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Gesandte conferirte ihm hierauf alle orden, und beredete ihnmit nach Rom zu ziehen , um von dem Papst selbst den Bi-sthoffs-hnt zu empfangen, weil der Ertz-Bischoff Garmond,unter welchem er stund , öffentlich für einen 8imomk>cum paßir-te. Der Papst weyhete ihn auch zum Bischoff zu Grenoble ein,und die Gräfin Mathildis trug alles bey, was zu dieser ceremo-nie vonnöthen war. Er reifere aber von Rom wieder weg, undbegab steh in sein Bißthnm , bemuhete sich auch daselbst gantzezwey jähr vergebens den Unordnungen adznhelffen, so alldorteingerissen waren. Nach dieftm wandte er sich in die AbteyChaize-Dieu, und nahm den Benedrctiner-orden an ; allein derPapst, als er solches vernommen, schickte ihm einen aus-drücklichen befehl zu, sich wieder in fein Bißthum zu wenden.Ohnqefehr z. jähr nach seiner ruckkunft nach Grenoble nahm erdaselbst Brunonem nebst seinen 6. gesellen auf, und setzte sie inder Carlhaus ein. Er wohnte an. mr. dem Lonsilio zuVienne in Franckreich bey, auf welchem Kayser Henricus V.in den bann gethan wurde. Er starb endlich den i. apr. an.11z 2. und wurde 2. jähr nach seinem tvde von dem Papst Jnno-centio II. canonisiret.
Hugo, zugenannt Ltmw« oder von Evesham , weil diesesletztere der nähme seiner geburts-stadt in Engelland war, er-langte stracks in seiner jugend den rühm einer so sonderbarengelehrsamkeit, daß man ihn deswegen den Phönix seiner zeitentikulirte. Vornemlich brachte er es sehr hoch in der Mathe-matic und in der Medicin , wodurch Martinus IV. bewogenward , ihn an. 1281. nach Rom, allwo damals viel gefähr-liche kranckheiten graßirten, zu verschreiben. Daselbst that erdem gedachten Papst ein so vollkommenes genügen , daß ihnselbiger gar zum Cardinal-Priester St. Laurentii in Lucinamachte, auch in einigen Legationen gebrauchte, worunter dieeine an den König von Araqonien, Petrum III. gerichtet gewe-sen seyn soll, um die Ursachen seiner kriegs-zurüstungen, sobald hernach wider Sicilien ausbrachen, zu erforschen, wobeyman sagt, es habe gcmeldter König auf sein befragen geantwor-tet : wofern es eine von seinen Händen wüßte, so wollte er die-selbe abhauen. Dem orden der Minoriten hat dieser Cardinalgute dienste geleistet, und ist endlich um das jähr 1237. an derxest gestorben. Es werden ihm folgende schifften zugeeignet:
Lsnones IVIsäiciniäes; kroblemLw vgrm; 8uper Opsre ke-brium IlimL; Lillinckionss kr-säissbiles ; Prsäirws äs koste ;äs iVlorbis cursnäis; kostillse super lliblis; OenssIoAm Lstri-sti stumuna, Lc. , äs lsrixt. Lngl. Lor-re/I nomen-
elLt. Laräin. k/ZöcK. Lrssso».
Hugo Lsrensts, oder von St. Eher, ingleichen von St.Theodoric, ein Dominicaner, war von Barcellonetta gebürtig,einer stadt, welche ehemals zu Provence, jetziger zeit aber demHertzoge von Savoyen gehöret; wiewol andere ihn aus Bur-gund entsprossen zu seyn achten. Er war einer der berühmte-sten lcuthe seiner zeit, welcher die Philosophie und Theologiemit grosser revutation lehrte. Es wird dieses von ihm ange-mercket, daß er der andere Lehrer von Paris, und der erste Car-dinal seines ordens ist, welchem Jnnocentius IV. an. 1244.den Cardinals-Hut aufgesetzet. Nachmals wurde er als Ge-sandter in Teutschland geschickt, und in wichtigen affairen ge-brauchet. Er hat bey müßigen stunden viel fachen geschrieben ,als daist sein Lommenwrius über die Bibel, und welches daswichtigste, seine biblische concordantz, von welcher man sagt,daß er zoo. Mönche daran arbeiten lassen. Dieses hat demEudalio, einem Griechischen Mönch von Rhodis, anlas gege-ben , dergleichen concordantz in seiner spräche zu verfertigen,und dem Rabbi Isaac Nathan dergleichen mit der Hebräischenzu thun. Er starb zu Lyon, oder wie andere wollen, zu Or-victo den 17. wart. an. 1261. Sanä. e, 14. Wlrlv-
M-M, in csmlogo. V. tät. 19. L. r. §. 2. §o«e^, bist.
