Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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Denys, St. Germain cis« prez, und St. Martin zu Tourstnne hatte. Er war ei» söhn des Roberti II. welcher nach sei-nes bruders Eudonis, Königs in Franckreich, tod, wider Caro-lum 8implioem einen aufstand erregt, sich zum König in Franck-reich crönen lassen, aber in einer Wacht mit gedachtem Ca-rola am 92;. umgekommen. (Siehe Robertus II. Roberti desstarcken söhn rc.) Nach dem tode seines vatters hatte er könnengleichfalls zum König gecrönet werden, er überließ aber dtestehre gutwillig seinem schwager Radulpho, Hertzoge in Bur-gund. (Siehe Radulphus, König in Franckreich.) Dochschien er nachmals solches zu bereuen, mdem er sich mit Her-berts , Grafen von Vcrmandois, wider Radulphum in einbündnis einließ; wiewol er sich bald wieder mit diesem ver-söhnte. (Siehe Radulphus.) Nach Radulphi tode an. y;6.war er am meisten darzu behulsiich, daß Caroli 8implioi8 söhnLndovicus rrsnsmarinus, der nach Engelland geflohen war,nach Franckreich beruffen, und auf den thron gesetzt wurde.Weil aber derselbe noch sehr jung war, führte Hugo die vor-mundschafft, und bediente sich derselben dergestalt zu seinemVortheil, daß ihm das halbe Hertzogthum Burgund an. 9; 6.gegeben ward. (3) Als aber Ludovicus die grosse inclinationgegen ihn mäßigte, ließ er sich mit dem unruhigen Herber-ts, Grafen von Vermandois, und andern abermal zu einer re-bellion verleiten,heurathete auch Ottonis M. Königs in Teutsch-land schwester; doch ward an. 942. wieder friede gemacht. (Sie-he Ludovicus IV. Irrmsmsr.) Im folgenden jähre ward Hu-goni ein söhn gebohren, welchem Ludovicus, alö pathe, alsobalddas Hertzogthum Franckreich oder Neuftrien bestätigte; auchHugoni Alsgno selbst die andere helfte von Burgund noch dar,zu gab, um seine freundschafft beyzubehalten, (b) Aber Hugo,welcher hiedurch so mächtig war, als der König, suchte nur al-lein seinen nutzen; und ob er gleich dem Könige versprochen,ihm die Normandie bey gelegenheit der Minderjährigkeit desdamaligen Hertzogs Richardi, erobern zu helffen, hielt ers dochheimlich mit den Normannen;; und als Ludovicus gefangen,und ihm ausgehändiget wurde, zwang er denselben , nicht al-lein Rlchardo die Normandie lolermiter zu bestätigen, sondernauch Laon, seine vornehmste vestung, ihm sechsten zu überlas-sen. (Siehe Ludovicus IV. Trsn8MLr.) Er verband sich auchan. 946. noch genauer mit Richards, und gab ihm seine toch-ter zur ehe; Ludovicus hingegen machte mit Ottone AI. inTeutschland und mit dem Grafen in Flandern eine alliantz ,und brachte es endlich dahin, daß Hugo auf dem Lcmcilio zuIngelheim und Trier an. 948. excommunicirt wurde, und an.950. durch Vermittelung Ottonis N. friede machte, sich Ludovicosubmittirte, und ihm Laon wieder gab. (Siehe LudovicusImosmar.) Als Ludovicus an. 954. gestorben, half er nichtsdestoweniger dessen söhn Lothario auf den thron, weil er vorrathsamer hielt, seine wachs zu vermehren, als mit gefahr ,solche zu verlieren, den Königlichen titul dem rechtmäßigenHerrn zu entreißen, dem ausser den Unterthanen in Franck-reich noch die Teutschen und Normänner würden beygestandenstyn. Er ward auch deswegen zur danckdarkeit von demneuen König zum Hertzog von Aquitanien gemacht; konnteaber dieser ehre nicht gemessen, weil sich der Graf von Poi-tiers darwider setzte, und Hugo im jun. an. 956. starb, eheer seinen zweck erhielt, (o) Er recommendirte auf seinemtod-bethe seine kinder dem Hertzog Rlchardo I. von der Nor-mandie. Er hatte ;. gemahlinnen: Judith, der Rothildistochter, welche vor Ludovicr des stammlenden schwester ge-halten wird; Ethildem, Eduardi des albern, Königs vonEngelland tochter; und Hedwig, Henrici I. Auoupis tochter,und Ottonis I. schwester. Von den beyden erster« hatte erHngonem Lrwetum, König von Franckreich; nebst Ottoneund Hcnrico Eudone, nachmals Hertzogen von Burgund, unds. tochter, Beatricem, die dem Grafen von Rheinfelden, undnachmals Hertzog Friedrichen, Herrn von Bar, ersten Hertzogevon Ober-Lothringen , vermählt war; und Emmam, eine ge-mahlin Richardi I. Hertzogs der Normandie. (ä) (3) ?7„-cbron. aä an. 956. (b) aci an. 94;. (c)aä an. 954. A 956. Co«cr-r. s'/orrac. an. 9; 6.

