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Podvlien gehaltenen Land-tage, daß sie ein gleiches that. Ergesegnete hierauf an. i?;6. im jun. das zeitliche, ehe er seinereise zu dem Könige nach Warschau antreten können. Seinsöhn, X. Humiecky , ein Staroste, hat sich an. 17; 5. mit des<,n. i7;4. verstorbenen Cron-Küchenmcisters, Johannis, Grafenvon Cettner, einziger tochter verheurathet.
'Humieres, (Louis äs Crevaitt, Hertzog von) Marschall vonFrankreich. Er war über diß Ritter der Königlichen orden,Herr von Mouchy, Vicomte von Brigueil, Baron von Preuilly,von Chatelmontagne, von Cudun und Asay, Baillifvon Lochesin Touraine, Großmeister von der artillerie, General-Aufseherüber pulver und salpeter, Colonel von dem regiment der König-lichen fusiliers, und der bombardirer, Nalirs äs Lsmp von ei-nem regiment cavalerie, Gouverneur und General-Lieutenantvon Flandern und von den conqueten, so der König von Franck-reich seit dem Pyrenäischen frieden allda gemacht, auch abson-derlicher Gouverneur von Ryssel, Armentieres, und Compiegne,vorher aber Capitain von den roa. Edelleuthen au Leo äs Lor-bln. Sein vatter, welcher an. 1648. gestorben, war Ludovicusvon Crevant, Marquis ä'Humieres, seine Mutter aber IsabellaPhelippeaux, eine tochter des Staats-8eLrstarii, RaimundichHerbaut. Die würde eines General - Lieutenants erhielt eran. 1657. und den Marschalls-stab empfieyg er den 8. jul. an.1668. nebst den Herren von Crequi und Bellefonds. An. 1676.den z i.jul. eroberte er nach einer sechstägigen belagerung dievestung Aire, und den y. aug. die Linckerschantze. Das folgen-de jähr den n. dec. bemächtigte er sich, nach einer n. tägigenattaque, des orts St. Guilain. An. i68z. den 6. nov. nahmer nach 9. tagen die stadt Cortryck ein, und den roden desselbenmonats Dixmuyden. An. 1689. commandirle er die Französi-sche armee in den Niederlanden, da er den 2z. aug. bey Wal-court durch die trouppen des Fürsten von Waldeck einige Nieder-lage erlitte. An. 1690. im april ward in sein favor das Mar-quisat Humieres zu einem Hertzogthum erhoben, auch solchesden 2z. des gedachten monats in dem Parlemente zu Paris re-gistriret. Man hat die jährliche einkünfte von seinen vielen äm-tern auf2;oooo. Französische Pfund, und dessen ungeachtet dieschulden , so er hinterlassen, auf 2. Millionen und 400000. pfundgeschätzt. Er starb als 8ub-vesanu8 der Marschälle von Franck-reich, den 28. aug. an. 1694. zu Paris. Mit seiner gemahlin,Lndovica Antonia Theresia äslaCHMre, hat er 4. löchter ge-zeugt , von welchen die älteste, nahmens Julia, sich im april an.1690. mit Ludvvico von Aumont, Marquis äs Chappes, Kö-niglichen Französischen General-Lieutenant, vermahlt, und nachihres vatters tode diesem ihrem gemahl, dem sie eine tochter ge-bohren, das Hertzogthum Humieres zugebracht. Er hat einensöhn gehabt, welchen man den Grafen von Vasse genennet hat,er ist aber an. 1684. den aug. zu Toulon todes verblichen,tom. VI. paZ. Z?;. *
, ein Mönchs-orden, so von etlichen Maylän-dischen Edelleuthen im XII. ÜLLulo gestiftet wurde. Denn alsder Kayser Henricns IV. einige Maylauder in Teutschland rele-girt hatte, schlugen sich an. 1187. andere zu ihnen, zumal alsCrema, Tortona und Mayland von Friderico Lsrbarolsa verwü-stet waren. Johann von Meda war einer von denjenigen, wel-che am allermeisten an. 1180. daran arbeiteten, diesen orden zustände zu bringen; er wurde auch von dem Päpstlichen stuhl an.1200. bestätiget. Als in dem XVI. üesulo Carolas Borromäus,ihr protsÄor, viel mißbrauche unter ihnen gewahr wurde, alsdaß in 90. klöstern nicht über 170. ordens-leüthe waren,bemühe-te er sich sie zu reformiren, worüber einige aus ihnen so ungehal-ten wurden, daß sie einen kerl, mit nahmen Hieronymus Dona-tus Farina, anstifteten und dingten, ihn zu erschiessm, wie dannder böswicht würcklich ein röhr auf Borromänm gelöset, aberohne dessen schaden; welches unternehmen verursachte, daßPapst PiusV. an. i;7°. diesen gantzen orden abschaffte, undihre güther einigen Cardinälen , die nicht viel einkünfte hatten,zuschlug. Zu des Papsts Jnnocentii III. zeiten haben sich aucheinige ketzer, Unmilimi genannt, gefunden, welche er aber ver-dammt hat. sliron. an. Lreinonenst