äs krov. Lstorog. Iib.IV. <L IX. bist. äe O-mph. tom. II.
x. irr. Loll. pmx. , bist. äes Lsräiy. vs k'a«,
vita Lrbnni IV. lik. III. äs vir. illuffr. vomin.
-Hugo Llstercienstz, war Cardinal, Abt von Prois - Von.tainss, ohnfern Rom, oder wie andere wollen, eines klostersdieses nahmens in Bourgogne, und des Bernhardt discipul inFranckreich. Papst Eugenius III. welcher ebenfalls ein Cister-cienser-Mönch gewesen, ckachte ihn an. n io. zum Cardinalund Bffchoffvon Ostia. Er ist an. uz8. gestorben, und hateine relation von des Papsts Eugenii III. tode hinterlassen.7-l^ra« lib. I. c. 44. , in menol. Listerc. k/Zl-eF.
Itsl. sticr. k'rrro». Lsli. purp. , bist. äes Laräinaux
wm. II. dibl. Liksrs.
Hugo, Abt von Cluny, war Dalmatii, Herrn von Se-mur, söhn, welcher von den alten Hcrtzogen von Burgund ab-stammete, von welchem er an. 102z. gebohren. Als er zu Cha-lons studirte, hörete er von dem strengen Wandel der Mönchevon Cluny reden, deren Abt St. Odilo war, welches ihn auchbewog, selbigen orden anzunehmen. Hierauf wurde er Priorin leidigem kloster, und nach Odilonis tode an. 1043. Abt undGeneral des ordens. Er war bey allen Potentaten in sonderba-rem ansehen ^ weshalben ihn Kayser Henricus III. zu seinesPrintzen tauf-pathen erwehlte, welchem er auch den nahmenHeinrich nach dem vatter beylegete. Wie er sich denn nach-mals gar sehr angelegen seyn ließ, bey Gregorio VII. dieabso-lution von dem banne für diesen seinen tauf-pathen zuwege zubringen. Als Ferdinandi des grossen, Königs von Spanien,
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söhn, Alphonsus , von seinem bruder Sanctio geHngen Ac,ten wurde, hielt er sich an diesen Abt, welcher Danttwsänftigte , und Alphonso seine frcyheit wieder zuwege v'" , sssweshalben er aus danckbarkeil zu der Abtey von CnE»einkünfte schlug. Nach diesem wurde er durch alleBurgund gebären, sich in die stadt Autun zu verfügen, v«Bischoff Haganon mit dem Hertzoge Roberto von Burm^,welcher unter dem vorwande, daß ihm der Bischoff growss,^.last gethan, das land sehr mitnahm, wiederumDer Abt begab sich an des Hertzogs Hof, und erhielt ve>' ^alles, >vas er wünschte. Papst Leo IX. als er eine reise mreich that, wollte diesen Hugonem zum reise-geführten ^ ^Sein Nachfolger Victor II. als er den Cardinal Hildebranv, ^seinen Legaten, in Franckreich schickte, befahl ihm Hugon^Bsich zu nehmen, welcher denn auch als PäpstlicherLoncilio zu Lyon beywohnete. Papst Stephamis X- -0' M,Nachfolger, wollte nicht anders als in des Hugonis halwc>ben. Alexander II. brauchte ihn als seinen Legaten, ^ ^
faire des Roberti, welcher sich für einen Abt von Reichesgab, zu untersuchen. Gregorius VII. berief ihn zu M F.Rom, um sich seines raths zü bedienen. Er starb den,an. iic>8. oder wie andere wollen, an. n 09. ^ vB
lib. I. Spill. I. L 16. Kr/äeve-
Nugonis. , kiü. litter. p. 422.