(cl) !^chc 7 »i. lib. IV. L. 12.

-Augo Lapetus, König in Franckreich. Er war Hugonisdes grossen söhn, welcher ihn bey seinem absterben an. 956.unter des Hertzogs von der Normandie, Richardi I. schützthat, weil er damals kaum 15. oder 16. jähr alt war. Seinvatter hatte die länder Neustriam und Burgund als Hertzogbesessen, und zuletzt noch gar zu Aquitanien Hoffnung gehabt.Nach seinem tode aber wurden dessen länder unter seine söhnedergestalt getheilt, daß Hugo Lapecus Graf zu Paris und zu-gleich Hertzog von Franckreich oder Neustria blieb, und seinenbrüdern Burgund überließ. An statt auch , daß Hugo dergrosse sonst mit den Königen, und insonderheit mit LudovicoTran8MLrino, jederzeit in streit und Unruhe gelebt, so machtesich im gegentheil Hugo Lapecus bey dem Konig Lothario durchfeinen gehorsam und andere lugenden jo beliebt, daß er dessenfavorit ward, und von ihm die Grafschafft Portiers geschencktbekam, (3) Es wußte auch Hugo Lapetus die Geistlichkeit durchallerley wege sich zum freunde zu machen; wie dann sonder-lich an ihm gerühmet wird, daß er die Abteyen St. Germain,St. Denys, und St. Riquier gutwillig aufgegeben, um denmißbrauch abzubringen, daß weltliche und verheurathete Per-sonen Abteyen besassen, (b) Er machte sich auch dadurch bey

der Clerisey beliebt, daß er die reliquien des H.Richari! zu s.Abtey dieses nahmens wieder brachte, weswegen ihm der m ^beschützet des glaubens, beygelegt ward. (c) Im krus x,wies er grosse tapferkeit, und brachte es endlich durch dW"^andere grosse qualitäten zuwege, daß, als des Königs Low ^söhn und Nachfolger Ludovicus V. nach einer kurtzen regm'^an. 987. mit tode abgieng , er noch in selbigem jähre vo>> ^Ständen, die sich auf seine zusammenruffung zu Noyon oa ^den, zum König ausgeruffen, und den ;. jul. zu Rhe'iss- j.dem Ertz - Bischoff daselbst gecrönete wurde, (cl) Carolu" xHertzog von Lothringen, Ludovici IV. ircmsmmlm <ohn /die einige von dem Königlichen geblüte noch übrige perM^„hatte auch das nächste recht zur Crone; allein seine liebedie Teutschen, nebst dem, daß er dem Kayser als Vasall gen ^get, machte ihn bey den Franzosen verhaßt. Der 4» -von Guienne hielt zwar seine partey; aber Hugo giengselben bey zeiten auf den hals, und zwang ihn durch elw'^pschlacht, daß er sich ihm submittiren müsse, (e) Der KEspc,to III. welcher nicht gern sahe, daß sein Vasall König w"auch in Italien viel zu thun hatte, nahm sich der fachean. Carolus kam also allein mit seinen Lothringischen vf'^,an, und hatte das glück, daß er Laon in kurtzer zeit em>>"^auch Hugo, welcher ihn wieder daselbst belagerte, nicMrichten konnte; ja, als Hugo Arnulphum, den natürliche''Mdes Königs Lotharii, der bey Carolo war, auf seine feiteund ihm das Ertz-Bißthum Rheims übergab, sp>e>''.«esRheims selbst Carolo in die Hände. (k) Allein Hugo krUDdoch endlich durch heimliches Verständnis mit demLaon dahin, daß seine trouppen heimlich in Laon eE ^wurden, und Carolum selbst gefangen bekamen, den er b'nach Orleans schickte, woselbst er bald hernach gestorbe'vHierdurch bekam Hugo eine ruhige regiermiK, die er g''Mschafftlich mit seinem söhn Roberto führte, den er gleich sss. (!''sten monat nach seiner crönung zum König gemacht hgssöBDen Ertz-Bischoff zu Rheims, Arnulvhum, ließ er nach ^wegen seiner untreue auf dem Lvnmlio absetzen,bekamwegen streit mit dem Papst, der Arnulphum soutenirte^Fin der Heurath seines sohns Roberti die dispenfation ver' »te. (i) Hugo aber ließ Arnulphum nicht los , undder streit ein ende hatte, den 24. oct. an. 996. oder m»sagen, an. 997. Seine gemahlin war Adelheid,vor des Grafen von Poitou, andere aber vor Hertzog»mi III. von Guienne, so der fiachs-kopf genannt w'rv F Eter ausgeben. Von selbiger hatte er Robertum,