stiilor. Nsäiolan. Iil>. XII. , aä
an. 1199. üb. I.. , liv. I. *
IssIMOKI81L, ist der nähme, welchen man einer inRom aufgerichteten gefellschafft von gelehrten und scharfsinnigenPersonen beygelegt, deren absehen dahin gehet, allerhand sinn-reiche erfindungen auszuführen. Zu ihrem sinnbilde haben sieeine aus dem meer aufsteigende dicke wolcke erwehlt, welche ineinen sanften regen ausbucht, und diese Umschrift hat: Xeäitsgmms clulLi. Die gelegenheit hat ein «deliches Hochzeit-festgegeben, bey welchem etliche aufgeweckte gemüther das anwe-sende frauenzimmer mit allerhand schertz-getichten und andernklugen cinfällen belustigt, weswegen man sie bell' kumori,welches dem Französischen keaux elprits gleich kommet, ti-tuliret.
-Humphredus, Hertzog von Glocester, der jüngste söhn desKönigs von Engelland , Henrici IV. von dessen erster gemahlin,Maria, einer lochter Humphredi Bohuns, Grafen von Here-ford. Sein ältester bruder, der König Henricus V. machte ihnan. 1414. ?nm Hertzoge von Glocester, und vor seinem an. 1422.erfolgten tode, ernennete ihn derselbe zum Vormunde seinesnoch nicht zweijährigen sohns und Nachfolgers, Henrici VI.wte auch zum Regenten des Königreichs Engelland. In dieser
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hohen wurde ließ er sich das wahrhafftige beste söwö! d^Königs, als der Unterthanen mit solchem eifer, mit soverstände, und mit einer so sonderbaren redlichkeit aE' ^seyn, daß ihm die Engelländer fast durchgehends denzu»A«des guten Hertzogs beylegten. An. iza;. heurathete "A,cobinam, eine tochter und erbin Wilhelmi von Bayerncher ihr unter andern die Graffchassten Hennegau und Egelassen hatte. Es hatte aber diese Jacobina, unter oewände einer allzunahen verwandtschafft oder eines unaNAj,gen traccaments, sich eigenmächtig von ihrem ersten ge'Johanne, Hertzoge von Trabant, geschieden. Als n"142z. Humphredus mit einer starcken armee in dieNleb"'/^-gieng, um von Holland und Hennegau besitz zu nehmen 'er von feiten des besagten Hertzogs von Brabant einen l^gcken widerstand , daß er beyzeiten sich zu retiriren vor''erkannte. Hierbey fiel er zugleich, und zwar zu grossen' Ftheil der Englischen conqueten in Franckreich, inem,^Wfeindschafft mit dem Hertzoge von Burgund, weil den" ^>>des Brabantischen Hertzogs, als seines vetters, antE'hatte. Es bekam auch jenhr Jacobinam in seine gewan/wiewol sie mit der flucht sich nach Holland jalvirte,
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Humphredus (mehr aus fchuldigkeit, als aus liebe) noss K Fsuccurs sendete, so kam es doch endlich so weit, daß d'ewieder vor gültig erklärt, und mit aller interessenten ..pBgung erneuert ward. Zugleich vermittelte es der Hers v§k,Bedford, Humphredi bruder, daß dieser, ungeachtethergegangenen ausforderung zu einem duell, mit dem -v !>»von Burgund sich verglich , an welchem er aber am Kderselbe, die belagerung von Calais aufzuheben, durchzwungen ward, sich sittsam rächete. Zu ausgang ne142;. zerfiel er dergestalt mit seinem Vetter Henrico MBischoff von Winchester, weil derftlbe die aurhoritat/'xMals Regenten, zukam, auf vielfältige art verletzte, daßbeynahe zu einem innerlichen kriege in Engelland ""MsEgen wäre, wenn nicht des abgedachten Hertzogs von ^ Mkluge bemühung das nächst-folgende jähr einen vdtss?s.Lsehen beyden zuwege gebracht hätte. Als aber an. ^,,8mcldter Bischoff als Cardinal und Päpstlicher Legat M.,Egelland emfand, gab die in solcher qualität von ihmgemalt zu einem neuen Unwillen anlas, welcher sichHumphredi gar sehr vermehrte, als seine andere s"Eleonora, eine tochter Reginaldi, Lord Cobhams, l>^.
