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demselbigen mit ihrer refolution aufzuwarten, welche dennnebst 4. Rathsherren und 8. gemeinen von der stadt Londenihre addresse dem Printzen überreicheren. Mittlerweile aberschickten eben diese zu Londen versammelten Lords zu dem Kö-nige nach Feversham, und liessen ihn bitten, wieder zurück zukomme», so daß er auch den >5-dec. nach Rochester, und desnächsten tages nach Londen kam. Allem er retirirte sich znmandern mal, wozu ihm Wilhelmus selbst die gelegenheit ließ,der auch vorher seine anhaltung auf der ersten flucht nicht gerngesehen hatte, und kam wieder zurück nach Rochester, in be.gleitung der Grafen von Dumdarton, Arran und anderermehr. Von dannen machte er sich des morgens um 2. uhrauf, und gieng nach Franckreich, nachdem er zuvor alle zuberuffung eines Parlements gehörige schriften verbrannt, undeinen brief von eigener Hand hinterlassen, des Inhalts, daß ersich deswegen fortgemacht, weil des Printzen garde um n.uhr in der vorigen nacht ihre post zu Whttehall genommen ,er auch über dieses durch Lords des nächsten morgens umi. uhr gleichsam eine ordre bekommen, sich vor 12. uhren ausseinem pallast weg zu machen. Mittlerweile riß das gemeinevolck in Londen die neu-aufgebaueten capellen nebst den capel-len des Spanischen uüd Florentinischen Abgesandten darnieder,der Lord-Cantzler Jeffries aber und andere mehr, die man derRepublick vor schädlich hielt, wurden in arrest genommen,und der erste gab bald darauf im Tower seinen geist auf. End-lich , nachdem man allenthalben ausgesprenget: daß die In-länder ein blut-bad und sonderlich zu Londen anzurichten wil-lens wären, so stund das gantze volck auf, und der Lord-Ma,jor nebst den Rathsherren und gemeinen der stadt ließ denPrintzen von Oranien ersuchen, daß er vollends zu sie kommenmöchte. Den 22. dec. nach des Printzen ankunft, kamen diegeist - und weltlichen Lords in dem Ober - Hause zusammen,nachdem sie vor wenig tagen eine association unterschrieben, undersuchten den Printzen, daß er die Verwaltung der regierungüber sich nehmen, und auf den 22. des nächstfolgenden jan.eine Versammlung beruffen möchte, so, daß die Parlements-gliedw welche zu des Königs Caroli II. zelten gebienet, erschei-nen sollten. Da nun die gedachte Versammlung den 22. jan.den einander war, danckten sie vor allen dingen dem Printzenvor dasjenige, was er bereits gethan, und recommendirten Jrr-land seiner Vorsorge. Acht tage hernach erklärete die Versamm-lung , wiewol nicht ohne vielen Widerspruch in dem Ober-Hau-se, den Englischen thron vor vacant. Als hiernachst die Ver-sammlung eine declaration aufgesetzet, um alles wiederum ineinen vesten und guten stand zu setzen, so erklärten sie den Prin-tzen und die Printzeßin von Oranien zum Könige und Königin,so daß die administrativ» in beyder nahmen, die würcklicheausübung aber der Königlichen gemalt allein bey dem Königesevn sollte. Die succeßion betreffend, so ward beschlossen, daßvor allen andern die erben der gegenwärtigen Königin, in er-mangelung aber dieser die Printzeßin Anna nebst ihren erben,und in enkstehung selbiger, des Printzen seine in der regierungnachfolgen sollten. Bald daraus wurden beyde Majestäten öf-fentlich proclamiret. Diejenigen, welche sich von dem Schott-ländischen Adel in Londen befanden, ersuchten den König, die