zeit meistens auf das nachsinnen, und auf die theorre,worinn er so erleuchtet wurde , daß er zuweilen dieverwunderlichsten und schon für unheilbar gehaltenenkranckheiten zu curiren das glück hatte, da die andernAertzte fast nichts thaten, als auf ihren maulthieren inder stadt herum zu reuten, und dre kranckheiten, denensie steuren wollten, nicht einmal kenneten. Dieser Artzthatte sich eine requl gemacht, den glücklichen ausgang seinereuren nicht allein aufdie artzneyen zu bauen, sondern, dieweil ihmbekannt war, daß ein frölicher muth öfters die beste artzney sey ,so trachtete er nach gelegenhett der fachen seine Patienten ehen-der mit einem angenehmen gesprach aufzumuntern, als sie mitvorfchreibung vieler recepten zu ermüden. Über dasjenige, fowir droben aus Thuano schon angezogen haben, giebt dieser au-tknr unserm Houltier noch das zeugnis , daß er sehr gelehrt ge-wesen , und als ein neben-ssuäium auch die wissenschafft derHistorie sehr weit getrieben habe. Auch rühmet er ihn wegenseiner beredtsamkeit, und daß er sonderlich angenehm habe schcr-tzen, und lustige kleine geschichte erzehlen können. Er hat-te viele reisen gethan, und-diejenigen verlachet, welche sichso gar in die menge der bücher und der seltenen auflagen verlie-bet. Alle sonntage pflegte er, wie auch an den fest-tagen, zuden Barfüßer - Mönchen zu gehen, wo er sich von 8- bis n.uhr mit den Herren Pithou, clu Pui, le Fevre, Thuano, Hot-tomanno rc. besprochen , und von welcher gelehrten conver-sation er nach dem zeugnis Thuani mehr in den 8mäü8 ele-§Lntioril)U8, als aus den büchern erlernet hat. Seine gedruck-ten wercke sind : Opers prgäica ciocHÜ'linis sju8äem 8LÜ0IÜ8
Observatioliibuz illuürata ; Tbsrapiz kusrpsrarum; äsNorborum Lumtions ; äs ksbribus ; äs kslls ; äs llemeäiis,«-ri-LL -r-airn;' in Laleni Inbro8 äs Norl>i8 intern!8; I-ib. II.illustrgti LUtbori8 8shoIÜ8 ; äs IVIorbi8 interni3 über sutlicW8sboIÜ8 illulinrtus ; in Lpborilmo8 Illppocrstis LommenwriiVII. lIippocr-itl8 coacil krielsgia sum lnterprecstions «8: Ooin-inentLrii8. Sein tractat äs Äatsria Lhirurgiss ist auf Fran-zösisch von Simon äs Provenchcre, einem Langerischen Neäiso,übersetzt worden. La «tr, kibliotlisgue krsneoile.
lib. II. elo§. äoÄ. 6aII. T'eMer, eloges, 4>
eäit.
Houlme, oder la Houlme, ein kleiner district in der Nor-mandie, so an das gebiethe le Mans und den fluß Orne grentzet.
Hounslow, ein marckt-flecken in Middleser in Engelland,der wegen einer grossen heyde bekannt ist , woselbst der KönigIacobus II. seine armeen zu lagern pflegte.
* Houpelande, (Guillaume) zu Boulogne in der Picar-die gevohren, voNor zu Paris, Pfarrer zu St. Severin, undnachmals L-monisu8 in der kirche von Mers-Osms und Hr-chiäisconu8 zu Prie, starb als VSL3NU8 der theologischen Fa-kultät zu Paris den n. aug. an. >492. Er hat ein buch vonder Unsterblichkeit der steten geschrieben, und von ihrem zustan-de nachdem tode, welches seine grosse literatur zeiget, und mitsehr vielen orten aus den kstribu8, den kkilc,loplä8, Poeten undandern Gelehrten angefüllet ist. -v« K», blbliorkegus äes am.scsl. äu XV. llesls.
Hourekercken, ein kleiner ort in Flandern nahe bey Cassel,welchen weiland Kayser Carl V. zu gunsten des Hauses vonHorn mit dem tilul einer Grafschafft begäbet hat.
