Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
Seite
280
JPEG-Download
 

280

j a c

anfänglich ein Dominicaner, wurde hernach Provincial, letzt-lich General desselbigen ordens / und nachmals an. 1292. Ertz-Bischoffvvn Genua, worzu er von dem Cardinal Urstno, Bi-schofs von Ostia, bey damaliger vacantz des Päpstlichen stuhlseingesetzet wurde. Er war der Kayserlichen partey zugethan;dahero ihn Blondus und Philippus Bergomas vor denjenigenhalten, welchem der Papst Bonifacius VIII. an der ascher-mittwoche die asche in die äugen gcworffen, und anstatt, daßsonsten gesagt wurde: du bist erde, und sollt wieder zur er-de werden , diese worte geführet: du bist ein Gibelliner, undwirst nebst andern deines gleichen wieder zu nichts werden;wiewol dieses vielmehr seinem Nachfolger Porchetv Spinolawiderfahren. Er starb endlich an. iryg. Er wird vor einenfrommen und gar gutthätigen mann gehalten, war aber nichtgar zu gelehrt, vielweniger von einem guten und satten urtheil;als wovon die nnzehliche abgeschmackte und lächerliche fabeln,welche er aller orten in seine, gar unrecht also genannte, üe-Zenclsm burssm eingemischet, nach dem unbeargwohnten Zeug-nis der gelehrtesten und vernünftigsten Catholischen scribentcn,nur allzuviel beweisthum geben. Er hat die Lateinische Bibelam ersten in das Italiänische übersetzet, wiewol solche Versionnie gedruckt worden. Daneben hat er geschrieben: WlorismI.omksrclicam, live DeZsucib surea cie Vicis Ssnäkornm; (Zus-ärsZsümale; Sermones cie kl-mätu 8. Mrice Virginis; Ser-mones äs lempore ; Sermones cie SancIis; iVlarmie anreum;Liironicon sanuenlis Livitatis; üibrum cie Opulcuüs LuZu-üini. lupplsm. ciiron. üb. XIII. cie

vir. iüulir. orci. ürcxcüc. üb. IV. , bibl. üb. IV.

, cie Hill. übt. üb. II. c. 60. , cie il-

lustr. Oomin. <L cielia üiZur. , bitt.

Irr. psg. ^ry.*

* St. Jacobus Ssrngensts, ein Morgenländischer Bischoff,war zu Eurtamo, einem an dem Euphrat gelegenen dorfe, an.4^2. von Christlichen eitern gebohren. Er bezeigte von der er-sten kindheit an eine grosse liebe zu dem Göttlichen Wort, undnahm in seiner erkänntnis dermaßen zu , daß er gar frühzeitigzu einem sonderbaren ansehen gelangte, weswegen auch die da-sigen Bisthöffe an. 472. ein exsmen mit ihm anzustellen bewo-gen wurden. Nachdem er sich nun hierauf mit vielen schriftmhervor gethan, ward er an. ;o;. Priester, und endlich an.; iy.Biscboffzu Batna in Sarngg, welches letzte ein strich landesin Mesopotamien ist, den einige ohne gründ entweder vor Batnaselbst , oder vor eine andere stadt halten wollen. Er starb den29. nov. an. ;2l. und wird um seiner gelehrsam-»nd Heiligkeitwillen sowol von den Maronitm als Iacobiten unter die Hei-ligen gezehlt., Renaudot hat ihn als das Haupt der Mono-physilen verdächtig zu machen gesucht; da hingegen andere sei-ne orthodoxie mit unverwerflichen gründen dargethan ha-ben. Seine schriftm, welche Gennadius guten theils demJacobs von Nisibe aus einem irrthum zugeschrieben, sindtheils in gebundener, theils in ungebundener rede versusset, und ist davon bey Assemanno ein sehr weitläustiges Verzeich-nis anzutreffen. üiturZ. OrisiN. tom. II.

dibi. Orient, tom. I.

