Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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durch unterhaltet» wurde, daß Elisabeth sich niemals recht we-gen der Cron-folge in Engelland vor Iacobum erklären wollte,daher er an. 1598. viele Protestantische Herren ansprach, daßsie durch ihre Vermittelung solche erklärung bey der Königin her-aus bringen möchten. Es wollte sich aber niemand darein men-gen , und die Königin eröfnete ihre meynung darüber auch nichteher, als auf ihrem tod-bethe, da sie mündlich gegen ihre Mi-nister bezeugte, daß der Konig von Schottland ihr nächstererbe sey. Er kam also im april an. 160;. mit grossem vergnü-gen der Engellander zur Crone, wrewol er ihre Hoffnung nichterfüüete, bey auswärtigen du Englische macht nicht in sonder-liches ansehen setzte, und hingegen bey seinem volcke den arg-wohn gegen sich erregte, als ob er ihre freyheit schmälern wolle,welchen argwohn ihm gleich das erste Parlement zu erkennen gab,daher er nach der zeit gar schlechte freude an Parlementen ge-habt , und ob es ihm gleich vielmal an gelbe gefehlt, doch lieberunanständige mittet ergriffen, und z.e. die hohen würden im Kö-mgreiche um einen gewissen tar verkauft, ehe er einem Parle,mente gute Worte gegeben, darzu kam auch, daß er sich die Spa-nier sehr einnehmen ließ, deren freundschafft feinen rathschlä,gen eine gar schlechte gestalt gab. Sonderlich meynte man,daß er sich von den Bischöffen regieren und zu allerhand gar zuherrischen einbildungen verleiten ließ, wie er denn die Worte:Xo kiskop no Lmtz, wo kein Bischofs tss, da gilt auch derRönig nichts, öfters im munde führte, und den Presdyte.rianern, unter denen er doch in Schottland aufgewachsen, sogram war, daß er nie anders als übel von ihnen redete, auchmit allen kräfften suchte, sie in Schottland wieder zu unterdrü-cken, wo sie zeit seiner Minderjährigkeit den Bischöfflichen sehr zuköpfe gewachsen waren. Es schloß Jacodus bald anfangs frie-de mit den Svaniern, zu grosser befremdung der vereinigtenNiederlande. Ader es foll ihn dazu bewogen haben, daß er sichgleich mit dem ersten Parlemente verunwilltgt, und also aufdenfall, wenn innerliche zwistigkeiten entstunden, die Hände von aus-sen frey Haben wollen. Jedoch brachte er in diesem Parlementedie Vereinigung von Engelland und Schottland unter dem nah-men von Groß-Britannien zu stande.An.16o;. brach die erschreck-liche puiver-verrätherey aus ; durch welche der König mit demgantzen Parlemente den ;. nvv. in die tust sollte gesprengt wer,den. Die schuld kam desfalls aufdie von der Röm. kirche, denensich Iacobus weniger geneigt erwies, als sie gehofft hatten; undmusten sowol andere gefangene, als insonderheit die Jesuiten,Garnet und Oldcorne, welcher letztere sonst auch Hall hiesse,die fache nach allen umständen gestehen. Es wurden deswegenalle Jesuiten, und was aus ihren schulen kam, verbannt,und den Unterthanen eine neue eydes-formul vorgeschrieben,über