* How , ein ansehnliches geschlecht in Engelland, welches
sich eine lange zeit zu Compton in der Grafschafft Glocester auf-gehalten. Johannes How, des Ritters Johannis Hvw vonCompton anderer söhn , heurathete Anabellam, eine natürlichetochter Emanuelis Scroop, Grafen von Sunderland, welcheihm das in der Grafschafft Nottingham gelegene gnth Langerzubrachte, und nebst zwey tochtern, drey söhne gebahr. Diesewaren i. I Scroop How, von dem hernach. 2.) Johannes,welcher unter der Königin Anna Zahlmeister der garden undgarnisonen gewesen, z.) Emanuel, so an. 1709. den 26.sept. als Koniglich-Groß-Britannischer General-Brigadier undOberster über ein regiment zu fuß, mit tode abgegangen, undvon seiner gemahlin, Ruperta, des Pfaltzgraftn Ruperti natür-licher tochter, unterschiedliche kinder nachgelassen. Vorerwehn-ter Scroop How wurde an. 1701. den 26. may von Wilhel-ms III. bey dem er die stelle eines Cammer - Janckers bekleide-te, zum Vicomte How und Baron von Clonally in der Jrrlän-dischen Grafschafft Fermanagh gemacht. Er starb an. 171;.ben 26. ian. nachdem er mit seiner ersten gemahlin, Anna, ei-ner tochter Johannis Manners, Grafen von Rutland, zwentöch-ter; mit der andern aber, Juliana, einer tochter Wilhelmi Al-lington von Horchet, einen söhn und drey töchtcr gezeuget hat-te. Von diesen hat sich die älteste, Maria, an. 172;. mit Tho-ma Herbert, Grafen von Pembroke, vermahlet. Der söhn,Scroop How, Vicomte How und Baron von Clonally, nahman. 1719. Charlotten, die älteste tochter Johannis Georg«, Ba-rons von Kielmannsegg, zur gemahlin, welche ihm unterschied-liche kinder beyderley geschlechts gebohren. §Eo.
x. 208.
-Howard, ein berühmtes geschlecht in Engelland. Vor denUrheber wird insgemein gehalten Wilhelmus Howard, welcherverschiedene guther in Wigenhall, in dem westlichen theileder Grafflchafft Norfolk besaß, und unter den KönigenEduards I. und II. das Richter-amt führte» Sein söhn Jo-
1111^
hannes war bey dem König Eduards l. Cammer-HeM ^bediente unter Eduards II. das amt eines Sherifs rn ^vintz Norfolk und Suffolk. Dessen söhn, Johannesunter Eduardo III. Admiral, und hatte einen söhn, .^cHoward, welcher aber den ;. jul. an. 1Z78. vor deNA^evstarb. Dessen söhn war Johannes Howard III. dertum Howard II. hinterließ, welcher durch seine vermahn""^Margaretha, Thomä Mowbray, Hertzogs von NorMAB1 er, den gründ zu der Hoheit dieses geschlechts gelegt, HAJohannes IV. der aus dieser ehe gezeugt war , hatte lU ge-ben, Könige Eduardo IV. und Richards III. in solche g'H „»!>setzet, daß er von dem ersten zum Ritter des Hosenbano^gl»zum Lord gemacht, auch ihm die aussicht über die see-sE ' §>,.tragen wurde; von Richards aber wurde er den 28. M ^148z. zum Marschall von Engelland , zum Hertzoge v«'Efoik, und letztlich zum Groß-Ädmiral von Engeüand, M Dund Aquitanien gemacht, kam aber in der Wacht, der ^worth um. Sein söhn Thomas wurde an eben stlbE' « gaals sein vatter Hertzog wurde, zum Grafen von S.ws? -macht, aber in obiger Wacht gefangen, jedoch von Komrico VII. zu gnaden angenommen, und nicht allein mwürden wieder eingesetzt, sondern auch zum Groß-S«ster ernennet. König Henricus VIII. machte ihn lEiA,Marschaü von Engelland, und zum Hertzoge von FAZ,wie er denn dieses durch eine Wacht, die er wider K V Mcvbum IV. von Schottland gewonnen, wohl verdienethatte sehr viel kinder, worunter Eduardus Howard UM AMdes