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an den see Mäotis und an den fluß Don; weil sie aber sahen,daß dieses land viel besser war, als ihre Wildnisse, die sie son-sten bewohnet, kamen sie in dem IV. Is-aulo bey vielen looooo.unter sechs Hauptleuthen über den fluß Don, umzogen denMaotischen see, und schlugen sich erstlich durch die Alanen,und hernach durch die Gothen. Da ihnen nun das land lmmer
besser gefiel, rückten sie zu des Kaysers Valentrmain zeiten immerweiter, bis sie an die Theiß kamen. Hermanaricus, der da-malige Gothische König, widersetzte sich ihnen zwar, wurdeaber durch verrätherey ermordet, und dle Gothen genothiqet zuentweichen. Nach diesem bekamen sie auch tust zu dem landejenseit der Donau. Ihnen widersetzte sich der Römische Land-vogt Macrinus, doch weil die Hunnen weder schiffe noch brü-cken über die Donau hatten, war er ihrenthalben ausser sorge.Indessen schwummen die Hunne« ohnfern Ofen bey nächtlicherweile auf blasen über die Donau, überfielen die Römer imschlaf, und erschlugen deren etliche tausend. Als sich aber selbi-ge ermanneten, wurden die Hunnen gezwungen, wieder überdie Donau zu schwimmen. Es kam hierauf an den Oesterrei-chischen grentzen abermals zu einer schlacht, in welcher die Rö-mer auf das Haupt geschlagen wurden, und den Hunnen Pan-nonien lassen meisten. Diese erwehlten hierauf an. 4«,. Atti-lum zu ihrem Könige, von dem an feinem orte. Er hinterließzwey söhne, Adalricum und Chabam, welche mit einanderkrieg führeten, in weichem Adalricus in einer schlacht, die umdas jähr 458. gehalten wurde, erschlagen ward. Ob nun wolChaba das selb erhalten, wollten ihm doch die fremden völcker,zumal die Teutschen, nicht pariren, ja der berühmte RömischeGeneral, Dietrich von Verona, gieng ihm dergestalt zu leibe,daß er endlich Ungarn verlassen, und sich nach Griechenlandsalviren muste. Daselbst soll sich dieser Chaba gantze dreyzehenjähr aufgehalten haben. Nach diesem ist er mit sechzig natürli-chen brüdern und 15000. überbliebenen Hunnen um das jähr471. wieder heim in Scythien gezogen, allwo er seinen groß-vatter Bendegaz noch soll am leben gefunden haben. Es bliebenaber von den Hunnen viel zurück, Massen sich zooo. davon inSiebenbürgen niedergelassen , welche sich nicht mehr die Hun-nen , sondern Rculos, das ist so viel, als die überbliebene,nenneten, dahero ihre nachkommen noch jetzo die Zeckler genen-net werden. Attilä zwey andere söhne, Ernacus und Durichus,suchten zwar das Hunnische Reich in Ungarn wieder aufzurich-ten , wurden aber von den Ost-Gothen verjaget. Als die Lon-gobarder im VI. Lc. in Italien zogen, kamen die Avarer, eineHunnische nation , wieder in Ungarn, wurden aber unter Ca-chano III. abermals aus Pannonien vertrieben. Diese rüstenihre lands-leuthe, die Hunnen, aus Scythien zu hülffe, wel-che mit grossem schwärme in Siebenbürgen und nachmals inUngarn gekommen , und nachdem siedle damaligen Anwohner,die Slaven, überwunden, vereinigten sie sich mit den Avaren,und nenneten sich Hunnavarren, woraus die.Unqarer entstan-den. (Siehe Ungarn.) Wiewol dieses gewißlich nicht diewahre meynung von dem Ursprünge der Ungarn ist, und diesevielmehr ein besonderes Scythisches volck gewesen, so lassetman doch sowol was hier gemeldet wird , als das folgende biszu ende des artickuls stehen, so wie es von dessen autüore gesttzetworden, damit der leser desselben gedancken der ordnung nachvernehmen möge. Die andere und gewissere meynung aber vonder Ungarn Ursprung behält man sich vor