Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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Hubert seine reise nach Holland genommen, und sich-dafelbstniedergelassen hätte, so wurde er getrachtet haben , ihn« erneLrokeliion zu verschaffen. Thomas Erpenius giebt Huberts inseiner Arabischen grammatic auch die ehre, daß er das meiste, soihm zu dieser Verfertigung nöthig gewesen, Huberts zu verdan-ken habe. O/aMs/ir Orientslis , xsg. 146. L 147.

AuberttnilS, ein Minorit, gebürtig von Casal, welcherum das jähr r; i,. berühmt gewesen. Als damals bey den Fran,ciscanern die controvers getrieben wurde, ob Christus und dieApostel was eigenes besessen oder nicht, und daraus ein gefähr-liches schssma entstünde zwischen den sogenannten 8piritualibu8,welche dafür hielten, Christus habe weder etwas eigenes, nochin gemeinfchafft besessen, und den orsterculis cls Lommunitsts,welche sagten, Christus und die Apostel hätten zwar nichts eige-nes , aber wol in gemeinschafft besessen, warf er sich zum Hauptder 8pirims!ium auf, und führete ihre fache gar ernstlich, bis siesolche durch des Papsts an. izir. erfolgten ausspruch verlohren.Er hielte hierauf bey dem Papst an, daß ihm nebst seinem an-hang allein zu leben möchte vergönnet werden, konnte aber sol-ches nicht erhalten, dannenhero er neue Händel anfieng. Alser aber daraus viel unruhe vermuthete, verlangte er, daß ihmmöchte vergönnet werden, den Franciscaner-orden zu verlassen,und ein Benediktiner zu werden, welches er auch erhielte, undwurde ihm das kloster Gemblours in Brabant angewiesen, da-hin er gehen sollte. Endlich soll er sich zu den Carthänsern ge-wandt haben. Man hat kesponlioncm circa tzuListionem äs

kaupertste Lliristi K llpollolorum; Lrborem Virse crucistxse;

Opus cls festem 8tntibus Lccleli-e. Auch wollen einige dafür hal-ten,daß er die ersten bücher äc Imitscionc Lkristi verfertiget. 7 >r-rz-er-E,, in catal. lcript. , in bil)I. Lsrtbus. a/tr»-

, in an. Issinor. körn. III. , Kilt. litter. app. x>. 12.

* HubertS'Burg , ein neu und vortreflich gebautes lust«schloß nebst einem jagd-hause und garten im Leipziger-kreise,zwischen Wurtzen und Oschatz in Sachsen, welches Ihro Ma-jestät der König in Polen Augnstus III. erbauen lassen,und wird wegen des daselbst gemeiniglich gefeyerten Huberts,festes also benennet; der dabey gelegene flecken heisset Werns-dvrff.

* Huberts-Fest, ist das fest des allgemeinen Iagd-PatronS,Huberti. Da soll ein jeder rechtschaffener jäger sich auf diejagd begeben; es wäre denn, daß er durch eis, kälte, oder ei-nen starrten platz-regen davon abgehalten würde; doch sollendie freunde von der jägerey an diesem besondern feyerlichentage keinen um sich leiden , welcher wider die jagd-regeln daswild muthwillig verderbet. Wenn nun bey diesem fest einefrauens-person erscheinet, und solche jagd-freude mit gemessenwill, so soll sie gestiefelt und gesporret, auch alsd gekleidet seyn,daß ihre kleidung wenig oder gar nicht von der männlichenunterschieden. Sie soll auch ihr pferd auf eben die art als ei-ne manns-persvn reuten, und alles auf ihren befehl und an-ordnung ankommen. Wenn nun einem jeden seine Verrich-tung zugetheilet, soll man in aller frühe entweder mit denHunden zu holtze oder zu felde ziehen, nachmittags aber diefalcken in die luft lassen, damit die jäger fowol mit den Hun-den als vögeln ihre freude haben mögen. Wenn nun der gro-lle theil des tages auf solche art zugebracht; so sollen die jä-ger wieder auf einem dazu bestellten platze zusammen kommen,und ein jeder berichten, was er ausgerichtet, auch sowol seineglückliche als unglückliche zufälle erzehlen, und man sich sodennin dein nächsten dem besten jagd-hause lustig machen.