Hosenbandes und Admiral von Engelland gemacht ABEr kam aber an. i^iz. in einer mit den Franzosen de«ÄB'gehaltenen ste-schlacht um. Von Wilhelms stammen ^ «Herren von Effingham und Grafen von Nottingham HA. FEdmunds ist Catharina Howard, Königs Henri«.Engelland gemahlin, bekannt. Des ältesten, Thoma /II. ( von dem ein eigener artickul folget) jüngst^ Äffgleiches nahmens, hatte sich mit Elisabetha MarneyvA,fflet, und wurde durch selbige Vicomte zu Binden, wm Mehe würde mit seinen söhnen, als die keine männlichetät hinterliessen, wieder abgegangen. Es folgte seinem A-ter in dem Hertzogthum Norfolk und in andernstellen sein enckel, Thomas Howard III. von Henrico, MAEjüngere söhn Henricus ohne erben verstorben war, von ' Ebeyden hernach. Er hinterließ ;. söhne. Von dem and«', ^mas Howard, stammen die Grafen von Suffolk her , Achen hernach. Von dem dritten, Wilhelms, stammen s.fen von Carlisle her. Der älteste, Philjppus, setzte das lfort, von welchem hernach. Sein einziger söhn war A ^Howard IV. Hertzog von Norfolk, Graf von Arunbel n>>.rey, Reichs-Marschall in Engelland, welcher den 24-1646. zu Padua verstarb, von dem hernach. Er k>mt« AF.schiedenc söhne, deren die meisten aber in der jugendDer vierte unter selbigen war Wilhelmus Howard, EzStafford, von dem hernach. Der älteste aber, HrnA,§Mi,cher sonsten unter dem nahmen Lord Moubray undbekannt ist, setzte das geschlecht fort, und folgte dem A,^,dessen landen, starb aber den 17. apr. an. 1652.verschiedene söhne, worunter der älteste, Thomas H. ^anfangs von einem herrlichen ingcnio war. Allein « >ne kranckheit, die ihm den köpf verrückte, daher er ,j,
geschickt, und daselbst verwahrlich gehalten wurde.hielt er von dem Könige Carolo II. den 8. may an. K,lul eines Hertzogs von Norfolk. Als er an. 1677- vAx asiAte ihm sein anderer bruder, Henricus Howard, welMAelich den titul eines Freyherrn von Castle-Rising Mxglick Dnachmals an. 1671. den titul eines Grafen vonhielt, auch die von seinen vorfahren geführte Reichs^, erstelle auf sich und seine männliche erben brachte.als ein Römisch - Catholifcher, vermöge der Reichs A NA,Cron-amt zu führen befügt war, wurde ihm Rupc«
Graf von Ailesbury, substituiret, um seine stelleDer dritte bruder, Philippus, wurde aus einemMönch von dem Papst Elemente X. an. 1677. zuM^chr^Mmacht. Henricus setzte das geschlecht fort, und V>msöhn, Henricum Howard, Hertzog von Norfolk, " §h,irAjinach. Weil aber selbiger den iz. apr. an. i?ol'
abgieng, folgte ihm seines brnders Thomä, Lordsöhn, in den güthern und hohen ehren - stellen- ^ ,Die andere linie ist die Guffolkische. DieE' /
mas, Graf von Suffolk, Thomä Howards III- vÄ,/garetha, Thomä, Freyherrn von Waiden, tochter-demselben im folgenden besonders gesagt. Von v ^war der älteste, Theophilus, Graf von Suffolk,senbandes, und erhielt durch seine gemahlin verjuxin Northumberland und Berwick. Er hinterließ bev Ar F1640. erfolgten tode Jacobum Howard, Grafenund Henricum Howard, Baron von Waiden, w«^W, Fnes bruders absterben ohne männliche erben, den ^ B
tul von Suffolk erhalten, und auf seinen sohm^/h^
transferiret; derselbe starb an. 1.söhn, der Lord Biron, zum Grafen ^andere söhn des vorgedachten Thomä undhieß gleichfalls Thomas, er wurde den 2z. E' Aov Üdem Könige Jacobs I. zum--Freyherrn von^v" ^yl>ecomte von Andover, auch zum Ritter des Hv>e'
1709. und wm^ ßflrcA^!en von Suffolk Ux xye ^