Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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man eine Zusammenkunft zu Jedburg in Schottland, woselbstdie Engelländer die ausantwortung des Peter Warbecks begehr-ten , welches aber Iacobus nicht eingehen wollte, so daß manendlich einen stillstand aus etliche monate schloß, binnen wel-chen Warbeck aus Schottland fortgeschaffet wurde. Bald daraufkam es würcklich zu einem friedenS-schlusse, und MargaretheKönigs Henrici VII. in Engelland tochter, wurde an den Kö-nig Jacobum ehelich versprochen. Nach vollzogener Heurathbrachte der König seine zeit mit turnieren und Ritter-spielen zu ,wobey viel ausländer sich einfanden. Darauffieng er an schiffe zubauen, unter welchen ;. von einer »»gemeinen grosse waren,ausser vielen von mittler gattung. Eines von den grossen warso beschaffen, daß man an grosse dergleichen noch nie auf demmeere gesehen hatte. Hierinnen wollten es ihm die Könige vonEngelland und Frankreich noch zuvor thun, und daher» ließ einjeglicher eines bauen, aber von so unmäßiger grosse, daß mansie gantz und gar nicht brauchen konnte. Nachdem also der Kö-nig Iacobus seine schatz-cammer erschöpfet hatte, führte er denalten gebrauch der sogenannten Wardship wieder ein, welcherdarinnen bestund, daß die Könige die Nutzung von der minder-jährigen kinder güthern einzogen, bis selbige erzogen worden.Ob nun wol dieses dem lande sehr beschwerlich war, so wardoch der Unterthanen liebe gegen diesen König so groß, daß sie da-durch sich nicht zum ausstaube bewegen liessen. Er resolvirtesich hierauf zu einer reise in das gelobte land, um dadurch sei-nen gedancken nach für die fünde zu düssen, daß er wider seinenvatter die Waffen geführet, wurde aber durch den krieg darangehindert. Denn nachdem der Kayser, die Venetianer und dieSchweißer in eine I>iZue wider Franckreich getreten, so schlugsich auch der König von Engelland zu ihnen, und suchte seineprätension auf die Normandie wieder hervor; der König Jaco-bus aber wollte sich mit keiner partey recht einlassen, war aberdoch niehr zu der Französischen incliniret; schickte dahero derKönigin Anna in Franckreich seine flotte zum geschencke, unddie Schottische Clerisey , welche mit Französischem gelde besto-chen worden , bemühete sich ihn gantz und gar von der Engellän-dischen partey abzuziehen. Zu solchem ende wurde Formann,Bischoff von Murray, in Engelland geschicket, eine Zwietrachtanzurichten, indem er ein gewisses sehr hoch sich belauffendesVermächtnis fordern sollte, so der Printz Arthurus seiner fchwe-ster, der Königin in Schottland, zugedacht. Allein HenricusVIII. speisete ihn mit guten Worten ab, und wurde also seinvorhaben zu Wasser. Mittlerweile verzog Iacobus, Graf vonArran. welcher als Admiral von obbemeldter flotte für Franck-reich dahin abgeschickt worden, mit fleiß so lange, bis die Fran-zosen ihre schisse wieder abgetackelt hatten , da kam er erst zuBrest an , da denn das vbgemeldte grosse schiff ebenfalls abge-tackelt und daselbst gelassen wurde. Inzwischen wurde RobertCarl, der Ober-Inspedkor von den mittlern grentzen in Schott-land, von den Engelländern bey einer grentz - Versammlung er-mordet, welches denn nebst der fache, die sich mit Andrea Bar-ton, einem berühmten Schottländischen See-Capitain zugetra-gen , der gleichfalls getödtet, und sein schiff von Howard, demEnglischen Admiral, zur friedens-zeit weggenommen worden,eine vollkommene ruptur veranlassete, so, daß der Graf vonHnme in Engelland einfiel, und von bannen eine reiche beutezurück brachte, "aber auch zugleich eine grosse anzahl von seinenkeuchen durch listige anstellung einiger schnapp-hähne verlohr.I.a Motte aber, der Französische Abgesandte, beredete nebst derClerisey den König Jacobum dahin, daß er Engclland wegenobbemeldter Ursachen einen krieg zu Wasser und zu lande an-kündigte, woferne nicht Henricus VIII. die wider Franckreichund den Hertzog von Geldern in Händen habende Waffen nie-derlegen würde. Als Henricus sich darzn nicht verstehen wollte,brachte der König Iacobus eine armee zusammen, allein, da erin der kirche zu Linligthquo in der vesper war, kam ein altervenerabler mann mit einem bauer-kleide, und um den leib miteinem leinen gürtel begürtet, mitten durch das gedrange desvolcks zu ihm, und warnete ihn, daß er von seinem vorhabenabstehen, und sich der gemeinschafft und des raths der weibereinschlagen möchte, oder sonst würde er und seine anhänger keinglück haben. Nachdem er dieses geredet, verschwand er, undwußte niemand wie und wohin, wie solches Buchananus, wel-cher diese geschichte von David Lindsey gehöret, der selbst dabeyzugegen gewesen, berichtet. Allein der König setzte dessen unge-achtet seinen mar,ch weiter fort, ob er schon, wie andere mel-den, zu Jedborough noch eine Warnung durch ein gespenste be-kommen, welches in das gemach getreten, worinnen er mit fei-nen Edeüeuthen geschmaustt. Nachdem er in Engelland gekom-men, eroberte er die schlosser Norham, Merck, Etel-Ford , rc.mit stürm, und verheerte die dabey gelegene landschafft. Al-lein nachdem er sich in des Herrn von Ford gemahlin verliebet,die er gefangen bekommen, wurde er gantz nachlaßig in seinengeschäfften, so daß seine armee aus Mangel des Proviants nachund nach desertirte, bis letztlich nicht mehr als noch etliche we-nige Edelleuthe nebst ihren freunden und Unterthanen in dem la-ger übrig blieben, welche aber gleichfalls disgustirt waren. Dergrösseste theil riethe ihm, daß er seine zeit nicht so vergebenszubringen, sondern vielmehr Berwick attaquiren möchte, alleiner hatte kein belieben darzu. Unterdessen forderten sie die En-gelländer zu einer schlackn aus, darüber hielten sie kriegs - rath,und wurde von dem grösten theile gerathen, daß der König wie.