ad-ministration der regierung ihres Reichs ebenfalls aus sich zunehmen, und eine Versammlung daselbst zu beruffen, welcheser auch bewilligte. Indem nun die Versammlung saß, bekamsie 2. briefe, einen von dem Könige Jacob», und den andernvon dem Könige Wilhelm. Ehe sie aber noch den ersten eröf-neten, machten sie zuvor eine acte, worinn sie ihre Versamm-lung vor frey und rechtmäßig wollten gehalten wissen, und er-klärten endlich den 12. april an. 1689. den Schottländischenthron gleichfalls vor- vacant. Nach diesem setzten sie eine decla-ration ihrer rechte und freyhciten auf, und erklärten den Prin-tzen und die Printzeßin von Oranien auf eben die weise, wiedie Engellandische Versammlung gethan, zum Könige und Köni-gin. Als nun der König Jacob sahe, daß die SchottlandischeVersammlung seinen brief nichts achtete, stiftete er den Burggra-fen von Dundäe, welcher sich davon entzogen, an, daß er mitbeystand der Bischöffe eine andere beruffen sollte; allein allesvergeblich. Hierauf büssete Dundäe in einer schlacht das lebenein, wodurch Jacobi interesse nicht wenig schaden litte. Nachdiesem segelte er selbst den ic>. mertz von Brest ab , landete inJrrland an, und brachte in kurtzem fast das gantze Königreichunter sich, bis auf Londonderry, welchen ort er von dem endedes aprils an, bis auf den 1. jun. belagerte, da denn die be-lagerten sonderlich durch Hunger sehr viel ausstunden, und sichüber alle Massen tapfer hielten. Es ward auch endlich seine ar-mee mit grossem Verlust zurück getrieben, so, daß sie ihre bagage,stücke und ammunition hinter sich im stich lassen musten, undnoch dazu der Französische General Monmon in einem ausfallgetödtet wurde. Keinen bessern succeß hatten des Jacobi troup-pen wider die stadt Jnskilling. Der König Wilhelm schickte denHertzog von Schomberg hinüber, welcher den 24. aug. an. 1689.Nicht weit von Banqor anländete, und nach einer belagerungvon etlichen tagen Carickfergus eroberte, worauf Jacobus alleJrrlander von 16. jähren bis aufs 60. aufbot. Im folgendenoctober eroberte der Hertzog von Schomberg Charlemont, undtrieb die Jrrlander von dem Newry-paß hinweg, wovon des Kö-nigs armee wenig Meilen entfernet, und zoooo. mann starckwar. Als im nov. die Französische Catholicken unter des Her-tzogs armee selbige dem Jacobs in die Hände zu liefern verspro-
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chen, so näherte sich derselbe jeinehr und mehr dem ^dischen lager. Allein der verrätherische anschlag kam § Mtag, und wurde also zu wasser. Zu gleicher zeitvon Jnskilling ;ooo. wider sie auscommandirte F MDas wichtigste, so sich nachgehends begab, war die umso der König Jacobus bey dem fluß Boyne erlitte; v" jxvtirirle er sich wieder in Franckreich , und Jrrland w" ^11»mittelst gäntzlich durch des Königs Wilhelms troupptt. ^„e,ret. Endlich zeigte sich Jacobus das letzte mal bey Eallwo er einen theil der Französischen armee commaiwmmit seinen äugen ansehen muste, wie einige der dem'von der Französischen flotte durch die Engellander unter M z»miral Rüssel in brand gesteckt wurden. Ob er nun <!> Everschiedenen malen wieder gesucher in Jrrland odereinzubrechen, und zu dem ende im monat febr. an.gefährlicher anschlag unterbanden, auch er mit einer'reits bis nach Calais gekommen war, und man verm^MKönig Wilhelmum zu ermorden, so wurde doch die»?annoch zu rechter zeit entdeckt. Er muste dannenhero M»reich aushalten, allwo ihm König Ludovicus XIV- ^