Hugo vienkis , war anfänglich Bischoff zu Die,mals Ertz-Bischoff zu Lyon, auch Legate des PäpstllchEss g-m dem XI. steceilo. Er wurde an. 1077. von Gregorlv) ,brauchet, um die fache des BischoffS von Dole zuund prasidirte hieraus in dem Lonsilio zu Langres. An-prasidirte er auf dem Lonsilio zu Lyon , wurde auchgem jähre Ertz-Bischoff daselbst. An. 1087. that 'S»Victor III. in den bann, er wurde aber von llrbano ^11absolviret. An. 1094. that er den König Philipp," ;off'Franckreich auf dem Lonsilio zu Ostia in den bann. Ich- § ^befand er sich auf dem Lonsilio zu Clermont. Einige wou ^Häupten, er sey von Alexandro II. zum Cardinal genchchW Äden, es ist aber vermuthlicher, daß ers nie gewesen.dem ende des Avonis 5;. epistel lesen, darin» er PapstII. bittet,keinen Cardinals-Legaten in Franckreich zu stpch,,,^dern die fache vielmehr einem Französischen Prälatentrauen, als der Hugo von Lyon sey, welcher sich schon ochgleichen Verrichtungen bekannt gemacht habe. VW-
üb. II. ep. 11. L lib. III. ep. 24. I-ea 'lib. III. s. 64. L 74. in Lall. Lbrist-
-Augo von Flavigni,ein Benedictiner-Mönch vonnes zu Verdun, und nachmaliger Abt zu Flavigni in M -Elebte in dem XII. lseculo. Er hat eine chronick von ChenchMffan, bis auf das jähr 1002. geschrieben, weiche Labbeuo ^ ^1-ret hat. in ligno vitee. I rolN-
nov. lkoAsr-E-. kill. litten p. 444-
-Auao kloriacensts, ein Prämonstralenser-Mönchvoch,,!^
ry rn der Grafschafft Namur aus dem XII. Iseculo. AN^ ^-0,chen ihn mit unrecht zu einem Benedictiner. Er HP., -Eg,nicon geschrieben, dessen ersten theil Bernhardus Roffff ^ pediret hat; wie auch Vitam L Lesta II. Ivslt-e;
Xivellenlis; Viram L. läse I-ernvenlis; Libroz II, äe ^
Kate Lc äaceräotali Oignitats aä Henricum UrißlisBaluzius ediret hat. Ferner wird er von einigen für chrem Vitse Xorberti gehalten, welches aber nicht seyn N'LFf,selbiger schreibet, daß er nichts gesetzet, als was er cssst'Xwas er von denen, die es gesehen, gehöret hätte, daHugo gantze hundert jähr nach Norbertd gelebet. ^»in ckron. krisinonstr. aä an. 11^4. bibl. ^
Hugo, (Hermann) war an. i?88- zu BrüsselgebEfck^.trat an.i6o;. zu Tournay in die Societät JEfu, wo^.^K,,fangs zu Antwerpen und hernach zu Brüssel 7. ELNach diesem gieng er mit dem Hertzoge von Arschow xBeicht-vatter, nach Spanien, welches amt er nachkunft bey dem Marquis äs Spinola und hieraufbeyge von Chimay erhalten. Er starb an. i6;9. in dem ^.«.^
Bernardi zu Rheinbergen,dahin er sich hatte bringmU^Älin dem lazareth zu Bucholt von der pest war angeltenEr besaß die Italiänische, Spanische, Teutsche und -V ^Ab-sprache völlig, und hinterließ folgende schrfften: /issech
benäi Origine; pia Öeliäeria; Lmblem. kleZu^^stri ^
88. katrum illustr. ; Obstä. Lreäan.; äe Wliü^b-l
gua ; äs vera kiäs LaGolica. äiar. Voeivtt, M
Hugo , (Jacobus) ein Tkeologus und LanonicU^pt^,fel aus Flandern gebürtig, hat sich mit einem buwemacht, das voller wunderlicher einfülle ist, und allenwir von den ältesten Römischen geschichten Habens Bdargegen aber lauter »»gegründete getichte aus >ew ggehirn bringet. Der titul heisset: Vers Histocks
go Lstü vel Irslise us Homsns- I/rbis e tensbrir t
tis proäuckL, RvM 16zz. in 4. * .,,z pessA
Hugo von Langres, Bischoff selbiger stadt/ »schlechte Bretteuil, war von Beauvais gebürtig ^ U
ein Mönch von Cluny und hernach Llericus von Lv ^ zs" Fdiesem wurde er am iozo. von dem Könige Rov .^cs Fschoff ernennet, auf dem Lonsilio zu Rheims aber,'
Papst Leonem IX. an. 1049. gehalten wurde, weg