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Vierdter Theil. He - Mc.
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wo er sich versteckt gehabt, gefangen, und nach dem Towr ge-bracht ward. Hierauf gestund er alsofort alles, waS man vonihm zu wissen verlangte, und klagte viele vornehme Personen,insonderheit den Hertzog von Monmouth, die Lords Rüsselund Esser, und den Ritter Algernon Sydnev, welcher ihm beyseiner grossen armuth mit gelde ausgehülsten, und an. rüge.an seiner befreyung kräfftig gearbeitet Hatte, an, daß sie an demletztgedachten unternehmen theil hatten. Alles dieses ward voreine mit dem Hofe angelegte fache angesehen, weil man Nach-richt hatte, daß ihm durch die Hertzogin von Portsmoulh gna-de versprochen worden, wenn er auf gedachte Herren beken-nen wurde; daher er nachgehends bey jederman so verhaßt undverachtet war, daß kein mensch mehr mit ihm umgehen woll-te. Er starb an.... Es fehlte ihm nicht an wissenschafft undverstände, dabey aber war er durch seine armuth zu verwege-nen und schlimmen entschlössen gebracht worden. Man giebtihm auch schuld , daß er keine religion gehabt. , bitt.

lies äermöros revolutions. Kap,« , bitt. tom. IX.

Howard , (Catharina) Königin in Engelland ; siehe Ca-harina.

Howden, eine marckt-stadt von Howden-Wapentacke, inder östlichen gegenb von Zorckshire, wovon das daran liegen-de teiriwiimn Howdenshire genennet wird.

Howe, (John) ein angesehener Englischer Prediger undchkeologus, Presbyterianischer partey, Nag. ttrt. ist gebührenden 17. may an. i6;o. zu Loughborough in der provintz Leice.ster, allwo sein vatter Mnitter war. Er wurde in Jrrland,und hernach wahrendem einheimischen kriege in Engelland er-zogen, studirte zu Cambridge und Orford, da er auch das Bac-calaureat empfangen, wie auch nachgehends das MsZitterium,ward 8ocius im eollsgio Magdalena, und darauf noch sehrjung Minister zu Torrington. Er verrichtete sein Prcdig-amtbey Cromwel mit grossem Widerwillen, jedoch bediente er sichdesselben zu beförde'rung der religion und guter künste, wie auchzum Vortheil vieler selbst von der widrigen partey, deswegenihn 0. Wilkins und andere ansehnliche männer sehr lieb ge.Wonnen. An. 1662. legte er sein amt ab, weil er nicht lust hat-te zu conformiren, und zog zu Lord Massarene in Jrrland, da erfür eine zeit, wie auch nachwärts in Engelland, die freyheit zupredigen erlangt. Bey angehendem stürm wider die Presbyte-rianer, verließ er Engelland, und kam erstlich in Teutschland,und darauf nach Utrecht, allwo er vielen berühmten männernlieb und werth war, auch öfters Königs Wilhelms und damali-gen Printzens von Oranien, convcrsation zu gemessen die ehrehatte, und bey demselbigen lebenslang in besondern ästimenKund. Sein tod erfolgte den 2. apr. an. 170z. Er war ein mannvon grosser gelehrsamkeit in der Theologie und Philosophie, son-derlich aber in MLt3pbvliLi8; neben dein von »«gemeiner Pene-tration und scharfsinnigkeit, daher er abstruse Materien mit gros-ser lust untersuchte, und ob er gleich der Puritaner meynungbeygepflichtet, hielt er doch von gelehrten und frommen Episco,panten sehr viel. Er bemühete sich insonderheit die haupt-wahr-heitenund practischen Materien des Christenthums fleißig zu un-tersuchen und einzuschärfen. Von feinen schriften,welche theils inallerhand predigten, theils in subtilen dissertationen, betreffenddie H. Dreyeinigkeit, die Vorsehung GOttes, rc. theils in practi-schen discursen bestehen, sind sonderlich berühmt : 1bs bi-vinZ Temple vkdoä, der lebendige Tempel GDttes, inzwey theilen begriffen, in welchem er neben andern, Spino-sam und andere Feines gleichen gründlich widerleget, und diefundamente der religion erweiset; l)eli§bting in 6ocl, Freudein GDtt; Lleüeäncst ok tbe üigbteons, Glückseligkeit desGerechten, rc. Lx ejus Icrixti8 L Vita per *