St. Germain en Laye zu seiner residentz einräumte, ^auch den 16. sept. an. 1701. verstarb. Er hatte Mvermählet. Seine erste gemahlin war Anna Hyde'nachmals Grafen von Clarendon älteste tochter, von ^Carolus und Jacobus, so jung verstorben ; Maria, K" ß Lliams gemahlin, und die Königin Anna gebohren wo^F >'andere war Maria Beatrix Eleonora von Este, MHertzogs von Modena, tochter, mit welcher er sieb ^ cE,un nov. vermählet, und die den 7. may an. 1718'^
reich gestorben. Er hatte mit selbiger verschiedene «rolum, Hertzog von Cambridge; Catharinam ,
lotten Marien, welche alle noch in ihrer kindheit ve" smHicrnächst eine todte tochter, so zu St. Germain den . § k.an. 1689. und Marien Louisen, so den 28. jun. am ' Wselbst gebohren, und den 18. apr. an. 1712. verschtt^Eser diesen ist Jacob Franciscus Eduard, der sogeiE'von Wallis, bekannt, welcher sich nach seines valter-.^. Lcobum III. König von Groß-Britannien, nennen ranneben hinterließ er auch einige natürliche kinder vo" HChurchil, des Hertzogs von Marlborough schwester,' M.,dum, Hertzog von Berwick, Grafen von Tinmonm^^von Boßwor, Marschall von Franckreich; und HeM^tzog von Albemarle. Dieser wurde an. 1689-zum Groß-Prior des Johanniter-ordens durch ^pieoMmacht, und an. 1702. znm General-Lieutenantzösischen galeeren; er starb aber in selbigemterließ eine tochter Henrietten, so an einen Jrr'.AAdel vermählet. Von Catharinen Sidley, Grast".-er/chester, Baroneßin von Arlington, hatte er eine tomden Baron Heinrich Waldegrave vermählt; undso Thomä Barons von Raby, hernach Jacobi, ^ ve»ÄAnglesey, und endlich an. 1706. Johannis, Gran^M^ckingham gemahlin worden.
llngl. motibus. , stikoria rerum mutge-
, still, clss revo1M> M
teere, stlilloire 6es evenem. trsgigues ^
re lecrete äe ^aegues II. Hiüoire cls 6ui1IauM ^jjl^, 2 o«rr or. tun. ÄZriL. sen. Lrit. k. pr- M
reise-beschr. k. II. *
Röntg von Majoren:
Jacobus von Aragonien , König von -Majd^glsÄ,rknig von Aragonien, Petrus, mit dem beynahmenIu 8 , vertrieb ihn um das jähr 1Z4;. oder 44. xer As'grausamkeit aus seinen Herrschafften, ohngeE ^Clemens VI. und andere Fürsten sich diesersetzten. Dieser König hatte auch einen söhn, A' -D E. Fcobus, welcher der Königin von Neapolis und G' >vence, Johanna I. dritter gemahl war, und M jhm. /derselbigen vermählte. Weil aber diese PunM' l»a Fden titul eines Königs geben wollte, so dünnte^achtung dermassen unerträglich zu seyn, daß ernach dem beylager wieder verließ, und an. '
mernis starb, still, cle krovencs. ^
, lib. XV.
Röntge aus Schottland:
Jacobus I. der 102. König in Schottland. ^berli III. söhn , und wurde in Engelland, da r „M' Iwar, gefältglichangehalten , als er aufdem wcg^,,a- ß'reich, zu Flanbvrough in Porckshire aiigelanoeu^^y efrischen, gestalt damals zwischen den beyden umstand der Waffen war; kam aber an. 142;-ranzion und hinterlassenen geisseln wieder nawner ankunft beschwerte sich das volck über mele"'" §die sie nach seines vatters tode durch der Gouveru zyn .Frung ausgestanden, so daß er, um das gememev xet'stellen, einige des Adels in arrest nehmen ließ, d>Versammlung des Parlements, welches den 27-
angesetzt wurde. Mittlerweile empsieng er u v'^s P'"
lin am 20. gpxjl dieses jahrs die Crone. 4 t'"