-f St. -Zuberts-oder Huberti-Orden, ist von Gerardo,Hertzoge von Jülich und Bergen, im XV. steculo gestiftet wor-den , nachdem er an. 1444. den;. nov. an dem tage Huberti wi-der Arnoldum von Egmont Line» ansehnlichen sieg erhalten.Er wird auch der vrden von Horn genennet, weil die Rit-ter ein Halsband von jäger-hörnern getragen, an welchem dasbild des H. Huberti gehangen. Nachdem derselbe nach undnach in abgang gerathen, hat ihn Johannes Wilhelmus , Chur-fürst zu Pfaltz, an. 1709. wiederum erneuert, und den titul ei-nes Großmeisters angenommen. Er bestehet in Fürstlichen Per-sonen, deren anzahl unumschräncket ist , und m ir. Rittern,Gräflichen und Freyherrlichen standes, sodenn einem Cantzler,Vice-Cantzler, 8ecremrio, Schatzmeister, Herolde und 6r»räe-kobe. Die darzu gewiedmete ämter in der Ober-Pfaltz wur-den zu Commendereyen gemacht, und bekam ein jeder Ritter,ausser den Fürstlichen, eme davon. Das ordens-zeichen beste,het aus 42. zierlich an einander Hangenden platten, deren 21.etwas breiter als länger sind, und einem mit dem Hintern leibenur etwas weniges, und zwischen den geweyhen vor einemhinterwärts hervor scheinenden kleinen berglein ein crucifir tra-genden Hirsch, bey dessen brüst aber einen kleinen Hund unddes H. Huberti kniendes bildnis , zu dessen rechten feite aberdessen knecht, so ein halb hervor stehendes pferd mit den stan-zen halt, repräsentiern. Diese sind mit 21. andern etwaslänger als breiten göldenen platten, deren eilf roth und zehengrün gefarbet sind, vermenget, darauf ein zug in Gothischenbuchstaben den ordens-spruch exprimiret: In traue vast, dasist, in der treu beständig, unten an diesem zeichen hänget eingöldenes emaillirtes creütz, dessen eine feite den Hirsch mit demcrucifir, Hunde, bildnisse des H. Huberti, knechte und Pferde,wie auch den platten vorstellet, die andern aber den Reichs,

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«pfc, mit dem 'creutze in form einer weik-kngel samt dem ^

che: In memoriern recuperstre äignitatis uvitse. Es Wiedieses grosse ordens-zeichen nur an gewissen fest-tagen gnr D,Ausser denselben haben die Ritter auf ihren röcken undteln auf der lincken brüst einen silbernen mit gold verE/gr-ünd gestickten stern , in dessen mitte stehet der zug und ru ^wohnliche devise: In traue vast; auf der rechten stitean einem rothen vier finger breiten mit grün eingefaßte" ^de Hangendes auf einer feite den Hirsch, samt demcrucHunde, und auf der andern feite den Reichs-apfel erh'"'mit meisten , göldenen und grünen färben emaillirtes gf'creutz. Die Pflicht der Ritter bestehet hauptsächlichi.) dem Churfürsten treu und hold , 2.) gegen die armen,"hertzig zu seyn, wie denn ein jeder Ritter bey seiner re^h,hundert ducaten vor die armen an den Schatzmeisterlrn muß. Sie werden cspitularirer durch die meiste!>>' jßerwehlet, ausser dem Statthalter und dem Cantzler'Mbunmittelbar von dem Churfürsten gesetzet werden.dige Nachrichten , i?n. ordn. III. n. 7. x. z;;> leg-Access, bitt. Lnbslt. p. zöy. scq.

