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tode Professor Juris. Er wurde zwar auf die Academie zu Lei-den berussen, allein er schlug es ab , und die FrießlandtschenStaaten vergrößerten seine einkünfte und ehren-stcllen , daß erProfessor Juris puklici und ein glied des 8siEis kupremse kri-fiorum Luri-e ward. Von der Universität nahm man ihn mdas Frießländische Ober - Gerichte zu Leuwarden. Von darschickte man ihn nach verlauf dreyer,ahre wieder auf die Univer-sität , daß er daselbst mit dem titul eines Lx-Senawris von xu-blieis lectionibus frey leben könnte; deswegen beehrte man ihnauch mit einer jährlichen sehr ansehnlichen pension , und gabihm nach dem ftecktore den rang über andere. Er starb im nov.an.i6y4. und hinterließ drey söhne, worunter sich Zacharias son-derlich bekannt gemacht. Er hatte verschiedene streitigkeiten,als mit den Predigern zu Franecker, denn da selbige das Fran-zösische tantzen lernen beeiferten, schrieb er darwider, und be-mühete sich, zu beweisen, daß den 8mäio6s Juris nicht nur ver-gönnet, sondern auf gewisse art nöthig sey, tantzen zu lernen,damit sie ihren leib wohl zu stellen wüßten. Insonderheit aberhatte er mit Iacodo Perizonio, als welcher ihn vieler irrthum-mer beschuldigen wollte, grosse streitigkeiten. Seine schriftensind : ve Jure Liviwtis; Öigrsssiones IiMnisness ; krgäeÄio-nes aä Inttiruriones; kolmones Juris ; ssulpicia OoinelkicaLxerLitationum; VinäiciX Juris ssmelanäici; Jurispruäentiakriüca; Jurispruäenkia Hoäierna; 8xscimen kkilofophise Li-vilis; äs Loncurlu ftationis L 8cripturse; Inlkitutiones Hilko.rise Livilis; Lunomia ssomana; äs gsnuina lLtate lkMrio.rum. , orat. psrentalis. BenthkMS Hvlländis. kir-
chen-und schulen-staat, k. II. c. 4. x>. ;oy. monats-
gespräche. Monatliche Auszüge, 1700. p. ;i;.
* Hübet, eine Africanische stadt, eine halbe stunde von Tre-
mezen gegen mittag abgelegen ; auf Latein wird sie ttubewmgenannt. Sie liegt auf einem berge, und soll nach dem be-richt der historien-schreiber von den Römern gebauct, und Em»manaria genennet worden seyn. Ptolemäus setzet sie in den 12.grad 50. Minuten longituäinis, und in den ;r. grad ro. Mi-nuten I-ltituäinis. Ihre einwohner sind gesittet, wie die vonTremezm, und haben durchgehends die nemliche lebens - art;sie treiben ihr gewerbe starck, und hat es sonderlich viele fär-ber unter ihnen. Die stadt Hübet ist unter den Mauren einesgravs wegen bekannt, wo ein gewisser Morabite, Cidi-du-Me-clian genannt, soll begraben liegen; es ist dasselbe in der gros-sen moschee, und um darein zu kommen, muß man etliche stu-fen hinab steigen; neben dieser moschee siehet man ein trolle-xium und ein Hospital für die durchreisende arme fremde. AbulHaften hat beyde gedauet; er war der vierte König von Fez,wie man es aus der Arabischen inftription siehet, welche, aufdem portal in alabaster eingegraben ist. >/awr-,/. win. II.Ich. V. c. XII. LÄrMrÄe.
Hubrieg, eine ansehnliche familie in Schlesien, welcheden Fürstlichen Münsterbergifchen und Würtemberg - Oelsni-schen Häusern in die anderthalb jähr.ersprießliche dienste geleistet.Johann Hudrieg, Cantzler des Oelsnischen Fürstenthums unddes Lonliüorü Assessor primarius, starb an. >66;. und hinter-ließ drey söhne, die waren i.) Hans Friedrich, welcher an.170;. ohne ieibes-erben gestorben. 2.) Hans Christian, wel-cher bey dem Hertzoge zu Würtemderg-Oels die stelle eines Re-gierungs-und Cammer-Raths vertreten, und an. 1678. in Zes,sei das Kalckreuthische antheil, auch an. 1682. das guth Wische-grade käuflich an sich gebracht. Er starb an. 1717. und hinter-ließ einen einigen.sohn Julium Fridericum, welcher zu Franck-furt an der Oder seine studien absolvirt, und hernach als Lieu-tenant unter Hessen-Cassel unterschiedlichen feldzügen beyge-wohnet. z. i Hans Ernst, welcher anfangs Hertzoglicher Wür-Icmberg-Oelsnischer Regierungs - 8sLrsLÄrius, nachmals aberein Mitglied des Raths-LollsgH zu'Breßlau gewesen, welcheletztere ehren-stelle sein nachgelassener söhn, Ernst Christian, an.1719. bekleidete. Schief, curios.