Iacomb, (Thomas) H. Schrift vocior und Presbyteria-nischer Mniker in Engelland, ist gebohren an. 1622. in Leice-stershire. Zu Oxford in Magdalena Hall legte er unter 0 . Wil-kinson die fundamente seiner studien. Nachdem er Lucnl-m-reus Lrtium worden, kam er nach Cambridge, und wardfür eine zeit Socius in v-inity Lolleclx, da er wohl angesehenwar. Hierauf an. 1647. begab er sich auf Londen, und wurdevon der Gräfin Dowager von Exeter für ihren Caplan ange-nommen , da er gelegenheit hatte in der stadt zu predigen. Erverrichtete sein Wnistsrium in Lucius karisli, so lange die Re-gierung solches ihm vergönnte, mit gutem spplbuiu, als derein mann von Moderation, demuth und sehr gutem Umgänge,auch seine predig-art deutlich, krafftig und beweglich soll gewe-sen seyn. Eine schmertzhaffte kranckheit, bey deren er alle Christ-liche gedult verspüren ließ, nahm ihn den 27. mart. an. 1687.in obgedachter Gräfin Hause hinweg. Seine bibltotheck, welcheanspielen raren wercken bestund, und hoch ästimirt wurde,ward um i zoo- Pfund sterling an einer öffentlichen auction ver-kauft. Neben unterschiedlichen leich-und andern predigten, wel-che er bey solennen occasionen gehalten, hat er im drucke lassenausgehen ein Oommentsrv, oder predigten über die 4. erstenverse des 8ten capit. an die Romer, m 4. a Trebtile oküolv veäi-«Äticm, aus anlas der brunst zu Londen rc. Li/?. 0/ -/kc-.

Jacqueline, siehe Jacobina.

war der nähme einer rotte auftührischerbaüren, welche an. i;c8- zur zeit, da der Konlgin Franckreich,Johannes II. von den Engelländern gefangen gehalten wurde,und das Reich durch innerliche factionen zerrüttet war, (sieheJohannes II. Kömg in Franckreich) sich wider den Adel zu-sammen ichlugen, und alles plünderten und verheerten. Die-se emporung entspönne sich in Beauvaisis. Der rädelsführerwar ein bauersmann, mit nahmen Caillet, welchen die Edel-leuthe zum spott ßsgues Kon-Komme nannten, daher der näh-me is Zsogoerie kam, und waren ihrer anfangs nur hundert,hernach vermehrte i>ch ihre zahl in Brie, und in der Picardiebis auf neun lausend. Wiewol andere den nahmen von dendamaligen bauern-rocken, äsguss genannt/ herführen. Sie

j a c jae ^

rninirten unterschiedene castelle, machten sich aber hltarausamkeil verbaflt. Sie eroberten durck

a"H

bürger die stadt Meaux, worinnen eben alle Dawcnniglichen Hause zugegen waren. Allein der Adel, ^nen befand, wehrete sich, ohnerachtet seiner weE'so tapfer, daß damals über ;ooc>. dauern umcan ^Dauphin erschlug ihrer mehr als rooo. und Konrg '

se von Navarra, erlegte den Caillet, und ließ ihn e»"

ll-

wodurch dieser auftuhr gestillet wurde. . ^

, tom. II. pbZ. 444. , bist. äe VrbnLe l

58-- leg. . ^

* Jacquier, oder Jacquerius, (Nicol.) ew ^ Mner im XV. iXculo, gebürtig von Dijon in Burgu»^ ^

dem er an. 14;;. in wichtigen angelegenheiten ewc

Enaelland gethan, auch vier jähr darauf dem Lonc>

sei behgewohnet hatte, ward er zum Inguiliwre vw ,

reich bestellet. Er that darauf eine reise nach

den, und einige zeit hernach nach Böhmen, da er j

einen grossen haß wider die Hußiten blicken ließ,

lieh zu Gent in Flandern an. 1472. Man hat von

xum äs kacra Lommunione contra Hullitss ,

VIsZellum HXreticorum, Franckfurt 1581. in 8,catiorie O-emonum; Lxcerpta gureciam säveriusbemmum allsieNtium Lommunionem tub utrsgrie ^ ^

etism Osicis neceilariam aä Islutsm. Seinenen, die er auf dem Baßler-S^nocio gehalten, pev Amanuscript. , bibl. I>tLä. tom. I. xs§. .