-Aubertus, Bischoff von Mastricht und Lüttich,trandi, Hertzogs von Aquitanien, söhn. Nachdem er r»alter gekommen war, schickten ihn seine freunde zu demTheodorico, welcher an. 68«. zu regieren anfieng. ßl'daselbst bald Hofmeister, weil er aber sich mit dem EbroMMleher der vornehmste Staats - Minister war , nicht ver .„ikonnte, wandte er sich zu Pipino NeMallo, welcher«.Gouverneur in Austrasien war. Dieser Pipinus fu^M^damals eine Person von grossen qualitäten, nahnE, Aßbaue, zu , mit welcher er einen söhn , nahmens 6ÄF:tuS, zeugete, der ihm hernach in dem Bißthnm Lüttich'MDie grosse lust, so er am jagen hatte, um welches willen /ASden gottesdienst versäumete,gab zu seiner bekehrung anlaUHistorie meldet. Denn es erschien ihm ein Hirsch, weia/Aßscheu seinen Hörnern ein crucifir hatte, und dabey hören.^0stimme, die ihm die ewige Verdammnis ankündigte, UAß

sich nicht bekehren würde. Dieses geschahe in dem ^ /waide, oder, wie andere sagen, nahe bey dem fluß Semrßnoch zu Hofe lebete. Darauf faßte er gleich den tEM?Geistlicher zu werden, und gieng nach Rom, woselbst tZ.«Sergius I. nach Lamberti tobe zum Bischoff von »AEmachte. Die grosse ehrerbietiqkeit, die er gegenseinen vorfahren trug , so zu Lüttich begraben war, ",chete, daß er feinen Bischöfflichen sitz in diesen daman»-^

neu flecken versetzte, welcher nach der zeit eine von denEAsten städten in Nieder - Tentschland worden ist. BclM'war ehemals von Tongern nach Mastricht gekommen / Lr knen ihn nunmehro /Hubertus nach Lüttich brachte, wemAUchen ort anfieng mit neuen gebäuden zu erweitern, be" Miß-lichen sitz mit dessen nahmen belegte, und zum BuwMl'lsiege! des H. Lamberti bildnis verordnete, mit dieser "vneE8an<Ia LeZio Homsnse Lcclesise Lilia , das ist , 1)7

-- ' ' DannenS^L

Lüttich, der Römischen kirche tochter.den ihn einige den stifter und ersten Bischoff vonnannt, ob er wol eigentlich der dreißigste Bischoff »o« ^und Mastricht war. Er starb an. 727. oder, wie ano?^ Uan. ?;«>. und ungefehr 100. jähr nach feinem tode »AM,Verordnung eines zu Aachen gehaltenen Lonciü- st»''in ein ben'ihmt Benedictiner-kloster in dem Arven»? «7sonst Arduiner genannt, gebracht, welcher ortimmerfort den nahmen St. Hubert geführet hat. .AUgden alle diejenigen gebracht, welche von rasenden v""andern unsinnigen thieren gebissen worden, da ma»stirne ein wenig aufschneidet, und ein klein stückleindachten heiligen Prälaten amts-kleide darein leget/!" y«,hernach wieder curirt werden sollen.cics superiiitions. script. vet. rerum bo ^

Hubertus äs Durgo, war des Königs in Eng^M/hannis, Cammer-Herr und oberster RichterWwelcher in der Engetländischen chronick deswegen ^»yes-Aweil er in dem XIII. steculo das castell Dover,nigs in Franckreich Ludovici söhn tapfer defendirel-dazu in einem see-treffen einige demselben zu h'"n^trouppen erleget hat. ^rnÄll

* -Zubertus , (Leonhardus) ein TeutscherMönch und kroksllcr sslieologiX zu Paris, nachw"^.zu Darien und Inquisitor kiäei. Er schrieb gegel'verschiedene tractate, und unter anderm eine 6enesadelichen Französischen geschlechter, wie auch elne>' ^tsrium über das Evangelium Lucä; einen tractal >-NLtibus LcclesiAÜicis; ein buch Wider die ketzer

ein Fasten-buch rc. (-'?/»§»-. bibliotk.

tinis üb. III. c. 6. Lc. v« , ssxc. XV. scher

* Hubertus, Ertz-Bischoff zu Canterbury ,we«^.

nig Johannem den 2;. may an. 1199. zu WestM"^G^,

net hat; die rede, die er bey dieser gelegenheit

des Reichs und an das volck gethan, hat was

und scheinet er darin» angedeutet zu haben, ^

ein Wahl-Konigreich sey, wenn er gesagt: N7,

die Lrone über dieses Röntgreich begehren /. M ^

nicht nach einer demüthigen anrrrffung des i" -