Huckelius, (Johann Jacobus) Asä. vockor und kroksf.for zu Basel, iebte in dem XVI. Lsulo. Von seinem Ursprungund herkommen ist nichts bekannt. An. i?47-wurde er zu Ba-sel unter die zahl der studenten aufgenommen, hieraufempsienger die grsäus kbilofoxkicos, nemlich das Baccalaureat an.19^0. und hernach das AsMerium. Er lehrte öffentlich in demk-xägAogeo die Griechische spräche, und wurde auch als Assessorin das Lollegium Nsäisum recipirt, starb aber schon an. 15 64.an der Pest. Man hat von ihm Iraiä:. äs karte ÄeäicinLS se.ineiotisa, in fol.; äs falutaribus OermamX Lslneis, Teutsch;und Lxamen I.Lprosorum , in 8. an. i;6o. La?
bibl. Keä. exitaxk. vit.
krok.kgfiI.A8ct. *
Hucz, ein schloß in Siebenbürgen, siehe Hust.
* Hudde, (Johannes) Bürgermeister zu Amsterdam und
ein grosser Staats-mann, aber ein noch grösserer Aarliematicus,welcher diese wissenschasst sehr weit wurde gebracht haben, wannnicht die civil-und politische geschäffte, womit er beladen war,seine studien um etwas unterbrochen hätten. Man hat einentreflichen brief von ihm, äs Xeäuätions Lguationum, <L äsAaximis L Aininris, welchen er an. i6;8. geschrieben , undFranciftus Schoten in seinem Lommentario über die 6eome.triam Cartesii eingerücket hat. Dieser geschickte mann starb zuAmsterdam den is. april an. >704. hat aber keine kinder hin-terlassen. re»«.
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Hude , (von der) eine von den ältesten ovc,in dem Hertzogthum Bremen , welche daselbst ihr stE,> 7 FeNitterhude hat, so zum unterscheid des guthes Nsthenw^.^,genennet wird. An. 1228. lebte Martin, dessen encre»'^ches nahmens, Ertz-Bischöfflicher Bremischer Äoigt zu ^ .jFWedel gewesen. An. i;8<-. bekleidete Christoph die wEProbstszum altenkloster, und an. 16;;. büssete Arndtreffen bey Hameln sein leben ein. rkegc. dlov.^^
Hudson, (Henricus) ist einer von der Engelländer ^nehmsten schiffern, welcher an. 1609. in die nördlichen»den von America gesandt wurde, um einen kürtzern weg''^'Indien gegen nord-westen zu suchen. An. 1612. entdennselbst eine meer-enge und einen meer-busen, die »ach Mgnahmen genennet werden. Die sogenannte meer - enge ^ ^dieftn nahmen nicht svwol wegen ihrer engiqkeit, §->'weit genug ist, als vielmehr deswegen, weil sie eineten meer-busen führende Passage ist. Die meer-enge erstr^ gFvon osten gegen westen zu, und gehet bis an die nordliK"von Estotiland, oder isrra äs kskrgäor; der meer - buibis an die grentzen von Canada oder Neu-Franckreich.
Hudson , (Johannes) ein gelehrter Englischer kh».und H. Schrift voÄor, ist gebohren zu Wedehop,von Cockermouth, einer stadt in Cumberland, kurtz
tzuna Caroli II. an. l66o. Die grammatic lernte er vAfokd'Hecstetter, einem 8ocio in der Königin LoUegia zuschon an. 1676. wurde evstudirens halber in eben diß v^verschickt, da er unter der aufsicht Thomä Crostwauv!gelehrten und gegen fremde sehr höflichen manns, drexkism begriff, wiewol er damit jederzeit die 8ruäia Mris zu vereinbaren suchte, in welchen er auch durch j„ermüdeten fleiß so schöne progressen machte,daß ihmnem Lollegio beykamen. An. 1701. wurde ihm auf.