welcher der König hernach mit Bellarmino streit-schriftengewechselt. An. 1609. half er den stillstand zwischen Spanienund den vereinigten Niederlanden vermitteln, dabey er gerneviel zum Vortheile von Spanien gethan hätte, dafern nicht derKönig in Franckreich an dieser Vermittelung mit theil gehabt.Wiewolermm, der Spanischen bemühungen ungeachtet, seinePrintzeßin an. 161;. an den Churfürsten von Pfaltz vermählte,so ließ er sich doch durch die Spanier hernach abhalten, daß eran den angelegenheiten der Protestanten, damit sein schwieger-sohn viel zu thun hatte, keinen theil nahm , inmassen ihn dennder Spanische Gesandte, Graf Gondomar, fast dezauderte, undso eingenommen hatte, daß er mit ihm, als mit dem vertraute,sten freunde umgieng. Sonderlich machte ihm Gondomar öftersdie freude, daß er schlecht Latein redete, da denn der König ein««gemeines vergnügen hatte, wenn er ihm fehler weisen konnte.An. 1616. berückten ihn die Holländer gewaltig, indem sie ihndurch Barnevelden , ihren Gesandten, beredeten, der RepublickBriel, Flißingen und Rammenkens, welche platze die Engellän-der seit der Königin Elisabeth zeiten pfands-weise inne gehalten,wiederum einzuräumen, und an der schuld, damit die Nieder-länder der Crone Engelland verhafftet, ein grosses nachzulassen,um welches streichs willen Iacobus hernach zu Barnevelds sei-nem Unglücke viel soll beygetragen haben, wiewol nicht die listdieses Ministers allein , sondern auch der geld-mangel des Kö-nigs, darein er durch Verschwendung an die favoriten gerathenwar, an diesem Handel schuld gewesen. Der Spanier ihrepracticken aber, durch die sich Iacobus verleiten ließ, äus-serten sich sonderlich , als sie ihm die Vermählung ihrer Infan-til, mit seinem Cron-Printzen eingeredet. Diß werck lag ihm soam hertzen, baß er in der that keine grössere partie zu findenmeynete, und deren erlangung, ungeachtet des unterscheid^ inder religion, vor gantz möglich hielte. Seinem Parlemente,welches darüber sehr erregt war, that er die seltsame Versiche-rung, er wolle nicht werth seyn, ihr Konig zu heissen , wenndiese Verbindung nicht zum aufnehmen der Protestantischen re-ligion in-und ausserhalb des Königreichs diene. Den Spaniernthat er, währender zeit, da deswegen gehandelt ward , auchmit Nachtheil seiner ehre, allen ersinnlichen gefallen. Der be-rühmte Raleigh, der anfänglich mit seinem vorwissen und er-laubnis einen zug nach West-Indien gethan, ward ihrentwegenam leben gestraft, nachdem Iacobus vorher dem Gondomar alleanstalten zu diesem zuge entdecket, dadurch denn die Spanieranlas bekamen, sich in bcreitschasst zu halten. Ihnen zu liebewurden den Catholisthen in Engelland viel ungewöhnliche frey-heiten gegeben, und da das Parlement dawiderredete, hub esder König auf, und zog verschiedene von dessen gliedern zurstrafe. Eben deswegen ließ er auch seinen schwieger - söhn ,nachdem derselbe in den Bömischen Händeln war unglücklich ge-