anzuführen und zu be-währen , wann man zum artickul Ungarn wird kommen seyn,wohin auch solcher eigentlich gehöret. Zu des Kaysers Arnol-phi zeiten thaten die Hunnen unterschiedene einfalle in das Teut-sche Reich und Franckreich. Mit dem Kayser Ludwigen machtensie einen bund wider die rebellische Mähren, welches land sieauch eroberten; als aber der Kayser selbiges restituiret habenwollte, beschuldigten sie ihn eines friedens-bruchs, fielen miteiner starcken armee in Bayern und Oesterreich, und hausetenüberall sehr übel. Der Kayser Ludwig gieng ihnen hierauf ent-gegen , und griff sie in Bayern an der Donau an, die schlachtwährete drey tage, in welcher die Hunnen immer gleichsamflüchtig waren; ihre flucht aber brachte ihnen den sieg zuwege,indem sie die Teutschen in einen Hinterhalt lockten , und darin-nen fast alle niederhieben. Der Kayser konnte sich mit genauernoth nach Passau salviren. Er schickte ihnen zwar HertzogBurchardcn mit den Sachsen , Francken, Schwaben, Bayernund Oesterreichern entgegen, sie wurden aber bey Eisenach ge-schlagen , und blieb sein gantzes Heer. Der Hertzog Gebhar-dus aus Francken muste ebenfalls an den Voigtländischen gren-tzen dem feinde das feld räumen. Der Kayser selbst wagte nocheinen zug wider sie, wurde aber von ihnen überwunden, undmuste ihnen einen jährlichen tribut versprechen, da sie die Teut-sche lande verliessen. Unter dem Kayser Conrado I. thaten dieHunnen an. 914. abermal einen grausamen einfall in Bayernund Oesterreich , wurden aber von den Teutschen mit grossemVerlust zurück getrieben ; nicht anders ergieng es ihnen , als siezwey jähr hernach von dem Bayerischen Hertzoge Arnolpho sichin Teutschland locken liessen. Bey dem dritten einbruch aberan. 917. muste vorgedachter Kayser, als welcher mit den unru-higen Standen im Reiche zu thun hatte, ihnen den frieden mitVersprechung eines jährigen tributs abkauffen. Unter Henriciäucupis regierung thaten die Hunnen an. yrz. abermal einengrausamen einfall in Italien und Schwaben, durchstreiftenSachsen, Thüringen und Francken, und hauseten überall er-bärmlich, absonderlich ward Magdeburg dazumal von ihnen
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gantz verwüstet. Der Kayser Henricus widersetzte sich.A x-l-nen aufldas möglichste, und bemächtigte sich eines iYA ^nehmsten Generalen mit list, welcher sich mit so viel gew* ^er schwer war, ranzioniren wollte; man wollte ihn E ck.eher los geben, bis sie einen neunjährigen stillstand eriM HisUnterdessen setzte sich der Kayser in gute kriegs-verfassnns-nun an. yzr. bey endigung des stillstandes die Hunnen 0.^wöhnlichen tribut wieder forderten, schickte der Kayser w>statt dessen einen schäbichten Hund ohne schwantz undDen schimpf zu rächen fielen sie mit zoovoo. mann *u ,land ein. Ein theil davon agirte in Thüringen, der anve»belagerte die stadt Merseburg auf das heftigste. Der
welcher unterdessen eine armee gesammelt,
. wollte den UM
setzen , es zogen sich aber die Hunnen, als sie solches mzurück, und lagerte sich der Kayser hierauf eine weile ro> Mfeburg auf den sogenannten Keuschberg, mit den »MFSchwaben, Oesterreichern, Thüringern, Hessen und ^Ge-ländern , und kam es in dieser gegend hernach zu einerblutigen schlacht, daß die Hunnen, so gut sie sich auch ^0. 'Eden kürtzern zogen, und deren 100000. erleget, auch 5 °^ ßBfangen worden. Nach des Kaysers Henrici Lucwxi« tv« h Mten sie zwar an. 957. 944. und 948. wieder in Teutsch^' Mzubrechen, musten aber mit Verlust wieder abziehen.fielen sie an. 95). auf anhetzung Bischofs Gerolds zuund Hertzogs Conradi von Kärndten in das Reich ein, Mwüsteten alles, wo sie hinkamen. Als sie aber nach tren wieder zurück gehen wollten, griff sie der KaEMMohnweit Augspurg am St. Laurentii-tage an. 955- ^
