenvble auch dahin zu verlegen , weil sie sonst wegen der näheeinander nur schaden thäten. Drey jähr darnach wurde er nachBourges beruffen; allein als er sich wegen der entstandenen Un-ruhe daselbst nicht sicher gnug achtete, gieng er nach Orkans,und von dar nach Sancerre. Jedoch auf befehl Margarethaaus Franckreich, si> Königs Henrict II. schwester war, gieng erwieder zurück nach Bourges, und setzte seine Professor» daselbstfort. Er hatte sich kaum etliche jähr allda aufgehalten, so giengdie bekannte Parrsische blut - Hochzeit an. 1572. an. Er wurdezwar auch mit aufgesuchet, aber durch hülffe einiger Teutschen8tuäiolorum noch kümmerlich errettet. Indessen muste er seine

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schöne bibliotheck, die er vorher schon einmal eingebüffelt „„!>mal im fliehe lassen. Er wandte sich hierauf nach Gem^l erfiengdaselbst aufbegehrendes Raths an zu lehren, wvbald diesen ort mit Basel verwechselte, der ihm so anv ^,1war, daß er auch die vvcation nach Leiden ausschlug; ^7 D»,er gleichwol auch in Basel die öffentliche juridische pro»so man ihm antrug, nicht annehmen wollte. Doch ^ ver-thu die pest, und zwar nach Mümpelgard, wo er seine sslohr, und daher bewogen wurde, sich in seinem mittlrer -bey seiner frauen schwestern zu Genf aufzuhalten. DerHenricus von Navarra machte ihn hierauf zu seinemRath, wovon er aber wenig nutzen hatte. Er sollte ^Vermittelung des Cantzkr Hospitals Königlicher fsswnos ^ «il-werden, so aber gleichfalls nicht zu stände kam. In K' yM-ter legte er sich auf die Chymie, erlitte aber viel schade»

Als endlich der Hertzog von Savoyen Genf mit kriege »'FMbegab sich der ruh - und friedens - begierige Hottonian»» Mderum nach Basel, allwo er den 12. sebr. an. ity«. an^gFsersucht verstarb,und mitgröster ehrbezeugung in begleite« ^tzen Universität zur erden bestattet ward, da auch der »grabe und grabmahl von den Vorstehern des MünstersHaupt - kirche war verehret worden. Von seiner ehefrau^KMdia Bruerin , hatte er einen söhn, nahmens Johannes,er seine bibliotheck samt dem land-guthe Villers, so aberconsiscirt war, voraus vermachte; einen andern, »Daniel, den er wegen seinem Übeln verhalten enterbte,töchter; Johannes hatte m der that sehr gute üuäm, Aauch treffich in die leuthe zu schicken, hatte lange bey o«' Mtzoge von Leisester, auch als dieser das cvmmando m » „MVerlanden führte, die stelle eines 8scretLrü versehen, ev»'.Eseines vatters tode dessen letzten willen zu folge seine Mund brachte seine übrige meiste lebens - zeit in Franckrem, Fer der vornehmsten leuthe freundschafft genossen, aucv VssMgen wichtigen Verschickungen gebraucht worden. Seinesind durch Iacodum Lectium in drey comos zusammen g«',„. >»'

, stick. Ilb. XLIX. Os/ciÄ elog.

ter vks8 Teicstkcri, p. 206. epickols- rss

äs lcript. ssom. ?. I. c. 72. TeMc,., eloge8 tom. U-tom. III. p. * §l>F

Hotton, (Petrus) ward zu Amsterdam an.ren, und legte daselbst den gründ zu feinen ckuäik. bdar nach Londen, wo er sich auf die Medicin legte, un»'-jEer in dieser Facultät an. 1672. vocckor worden, Z» °die aufsicht über den öffentlichen garten bekam. An. L§v^kam er zwey vnesrione8 nach Gröningen und Leiden ldie letztere als Professor Lotsnice8 annahm. Er war eiN^L»der Englischen Societät, und starb im jan. an. i7°p' ^

zauvrer 1709.

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otun, (Wilhelmus von) ein Engelländer nnr ^: - Mönch, ward zweymal Provincial in EngE»'„jMEr wurde auch in

* Hotunnicaner - Mö

lich an. 1282. und 1290. .....

Paris zum voökore T^eolo^iL aufgenommen ,hielt ihn sehr hoch, lckd in dieser betrachtung wurn«

Ertz - Bißthum von Dublin in Jrrland aufgetragender Papst Bonifacius VIII. gern einwilligte, so1297. den 16. junii. Walsingham thut hinzu, er k» ^ Hieingeweyhet worden. Bald darauf wurde ihm von je»' ^

dem Könige das mediations - gcschäfft zwischenFranckreich und Engelland anvertrauet, in welche« ' ^ok>iHertzoge von Bretagne die mittler-stelle ist geE.,Wilhelmus brachte es so weit, daß er zwischen beyden W ^

einen stillstand der Waffen auf zwey jähre hin erlstem-§ .

war dieser tractat zu ende, so ernennete ihn so W giffL,zu einem Bvtschaffter an den Papst Bvnifacium VUst .chen obgemeldter beyder Cronen Könige comproinM' ^sApund hatte er das glück diesen wichtigen Handel, zu>» „ich Fbeyder parteyen,, glücklich beyzulegen. Er hatte aoe« - B ^freude, nach glücklich vollendeter arbeit sein vatter'» ^zu sehen, denn er starb auf dem rückwege von Row» E.,.den 27. aug. an. 1298. Die ausführliche nÄ» dienschafft sind nebst dem dabey üblichen alten ceremon»' „v«izusammen gedruckt worden. Sonsten war Wssss»tun ein eben so guter Tstsologu8 , als er einseine wercke aber sind nicht bis zu unsern zeiten P» chM U,

,-einem manuscript bey der Sorbonne hat man n»« E,,j,gen, die er aufgelöset hat, aufgeschrieben, welE „ssÄ/fel bey gekgenheit seiner receptioN in die Facuirmund daselbst wird er Wilhelm von Hvzun genenner' ^ z.land aber zeigt man noch seine Oommencmios»» ^. «bücher Aristotelis äe bnlma. sscbmä, fcript- ^wm. i. sA

oder NNOMIM8 , ist eine jess„ A-,

herum streifender Mahometaner in Arabien, ^

wohnen. Sie haben ein besonder gesetzt, welcyeo > §»let, ihre ceremonien und gebät unter einem geffMverrichten, worauf sie sich mit der ersten weidS-p. ..,,^antreffen, fleischlich vermischen. Es sind ihrer iy"F

drien; sie müssen sich aber gantz heimlich halten,lebendig verbrennet, wenn sie ertappet werden. go r'Lbovams heißt in der Arabischen spräche so viel »

geiler und abscheulicher mensch. TAeEsc/ ' * ^ ^äs l'Lmpirs Ortom. ^

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