wesen < ohne hü/sse und in Holland noth leiden. E hls,meynte, er würde seinetwegen mit dem Hause Oesterre> ^chen, und die Englischen Parlemente lagen ihm ^rig an, mit freywilliger anerbietung aller Unkosten, "solchem kriege nöthig seyn würden. Er that aber wen ,'.-Mvals daß er viele unfruchtbare Gesandtschafften nach Te»'- ^schickte, und Vorschläge zur gütlichen Handlung thunaber zu Wien, da man Jacobi seine schwäche wolst'' Mfast verlacht wurden. Indessen bildete er sich ein, dA ^ Mdem Oesterreichischen Hause treflich angesehen sey, ^

mit ihm zu beschwägern suchte, und der Hof zu Mavr» ^,in ansehung dieser fache einen so scheinbaren ernst zu v"daß Iacobus meynte , es sey alles richtig, und an.

Printzen selbst unvermuthet nach Spanien schickte, indaß er die Heurath daselbst vollziehen solle. Als man afen zu Madrid noch gantze sechs monate aufgezogen, ?sich das werck endlich auf einmal und zwar, wie es yew xFte, blos über des Pfaltzgrafen seiner angekegenheit,"die Spanier nichts wollten mit eindingen lassen, dm Mel'ward Iacobus böse, und gab vor, daß er mit den ^ si-chern einen krieg anfangen wolle, wie er denn auch sey?' .,lich dem Grafen von Mannsfeld volck und gelb gegev^lein ehe man stchs versähe, war der zorn verraucht,. MMannsfeld bekam ausdrücklichen befehl, denkeine weise zu nahe zu treten, so ward das gantze werckju..^und die Pfältzischen Händel blieben nach wie vor unterten. Gleichwol wendete sich der König mit seinem A z.»nach Franckreich, und ward da um eine PrintzeßinPrintzen, da denn abermals in dem ehe-vergleich densehen allerhand Vortheile versprochen wurden,-ja derselbst Hoffnung gemacht haben, ihren glauben anzuney'^Ebald er sich nur ohne gefahr darüber werde erklärenEhe aber diese Heurath vollzogen werden konnte, star" F'nig den 27. matt. an. 162;. an einem sicher, oderwollen, an gifte. Denn es soll ihm durch die mutiertzogs von Buckingham ein Pflaster in die feite seyn Hden, auf welches er sich gleich übel befunden, und geom"tzen bekommen. Er selbst mag zum wenigsten biß vor ^seines todes gehalten haben. Denn da die Aertzte, > , Wnichts wußten, aus der Veränderung des pulses urthem.^P'die kranckheit gebrochen sey, sagte er: sie irrten, N,werde bessern bescheid zu geben wissen. Er hatte "h «gemahlin, Annen von Danemarck, zwey PrintzenPrintzeßinnen erzeugt. Der älteste Printz HenricuS 1^ein Herr von grosser Hoffnung, starb vor ihm m>- ' y-l--»zwar, wie viele wollen , nicht ohne vorwissen, ov, r Lschlechtem betrübnis des vatters , der ihm wegen ss>" jEbey dem volcke nicht gut war. Der andere, Caroius'in der regierung gefolgt. Die eine Printzeßin, Elisa^M,den unglücklichen Pfaltzgrafen, Fridericum V. v^^MHist an. ,6)2. gestorben, drey andere aber von ihrensind jung verschieden. Es war dieser Iacobus emRegent, ein Herr, der keinen erhabenen geist hm, pjebete sich aufden König zwar viel ein, und war vortung seines anfehens treflich eifersüchtig, wußte aber > ^ yworinn er es suchen, oder wodurch er es beyai>^M> ,Wie die leuthe von kleinen gaaben, war er eigen' Mdoch unbeständig. Er hieng an favoriten und nMl ,, M ^nicht zu wehlen, wie denn von den beyden vornehm,' M..,als König in Engelland gehabt, der Graf von S0'st ^böscwicht, und der von Buckingham ein leererDas beste an ihm war seine gelehrfamkeit, davon erssiv.,besaß, und sonderlich mehr zeit und nachsinnensbete, als einem Könige anständig ist, wie feine r»'druckten Opera bezeugen. Er war aber von jugc» ,,„vmehr, als zm regierungS-kunst angehalten worden ^sich bey zeiten darein vertieft, wie er denn noch ^

alt gewesen , da er über die Offenbarung gessy" z»eifer in der religion ist sehr zweydeutig gewesen '.sonst alles that, wenn er einen Vortheil oder em' ^erlangen hoffen konnte, so meynt man, er wm'inne leicht zu beugen gewesen seyn. Sein Hertz mrichtig, sondern voller mißtrauen und furchtsam,. pgESeine schriften, darunter sonderlich das sogenanm^olok^xium oder vermahnung an seinen söhn, und o>e F

^uramentn kiäelidatis samt der dafür gesetzten yieK^ll

lwc> kiäelidatis samt der dafür gesetzten ' - pick'rede an alle Christlichen Könige und Fürstenheraus gegeben worden. , Kilt.

feg. Kilt. ckänglet. tom. II. , 2g,

sab. memoires. meM

bist. äe I.OM8 XIII. *

Iacobus II. von Engelland, der siebendemens von Schottland. Er war des Königssöhn von Henrietta, Königs Henrici IV. mter, gebohren zu Londen den 24. oct. an. 16;;-darauf zum Hertzoge von Yorck erkläret. P" ,,Unruhen zwischen seinem vatter Carolo I. uno rin Engelland, wurde er an. 1646. nachdemtrouppen Orford eingenommen, von selbigen'' Eführet, und daselbst der aufstchl des Geafeii vo ^land übergeben. An. 1648. aber von dem Ovc v ^weibs-kleidern zu seiner schwester, der ^nien, in Holland gebracht. Nach seines v""