II.pbZ.82;. .satt

Jaddus oder Iaddoa / succedirte dem Vfi,?rcitHohenpriesterlicken amte zu Jerusalem. Zu fie/per« xe»Alexander der arosse auf die Jüden zornig, well pe ^fern getreu blieben, und seine armee nicht mir nott-"bens-mikteln bey währender belagerung der stadt ")^ettwollten, und beschloß dahero, sich an ihnen ,7, ,tt lWJerusalem zu belagern. Allein Jaddus giengHohenpriesterlichen kleidern entgegen, da denn ^nigs hertze dermassen änderte, daß er, anstattauszuführen, GOttes nahmen, so an dem N . R'Pblate des Hohenpriesters geschrieben stund, anbwsephns und noch etliche andere melden, daß er aumrusalem geopfert habe, um seine gnade zu erians.^^unterließ Jaddus nicht, ihm zu zeigen, was die s.so dsse Heyden anbäteten. Ja einige setzen hinzu, ^dasjenige, was ihm hiervon gesagt worden, /

es an seine mutter Olympiaden! überschriebenbiß allem ansehen nach mehr aus liebe und bA.Mtt't/,Mehe sie für die Jüdische religion tragen, als a»> ia^prE,,Fnis und beweisthum. Jaddus verwaltete das ^ M /'amt ohngefehr 10. jähr, worauf Omas der ersteihm folgte. , bNtig. Iii>. XXI.

, äs civ. Lei Üb. VIII. 9. 45 - *

Jade, ein kleiner ffuß in der Grafschafft O>d'^ fts'bis 4. Tentsche Meilen von seinem Ursprünge, ve ^h,!sgleichfalls Jade genannt, einen ziemlich grosse» ^ ^ V

miret. Derselbe gehet in die Nord-see hmem,ten eine landschafft, welche davon das ButMwjadinger-land heißt. ^

Jadera, siehe Zara. dck

Iadon, soll, nach Josephi bericht, der nA»robeam gesandten Propheten seyn, welcher pwschen Propheten betrügen ließ , und dahero von ^umgebracht wurde, , üb. VIII. c. 5 - .

Jägenreuter, eine alte adcliche familie »' ss«nunmehro den Freyherrlichen character erlang

ordentliche stamm-reihe fanget Bucelinushanne an. Von dessen nachkommen storirte ^

Pernau an. 1460. und war ein groß-vatterin -Jägenreuters von Pernau zu Werna und Pcn ^ ^ A'»ob der Ens, von dessen söhnen ist Wolf EdÄctor/Ätt^als Kayserlicher Oberster verstorben ; Won ^

Christoph haben ihren stamm fortgepflanzt. ^ P^lll

gerer sohn, Hans Adam, Freyherr zu P^Ä/acuip^,!starb an. 1686. im 8«. jähre seines alters zu n» ^ ahin«hinterließ einen söhn Christoph Adam. Sen«ndieses geschlechts. ^

Jäger, (Ioh. Wolfgang) ein berühmtA^scherVbeoloZus, wurde an. 1647. dengebohren, allwo sein vatter Fürstlicher EchZ'

Wesen, und von den berühmten Jägern brichstammet, davon Melchior und Johann Frff ^

Negierungs-Rälhe bey den Hertzvgen Luow'g zu ^

Eberhard von Würtemberg gestanden. De«» „en e o,

dien legte er in alldasigem kTäbgoZio, von ,,,p eud>'7j, ^kloster Hirschau, hernäch in Bebenhausm n>ock^ ^Fürstliche Stixcncüum zu Tübingen ist öefo o pack

hier nahm er die Zmcius küiloüopb-c^

1671. kepstens. Noch vor dem wurckllchen u „ bcv^„.stelle bekam er Fürstlichen befehl, dielichen jugend des Hertzogs Eberhardl M- M1676. ist er mit den Printzen alsger zugleich verreiset, und nachdem er seit»»