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der nach Haufe ziehen, und mit einer so geringenschlackn wagen möchte, dabey vorgebend, daß er E^ .Mgefallen alldereit genug gethan hätte. Allein der » ^eiiEAbgesandte und die bestochene Hof-leuthe drangen "xje ^

drigen rathe durch, daß der König stehen blieb. As ^gelländer auf den bestimmten tag sich nicht eingei"».^, »lte der Schottländische Adel den König abermalsHause zu marschiren , weil er es anjetzo mit e"""und führte ihm zugleich zu gemüthe, daß die . .

fleiß verzögerten, weil sie wohl wüßten, daß stme » ^ ...

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lich auseinander gehen würde, stünde ihmnicht an, so möchte er sich doch nur einer bbemächtigen, die er gar leicht mit seinen grossen ^decken, und also den Engelländern den paß über ve>> > ^abschneiden könnte. Auf alles dieses antwortete er: Vden Engelländern fechten wollte, wenn sie auchmann starck wären. Dieses verdroß den Adel ziem"Mbemühete sich Duglas, Graf von Angus, nochmals Lgreiffung des obgedachten rathö zu bereden, aber' ^ a«bens, gestalt ihn der König in grossem zorne nach ^ ^

hieß, wofern er sich fürchtete. Dieses pressete dem , efen einige thränen heraus, welcher erstlich dem ^ ^müthe führte, daß sein voriges verhalten genuE„ W >offenbaret, daß er kein verzagter mann sey, so?"' .,1

der gefahr warnete, in welche er sich begeben wur^'x g-s.so seinen abschied nahm, jedoch zum pfände semckH z»den Konig und das vatterland, seine söhne und va^jF^sich ließ. Der übrige Adel, als er sahe, daß er dem' DUmannschafft sehr ungleich war, erhielt endlich von ^

