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Vierdter Theil. He - Mc.
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ster in Engelland, des obigen Philipp! jüngerer bruder. Er warvon Thomä Howard III. anderer gemahlin, Margaretha Andley,des Groß - Cantzlers in Engelland, Thomä Audlen zu Waidentochter, wodurch die Herrschaft! LLalden auf ihn gefallen, under in der jugend der Lord Howard zu Waiden insgemein genen-net worden. Er ward an. 158;. von der Königin Elisabethain die durch feines vatters verbrechen verlohrne ehre restituiret,und an. 1591. mit 6. Königlichen schiffen wider die Spani-schen ausgesendet, da er denn bep den Azorischen insuln un-glücklich war, und das Haupt - schiff unter dem Ritter RichardGranvill von den Spanischen unter Alphonjd äs Bazan über-meistert wurde. An. ^96. war er bey der eroderung Cadir Vi-ce-Admiral. An. 159?. wurde er nebst dem Grafen von EsserUnd Walther Raleigh mit 20. kriegs-schiffen geschicket, um dieAzorischen insuln den Spaniern wieder abzunehmen, auf wel-chcr reife er den Grafen von Essex und Raleigh, welche in gros-se Verbitterung zusammen gerathen , wieder mit einander ver-glich. Der neue König Jacobus creirte ihn den ri. jul. an.i6c>;. zu einem Grafen von Suffolk, machte ihn auch in sel-bigem jähre zu seinem geheimen Rath, gab ihm viel von seinesvatters confiscirten güthern wieder, und nahm ihn in den vrdendes Engelländischen Hosenbandes auf, auch ward er durch desGrafen von Salisbury, Roberti Cecill, beförderung an. 1607.Königlicher Oder-Cammer-Herr. Er verheurathete sich mit Eli-sabetha, Henrici Knevet, Herrn zu Charlton, tochter und erdin,so vorhero den Ritter Richard Rich zur ehe gehabt, aus welcherehe sein sucLellor, Graf Theophilus von Suffolk, Graf Tho-mas von Berckshire, Henricus, Carolus, Robertus, Wilhelmusund Eduardus, von denen die ;. letztem Ritter von Bath gewe.sen, und 4. tochter, von denen Elisabetha, Wilhelm Knolln,Grafen zu Bambury, und hernach Eduardum, Herrn von Vaux,geehlichet; Francisca, von welcher ein absonderlicher artickul fol-get ; Catharina, die mit Wilhelm Cecilln, Grafen vonShrewsbury, an. 1608. vermählet worden; und Margaretha,so jung verstorben. Er verheurathete bey seinem leben an. 1619.seinen söhn Theophilum mit Georg Humey, Grafen zu Dum-bar, tochter, und trachtete an. 1609. seinem verter, Carl Ho-ward, Grafen von Nottingham, von der Admiralfchafft ab, undsich an dessen stelle zu bringen» so ihm aber nicht angehen woll-te. An. ,614. ward er an des abgelebten Grafen von Salis-bury statt, durch beförderung seines eydams , des Grafen vonSommerset, Groß-Schatzmeister in Engelland, wiewol er zu die-sem amte gar nicht tüchtig geachtet ward, und durch seine scharfeund geitz viel Unordnungen machte. An. 1618. oder, wie Dug^dale will, an. 1620. ward er nicht ohne schimpf wieder abgesetzet,und ihm zoooo. pfund sterling zur strafe zu erlegen zuerkannt.Er retirirte sich hiernächst auf seine land-güther, und lebte alseine privat-person, bis er den 28. may an. 1620. in seinemHause zu Charimerow mit tobe abgegangen, §euea-

loß. Lrir-lnu.