Franckreich; Hedwig, Raineri V. Grafen von MonsssL W

mals Hugonis, Grafen von Dagsburg, gemahlin ;

lam, Hugonis I. Herrn von Abbeville gemahlin. lfr « Bließ auch von einer maitresse Gozelinum, Abt von F!nachmals Ertz-Bischoff von Bourges, welcher de»an. rogo. verstorhen. Den nahmen Lapeeus soll e r, wautkorer. berichten, wegen seines grossen kopss bekam'den. Er war das Haupt des dritten stammes derFranckreich oder der Capetingischen lime, welche M

fen tag den thron besitzet. Sein vorsahr aber, von ^gewiß versichert ist, war Robertns der ftarcke,

Ob nun dieser Robertus aus Carolingischem, _ ,,,

vorgeben, aus Mcrovingischem geschlcchte abgestc"'s.^,--igäntzlich ungewiß. (!) Hugonis mutter aber war ^Kaysers Ottonis I. schwester. (Siehe Hutzo derwird von Hugone Lapeco noch vorgegeben, daß er da»erstgeburt in der succeßion der Crone eingeführt,net, daß die natürlichen kinder nicht succediren soulf''».Ächen, daß er die charge eines Major vomüs abgetM"'^ -hingegen 12. Pairs 6s Wnce aufgerichtet; so adee «» „pi .ist. Diß aber ist gewiß, daß unter ihm Paris nEKönigliche residentz zu werden angefangen, (m) U

5 .üb. IV. obron. 36 3N. ül's,,.

lib. III. c. 2z. (c) /or,/. c. 24. (6) //

sä 3N. 987. 6. 3. ep. 107, >2;-

»'rac. 6. 3. (e) cbron. A clrron.

LeE, wm. Fl. Libl. M88. p. 204. ( k)an. 988- ksP epik. 119. iro. 122.

3P. 7« c7>enk, tom.I V. (g)

LÜron. 26 än. 990. (k) üb. Il- js. k'

a 5!a/-e>7li a,l ?br/. /. 3P. A« c'bii're, ronLonf. Lal-l-er lübl. M88. tom. I. p. 272. (i) ^

3P. tom. IV. contin-

obron. 36 an. 991. leg. orat. in OonLil- M ^1.

epiic. att sok. XV. ?3p. 3p. annal-

' (I) 8/Z^. clwon. 3äs"-.

sn-

<L crit. in Laron. tom. IV. 36. 3n. 998-(m) OEk/, kill. c!s krance tom. I. col. > o > 4- X, ^

^ugo, des Königs in Franckreich Roberti

X. 3 Ü 3N. 99«. n. 2. usguo ^

cle re ciiplom. lib. II. L. 26. n. 2s. (L W ^6: 6e IVlaroa HiIp 3 N. lib. l -

noch den lebzeiten seines vatters den 9. tüs, ss' MPfingst-fest zum König gecrönet. (Siehe Raver -

Franckreich.) Er war ein Printz von guter

mutter aber, eine chrgeitzige Dame, hetzte rhn » -'s

wider den vatter an, die jedoch nicht lange da»r ,7.07^

der Printz submittirte. Bald hernach starb er d'' ^ I

1029. als er 18. jähr alt war, und hinterließ

men. Er wurde in der Abtey St. Corneille zu »

uns'