daß die meisten auf dem platze blieben, ihren Heerführer Maufhencken, und die andere gefangene lebendig begrabe«. .der zeit an haben sich die Hunnen nicht wieder nachgewaget, sondern ihr ordentliches regiment in UngarnSonsten war es ein rohes und barbarisches volck; ste srE,Mfchen-ffeisch, truncken menschen-blut, bissen ihre kinder ^pin der wiegen in die backen , damit sie von kmdes-belne«wunden mochten gewöhnet werden , und was dergletw^war. NSeäer'r«, 6'enrö/ae'. äs Ei lid'
cis. Jo. bitt. üb. VI. c. 24. o'ck
c. 5. bist. Uungsr. äs ingrellu A
In kaimon. Fuggers Ziegel der ehren. ,
Hunniades , (Johannes Corvinus) GouvE EKönigreichs Ungarn. Er war einer von den besten M §den feiner zeit, welcher sich durch seine tapferkeit un«sonderlich bekannt gemacht. Sein vatter soll B»tho,Wallach , gewesen seyn; die Mutter Elisabeth D«" F"aus dem geschlechte der letzten Griechischen Kayser vontinopel. Seine vorfahren sollen erstlich zwischen der ^ l>»'Corona in Croatien um das jähr 127;. gewöhnet,nen sich an die Siebenbürgischen grentzen gewendet,zwischen Waradein und Clausenburg das schloß E^ 1-bauet, sonsten aber von den allen Gothen hergestaw' Hsi -ain das alte Römische geschlecht der Lorvlnoium gehÄ .jDiA,ben. Andere aber wollen ihn vor des Kaysers c?.,unachten söhn halten, vorgebende, daß, als seitbenbürgen gewesen, er eines Wallachischen vom
Udel
tochter geschwängert, und als er sie drey Monat daran'und in solchem zustande angetroffen, ihr einen rw» MWund darbey befohlen habe, Saß sie sich wohl in acw^und was sie gebühren würde, fleißig auferstehen la«,Hierauf habe er sie reichlich ausgestattet, und an en ^chen verheurathet. Als nun die Mutter den neugeboo ^ e.hannem einsten auf dem schoosse gehabt, und selblsV,^,ermeldten ringe gespielet, sey ein raabe zugeflogen kow' gel«.-,habe selbigen ring hinweg geführet; die mutter habe?'
gemacht, worauf der mann herbey gekommen, weiw^g.
den mit einem pfeile geschossen, und hierdurch den ^ ^bekommen. Als nun dieser Johannes erwachst«! pc».mntter selbigen vor Sigismundum gebracht, Heck-vorgezeiget, welcher ihm darauf viele güther unv LA .ten eingeräumet; so aber Bonsinius für eine fav 5 jE Fhat sich durch seine tapfere thaten berühmt gewachMckUan. 1442. und 4). die Türcken schlug, und von^n.jagte, nachdem sie diese stadt sieben monat belagertUgleichen war er auch mit in der schlacht bey
gantzen Christenheit nachtheilig war, als in welA Fqetödtet wurde. Nachgehends wurde er zum GAUngarn gemacht, und iagte den Türcken eine solM Mck ^daß auch so gar ihre Ander seinen nahmen ohnehören konnten. Sie nenneten ihn insgemein ^
ist, Johann den gottlosen. An. 1448. den -7-
vctobr. wurde er von den Türcken geschlagen.
schahe an den Bulgarischen grentzen, und währe g ^tage. Endlich als ^4000. Türcken und 800°-.«n^Mben waren, so erhielt Sultan Amurath II- dsts Mvinus muste sich aus dem staube machen, dlufder'er zwey strassen-räubcrn in die Hände, dieselben ° ^ g''und nahmen alles, was er hatte. Er pflegte av^mit edelgesteinen versetztes creutz auf seiner brüstdem sich nun die räuber dcshalben zanckten, A,egenhA,2nod behalten sollte, so ersähe Corvinus seine A ^ Mstieß den einen darnieder, daher der andereyjesck'^f-es also hergieng, selber abschied nahm.