* Howel, (Jacob) ward in der Englischen provintz Caer-mardhinshire ums jähr ,594. gebvhren. Nachdem er drey jährlang sich auf reisen aufgehalten, ward er an. ,622. nach Spa-nien geschickt, ein Englisches schiff zu reclamiren, worauf ernach seiner znrückkunft als Seersmrius mit dem Englischen Ab-gesandten nach Dänemarck gieng. Weil er aber bey seinerWiederkunft keine gewisse station und viele schulden hatte, wur-de er von der Admiralität in den schuld-thurn gesetzt; da ersich denn eine geraume zeit mit bücher-schreiben fortbrachte.Er hat deren bey die ;o. grosse und kleine hinterlassen; unterdenen sein Msrcurius Hybernicus; Lslla 8LotiLo-gngliLa;Tonclinopolis; Lexicon Istraglotton, zu Lvnden 1660. in fol.gedruckt, zu mercken , die übrigen aber nicht alle gleich gutausgearbeitet sind. Am meisten sind seine kamiliar l^teran be-kannt , und weil der autkor eine feine delesenheit, auch mun-tere schreib-art darinnen angebracht, sehr oft gedruckt worden.Nach der Wiedereinsetzung Königs Caroli II. ward er zu dessenobersten Hittoriogmpko ernennet, und starb endlich an. 1666.im 72. jähre seines alters. äiar. /.?

bibl. bitt.

Howora, ein Gräfliches geschlecht, welches in dein V. s^Lu-lo aus Sclavvnien in Böhmen gekommen. Zu ansang des XI.iLcul, war emer bey dem Hertzvge Jaromiro Jägermeister,und errettete sowol denselben, als sich selbst aus der Mörder Hän-den , weswegen ,hn der Kayser Hcnricus II. mit einem beson-dern wapen, darinnen zwey schwartze äste, jeder von sechs za-cken, creutz-weise über einander geschrenckt, in güldenem selbezu sehen/ bestehe, und zum ersten Herrn in Böhmen oder den

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nächsten nach dein Hertzvge erklärte. Gesa Howore;dem Hertzvge Sobieslao geheimer Rath , und hattewelche sich in ;. Haupt-linien vertheilet, und sich nawresidentz-schlössern benennet haben. Der älteste, Zdlsiav' ^zu der Leipe, ward ein stamm-vatter des Leipischen ham^andere, Jaroslaw, Herr zu Ronnov, ward ein Anherr oe» Mfen von Ronnov; der dritte, Smilo , Herr zu LlE „ yalstiftete die Lichtenburgische linie. Von den beyden erwman absonderliche artickul nachzuschlagen; die letztesso von dem schlösse Lichtenburg, welches die Hußssr»ret, den nahmen erhalten , ist gegen ausgang des XV'li ausgegangen, und deren wapen sowol als derGrafen von Nachod gekommen. Nachdem auch KönigFnes in Böhmen an. i;;9. Heinrich, Herrn zu der re^s-seine descendenten und lucLeuive auf die von dem (MsFZO'ra herstammende erben das oberste Erb-Marschall-aml w ^men verliehen, und in folgenden zeiten einiger streit Mwegen unter den geschlechts-verwandten ereignet,so HabensXVII. üeculo nicht nur die Herren zu der Leipe und tu ^ Ffen von Ronnov, sondern auch die Herren von Berowelche mit einander gleichen Ursprung haben, den gt'A Mnahmen Howora wieder angenommen. LeclV 'vorr. k. I. II. tast. ttemmatogr. k. II.

Howson , (Johannes) war zuerst Bifthoff zu

und hernach zu Durham. Er ist »vegen des buches,er zeiget, in welchem falle eine ehescheidung rechtmatz'L-^^hen könne, wie auch wegen seinen predigten wider den hraub und wider des Papsts supremat, bekannt, die b'!Konig Jacodus I. zu verfertigen auferlegt, um sich von jl»züchtigung, als ob er der Cathvlischen religion favomzu machen. Er starb an. i6;i.