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so viel, daß er seine armee vortheilhafflig postss^',die Engellander solches merckten, richteten sie ihre"ein, als wenn sie in Schottland einzufallen gesonnt M' Wgen also den König Jacobum von feinem posten M ^ilM' »stießen auf ihn zu Flodenhill. Die Engelländer rerw,^>^in zwey armeen, deren jede den Schottländern ^

Ein corpo von diesen commandirte der Admiral ^ward, Edward Howard und Marmaduc Constav^B>«dere aber der General, Graf von Surrey, Edward ^pt-^»<Lord Dacres. Der König Iacobus führte das', ^von den Schottländern an, die Grafen von HN"V ßeMÄme commandirten den rechten flügel, die Grate'

Argyle den lincken, Hepburn aber blieb mit dem 7 ^ oFAdel in der reserve. Die Gordons schlugen »i»

länder lincken flügel, worauf Lenox und ArM-.^,,,glücklichen succeß angefrischet, ihre glieder rerA" Mio'V'grosse Unordnung geriethen, welches denn "E..xsE'Fsondern auch fast der gantzen armee Untergang v».wol des Königs corpo und Hepburns drigade p»tapfer fochten. Der streit währte bis in die n«warmeen endlich auseinander giengen, und niema« 'den sieg erhalten hatte, fo, daß der Lord H"we "N^so noch gantz dahinten blieben, bey guterlichkeit die beute auflasen. Allein, da des and»" sthAEngelländische Lord Dacres mit einer partey amg

de, von dem feinde kundfchafft einzuziehen, unv e f,» ^

difche artiüerie von aller mannschafft verlassen ^

er alfofort mit grossen freuden den sieg kund/,^§cE^ ^auf Engelländischer feiten wäre. Was den Konw^ tÄtrift, so melden die Engelländer, daß er m ^ ,

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blieben sey. Allein die Schottländer ,von seinen dienern, von welchen es Bnckmnaden vor, daß er nach der flucht die TwedeM'^rdes Lords Hume ordre getödtet worden, meleye MgM §»»>

ben vor recht gestellet, aber in ermangelung " ^ ßcy -L

weises absolvirt wurde. Das gemeine volck K

daß er nach Jerusalem gezogen sey, um st"'"bringen, und zu seiner zeit fchon wieder komm ^Schottländer verlohren ;c>oo. mann. , Die iao^^ „M ^

Engelländer war jenen zwar gleich , bestundin gemeinen soldaten. Hingegen kam eme sdem Schottländischen Adel um, unter welwphinston, der an gestalt, stattn und kleidung ^ co»"ähnlich war, und in der Wacht blieb, ^gege^»nach gefunden, und vor des Königs semen " b

Iacobus V^ der König in Sckottlanb^,,

.. ^

riqen Königs Jacobi IV. soh'n^von derMargaretha, und an. izir. gebohren. Er ^,cher ^ler an. in sehr zarter jugend,

Stande nach des verstorbenen Königs testm ^fle »zur Negentin verordneten. Es war dieses v»„l>eN '

sich die Schotten weiblicher hernchafftaber um so viel weniger bedencken,an männern, die darzu tüchtig waren , Sf^eckten

sowol wegen der häufigen innerlichen " ,,^äekoMweil in der letzten Wacht deren

^ucb.burch dieses css

de mit Engelland zu erhalten , wie aumReqentin an ihren bruder Henricum viu. .^jcheEs verfiel aber das Reich davon bald ln s«^ perl"«"Denn als die Königin sich an Archibald