Howard, (Francisca) eine tochter Thomä Howards, Gra-fen von Suffolk. Sie vermählte sich anfangs an Robertum6'Evreux, Grafen von Esser, desjenigen söhn, welcher unter derKönigin Elisabetha regierung enthauptet worden. Sie war vonPerson sehr artig, aber von einem sehr lasterhafften gemüthe,dannenhero, gleichwie jenes den Printzen von Wallis/Iacobi I.ältesten söhn, anfangs bewog, sie zu lieben, also veranlassete ihndas letztere, und absonderlich die bey ihr wahrgenommene Ver-traulichkeit mit dem Vicomte von Rvchester, daß er anfieng siezu verachten. Der jetztgedachte Vicomte, Robert Carr, welchernachgehends Graf von Sommerser ward, und Iacobi I. favo-rit war, hatte sie dermaffen eingenommen, daß sie, um ihn heu-rathen zu können, anfänglich ihrem gemahl mit gift nächste!-lete, und, da ihr solches fehl schlug, gerichtlich von ihm, als voneinem, der zu dem ehestande untüchtig wäre, geschieden zu wer.den begehrte. Wiewol nun diese beschuldigung falsch war, in-dem der Graf von Esser nachmals mit seiner andern gemahlineinen söhn gezeuget, so brachte fle es dennoch endlich dahin, daßdie ehefcheidung, und bald darauf, nemlich den 26. dec. an.i6iz. ihre anderweitige Vermahlung mit Mylord Nochester er-folgte. Vorher aber hatte sie nebst diesem ihrem liebhaber nocheine andere schändliche that begangen, indem sie beyderseits denRitter Thomam Querbury, (welcher aus redlichem gemütheund aus einer wahren freundschafft wider die erwehnte ehe-scheidung geredt hatte,) nicht nur unter einem falschen vor-wande in das gefängnis, sondern auch in demselben durch giftum das leben gebracht hatten. Eine Zeitlang blieben sie deswe-gen unangefochten, weil Robert Carr von dem Könige allzusehrgeliebt, und dannenhero von jederman geförchtet wurde; dochendlich überließ der König sie beyderseits der justitz, da man siedenn der besagten Vergiftung überzeugte, und deswegen den 2;.may an. 1616. zum kode verdammte. Es ward aber dieses ur-theil nicht vollzogen, sondern aus einer absonderlichen König-lichen begnadigung blieben sie bis den 22. jan. an. 1622. indem Tower gefangen sitzen, und erhielten hernach freyheit,die übrige zeit ihres lebens in Schottland zuzubringen. Le, Mir. cktkngl. tom. II. p. 697. 705.

Howard, (Thomas IV.) Graf von Arundel und Surrey,Reichs-Marschall in Engelland. Sein groß-vatter war Tho-mas Howard III. der in Engelland enthauptet wurde. Seinvatter Phllippus, welchem alle seine güther eingezogen wurden,starb im gefangms, und hinterließ von seiner gemahlin, Thomä

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Dacres, Freyherr« zu Gillesland, tochter, diesenGraf Thomam Howard. Als er seine reisen inund Italien abgeleget, ward er an. iSo;. von dem^ KJacobs in alle seines vatters güther und ehren restitntr»-^pführte hiernächst den titul eines Grafen von Arundel »nr ^rey, Frcyherrn von Howard, Mowbray, Segrave, Claras,wes, Gorpes, Maltravers und Granstoch. Er warb an- ^ein Engelländisches regiment von i;oo. mann zu fuß, st,,«- ziute es dem Ertz-Hertzoge Alberto von Oesterreich M, tM> pc-befand sich unter dem General Ambrosia Spinola bevlagerung von Wachtendonck und in andern kriegs-verr« ^gen. Er wurde hierauf von demselbigen Könige z»m M'men Staats-Rath gemacht, und erlangte an. i6n. den.^>1,ter-orden, ward auch folgends Gouverneur von den p.tzen Norfolk, Surrey, Suffex, Northnmberland, Cuwo ^und Westmorland. Er begleitete an. 161;. des KoEM^ter, die Printzeßin Elisabeth, nach ihrer Vermählung mnfürst Fridericv V. voll Pfaltz bis in die Niederlande, 'AM»an. 1614. einer der vornehmsten, die den Georg vonso nachmals Hertzog von -Buckingham worden, an»>'^den damaligen favoriten , den Grafenvvl» Sommerstl, ^Königlichen gnade, wie auch erfolgte, zu heben. Erfeltsiges jähr seines verstorbenen Vetters, Graf Heinrich.-p, ^,1"