Th. Hyde, krotobibliochsLLrii, die aufsicht und bedielU'^FBodlejanischen bidliotheck anvertrauet, welche er bistod behalten; darzu kam an. 171». die Präfectur desAaris zu Oxford, zu welchem er von dem Cantzler dersität, auffürbitte des berühmten Aeäici, Joh. RadcM' Mdert wurde. Durch seine immer anhaltende arbeit wu^Msonst starcke complerion so verderbt , und seine -
also geschwächt, daß er endlich in eine Wassersucht "M M
deren er den 27. nov. an. 1719. seines alters ohngefthr^^iKgestorben. Er war ein mann von alter auftichtigkeit, " jEnem fleiß und grbeilsamkeit, wie auch grosser modeine' ^nicht allzu scharfsinnig; er Hat sehr viel alte sutkorsd ^nem guten stände heraus gegeben, und mit kleinen .
merckungen oder Varianten lectionen, auch oft mit E", B'Übersetzungen aus dem Griechischen und Latein verstv^isran. 1692. Vellefum ksterculum , in 8. «N. 1696.in fol. so um ein merckliches gebessert ist; an. 1704-Halicarnals. in II. vol. in folio ; an. 1698. bis ' 7 ^- z.beograpkorum ftr^corum minorum , in 12. ; an.
1718. konginum; an. 1712. Aosrin Atticiüam;, !
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beograpkorum Or^sorum minorum, in 12. ; an. "
1718. konginum; an. 1712. Aosrin ^tticiüam; U I !Lkopi fzbulas UNd endlich Jolepki Opera , in II. vol-'Oxford in tkestro 8kelä. an. 1720. Diese sind aufr .dation des sterbenden Hudsons von A. Hall gäntzl>w.X^>^gebracht worden, welcher auch eine kleine ledens-veiA,. »ides eäicoris denselben beygefügt. Siehe Le L 7 eee ,
L rnoäerne, tom. XIV. p. 2. * .
HudwikswaU, eine kleine stadt in der provintzist am 8inu Lotknico gelegen, und hat einen haftU' Vit' pvon schlechter Wichtigkeit. Nichts drstoweniger fuvrs'V,jii^,wohner einen ziemlichen Handel mit den waaren, r»eser landschafft antrift, als welche sie nach ander» ^ Mscheu örtern transportiren. Es bestehen dieselblgeu 'leinwand, holtz < butter, absonderlich in eingesaN"^ FVzals da sind: lachs , hecht, strömling, rc. wie auch' ^vögeln, als birck-hünern, hasel-hünern, auer-hähue'^Mk Lin dieser provintz in sehr grosser anzahl findet, »uv ^
»..c Glitten
des winters, wenn der scher gesallen, auf schlitteu P^Holm und anderestädteherunter führen. Sonstenu Mvon der stadt eine Königliche factorie von musguen'und andern schieß-gewehre. Lritanv- ^
düng von Schweden, k. II. p. m.
* Huebmair, oder Hubmeier, (Balthasar ltäufer rm XVI. ftec. vonFriedderg, einem stadtgt"gebürtig, ward zu Freyburg im Brißgaukam von bannen nach Jngolstadt, da er dann yesan der Marien-kirche, und an. i;ir. von I»h'f,«arl> 5 Fchnn eines Dockoris ssksalogiL erhielt. Hierauf .„ssiz i6. Prediger bey der Haupt-kirche zu RegenspurL'.^es durchsein zureden dahin, dass an. 1519. d«e o'Fstadt gejagt, ihre schulen geschleift, aus demderthätigen Marien-bilde zu ehren eine capelle ^ EsFwallfahrten dahin angestellet wurden. Da ex u" 5 Xnach wegen irriger lehren verdächtig wurde, MM7 yadie stadt räumen , und begab sich nach Waldshm ^mals einen Prediger abgab, zugleich aber auw .^x^ LMüntzern sich zu der Wiedertauferifchen secte vcrr ^
weswegen er hier ebenfalls sich aus dem staube p
nöthiget wurde. Weil er nun hierauf seine t»'
Schweitz ausbreitete, so ward zwischen ihm ««" ^