Cardinalsanstiften, an. 1441. eine zauberey, wie ,Hafftiger anschläge wider des Königs leben, beschuldig" M'weit gebracht ward, daß sie, nach vorhergegangener on.kirchen-buffe, auf dem castell zu Ehester bis an ihren tov M.gen bleiben muste. Das darauf folgende jähr uberg^IEphredus 14. artickul wider den Cardinal; alleinstiftete einen neuen vergleich zwischen ihnen. Das?glück für den Hertzog von Glocester war dieses, d«ß §einer wohl-gegründeten Vorsorge für seines vatteriandem Könige riech, mit einer tochter des Grafen von ,h ^sich zu vermählen, und hingegen die angetrageneMargarctha, einer tochter des Titular-Königs von ,i>und Sicilien, Renati von Anjou, auszuschagen. Ef,dessenungeachtet die letztere durch allerhand intr!gm'"„S^derheit durch des Grafen und nachmaligen HertzEfolk, Wilhelmi äs lä Pole, angewendeten fleiß z b jnal^Fbehielt, ließ sie, mit zuziehunq dieses Wilhelms
. zuziehung dieses Wilhelm'/ ^
des Cardinals von Winchester , und anderer femeephredi, sich äusserst angelegen seyn , dessen Untergangdern. Anfangs bewog man den König, aus allerM Lz,Ursachen, ihn von den Staats-geschäfften auszuschmbnach klagte man ihn öffentlich an,als ob er in wähtem hjffckVerwaltung wider die gesetze gehandelt. WenaMMK^nichts anders diente, als daß seine Unschuld, und des vogenheit gegen ihn, deutlicher an den tag kam, sobey gelegenheit einer ausgeschriebenen Parlements-v^^csA-an. 1447- nach Bury , oder St. Edmundsbury / uund nahm ihn daselbst mit allen seinen bedienten mwol nun ausgesprengt ward, daß er vorgehabt,"ermorden, damit er seine gemahlin, EleonoraM / ^ W sfreyen fuß stellen) könnte, so glaubte es doch kein Vlich da mansche, daß alle seine lenthe wiederbald er selbst aufgehört zu leben. Diefts letztere ge>A Mooder doch sehr wenig tage nach seiner inhafftirnng' 'Ihtodt in seinem bethe fand. Daß er von gram, !«>»
schlagfluß, oder an einem gefthwür gestorben,wenigsten vor wahrscheinlich, und fast jedermann ^man ihn ermordet. Indessen weil an feinem om'I'jt erl Vstellten cörper kein merckmahl einer gewalttharig^^h,^,,H
so meynten einige, daß man Ihn zwischen zwey ^AUerstickt, andere aber, daß man ihm , Mchw-e .Eduards IIwiderfahren, ein gluendes esserl
des leibs gesteckt. Er ward zu St. Alban in 4
graben. Das unglnck, so nach seinem tode
fiel, machte seinen Verlust noch empfindlicher, perssoht^
verhaßter, welche letztere auch an ihren eigene«
Göttliche mache betraf. Er hatte weder von der e paß 'der andern gemahlin einige Ander. Manfolgende art sich habe zu tituliren pflegen : S prNJg.;i^von GOttes gnaden, eines Rönigs E 'vetter, Hertzog von Glocester, Henmgau