Hoy, (Andreas) ein gelehrter Niederländer, gebov^Brügges, ward Königl. krokellor der Griechischen MDouay, und starb zu ansang des XVII. Lculi, mehr F^"jähr alt. Er war ein guter Lateinischer Poet, und sE xF'gödien über biblische Historien, Elegien, eine poetllw^psträttn über den Propheten Ezechiel und anders mehr v'Eden Gelehrten wohl aufgenommen worden. Erhaltlo ziemlich glücklich nachgemacht; sein lhlus ist corke^^ Vhält zwischen dem hohen und niedern die mittel-straist-.^ öl'auch zu Verfertigung einer Griechischen grammatic ^»0,sermriones drucken, da er in der ersten handelt von l st övchen der corruptivn dieser spräche, in der andern von "Vleciis, in der dritten findet fich etwas über die ^metscher, und in der letzten zeiget er, welches dieder Griechischen aussprache sey ; neben diesem hat er §Griechischen übersetzt, und mit Ett versehen 6rsc»rologium , MenoloZium und Lucliologium minvZ^hat er eine Iliüorianr Lcro-profanam angefangen, w,/. /V.nach seinem tobe das licht erblicket, ro L ^

«/ei--. Iiibliotli. Lelg. .

bikl. ecales. * ^aal^

Hoya, ein schloß, flecken und Grafschafft in WestAder Weser, zwischen Minden und Bremen. Das sass,!8,weilen oberhalb Bremen an der Weser liegt, «Ad v >e „arm dieses stusses , die alte Weser genannt, u>nsch>o>' xg'Fsoll an. 1071. von Hoyone, Edlen Herrn zu Pv"^Meinmebnrg, erbauet worden seyn, welcher von ve» Hger Friesen vertrieben worden , und sich von GrafBrunshausen diesen ort ausgebäten, welches aber " ss, r,seyn kan, weil schon über 2°o. jähr vorher der V. „ckAHoya gedacht wirb. Um das jähr 129?. ist das Ich'" y)o"Fbauet, und vielleicht von der lincken feite der geL

ein platz die alte Hoya genennet wird, auf die rewuworden. Es hat dieses schloß starcke mauren, und'her ^dem, wie gedacht, von der Weser umschlossen. L

gende flecken, ist nach der länge an beyden ufern der ^

bauet, niit bürger-recht versehen, und hat sich wegen V,baren bodensund beqnemlichkeitzurschiss-fahrtvororjährigen kriege ziemlich wohl befunden, in demsewr'derlich an. 1622. und 1626. ist er übel mitgenomm ^wpogr. Lrunluic. x. leg. . ^ttcheN »

Die Grafschafft Hoya begreift nun einen zlew^ji,t«oFlandes zwischen dem Bremischen, Lüneburgischew ^und Diepholt, welcher meistens fruchtbar, aujjerSülinger-Heyde. Die Grafen, von denen sofort 'abgang vieler abelichen gefchlechter, die sonst »M Me «,dieses ansehnliche land an sich gebracht. NaclMw

Heilet worden, daß das v HN

den, ist das land also getheilet

als Hoya, Nienburg, Liebenau und Stoltzenau an d ^zu Vraunschweig und Lünevurg, als Lehens-Herrc»Freudenderg aber an den Landgrafen von HEssM«"Der Graf von Oldenburg muste wegen der hulv^jg-Bruchhausen oder des Amts Harpstätt, BraunlKburgifcher lehens-mann werden. . ss

Was nun die Grafen von Hoya betritt, w'r.vor an. 820. gedacht, und rechnen sie einige unu^^gefchlechter, aus denen die Sachsen ihre 12. Msso ^ jirlet. Als an. 92z. die Hunnen bis ins Stift NAliew Bwidersetzte sich selbigen ein Graf von Hoya nevu he,,iLvensleden. Waltherus, Graf von Hoya , war 0"/

Henrico I. Stallmeister, wurde aber in vr»