zu Northampton, erbschafft, und that im nov.mit seiner gemahlin eine reise in Italien. Er ließdurch Wilhelmum Pettäum viel alte Griechische undsche msrmor» zusammen kauften, die er nachmalsten des Arundellifchen pallasts zu Londen setzen ließ.ckel aber, Graf Heinrich von Norfolk, schenckte selbigemie zu Orford, und nachmals haben sie Humphridund Johannes Seldenus in einem eigenen tractakAn. 1620. empfieng er in des Königs nahmen den -V ^schen Gesandten zu Londen , und erlangte den 29. ^ M!"iü2i. das Reichs-Marschall-amt in Engelland , nach ^wurde er auch Schatzmeister. An. 1622. verordnete 'nig, daß bey währender vacantz des Groß-Connetable-»'Engelland, er alle zu solcher fünction gehörige verricy

ererciren sollte. An. 162;. ward er Ober-Richter über .

höltze und wälder in den landen von North und Tre^'^rlwar einer von den Königlichen Cominissarien, die an- „Lmit den Spanischen Abgeordneten, Don Carlos Cow'"M'Ferdinands Bouhout, wegen restitntion des obbemeldte 'fürsten von Pfaltz und dessen lande tractirten. Als er an-wider mehrgedachten Hertzog von Buckingham um^Saclionen im Parlement eiferig redete, ward er von dem^iCarolo I. auf eine zeitlang in seinem Hause zu Haltung ß"rests verwiesen, jedoch als seine Mitglieder im Parhw^pseiner annahmen, der pöbel zu Londen sich auch desva'hF"'willig erwiesen, wurde solche Verordnung wieder aM EAn. 16;z. wurde er von demselbigen Könige an sE^Lster, die verwittwete -Churfürstin von Pfaltz, wie auw^ W.vereinigte Niederlande als Gesandter geschickt, um ^!l>aden tod ihres ehegemals zu consoliren, und diese,unmündiger söhne anzunehmen, zu bewegen. In oe» > Mjähre hub er auch den Königlichen Printzen, Jacob"' Etzog zu Jorck, im nahmen Churfürst Carl Ludwigs vo' 'und Printz Friedrich Heinrichs von Oranien, au»

An. i6;6. wurde er an denKayser Ferdinandum IU-.stitution der Chur-Pfältzischen lande gesendet. Er tha' ,,, p.eine reise in Ungarn, um daselbst die vestungen zu ben^zog abermals zu dem Kayser nach Regenspurg , r'w'yFnichts aus. An. 16; 9. machte ihn der König bev!'A,K

te er dem Parlemente bey, als der Vice-König von JAste ^Graf von Stafford, zum tobe verdaminet wurde,auf des Königs beseht das todes-urtheil mit untM^ LIn selbigem jähre war er auch einer von den KoiE'putirten, die mit denen in Engelland angelangtenschen Gesandten die Heurathzwischen derKöniglE' ^stn Maria und Printz Wilhelms von Oranien traclm j,1640. wurde er zum General der Königlichen armer^und zog an. 1642. mit der Königlichen gemahlin ,ehe ihre tochter nach Holland führte, mit dahin, M" ^0neu wieder zurücke in Engelland. An. 1644. wurde MKönige zu einem Grafen von Norfolk creiret; er indamaliger innerlicher unruhe mit Königlicher erlaw"lien, und starb zu Padua den 24. scpt. an. 1646-4. CA.re seines alterS. Sein leichnam wurde hierauf Pland gebracht, und zu Arundel begraben. .„„ü'

Lrikmn. k. poK. L. 4. P 3 §. 74.

Howard, (Henricus) Hertzog von Norfolk,del, Surrey und Norwick, Baron von Mowdrav, A" g»,grave, Bremse, Fiz-Alan, Warren, Clun, Oswalveu ,„,vvers, Greystock, Furnival, Verben, Lovetot, Straa^^^«.ward von Castle Rising , Ritter des Hosenbandes , ^

Erb-Marschall von Engelland, KöniglicherLord - Lieutenant oder Gouverneur von NorfoA.Barkshire, auch Gouverneur des castells von W>>'-kam alle diese titul und würden nach seines vam ^Hertzogs von Norfolk, absterben. Er vermahlte,4mit Maria Mordant, GrafHeinrichs von Peterbvrv ,nelvpä O-Brien, einer Jrrlandischen Gräsin, cm» - >